Archiv für den Monat Januar 2013

Soulfood

Ihr kennt das auch, oder? Ein anstrengender Tag, viele Termine und eine Deadline jagt die andere.

Mittagessen? Kurze Pause? Snack? Fehlanzeige!

Stattdessen lässt man sich vom Kollegen ein belegtes Brot vom Bäcker mitbringen und sorgt so für Energienachschub.

Dann kommt man am Abend nach Hause, ist ziemlich erschöpft, sehr hungrig und will einfach nur etwas haben, was die Nerven beruhigt.
Mir geht das öfter so, vor allem an Tagen wie die der letzten Woche, wenn uns auch noch der Winter fest im Griff hat und wir so gar nicht an eine durchtrainierte Bikinifigur denken möchten. Dann ist es Zeit für „Soulfood“.
Warum ich es genau Soulfood nenne, weiß ich auch nicht genau. Der Liebste hasst es, wenn ich das sage, aber ich finde es einfach toll, dieses Wort. Hat so etwas von „chillen“ für mich – Sooooouuuuulfoooooood *g*

Aber was ist es denn nun, dieses Soulfood? Ich liebe ja eigentlich leichte Gerichte mit viel Salat am Abend. Etwas, das gut ist für’s Gewissen und die Bikinifigur (Frau muss ja immer vorbereitet sein, könnte ja sein, dass ihr jemand spontan einen Urlaub mit Sonne, Strand und Meer schenkt *träum*).
Aber manchmal packt es mich und dann muss es etwas sein, das so richtig schön viele Kalorien beinhaltet. Kohlehydrate satt!
Und was könnte da besser passen, als ein gut gerührtes Risotto (Rühren ist auch eine tolle Möglichkeit um runter zu kommen und abzuschalten, so eintönig ist das)?

So habe ich also immer eine Packung Reis zu Hause und getrocknete Steinpilze, in der Riesentüte aus dem letzten Südtirolbesuch.

Grundzutaten: Haken dran

Kurz in den Kühlschrank geschaut: Butter, Parmesan und Zwiebeln – Haken dran

Und dann kanns auch schon losgehen… (Achtung, die Mengenangaben sind relativ grob – ich bin ja eher so die „nach Gefühl“ Köchin)

Soulfood_III_schrift

Vorbereitung:

1 Handvoll Steinpilze in Wasser einweichen, ca. 70 g Parmesan reiben und 1 mittelgroße Zwiebel kleinhacken (kann auch gerne weniger sein, ich liebe nur Zwiebeln), 200 g Risottoreis abwiegen, 500 ml Brühe (entweder angerührt oder aus dem Glas) bereitstellen

Los geht die Brutzelei:

2 EL Butter in einer Pfanne erhitzen und dann den Reis mit den Zwiebeln anschwitzen. Wer eine offene Weißweinflasche hat, gibt einen Schuss Weißwein zum ablöschen hinzu, ansonsten geht es auch gleich mit Brühe. Man löscht erstmal ab und wartet, bis der Reis die Flüssigkeit aufgesogen hat, dann gießt man immer weiter vorsichtig an, während man immerfort die Masse in Bewegung hält.

Man rührt und rührt, gießt Brühe an und wartet so lange bis das Risotto die richtige Konsistenz hat. Zum Ende hin drückt man die Steinpilze aus und gibt sie ebenfalls wie den Parmesan zum Reis. Mit Salz, Peffer und Muskatnuss wird dann abgeschmeckt.

Soulfood_I_Schrift

Für mehr „Schlonzigkeit“ gebe ich gerne noch ein Stück Butter oder einen Schuss Sahne dazu.

Ein gemischter Salat und ein gutes Glas Rotwein (es passt zum Beispiel sehr gut ein Merlot) dazu, eine gute DVD und der Abend ist gerettet!

Soulfood_II_Schrift

Lasst es euch schmecken!

Eure Amelie

PS: Na, wer hat Interesse an einem Januarmenü? Soll ich mal Bilder und Rezepte von letztem Wochenende mit euch teilen?? *g*

Bratapfelkuchen

Bratapfelkuchen mit Schrift

Na ihr, hat euch der Winter auch so fest im Griff? Hier in München ist es frostig kalt und der gefallene Schnee von letzter Woche liegt auch noch überall.
Zum Wochenende hin wollte ich endlich mal wieder etwas backen. Etwas mit Marzipan sollte es sein und mit Apfel – das sind nämlich die Lieblingszutaten des Lieblingsmannes.
Ein bisschen recherchiert und mir fiel ein sehr interessant aussehendes Rezept in die Hände – ein Bratapfelkuchen… Kurz die Zutatenliste gecheckt und für gut befunden. Vorallem hatte sich nun endlich eine Möglichkeit aufgetan, die übrig gebliebenen Dominosteine zu verwenden. Na, sagt mal, habt ihr auch noch das ein oder andere Überbleibsel der Weihnachtsleckereien im Schrank? Dann aber auf auf, die Osterhasen stehen schon in den Startlöchern *g*

Detail III_schrift

Als ich dann loslegen wollte, war es mal wieder so, ihr ahnt es …. ich hatte natürlich mal wieder etwas wichtiges beim Einkaufen vergessen – das Marzipan… Hm, dann hieß es also improvisieren und aus 50 g geriebenen Mandeln und 3 EL Amaretto wurde ein wunderbarer Ersatz.

Bratapfelcollage_schrift

Was sonst noch so hineinkommt in den guten Kuchen? Hier geht’s los mit dem Rezept:

Bratapfelkuchen

Zutaten für ca. 14 Stücke

25 g gemahlene Mandeln

3 EL Amaretto

125 g Butter

1 Päckchen Vanillin-Zucker

1 Prise Salz

75 g Zucker

2 Eier (Größe M)

150 g Mehl

1/2 Päckchen Backpulver

4 EL Milch

3 mittelgroße Äpfel (z. B. Boskop)

3 Dominosteine

Fett und Mehl für die Form

Puderzucker zum Bestäuben

Zubereitung:

(1) 25 g Mandeln mit Amaretto verrühren und anschließend diese Masse mit Butter, Vanillin-Zucker, Salz und Zucker mit den Schneebesen des Handrührgerätes cremig rühren. Eier einzeln unterrühren.

(2) Mehl, weitere 25 g Mandeln und Backpulver mischen und abwechselnd mit der Milch unterrühren. Teig in eine gefettete, mit Mehl ausgestreute Kastenform (ca. 25 cm Länge; ca. 1,5 Liter Inhalt) geben und glatt streichen.

(3) Äpfel waschen und trocken reiben. Von den Äpfeln jeweils waagerecht das Stielende als „Deckel“ abschneiden. Kerngehäuse der Äpfel ausstechen, Dominosteine vierteln, Äpfel damit füllen. Äpfel mit „Deckeln“ bedecken und in den Teig drücken. Im vorgeheizten Backofen (E-Herd: 175 °C/ Umluft: 150 °C) ca. 40 Minuten backen bis er eine goldgelbe hat. Nach dem Herausnehmen ca. 15 Minuten abkühlen lassen und danach vorsichtig aus der Form stürzen und auskühlen lassen.

(4) Vor dem Servieren mit Puderzucker bestäuben.

Bratapfelkuchen frontal_schrift

Ich muss sagen, der Kuchen ist einfach wunderbar für Winternachmittage. Hat noch ein bisschen was von Weihnachten und gibt durch den Bratapfel auch noch ein bisschen das „Bei Mama zu Hause“ Gefühl. Mit einem Klecks Vanillesahne und einem leckeren Kakao wärmt das hervorragend von innen.

Bratapfelkuchen mit Sahne_schrift

Viel Spaß euch beim Weihnachte-Reste verbacken!

Eure Amelie

Viele Grüße aus den Bergen

Dieses Wochenende hatte ich mal wieder in Österreich verbracht – die Möglichkeit innerhalb kürzester Zeit in den geliebten Bergen zu sein, ist (neben vieeeelen anderen) einer der schönsten Vorzüge am Leben in München.

Ich liebe die Natur, die Berge und den Schnee.

Winternatur II_schrift
Wenn ich mal nicht auf den Brettern unterwegs bin,  liebe ich es wenn es, die Winterlandschaft bei einem gemütlichen Spaziergang zu entdecken. Es ist toll,  wenn es unter den Schuhen knirscht, wenn man den einen Fuß vor den anderen setzt. Man kann die klare Luft einatmen und viele kleine Details trotz der dicken Schneedecke entdecken.

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Eine Wonne ist es gerade zu, dem schweizer Entlebucher beim Schneespringen zuzusehen… Man merkt einfach, dass er ein richtiger Schweizer ist. Und über die Jahre ist er auch ein richtiger Shootingstar geworden. Er liebt die Kamera… Als ich heute einen anderen Hund kurzzeitig vor die Linse nahm, tat er seinen Unmut sofort lauthals kund *g*

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Was ich sonst noch so gemacht habe? Hier ein kleiner Ausblick, auf was ihr euch die nächsten Tage freuen könnt…

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Na, schon Ideen, was das sein könnte?

Ich wünsche Euch einen guten Start in die nächste Winterwoche!

Eure Amelie

Herzhaft lachen – Give away bei Liebesbotschaft

Guten Mittag zusammen!

In meiner Mittagspause habe ich eben mal einen meiner Lieblingsblogs aufgerufen und mich köstlich amüsiert…

Die liebe Joanna von Liebesbotschaft hat heute ein schönes Büchlein vorgestellt –

Diät – Deutsch  –   Deutsch – Diät

Und falls sich jetzt irgendwer von den ganzen Covers der Frauenzeitschriften diesen Monats verpflichtet fühlt, nun „doch auch endlich“ ein paar Pfündchen abzunehmen, von dieser Idee aber andererseits so gar nicht angetan ist (Krapfenzeit!!), sollte ganz schnell zum Gewinnspiel herüberhüpfen.

Diät_Deutsch4

Ein kleines bisschen frage ich mich, ob die Portion Spaghetti mit Pesto und Walnüssen wohl ein Diätessen ist oder nicht? Hmmm – Mama hat immer gesagt, grünes Essen ist gesund *g*

Pestonudeln_kbw

Wie das schnelle Mittagsgericht geht wenn man nur eine Mikrowelle im Büro stehen hat?

Vorgekochte Nudeln auf einen Teller geben, grünes Pesto darauf verteilen und ab in die Mikrowelle. Danach mit gehacktem Fetakäse, roten Zwiebeln und Walnüssen bestreuen…Und Kollegen neidisch machen!

Ich hoffe, ihr hattet auch alle etwas feines zum Lunch!?

Rezept für das neue Jahr

Ein wunderschönes Gedicht ist mir heute wieder in die Hände gefallen – und es passt so gut zu dieser Zeit – Das Rezept für das neue Jahr von Katharina Elisabeth Goethe.

Wir lesen, entwerfen und schreiben selbst alle so viele Rezepte über das ganze Jahr hinweg, Rezepte für Dinge, die für das „leibliche Wohl“ sorgen und uns und unsere Mitmenschen glücklich machen. Am Herd schalten wir von einem oftmals stressigen Alltag ab und zaubern die tollsten Dinge. Unser Lieblingshobby entspannt uns, aber trotzdem bleibt manchmal das Nachdenken über sich selbst und andere wichtige Dinge des Lebens auf der Strecke.

Eine gesunde Grundeinstellung ist das A und O. Die Erziehung unserer Eltern prägte uns von Anfang an und durch jedes Lebensjahr erlangen wir mehr Lebenserfahrung und Reife. Dennoch geraten wir immer wieder in den Strudel der Gesellschaft, in der Macht, monetäre Werte und Ehrgeiz das Wichtigste sind. Nicht dass Ehrgeiz immer schlecht sein muss, ich mag es aber dennoch lieber, es Zielstrebigkeit zu nennen, wenn man für etwas hart arbeitet und kämpft. Wichtig ist für mich positives und ja, auch realistisches Denken. Was man zum Gelingen eines guten, erfolgreichen und glücklichen Jahres so braucht? Das hat Frau Goethe wie folgt beschrieben, lest es selbst:

Das Rezept II

Ich finde, Katharina hat schon damals vor über 200 Jahren so unglaublich Recht gehabt! Oder, was meint ihr?

Also ab zum Laden der guten Dinge und Gedanken und alles einkaufen – ich habe gehört, morgen Mittag gibt es einen kleinen Sonderverkauf für Miesepeter und Co! *g*