Archiv für den Monat November 2013

Blitzschnelle Vorweihnachts – Zimtschnecken

Eigentlich hatte ich mir für gestern fest vorgenommen die Weihnachtsbäckerei im Hause kunterbuntweissblau anzuwerfen, aber das musste leider vertagt werden.

Zimtschnecken VII

Nach einem wahnsinnstollen Samstag voller Eindrücke in der Siemens Cooking Lounge (dazu bald mehr) war ich einfach zu platt, um mich an die Rührschüssel und die Backbleche zu stellen. Zudem machte mir auch die vollbepackte Waschmaschine einen Strich durch die Planung zum Thema „Ein gemütlicher Sonntag“ – sie beschloss, dass ich mich liebevollst um sie kümmern sollte, ehe sie sich die Ehre gab, weiter zu schleudern. Was hab‘ ich mich mit dem Ding herumgeärgert… Keine Plätzchen und dann auch noch keine Ruhe? Nee, so nicht! Ich muss jetzt hier zumindest ein klein wenig Weihnachtsfeeling reinkriegen und Soulfood backen, dachte ich mir. Und als ob ich’s schon geahnt hätte, landete letzte Woche zum ersten Mal Hefeteig aus dem Kühlregal in meinen Einkaufskorb. Und der musste ran – komme was da wolle!

Zimtschnecken I

Zimtschnecken sollten es werden – vorweihnachtliche Zimtschnecken. Und ich sage Euch – dieser Geruch in der Wohnung… und dazu der mehr als dezente Zuckerschock… es tat so unglaublich gut.

Zimtschnecken VI

Und zu den Schneckchen hab ich mir einen sündigen Orangenkakao gemacht. Einfach Milch erhitzen, Kakao hineingeben, einen Klecks Sahne obendrauf und ein klein wenig abgeriebene Orangenschale (natürlich ungespritzt) dazu – himmlisch! Und neeeeein, gaaar nicht kalorienreich :) Aber manchmal ist das einfach egal!

Zimtschnecken V

Schnelle vorweihnachtliche Zimtschnecken

Zutaten:

1 Packung Hefeteig aus dem Kühlregal

70 g und ein wenig weiche Butter zum Einfetten

5 EL Zucker

2 EL Zimt

1 EL Lebkuchengewürz

Zubereitung:

(1) Backofen auf 180 °C Ober/Unterhitze vorheizen

(2) Teig ausrollen und mit Butter bestreichen.

(3) Zucker mit Zimt und Lebkuchengewürz mischen und auf den Teig verteilen.

(4) Teig an der langen Seite aufrollen. Dann die Rolle in ca. 3 cm Stücke aufschneiden. Zimtschnecken in eine eingefettete ofenfeste Form legen und im Ofen ca. 25 Minuten backen. Am besten noch lauwarm genießen!

Sie schmecken entweder pur…

Zimtschnecken IV

…oder mit Puderzucker bestäubt…

Zimtschnecken III

…oder mit einer Vanilleglasur. Dafür Puderzucker und Vanille aus der Mühle mit wenig Wasser anrühren (nur tröpfchenweise zum Zucker geben!) und über die Schnecken sprenkeln.

Zimtschnecken II

Lachs mit Fenchel Orangen Salat

Nach meinem verlängerten Wochenende in Baden, an dem mich anderweitig bekochen ließ und ich selbst keine Möglichkeit zum Kochen hatte, musste ich natürlich sofort am Montag etwas kreativ werden. Etwas zu spät kam ich aus dem Büro und hatte nicht viel Zeit zum Einkaufen. Aber spontan geht bei mir bekanntlich am besten. So flitzte ich durch die Gänge und packte all das ein, worauf ich Lust hatte.

Es sollte Fisch werden – Lachs um genauer zu sein. Dazu ein lauwarmer Fenchel-Orangensalat, eine leichte Weißwein-Limettensoße und Pumpernickel.

Lachs

Lachs mit Fenchel Orangen Salat und Pumpernickel

Zutaten für 2 Personen:

300-400 g frischen Lachs

1 Fenchelknolle

1 Orange

2 Scheiben Pumpernickel

1 Limette

etwas Weißwein

4 EL Creme Fraiche

Plfanzenöl, etwas Butter

Salz, Pfeffer, rote Beeren

Zubereitung:

(1) Fenchel in Scheiben schneiden und in wenig Öl leicht anbraten und zur Seite stellen.

(2) Derweil Orange schälen und in Filets schneiden. Pumpernickel in kleine Würfel schneiden. Diesen in etwas Butter kross braten.

(3) Für die Soße etwas Butter in einer Pfanne erhitzen, Weißwein, Limettensaft und Creme Fraiche dazugeben. Leicht köcheln lassen und mit Salz, Pfeffer, eventuell Zucker abschmecken.

(4) Lachs putzen und trockentupfen. Mit wenig Fett in einer Pfanne zuerst auf der Haut anbraten. Dann umdrehen und nochmal kurz anbraten. Der Lachs darf gerne noch etwas roh sein. Zum Schluss mit Salz, Pfeffer und etwas Limettensaft würzen.

(5) Gebratenen Fenchel mit Orangen anrichten, Lachs dazulegen, etwas Soße darüber verteilen und zum Schluss Pumpernickel darüberstreuen.

Dazu passt gut ein Grüner Veltliner. Ich hatte einen von Jurtschitsch: Grüner veltliner Kamptal Stein 2011

Guten Appetit!

PS: Ich hatte mir noch ein paar Garnelen und eine Jakobsmuschel gemacht. Passt auch hervorragend dazu!

Lachs II

Die Liebe zum Wein entdeckt – vom Ursprung an

Dass ich gerne koche, backe und esse, weiß der aufmerksame kunterbuntweissblau-Leser ganz genau. Dem noch aufmerksameren Leser ist auch aufgefallen, dass ich immer öfter einen gute Tropfen zu meinen Gerichten empfehle. Es ist alles dabei, vom Riesling über den Grauburgunder bis hin zum Merlot und Torilan – meist von Weingütern aus dem Süden Deutschlands und den österreichischen Nachbarn.

Ernte XI

Ich muss gestehen, Wein hat mich sehr lange nicht besonders interessiert. Klar, ein Gläschen zum guten Essen hab ich schon mal gerne getrunken, aber mehr auch nicht.

Aber im letzten Jahr hat sich das nun verändert und mein Interesse wurde geweckt. Zum einen durch gute Freunde die darüber bloggen, zum anderen durch den Liebsten, der durch seine Wohnortswahl der letzten zwei Jahre notgedrungen mit dem Thema Wein in Berührung kam.

Ernte IX

So hatte es ihn beruflich in den Westen verschlagen, nahe der französischen Grenze. Für einen gebürtigen Oberbayern erscheint die Gegend dort nicht besonders spannend. Mir fehlten dort immer die Berge und, naja, einfach das, was Bayern so ausmacht. Ich konnte mir nie vorstellen, dort zu leben und war auch selten zu Besuch.
Nachdem die feierabendlichen Mountainbiketouren unweigerlich immer durch die Weinberge führten, begann er sich immer mehr für Wein zu interessieren. Weingüter wurden besucht, Freundschaften mit Winzern geschlossen und sich immer mehr mit dem Thema Wein auseinander gesetzt. Und dann wurde er angesteckt. Über Baden hinaus begann das Interesse auch für Wein aus Frankreich, Österreich und Italien. Mein Keller füllte sich immer mehr und ich hatte eben die Gelegenheit, unterschiedlichste Tropfen zum Essen genießen und kombinieren zu dürfen.

Ich gebe zu, manchmal nervt mich das extreme Philosophieren über Rebsorten, Geschmacksnuancen und neue Trends wie Orange Wine, aber schlussendlich hat es mich auch gepackt.

Zum Abschluss der beruflichen Verpflichtung stattete ich Baden und dem Elsass dann im Oktober einen vorerst letzten Besuch ab. Noch einmal Bummeln durch Straßburg, eine zünftige Brotzeit in der Strauße und wandern durch die Weinberge hatte ich auf dem Plan.

Ernte II

Überrascht wurde ich dann, als ich frühmorgens wachgerüttelt wurde und es hieß: „Auf in den Weinberg, liebe Amelie!“ – „Ne, ich bin doch nicht doof! In meiner Zeitrechnung ist doch noch Nacht! Und dann da im nassen Gras rumturnen…“, sagte ich sehr mürrisch, ließ mich aber, warum auch immer, doch überreden.

Und ich kann nur sagen, das aus dem Bett schälen war es wert.

Ernte IIX

Es ist ein tolles Gefühl, am Ursprung zu sein. Früh morgens, wenn die Nebel über den Weinbergen liegen und sich eine Truppe motivierter Menschen trifft um fleißig die Kübel mit reifen Trauben zu füllen.

Ernte VI

Die Jungs vom Weingut Enderle und Moll haben uns also eine Schere in die Hand gedrückt und los ging es. Traube für Traube fiel in die Eimer.

Ernte V

Ernte III

Ernte IV

Nach drei Stunden gab es eine Brotzeit direkt im Weinberg bevor wir dann zum Hof fuhren und entrappten (so nennt man das Trennen der Beeren von Stielen und Kämmen, also dem Grünzeug).

Ernte I

Im Keller II Kopie

Entrappen Schritt für Schritt

3000 Liter Maische waren das Ergebnis und ich bin schon ganz gespannt, wenn ich nächstes Jahr ein Fläschchen des eigens gepflückten und bearbeiteten Grauburgunders genießen kann. Ich werde berichten, wie er schmeckt!

Im Keller Kopie

Ein Blick in den Keller

Derweil darf ich verraten, dass mich eben mitunter durch dieses Erlebnis nun auch das Weinfieber gepackt hat und ich in nächster Zeit doch das ein oder andere Mal über guten Wein berichten werde. Ich freue mich, wenn ihr mich beim Kennenlernen und Entdecken begleitet!

Ernte VII

Selleriesuppe

Wenn es schnell gehen muss und zudem noch gesund sein soll, koche ich ganz gerne Gemüsesuppen.

Im Prinzip ist es immer das gleiche Grundrezept, aber durch natürlich zum einen unterschiedliche Gemüsesorten und zum anderen immer anderen Gewürze schmeckt die Suppe jedes Mal ein bisschen anders – und am zweiten Tag sowieso noch besser ;)

Selleriesuppe

Als ich letztens mal wieder durch den Butlers Einrichtungsladen schlenderte, lachte mich eine riesig große Henkeltasse an und die musste mit. Und sie musste am selben Abend auch noch eingeweiht werden, und zwar mit Suppe. Die Sternchen (mein derzeitiges Lieblingsmuster auf allem; egal ob Geschirr, Textilien oder sonst wo) wünschten sich Sellerie. Und Lieblingen erfüllt man natürlich gerne jeden Wunsch. Also gab es Selleriesuppe. Ganz bodenständig und mit wenig „Chichi“. Einfach nur das Grundrezept. Und das hab ich für euch heute aufgeschrieben. Die Tasse gibt es übrigens HIER zu kaufen.

Selleriesuppe III

Selleriesuppe

Grundrezept für Gemüsesuppen

Zutaten:

1 Sellerieknolle

1 Zwiebel

Wasser/ oder wer hat, Gemüsebrühe, sonst

Instantbrühe

(wer mag) Sahne

Salz, Pfeffer, Muskatnuss

(wer mag: Pumpernickel)

Zubereitung:

(1) Sellerie und Zwiebel schälen und in grobe Würfel schneiden.

(2) Öl in einer Pfanne erhitzen, Sellerie und Ziebel kurz darin anbraten

(3) Soviel Gemüsebrühe angießen bis das Gemüse ganz bedeckt ist und köcheln lassen bis das Gemüse weich ist

(4) Mit einem Pürrierstab das Gemüse zerkleinern und mit Salz, Pfeffer und frischer Muskatnuss je nach Geschmack abschmecken. Wer mag gibt noch flüssige Sahne dazu. Wie viel, ist auch jedem selbst überlassen.

(5) Ich mag sehr gerne unterschiedliche Konsistenzen in einem Gericht, daher schneide ich Pumpernickel in kleine Würfel und brate sie mit etwas Butter in einer beschichteten Pfanne an bis sie kross sind. Einfach zum Schluss über die Suppe geben.

Lasst es euch gut gehen und wärmt euch von innen mit dieser leckeren Suppe!

Selleriesuppe II

Kunterbuntweissblau goes Eat&Style

Bevor ich mich jetzt gleich auf den Weg mache, muss ich euch unbedingt berichten, wo es heute für mich hingeht (denn da müsst ihr auch hin!!).

Es ist wieder soweit, die eat&STYLE Messe kommt zum 5. Mal nach München. Vor zwei Jahren war ich das erste Mal dort und schon damals ganz begeistert. Mit einem Jahr Pause freue ich mich nun, gleich wieder dabei zu sein. (Auf Instagram unter kunterbuntweissblau könnt ihr auch live dabei sein)

eas_l_str_cmykGleich öffnen sich in der Kulturhalle Zenith wieder die Tore für ein Foodfestival der besonderen Art.

Mehr als 120 Aussteller präsentieren dort drei Tage lang alles rund um den Genuss – von der Trüffelsalami über erlesene Gewürze und Öle bis hin zu Kaffee und Wein.

Kunterbuntweissblau freut sich natürlich ganz besonders auf die vielen kleinen regionalen Manufakturen, die ihre Kreationen aus der Umgebung vorstellen. Das direkte Gespräch mit den Herstellern, die immer eine besondere Geschichte von ihren Produkten zu erzählen haben, macht für mich den großen Reiz der Messe aus.

GourmetKitchen

Außerdem bin ich ganz gespannt auf die neue GourmetKitchen. Mit kleinen Probierportionen präsentieren unter anderem das Steak-Restaurant Zum goldenen Kalb als auch Die Krake ihre kreativen Ideen und jeder Besucher kann sich von  außergewöhnlichen Kombinationen verwöhnen lassen.

Kochshow

Frisch gestärkt geht es dann aber bestimmt noch zu einer Kochshow. Dieses Jahr verraten uns die Starköche Alexander Herrmann, Nelson Müller und Stefan Marquard ihre Kniffe in der Küche. Ich erinnere mich gerne an die Show vor zwei Jahren zurück, bei der ich das „richtige“ Spaghettikochen von Johann Lafer gelernt habe. Am kommenden Sonntag freue ich mich vorallem Stefan Marquard wieder zu treffen, der uns beim Kochduell auf der IFA 2013 so viele tolle Tipps gegeben hat.

Winevibes

Das große Highlight dieses Wochenendes steht am Samstagabend auf dem Programm: die Winevibes! Ich sage nur: I love Riesling!

Iloveriesling

Der I love Riesling Sticker vor meinem Lieblingsrestaurant Uppereatside 

Ich freue mich auf herausragende Weine von tollen Winzern, kreative Schmankerl der GourmetKitchen und einen coolen Sound. Alles in einer perfekten Location, dem Kesselhaus. Gleich neben der Messe geht es am Samstag rund, wenn sich 500 Weinfans treffen, um einen außergewöhnlichen Abend zu verbringen.

Na, ist das Interesse geweckt? Ich kann nur sagen, liebe Münchner und liebe Bayern: eigentlich gibt es dieses Wochenende keine bessere Adresse als das große FoodFestival in der Landeshauptstadt! Und alle, die nicht aus der Umgebung sind, nicht traurig sein, schaut mal auf die Website unten, die eat&STYLE kommt auch nach Köln, Stuttgart und Berlin.

Hier nochmal die Fakten für München:

Wann: 1. – 3. November 2013 (10:00 bis 18.00 bzw. 19:00 Uhr)

Wo: Kulturhalle Zenith (Lilienthalallee 29, 80339 München)

Tickets:
Tagesticket: 14 Euro
im Vorverkauf: 12 Euro

Infos: http://www.eat-and-style.de

Specialtipp:

Winevibes Party-Session Vol.8
2. November 2013, 19:00 Uhr
Ticket: 49 Euro inkl. Eintritt zur eat&STYLE ab 15:00 Uhr