Archiv für den Monat Dezember 2013

Frohe Weihnachten!

Wenn der Schwache dem Starken die Schwäche vergibt,
wenn der Starke die Kräfte des Schwachen liebt,
wenn der Habewas mit dem Habenichts teilt,
wenn der Laute bei den Stummen verweilt und begreift, was der Stumme ihm sagen will,
wenn das Leise laut wird und das Laute still,
wenn das Bedeutungsvolle bedeutungslos, das scheinbar Unwichtige wichtig und groß, wenn mitten im Dunkel ein winziges Licht Geborgenheit, helles Leben vespricht, und Du zögerst nicht, sondern Du gehst, so wie Du bist darauf zu, dann, ja dann fängt Weihnachten an.

(Rolf Krenzer)

Weihnachten 2013Ein Frühstück in Ruhe – Tee und Plätzchen, das gönn ich mir heute morgen, denn es ist Weihnachten! Die letzten Geschenken werden gleich noch verpackt, letzte Vorbereitungen für ein schönes Essen getroffen (heissa, setz den Hefeteig für die Focaccia an, Amelie!) und zur Feier des Tages gibt’s auch noch Engelslöckchen, sofern ich mir nicht die Finger verbrenne :)

Euch allen wünsche ich einen ruhigen Tag und eine schöne heilige Nacht – diese ist nur einmal im Jahr!

Frohe Weihnachten allerseits!

Weihnachten 2013 I

Geschenke aus der Küche – Selbstgemachter Baileys und gebrannte Mandeln

Es ist soweit, meine Küche duftet!

Gerade habe ich den zweiten Versuch Florentiner fertig gemacht und auch meine „Die müssen einfach immer sein“ Plätzchen wandern nach und nach in den Ofen. Wenn sie was werden, zeige ich natürlich ein paar Fotos und verrate euch das Rezept.

Und während Blech für Blech gebacken wird, habe ich ein bisschen Zeit in meinen alten Fotos herum zu stöbern. Dabei habe ich jetzt etwas entdeckt, das ich euch nicht vorenthalten kann! Braucht ihr noch ein Last Minute Geschenk aus der Küche? Dann seid ihr hier richtig!

Mandeln III

Durch meine erste Teilnahme bei Post aus meiner Küche im letzten Jahr, habe ich viele tolle Rezepte entdeckt. Zum einen bei der Suche nach meinem perfekten Rezept für meine Tauschpartnerin, als auch nachdem alle Päckchen verschickt wurden. Ganz gespannt und begeistert habe ich das sich immer mehr füllende Pinterest Board angeschaut und mich inspirieren lassen. Daraus sind dann auch „Geschenke aus der Küche“ entstanden, die ich kurz vor knapp noch für die Liebsten gezaubert habe.

Für den Papa ist es nämlich immer schwer etwas zu finden. „Ich hab ja schon alles, das weißt du doch!“ Ich wette, ihr kennt den Satz! Aber „pah“ dachte ich mir, selbstgemachten Baileys, den hattest du noch nie.

Ich entdeckte irgendwo (leider habe ich vergessen wo) ein einfaches Rezept, das noch am Heiligabend schnell zubereitet werden kann.

Mandeln II

Baileys selbst gemacht

Zutaten für ca. 1 Liter

1 Dose (400 ml) gesüßte Kondensmilch (Milchmädchen)

200 g Schlagsahne

300 ml Whisky

1 EL Instant Espressopulver

2 EL Karamell-/oder Schokoladensirup

Zubereitung:

(1) Alle Zutaten in einen Mixer geben und so lange mixen bis alles gut vermengt ist.

(2) Flaschen heiß auswaschen, sofort füllen und verschließen.

Der Baileys hält sich im Kühlschrank mindestens 2 Monate.

Mandeln VI

Papa’s Gabentisch 

Gut, der Papa war versorgt, aber was mache ich nur für Mama? Ein Artikel von Ina vom Blog „What Ina loves“ brachte mir die zündende Idee. Gebrannte Mandeln sind auch schneller selbst zubereitet als gedacht! Alle Zutaten hatte ich im Haus, also wurde auch schnell noch Böses für die Zähne gerührt.

Mandeln IV

Gebrannte Mandeln selbst gemacht

Zutaten:

200 g Mandeln

100 ml Wasser

200 gr. Zucker

1 EL Vanillezucker

½ TL Zimt

Mandeln V

Zubereitung:

Wasser in einer kleinen Pfanne aufkochen. Dann nach und nach Zucker, Vanillezucker, Zimt und Mandeln dazugeben und  gut umrühren. Ständig rühren bis das Wasser komplett verdunstet ist. Anfangs dauert es etwas, aber irgendwann geht es sehr schnell. Dann wird der Zucker klumpig und zieht sich über die Mandeln.

So lange rühren bis alles an den Mandeln klebt. Mandeln auf einem mit Backpapier ausgelegten Backblech abkühlen lassen und danach in Dosen oder Tütchen füllen.

Mandeln I

Ich weiß es noch genau, die Gaumenschmausgeschenke kamen besonders gut an und waren schneller weggefuttert wie ich schauen konnte! Probiert es selbst aus!

Habt ein schönes Wochenende und lasst euch nicht zu sehr stressen!

Bunter Salat mit Zitrushähnchen

Die Politiker gehen in die Weihnachtspause, die ersten Kollegen verabschieden sich in ihren Weihnachtsurlaub, ein letzter Glühwein mit Freunden auf dem Christkindlmarkt… Und was mache ich? Ich mache irgendwie schon den ganzen Dezember Weihnachtspause oder viel mehr Winterschlaf – zumindest hier auf dem Blog.  HühnchensalatNachdem man aber trotz Stress doch ab und zu mal etwas essen sollte, habe ich mir letztens eine Vitaminbombe gemacht, die ich euch nicht vorenthalten kann. So ein gesunder Kick für Zwischendurch tut doch auch mal gut, bei dem ganzen Plätzchen und Glühweingedöns…

Habt eine nicht allzu stressige Zeit bis Weihnachten und lasst ihn euch schmecken, den frischen Salat!

Hühnchensalat IV

Bunter Salat mit Zitrushähnchen aus dem Ofen

Zutaten für 2 Portionen

1 Hähnchenbrust (ca. 400 g)

2 Handvoll Ruccula Salat

1 Avocado

1 Orange

1/4 Granatapfel

Orangensaft

1 Zitrone

Hühnchensalat IIDas Bild entstand bevor das Huhn in den Ofen kam

Zubereitung:

(1) Hähnchen waschen und trockentupfen. Dann mit Chilisalz einreiben und in einer Pfanne mit etwas Öl scharf anbraten.

(2) Hähnchen in eine kleine Reine geben, etwas Orangensaft angießen, bis der Boden bedeckt ist, die Brust aber nicht richtig schwimmt. Mit ein paar Zitronenscheiben belegen und im Ofen bei ca. 160°C ca. 20 Minuten lang garen.

(3) In der Zwischenzeit Ruccula Putzen, Orange filetieren, Avocado in Scheiben schneiden, Granatapfelkerne vorsichtig auslösen.

(4) Ruccula auf zwei Teller geben. Mit Salz und Pfeffer würzen, vorsichtig Essig und Olivenöl darüber träufeln.

(5) Hähnchen aus dem Ofen holen und anscheiden. Falls es noch nicht ganz durch ist, nochmals im Ofen weitergaren. Ansonsten in Scheiben schneiden und mit der Avocado, der Orange und dem Granatapfel auf dem Ruccula verteilen.

Das Besondere ist der Orangensaft in der Reine. So trocknet das Hähnchen beim garen nicht aus und bleibt schön saftig.

Hühnchensalat III

Kinderpunsch selbstgemacht

Wüten und Hüten im Hause kunterbuntweissblau. Ersteres erledigt Niklausorkan Xaver draußen mit Sturm und Schneeschauern ganz hervorragend, zweiteres bleibt krankheitsbedingt mir überlassen. Der Wetterumschwung oder vielleicht doch die verschleppte Erkältung verschafft mir ganz garstige Kopfschmerzen, aber ich bin guten Mutes, dass das bald besser wird denn ich hab mir eben etwas Feines gebraut.

Punsch II

Schon letztes Wochenende hab ich mich wieder an meinen geliebten selbstgemachten Punsch erinnert und ihn für euch fotografiert und wann, wenn nicht heute, ist der perfekte Tag für eine süße Vitaminbombe?

Ein paar Jahre ist es her, als mir eine Freundin das „Rezept“ für ihren selbstgemachten Punsch verriet. Wir reisten damals für ein Adventswochenende nach Innsbruck und sie kochte uns nach einem langen Spaziergang an der Nordkette dieses leckere Getränk zum Aufwärmen. Die lange Partynacht werde ich genauso wenig vergessen wie den Duft von Zimt und Orange zusammen mit Früchtetee.

Punsch I

Um ehrlich zu sein, ich weiß gar nicht mehr genau, wie sie ihn zubereitete, aber letztes Wochenende hatte ich mal wieder Lust auf ein warmes Wintergetränk. So schüttete ich alles zusammen, wo ich dachte, dass es schmeckt. Nach der ersten, ich gebe es zu, sehr bitteren Kanne, hatte ich dann auch den Dreh raus und kann heute einen fruchtigen, süßen Punsch trinken. Und wie das geht, verrate ich euch natürlich :)

Punsch III

Selbstgemachter Weihnachtspunsch (ohne Alkohol)

3 Teebeutel eures Lieblingsfrüchtetees mit etwa 750 ml kochendem Wasser übergießen und ziehen lassen. 1 Sternanis, ein paar Nelken und 1 halbe Zimtstange zugeben und ziehen lassen. 1 (Bio)Zitrone und 1 (Bio)Orange gut waschen und in Scheiben schneiden. 1 weitere Zitrone auspressen, dann den Saft und ca 100 – 200 ml Orangensaft (frisch gepresst oder aus der Flasche) zum Tee dazugießen. Mindestens 3 Esslöffel Honig einrühren. Zum Schluss die Zitronen und Orangenscheiben dazugeben, aufpassen, dass der Punsch durch die Zitrusschalen nicht zu bitter wird. Sobald man das schmeckt, sofort rausnehmen.

Punsch IV

Erzählt mal, tobt der Sturm bei euch? München hat es bislang fast verschont. Nur wenige kurze Schneeschauer gingen über die Landeshauptstadt hinweg. Aber der Wind… der ist schon auch da und macht so gar nicht Lust auf’s nach draußen gehen.

Ich hoffe, ihr macht es euch schön heute und startet gut ins Wochenende!

Rote Beete Suppe mit selbstgemachten Frühlingsrollen

Wie ihr wisst, mag ich in der kalten Jahreszeit ganz gerne mal ein Süppchen. Neben einer schnell gemachten Nudelsuppe (ich liebe Buchstabensuppe – das Spielen von essbarem Lingua :) ) stehen Gemüsesuppen wie z.B. eine Selleriesuppe ganz hoch im Kurs. Als ich letztens beim Durchblättern eines meiner Lieblingskochmagazine über meinen heimlichen Herbstfavouriten in Sachen Gemüse- die Rote Beete – in Suppenform gestolpert bin, war klar, das musste ausprobiert werden!

Rote Suppe IIIEine kleine Hintergrundgeschichte vorweg…

Lange galt (und das tut es für viele bestimmt bis heute) die Rote Beete als eine lästige Salatbeilage. Dieses etwas modrig schmeckende Gemüsezeug aus dem Glas, das immer nur rote Flecken macht… Gesund soll sie sein, meinte Mama immer, aber selbst sie als Gesundesserin No. 1 hat sie verschmäht. Ich hatte also keinen wirklichen Bezug. Bis ich eines Abends im Glockenbachviertel hier in München vor meinem damalig liebsten östereichischen Restaurant, dem Firn, das es leider nicht mehr gibt (:( ) saß, und einen Salat mit Ziegenkäse bestellte. Auf der Karte stand eben diese Rote Beete und ich fragte, ob man die nicht weglassen könnte. „Na, na, probiern’s des amal, des schmeckt hervorragend!“, meinte der lässige Kellner.

Rote Suppe VIUnd ich probierte. Und es schmeckte. Und ich wurde ein großer Fan. Also so über Nacht, äh, über das Abendessen… Seither kombiniere ich die rote Knolle wirklich gerne zu jeglichem Allerlei. Für euch habe ich heute eine Suppe vorbereitet.

Rote Suppe VDie Frühlingsrollen sollten meine kleine Challenge werden und ja, abgesehen davon, dass ich meine Küche ein klein wenig einräucherte und man den Fritiergeruch noch Tage später roch, das Gericht ist gelungen und schmeckte vorzüglich!

Rote Suppe II

Wer also schon lange ein Rote Beete Fan ist oder es noch werden möchte, der kocht das Süppchen. Und für den Chrisp (ihr wisst ja, ich mag diese unterschiedlichen Konsistenzen im Mund) gibt’s Röllchen dazu. Guten Appetit!

Rote Suppe IV

Rote Beete Suppe mit selbstgemachten Frühlingsrollen

Zutaten:

2 Schalotten

400 g Rote Beete (am besten vorgegart)

2 EL Zucker

2 EL Olivenöl

500 ml Geflügelfond

300 g Schlagsahne

100 g (Wild)Schweinefilet

2 Lauchzwiebeln

1 gelbe Paprikaschote

1 EL Rapsöl

1 TL Currypulver

1 TL Chiliflocken

1 EL Sojasauce

2 Eiweiß

mind. 8 Blätter Frühlingsrollenteig

700 ml Öl zum Frittieren

Salz, Pfeffer

Zubereitung:

(1) Schalotten schälen und zusammen mit der Roten Beete in Würfel schneiden. Beides in einem Topf in Olivenöl anbraten. Zucker über die Zwiebeln und die rote Beete geben und leicht karamellisieren. Mit Fond ablöschen und köcheln lassen bis die Beete sehr weich ist. Wenn die rote Beete vorgegart ist, dauert das ca. 10 Minuten, im Rohzustand entsprechend länger. Sahne dazugießen und dann mit dem Pürrierstab pürrieren, durch ein feines Sieb streichen und nochmals aufkochen. Mit Salz und Pfeffer abschmecken. Warm stellen.

(2) Das Schweinefilet, die gewaschenen Lauchzwiebeln und Paprika in sehr kleine Würfel schneiden. Alles zusammen mit Rapsöl in einer Pfanne kurz stark anbraten. Vollständig abkühlen lassen und danach mit Chili, Curry und Sojasoße abschmecken. Zum Binden 1 Eiweiß unter die Masse rühren.

(3) 1 Eiweiß verquirlen und bereitstellen. Öl in einem Topf erhitzen. Teigblätter nach Packungsanleitung in kaltem Wasser einweichen, dann auf einem feuchten Küchentuch auslegen und mit einem Pinsel dünn mit Eiweiß bestreichen. 1-2 EL in die Mitte des Teigblatts platzieren. Zwei gegenüberliegende Seiten nach innen einklappen, dann von unter her aufrollen, Enden gut festdrücken. Rolle beiseite legen und so viele Rollen füllen bis die Masse zu Ende ist.

(4) Zum Schluss die Rollen in heißem Öl kurz (!) knusprig herausbacken, vorsichtig herausnehmen und auf einem Küchenpapier abtropfen lassen. Sofort mit der Suppe servieren.

Rezept aus Lust auf Genuss 11. Ausgabe 2013

ROte Suppe I