Archiv für den Monat Dezember 2013

Ein Kaminabend mit Numanthia

Es war ein kalter, trüber und nasser Novembertag. Der perfekte Tag um es sich mit einer heißen Schokolade oder einem dampfenden Tee auf der Couch gemütlich zu machen. Oder aber man verbringt den Abend am Kamin, isst spanische Tapas, trinkt köstlichen Rotwein und plaudert mit dem Winzer persönlich über wärmere Tage im Weinberg.

Numanthia VIIUnd genau das durfte ich an diesem Tag machen. Manuel Louzada, Winemaker der Bodega Numanthia, lud nämlich zum Ladies-Kaminabend. Ganz spontan flatterte die Einladung in mein E-Mail-Postfach und ich war ganz aufgeregt, als ich von einem Shuttleservice pünktlich um 19:00 Uhr zu Hause abgeholt wurde. Ziel war das Hotel Bayerischer Hof. Dort angekommen, wurde ich in eine traumhafte Suite begleitet – warmes Feuer flackerte im offenen Kamin, ein großer Couchtisch, schon mit den ersten Tapas gedeckt, wurde von gemütlichen Sitzgelegenheiten umrandet und der ganze Raum war liebevoll mit herbstlichen Zweigen und vielen Bildern des Weinguts dekoriert. Eine imposant inszenierte Magnumflasche machte sofort Lust auf das erste Glas.

Numanthia III

Nachdem alle Ladies angekommen waren, empfing uns Manuel Louzada sehr herzlich und wir stießen mit einem Glas Numanthia 2008 aus der Magnum an. Von uns Damen umringt, erzählt Manuel von sich und seiner Leidenschaft für Wein: Von seinem Werdegang, wie alles in Spanien begann und über seine Zeit in Argentinien, wo er die Möglichkeit bekam, hochwertigen Schaumwein zu entwickeln. Nach zehn Jahren in Südamerika, kam er dann über Estates & Wines wieder zurück nach Spanien in das Herz der Toro Region. Dort übernahm er 2009 schließlich die Bodega Numanthia, welche er bis heute sehr erfolgreich führt.

Numanthia VManuel ist ein überaus herzlicher, weltoffner Mensch an dessen Lippen man förmlich hängt, wenn er euphorisch, bildlich und mitreißend von Wein spricht. Fast hätten wir vergessen, die ersten Tellerchen zu leeren.

Sowohl zum Bulgogi vom Rinderfilet mit Enokipilzen, der Perlhuhnroulade mit Preiselbeeren als auch einem Salpicon vom Wildschwein harmonierte der als zweites eingeschenkte Numanthia 2009 perfekt.

Numanthia IIXPerlhuhnroulade mit Preiselbeeren

Dunkelrot floss er ins Glas und versprühte sofort einen Duft nach frischen roten Beeren und Gewürznoten von Kardamom und Zimt. Kräftig und vollmundig zeigte er die Komplexität und Machart des Weines.###

Numanthia VISaltimbocca auf Steinpilzrisotto

Zum Saltimbocca auf Steinpilzrisotto, Pulpo und den vielen leckeren Nachspeisen tranken wir schlussendlich einen Termanthia 2009. Auch er ist ein sehr kräftiger Rotwein, der durch eine extreme Palette an Aromen wie dunkle Früchte und Schokolade aber auch einem Hauch von Gewürzen, den mineralischen Aromen und Röstnoten sehr komplex ist und lange am Gaumen haften bleibt.

Numanthia IIZwischen den Leckereien wurde uns weiterhin viel rund um das Weingut und seine Weine erzählt – von der Geschichtes des Weinbaugebietes über seine unterschiedlichen Böden bis hin zu Ernte und Ausbau blieb keine Frage offen.

Numanthia IX

Alles in allem war es ein lehrreicher, spannender Abend mit vielen spannenden Gesprächen. Glücklich und ein klein wenig weinseelig fuhr ich nach Hause.

Noch immer denke ich gerne an diesen Abend zurück und freue mich, demnächst zu einem besonderen Anlass das Abschiedsgeschenk, eine Flasche Numanthia 2009, genießen zu können.

Habt ihr schonmal einen Wein von der Bodega Numanthia getrunken? Wie hat er euch geschmeckt? Es würde mich freuen, wenn ihr mir davon erzählt!

Numanthia I