Archiv für den Monat Februar 2014

La Bella Fotografia Workshop

Gerade komme ich von meiner ersten Skitour zurück, sitze in einem bequemen Sessel, schaue dem wilden Schneeflockentreiben vor dem Fenster zu und träume vom Frühling. Frühling in Italien.

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Die ersten richtig warmen Sonnenstrahlen, Füße im Sand, der Geruch von frischem Basilikum in der Nase, deftige Pasta auf dem Teller, kalter Chardonnay im Glas, eine wunderschöne Landschaft vor der Fotolinse und viele Gleichgesinnte um mich herum, die das alles mit mir teilen…

Hört sich nach einem Traum an, oder? Genau das dachte ich mir auch, als ich vom La Bella Fotografia Workshop in Apulien las.

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Foto: Anette Göttlicher

Es war letzte Woche Montag, ein doofer Wochenanfang, als ich spätabends nach Hause kam und nocheinmal meinen Laptop aufklappte. Allerdings sollte es kein schlechter Montag bleiben, denn als ich Facebook öffnete sprang mir die Ankündigung für MEINEN Traum sofort ins Auge. Veröffentlicht hat ihn Anette Göttlicher, Autorin und Fotografin aus München. Vor vielen Jahren las ich ihr erstes Buch (gefolgt von allen anderen) und verfolge seitdem mit großer Begeisterung auch ihre Leidenschaft für die Fotografie. Die Liebe zum Detail, die Liebe zu München, das Auge für das Wesentliche – ich liebe ihre Fotos!

Und jetzt veranstaltet sie zusammen mit Katja Brinkmann (auch Journalistin und Bloggerin) einen Fotografie Workshop im Süden Italiens und ich bin dabei, denn ich habe keine 10 Minuten gezögert und mich sofort angemeldet – der Montag war gerettet :)

Der Workshop ist nämlich vollgepackt mit allem, was mir gefällt! Landschaftsspaziergänge, Städtebesuch, Sonnenaufgang und Genuss. Immer mit dabei: die eigene Kamera. Zudem lernen wir die Grundlagen der Fotografie Theorie und Bildbearbeitung kennen.

Ihr habt Lust, auch mit dabei zu sein? Ein paar wenige Plätze sind noch frei! Klickt schnell rein!

La Bella Fotografia Workshop

am 11. – 14. April 2014 in Savelletri di Fasano (Brindisi), Apulien, Italien

Weitere Infos auf Anette’s Blog
„göttlicher fotografieren“: www.goefot.wordpress.com

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Foto: Anette Göttlicher

Ich freue mich schon jetzt auf ein Wahnsinns Wochenende in Apulien und träume weiter vor mich hin! Habt einen schönen Sonntagabend ihr Lieben!

Fischfreitag: Lachstatar mit Apfel

Lange versprochen, hier kommt er wieder – der Fischfreitag!

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Lachstatar mit Apfel

Wer mir auf Instagram folgt, hat vielleicht gesehen, dass ich diese Woche in einem speziellen Fischrestaurant in München gegessen habe. Mitten im Glockenbachviertel,  in der Frauenhoferstraße 13, kann man die Pescheria finden.

Das Besondere: Eine große Auswahl von frischem Fisch den man sich in einer Glasvitrine aussucht. Neben den Klassikern wie Dorade, Seeteufel oder Seezunge gibt es je nach Tagesfang auch etwas ausgefallendere Fische wie zum Beispiel Regenbogenfisch oder Knurrhahn (den hatte ich :) ) Die Tagespreise stehen auf einer kleinen Tafel daneben, man sucht sich einen Fisch aus, sagt welche Beilage man dazu möchte und widmet sich erstmal einer leckeren Vorspeise.

Wir haben uns drei verschiedene ausgesucht. Fischsuppe, Thunfischtatar und einen Piadina mit hausgebeiztem Lachs. Alle drei waren sehr fein abgeschmeckt und haben uns gut eingestimmt.

Zum Hauptgang hatten wir drei verschiedene Fische: Dorade, Loup de Mer und eben meinen Knurrhahn. Auf den Punkt gegrillt und nach spanischer Art filitiert. Dazu hatten wir Salat und Gemüse und tranken einen feinen Chablis.

Für Dessert war leider kein Platz mehr, aber wir werden sicherlich bald wieder kommen!

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Nun, eine etwas längere Einleitung um eigentlich nur zu sagen: Ich liebe Fisch! Noch leider viel zu selten kommt er auf den Tisch, aber ich möchte mich nun selbst noch mehr motivieren um mindestens einen Fischfreitag im Monat posten zu können.

Seid ihr dabei? Dann lasst uns mal starten! Und zwar gleich mit meinem Lieblingsfisch, dem Lachs! Und dann auch noch in der Lieblingsvariation – dem Tatar! Gewagt habe ich mich da letztens an eine (für mich neue) Kombination mit Apfel – finde ich sehr gelungen. Dazu gibts krosse Kartoffelwürfel. Im Handumdrehen habt ihr ein tolles Freitagabend Gericht! Lasst es Euch gut gehen!

Lachstatar VI

Lachstatar mit Apfel

Zutaten für 2 Portionen

300 g frischen Lachs in Sushiqualität

2 Frühlingszwiebeln

1 Granny Smith

frischer Koriander

ca. 1/2 TL Djon Senf

1 Limette

Meersalz, Pfeffer

Für die Kartoffelwürfel:

2 Handvoll Kartoffeln, Olivenöl, Meersalz, Pfeffer

Zubereitung:

(1) Lachs kurz unter kaltem Wasser abbrausen und trocken tupfen.

(2) Lachs, Apfel und Frühlingszwiebeln in kleine Würfel schneiden und sofort mit Limettensaft beträufeln.

(3) Korianderblättchen zupfen und zusammen mit Senf zum Tatar geben. Mit Meersalz und Pfeffer abschmecken.

(4) Für die Kartoffeln: Kartoffeln in gleichmäßige Würfel schneiden und in einer Pfanne mit Olivenöl anbraten. Mit Meersalz und Pfeffer würzen

(5) Der grüne „Strich“ ist ein spezieller Basilikum Senf von Dijon. Es sieht nicht nur gut aus sondern schmeckt auch trés délicat! Leider ist er in Deutschland nicht erhältlich – er war ein Mitbringsel aus Paris.

Lachstatar IV

 

Gerne möchte ich an dieser Stelle auf ein tolles Blogevent vom Blog mulitkulinarisches hinweisen und mein Lachstatar mit beitragen. Hier werden nämlich viele Rezepte gesammelt um damit die leider so oft vergessenen Süßwasserfische als leckere Gerichte wieder ins Gedächtnis zu rufen. Klickt doch mal rein und schaut, was sonst so gekocht wurde.

Pasta mit Salsicca, getrockeneten Tomaten, Lauch und Oliven

Man hat ja so seine Phasen. Mal mag man am liebsten nur Salat in verschiedenen Variationen, dann Suppen, dann Brotzeiten, viel Fleisch oder Pasta.

Wie ich am Wochenende in einem Radiointerview hörte, mochte der kürzlich verstorbene deutsche Schauspieler Maximilian Schell sogar am liebsten ein einziges Gericht wochenlang – jeden Abend! Montag, Dienstag, Mittwoch, Donnerstag … jeden Abend kochte ihm seine Frau ein Gericht aus Nudeln und Ei, so meine ich mich zu erinnern. Na, wem’s schmeckt :)

Ich bin ja grundsätzlich eher für Abwechslung, habe aber dennoch gerade ein Lieblingsgericht, das ich Euch nicht vorenthalten möchte.

Salsiccia II

Ich berichtete bereits, dass der neue Küchenliebling, meine heißgeliebte LeCruset Panne,  schon vor dem Honig-Ingwer-Schwein aus dem Wintermenü ausprobiert wurde. Unteranderem nämlich mit dieser leckeren „Ich schmeiß mal alles rein was schmeckt“ Pasta.

Salsiccia VEs war ein sehr grauer Januardienstag, als es mich nach scharfer Salami, getrockneten Tomaten und Oliven gelüstete. Im Kühlschrank hatte ich noch ne Stange Lauch und ein Stück Parmesan, die ebenfalls in die Pfanne bzw. den Teller wanderten. Vor lauter Heißhunger konnte ich gar keine vernünfitigen Fotos schießen. Aber Gott sei Dank gelüstet es mich seit diesem Dienstag immer, immer wieder und ich kann euch heute endlich zeigen, wie das Soulfood Gericht auf dem Teller aussieht.

Salsicca III

Ich kann nur sagen: nachmachen! Es geht so schnell und verwöhnt sooo gut! Ich hab gerade schon wieder Lust drauf :)

Salsiccia IV

Pasta mit Salsiccia, getrockeneten Tomaten, Oliven und Lauch

Zutaten für 2 Personen:

300 g Pasta (am besten mit Ei drin)

150 g Salsiccia

1 Stange Lauch

3 EL getrocknete Tomaten in Öl

3 EL schwarze Oliven (mit oder ohne Stein)

Salz, Pfeffer, Chiligewürz oder frische Chilischoten

Parmesan

Kresse

Zubereitung:

(1) Nudelwasser aufsetzen und zum kochen bringen. Wenn es sprudelt, Salz hinzugeben, dann die Nudeln nach Packungsangabe al dente kochen

(2) In der Zwischenzeit: Lauch putzen und in ca. 0,5 cm dicke Scheiben schneiden. Salsiccia in dünne Scheiben schneiden.

(3) In einer Pfanne 3 EL des Öls der getrockneten Tomaten erhitzen. Dann getrocknete Tomaten, Salsiccia und Lauch anbraten. Oliven dazugeben und alles mit Salz, Pfeffer und ggf. Chili abschmecken. (Je nachdem wie scharf ihr es mögt, scheidet ihr eine frische Chilischote dazu oder gebt Chiliflocken oder in gemahlener Form dazu)

(4) Nudeln abseihen und zu den anderen Zutaten in die Pfanne geben. Ggf. nochmals mit Olivenöl, Salz und Pfeffer abschmecken.

(5) Auf vorgewärmten Tellern anrichten, Parmesan grob darüber hobeln und Kresse darüberstreuen. Fertig!

Salsiccia I

Eine fußballteamgroße Bloggerbande kocht

Das beste Team besteht aus 11 Spielern, zumindest ist das die Bestzahl auf einem Fußballfeld. Dass das auch in der Küche DIE Zahl zum Erfolg ist, durfte ich im Januar miterleben.

Gespielt wurde nicht zu Hause, sondern auswärts. Unser Stadion: eine Kochschule mitten in München. Wirklich direkt in der Mitte – in der Küche des Traditionskaufhauses Kustermann.

Angepfiffen wurde um Sieben Uhr Abends und das Team stellte sich sofort in Position. Kapitäne gab es mehrere, Dorothée, Claudia, Zava, Martin und Petra hatten sich ein Menü überlegt, das fortan von kleinen (Food)Blogger – Teams umgesetzt wurde. In der Fußballsprache wären das wohl die Abwehr, das Mittelfeld und die Stürmer, aber in unserem Fall gab es keine so genaue Aufteilung. Reinhard Angerer von der Kustermann Kochschule übernahm ab und zu die Rolle des Trainers und zeigte uns wo wir Töpfe, Geschirr und Zutaten zu finden hatten.

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Die Vorspeisentrilogie – Fotos: Dominik Schönleben

Das Team Vorspeise (Sabrina und Steffen, Susanne, Harald, Petra und meine Wenigkeit) bereitete Dreierlei Crostini zu. Auf krosse Brotscheiben gaben wir zum Einen ganz klassisch Tomate-Basilikum, als Weiteres Hühnerleber als auch eine Zucchini Ricotta Creme. Einfaches kann manchmal sooo lecker sein! (Variante 2 und 3 muss ich unbedingt bald nochmal nachmachen! Das Rezept zur Zucchini Ricotta Creme ist in Bushcooks Kitchen schon zu finden!)

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Es wurde gekocht, geschnippelt und getrunken – Fotos: Dominik Schönleben

Zur Hauptspeise rührte Claudia gemeinsam mit Florian einen großen Topf Safranrisotto (zu bissfest oder nicht, es war lecker Leute ;) ) und in Dorothées Pfanne landeten die dazugehörigen Hendl-, äh Maispoulardenbrüste.

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Der Hauptgang: Safran Risotto mit Maispoulardenbrust

Und wie heißt es doch so schön, am End, da kommt die Sünd. Anders kann man die mit Nougatcrème gefüllten Löffel nicht nennen. Getunkt in dunkler Kuvertüre, getoppt mit Murray-River-Salz (mein Favorit!), Sichuan-Pfeffer oder Pistazien – so schmeckt Nougat sogar mir. Danke Tina und Martin für’s schmackhaft machen. Wer übrigens auch selbst mal was vom Konditormeister Martin nachbacken möchte setzt sich, sein heute(!) erscheinendes Buch „Mini-Törtchen“,  auf die Wunschliste. Das Rezept der leckeren Löffel findet hier auf Einfach ein schönes Leben.

Kustermann V

Besonders schön war die Nachspielzeit am großen Tisch. Einerseits ganz quirlig, denn es wurde gequatscht, diskutiert und sich kennengelernt, andererseits ganz konzentriert und still beim Genuss unserer Ergebnisse – alles war einfach superlecker!

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Die Spieler in Aktion ;) – Fotos: Dominik Schönleben

Bedanken möchte ich mich an dieser Stelle ganz herzlich bei unseren „Managern“ Caroline und Gabriel von der Agentur Sechehaye, die diesen Abend organisiert und uns auch tatkräftig während der Spielzeit unterstützt haben!