Archiv für den Monat November 2015

Die IFA 2015 – Teil 1 mit Messerundgang, Workshop zum Thema moderne Technik im Haushalt und leckerem Tee

Schon wieder eine ganz schöne Weile ist es her, dass ich in Berlin war. Seitdem ist die Zeit verflogen… Die Wiesn in München, ein wundervoller goldener Herbst mit vielen Sonnentagen, die dazu einluden, jede freie Minute an der frischen Luft anstatt vor dem Computer zu verbringen. Dennoch denke ich immer wieder an die zwei aufregenden Tage in der Hauptstadt zurück und möchte Euch doch endlich einmal erzählen, was ich dort dieses Jahr alles gesehen habe.

Berlin

Russische Einstimmung für die IFA

Nachdem ich am Freitagabend erst spät angereist bin und das erste Abendevent leider verpasst hatte, musste eine Essenalternative her. Und da habe ich eine Premiere erlebt: russisch essen! Irgendwie lachte uns das Restaurant Pastanak in der Knaakstraße am meisten an und so kam ich das erste Mal zu richtig echten Blinis mit allerlei Füllungen und köstlichen russischen Vorspeisen. Dazu natürlich Vodka! Heissa, das war eine schöne Einstimmung!

Gut, wenn auch nur kurz, ausgeruht ging es am Samstagmorgen zum IFA Messegelände. Dort traf ich dann eine bunt gemischte Bloggergruppe rund um die Mädels des Sistermag. Antonia und Theresa hatten gemeinsam mit Media Broadcast zu einem #sistermagevent eingeladen, bei dem Fashion, DIY und viele andere Bloggerkollegen über die Messe geführt wurden.

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So ein Rundgang ist wirklich klasse, denn so bekommt man von Anfang an einen Überblick über das breite Angebot der Aussteller. Wir besuchten die SONY Halle, sahen uns da das brandneue Z5 an, waren überaus beeindruckt von der Produktbandbreite in der großen Samsung Halle, entdeckten neue Smartwatches, schauten bei den Foodbloggern Jeanny von zuckerzimtundliebe und Jens von kochblogtv am Siemensstand vorbei und ich sah den ersten 3D Drucker, der Kekse druckte. Das war alles ganz schön beeindruckend und es machte viel Spaß viele Blogger endlich auch mal „in live“ zu treffen.

 

3D Printer
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Auf den Morgentermin folgte ein schnelles „durch die Hallen flitzen“ um zum Bauknechtstand zu kommen. War er letztes Jahr noch recht klein und unauffällig, so bestach er dieses Jahr durch tolles Design, Großzügigkeit und einer großen Portion Persönlichkeit. So konnte man es sich zum Beispiel auf großen Couchen gemütlich machen und einer kleinen Produktpräsentation lauschen.

Thema „Vernetzt in die Zukunft“

Ein vernetzter Kühlschrank, der weiß, wann das Getränk für die Dinnerparty perfekt gekühlt ist oder eine Waschmaschine, die eine Nachricht schickt, wenn das Waschmittel zur Neige geht? Ja, das meine Lieben wird die Zukunft sein.

Bauknecht
Was wir uns als Verbraucher wünschen, haben eine Gruppe von Food-und Lifestylebloggern dann in einem Workshop gemeinsam erörtert. Eine interessante Stunde mal etwas weiter abseits der Messe, bei der man sich selbst Gedanken macht, was einen im Alltag so stört und wie man mit modernster Technik die nervigen To-Dos minimieren könnte und auch schon kann….

 5 o’clock Teetime

Der Kopf glühte – höchste Zeit für ein Tässchen Tee :)
Grundig stellte dieses Jahr einen speziellen Teebereiter vor, der ganz von selber den perfekten Tee aufbrühen kann. Einmal Wasser eingefüllt und Teeblätter ins Sieb getan, bereitet dieser Automat den perfekten Tee mit der richtigen Wassertemperatur zu.
Gezeigt wurde das mit den hochqualitativen Samova Tees. Der Geschmack überzeugte!

 

Zum Abschluss des Tages ging es dann zu AEG. Was ich dort lernte, lest ihr bald.

Samsung IFA2015

Rezept: Kürbisrisotto aus dem Thermomix

Seitdem ich dem Herbstgemüse Kürbis nicht mehr abgeneigt bin, entdecke ich immer neue Arten, ihn zuzubereiten. Ob als Klassiker in Form von Kürbissuppe, Simpel im Ofen geröstet als Beilage, raffiniert in eine Kürbislasagne verpackt oder wie heute als Risotto.

Thermomix_Kuerbisrisotto

 

Herbstlicher Begleiter zum Filet Wellington

Im Sommer mag ich mein Zitronenrisotto und im Herbst war der alltime Favourit bislang immer Steinpilzrisotto mit getrockneten Steinpilzen vom Obstmarkt in Bozen. Eines kühlen Herbsttages besuchte ich meine Eltern und wollte mal wieder den Thermomix meiner Mutter in Gang bringen. Doch was zubereiten? Vanillesoße für die Bratäpfel zum Dessert? Hm, aber was tun, wenn nach dem üppigen Hauptgang keiner mehr ein Dessert schafft? Na dann lieber gleich etwas, das zum Filet Wellington passt und es als herbstliches Gericht abrundet. Und nachdem der Thermomix neben Suppen und Soßen Risotto ganz besonders gut kann, durfte er kurzum cremiges Risotto  mit Kürbis rühren. Und ich hatte Zeit für einen ersten Punsch vor dem Kaminfeuer.

Kürbisrisotto Thermomix

 

Kürbisrisotto aus dem Thermomix

Zutaten:
250 g Hokkadiokürbis, in groben Stücken, mit Schale
1 Zwiebel
20 g Olivenöl
250 g Risottoreis
150 g Weißwein
500 g heiße Gemüsebrühe
2 EL Butter
100 g geriebener Parmesan
Salz, Pfeffer, Kardamom, Currypulver

Wer mag:
Kürbiskernöl, geröstete Kürbiskerne

Zubereitung:

  1. Kürbisstücke und Zwiebelhälften 5 Sekunden auf Stufe 6 zerkleinern, anschließend mit Olivenöl 3 min bei 100 Grad und Stufe 1 andünsten.
  2. 250 g Risottoreis zugeben, 3 Minuten unter Rühren bei 100 Grad auf Stufe 1 andünsten
  3. Dann heiße Gemüsebrühe und Weißwein zugeben. Mit etwas Currypulver und Kardamom würzen.
  4. Anschließend ohne Messbecher für 20 Minuten bei 100 Grad unter Rühren auf Stufe 1 kochen.
  5. Butter und Parmesan hinzugeben, mit Salz und Pfeffer abschmecken.
  6. Wer mag, gibt über das Risotto Kürbiskernöl und reicht geröstete Kürbiskerne dazu.

Kuerbisrisotto

Kürbis Risotto

Der südtiroler Apfel – vom Baum in den Supermarkt

Im Frühling sind die Täler Südtirols in ein hellgrünes und rosanes Pflanzenmeer getaucht. Es duftet ganz herrlich nach frischen Blüten und überall summen die Bienen. Der Anfang eines jeden „Südtiroler Apfels“ – Das muss herrlich sein!

Dann wächst der Apfel über das Frühjahr und den Sommer heran, wird immer größer, saftiger und die warme Sonne Norditaliens zaubert auf einige Sorten rote Bäckchen.

Apfelbaum

So habe ich mir das zumindest immer vorgestellt. Doch wie es wirklich vor sich geht, habe ich mir beim Biobauern in Leifers einmal genauer angeschaut.

Der Besuch beim Bio-Apfelhof

Eines frühen Morgens im Oktober erreichte ich den Hof von Edmund Ebner. Sofort waren die Schuhe vom Morgentau überzogen und ich versteckte meine Hände tief in meine Jackentaschen – frisch war es, aber die Sonne kitzelte schon an meiner Nase. Nach einer freundlichen Begrüßung stapften wir auch direkt in die Apfelwiesen. Richtig Spalier steht hier jeder Baum an Baum. In vielen langen Reihen, akribisch gepflanzt und in verschiedene Grundstücke aufgeteilt. Man sieht schnell, dass sich hier die Bauern so richtig um ihre Bäume kümmern. Abgesehen vom richtigen Zuschnitt der Bäume hängen hier wirklich verdammt viele Früchte an den Zweigen. Die Blätter stehen im Saft, die Äpfel sehen nahezu alle perfekt aus. Und das alles in Bioproduktion. Hier steckt also viel Arbeit und keine Chemie drin. In jedem einzelnen Apfel.

Apfelhof SuedtirolNicht jedes Jahr braucht es die Planen. Wenn genügend Sonnenschein bis Ende Oktober das Tal beglückt reicht das vollkommen.

Pinklady_suedtirolPink Lady

Wissbegierig wie ich bin, frage ich Herrn Ebner viele Löcher in den Bauch. „Was macht denn die weiße Plane da?“ und „warum hängen hier Drähte in der Luft?“
Die Planen sind zur Sonnenreflektion, habe ich gelernt. So wird bei der spätreifenden Apfelsorte Pink Lady in manchen Jahren, wenn die Sonneneinstrahlung im Oktober nicht mehr so stark ist, ein bisschen nachgeholfen, dass die Äpfelchen von möglichst vielen Seiten erröten. (Das Foto ist von letztem Jahr – heuer braucht es keine Planen – 2 Wochen purer Sonnenschein sind die beste Kosmetik für die feinen Pink Ladies ;) )
Der Draht dient für den Fall, dass Gewitter mit Hagelschlag aufziehen. Dann werden schnell Schutznetze über die Bäume gespannt um die guten Äpfel zu schützen. Mitunter ist Hagelschlag nämlich der gefährlichste Feind der Apfelproduktion, denn Obst mit Dellen verkauft sich nicht so gut.

Apfelbauer Südtirol

Bioapfelbauer Ebner kennt sich in seinem Beruf richtig gut aus. Bevor er selbst Bäume anpflanzte, war er in der Wissenschaft tätig und entwickelte neue Apfelsorten. So habe ich erfahren, dass es Jahre dauert, bis eine neue Apfelsorte auf dem Markt ist.

Apfelernte

Rosen im ApfelfeldRosen in der Apfelwiese

Und am Ende gibt es verschiedene Qualitätsrichtlinien für alle Sorten. Entweder geben diese wie beispielsweise bei der Sorte „Pink Lady“, Lizenzinhaber vor oder wie bei den anderen Qualitätsapfelsorten aus Südtirol der Verband der Südtiroler Obstgenossenschaften (VOG), die Vinschgauer Produzenten (VIP) oder die Biogenossenschaften (Bio Südtirol und Bio Vinschgau).

Südtirol als perfektes Apfelland

Herr Ebner erzählt: „Südtirol hat durch seine hohe Anzahl an Sonnenstunden und idealen Böden perfekte Voraussetzungen, um Äpfel mit hohen Vitamin- und Nährstoffgehalt zu erzeugen. Vor allem die großen Temperaturunterschiede zwischen Tag und Nacht im Herbst bewirken eine ideale Fruchtausfärbung und hohe Zucker- und ideale Säurewerte, welche auch über Monate im Kühllager beibehalten werden können, ohne Chemieeinsatz, sondern lediglich mit niedrigsten Sauerstoffwerten um 1% und 1°C, welche den Apfel in einen tiefschlafähnlichen Zustand versetzen.“

Apfelkorb

Verarbeiten und Lagern von südtiroler Äpfeln

Monatelange Lagerung im Kühllager? Aber klar! Wie sonst würden wir das ganze Jahr über frische Äpfel kaufen können?
Wie das vonstatten geht habe ich mir auch noch einmal genauer angeschaut und fuhr zum Fruchthof Überetsch. Dort führte mich Herr Pertoll über das gesamte Gelände und ich kam aus dem Staunen gar nicht mehr heraus.

Apfelwagen

Hier werden im Herbst tagtäglich Tonnen über Tonnen von Äpfeln angeliefert. Jeder, beim Fruchthof registrierte Bauer bringt seine geernteten Äpfel hier her. Der Traktor wird gewogen, die Äpfel abgeladen und in die Produktionskette eingeschleust. Für jeden Tag ist festgelegt, welche Apfelsorte angeliefert werden darf.

ApfelsortenDie Apfelsorten Südtirols

Die genauen Daten werden an alle Bauern per SMS versandt und dann haben sie nur in diesem speziellen Zeitraum die Gelegenheit, ihre Ernte abzuliefern. Dann geht alles ganz genau: Abwiegen, waschen und sortieren. Eine rießige Anlage sortiert alle Äpfel nach Größe, Gewicht und Beschaffenheit.

ApfelwaschanlageApfelverarbeitung – Waschen, Wiegen, Fotografieren

Das ist wichtig, um zu bestimmen, für was der jeweilige Apfel verwendet wird. So wird in jedem Land, oft sogar in verschiedenen Supermarktketten, eine andere Größe der Äpfel bevorzugt. Haben Äpfel zu schlimme Dellen oder andere Fehler, werden sie komplett aussortiert und zu Saft verarbeitet.

Apfelsortierung

Ist dann alles sortiert, beginnt die Lagerung. Wie gesagt, wir wollen immer frische Äpfel essen und deswegen werden sie bei Sauerstoffwerten um 1% und bei 1°C in großen Hallen gelagert. Die Einhaltung dieser Werte sind besonders wichtig, da sonst eine weitere Reifung der Früchte stattfindet.

Ist die Zeit gekommen, werden die Äpfel direkt beim Fruchthof verpackt und zu den Abnehmern geliefert.

EOS Suedtirol

Zum Abschluss besuchte ich dann den kleinen Marktstand im Fruchthof und kostete mich durch alle Sorten. Meine Entdeckung: KANZI. Die Sorte kannte ich noch nicht, finde sie aber klasse! Knackig, Saftig, süß/säuerlich. So muss ein Apfel für mich sein!

Apfel in der Hand

 

Weitere Infos zu Südtiroler Äpfeln habe ich übrigens schon einmal hier für Euch zusammengefasst.

 

 

*Dieser Beitrag entstand in Zusammenarbeit mit der Export Organisation Südtirol.