Italien

Roadtrip Apulien Tag 1 – Termoli ! #kunterbuntweissblaugoesapulien

Ich habe einen spontanen Entschluss gefasst: nachdem ich doch immer so viel unterwegs bin und es nie schaffe meine Eindrücke zeitnah mit Euch zu teilen, möchte ich versuchen, Euch diese Woche mit auf meine Apulienreise zu nehmen. Habt ihr Lust?

Termoli XII

Kurz zum Hintergrund: Wie ich schon einmal erzählt hatte, nehme ich vom 11.-14. April an einem Fotografie Workshop teil. Ich erzählte einer Freundin von meinem Plan und da sie auch Urlaub machen wollte, beschlossen wir, vorweg noch gemeinsam einen kleinen Roadtrip durch Apulien zu machen. Gesagt, gebucht! Und heute ging es los.

Termoli IIX

Nach einer kurzen Nacht, mochte doch der Frühlingssamstag in München ausgenutzt werden, startete der Flieger gen Süden schon um 9:10 Uhr. Nach einem kurzen Nickerchen wurde ich aber auch schon von leckerem Kaffeeduft geweckt und die Vorfreude auf Bella Italia stieg noch mehr und mit ihr wurde die Idee zum Apulien Guide geboren.

Angekommen in Bari nannten wir ganz schnell ein schnuckliges Mietauto unseres und es ging los. Wir wollten auf die „Autostrada“ verzichten und das apulische Hinterland kennenlernen und fuhren fortan über mit Schlaglöchern übersähten Landstraßen durch kleine, nicht wirklich schöne und vorallem ausgestorbene italienische Dörfer. Einzig die Weinreben am Wegesrand und dieses Prachtexemplar waren diesen Weg wert.

Termoli IX

Ansonsten kann man sich diese Strecke allerdings sparen und kommt schneller über die Autobahn ans Ziel. Unseres des heutigen Tages sollte Termoli sein.

Termoli VI

Wir kamen am frühen Nachmittag im kleinen Küstenstädtchen an und bezogen unser zauberhaftes Zimmer mit Meerblick. Die Residenz Sveva ist ein „Hotel“ das im Altstadtkern mehrere verschiede Appartements und Zimmer sein Eigen nennt. Alle Zimmer sind liebevoll ausgestattet und sehr sauber. Da wir gerade Nebensaison haben, ist der Preis von 79€ im Doppelzimmer mit Frühstück wirklich ein Schnäppchen.

Termoli XX

Residenz Termoli_kbw

Wollten wir uns die müden Füße vertreten, ging es nach dem ersten echten italienischen Eis auch gleich alles erkunden. Groß ist Termoli nicht, aber es versprüht richtige italienische Tradition.

Termoli VTermoli II

Termoli I

Termoli X

In einem kleinen Heftchen fand ich folgende Beschreibung, die einfach perfekt passt:

„Eine malerische Terrasse über dem Meer: Das antike Zentrum von Termoli liegt an der Spitze einer Felszuge, die steil zum Meer abfällt. Die Altstadt wird allgemein „Borgo Veccio“ genannt und regt sich gerne als eine malerische, befestigte Hochburg, charakterisiert durch kleine Plätze und Gassen.“

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Kurz bevor wir uns zum ersten italienischen Abendessen aufmachten, besuchten wir noch die Kathedrale, die auf dem höchsten Punkt der Altstadt erreicht wurde. Wir hatten Glück und erlebten eine sehr schön feierlich gestaltete katholische Messe.

Termoli IV

 

Morgen stehen wir wieder früh auf und fahren mit der Fähre zu den Trimiti Inseln. Ich bin schon ganz gespannt auf dieses Naturschauspiel. Ich wünsche Euch eine gute Nacht!

Wer mag kann uns übrigens auch unter dem Hashtag #kunterbuntweissblaugoesapulien auf Instagram verfolgen.

Termoli XI

 

La Bella Fotografia Workshop

Gerade komme ich von meiner ersten Skitour zurück, sitze in einem bequemen Sessel, schaue dem wilden Schneeflockentreiben vor dem Fenster zu und träume vom Frühling. Frühling in Italien.

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Die ersten richtig warmen Sonnenstrahlen, Füße im Sand, der Geruch von frischem Basilikum in der Nase, deftige Pasta auf dem Teller, kalter Chardonnay im Glas, eine wunderschöne Landschaft vor der Fotolinse und viele Gleichgesinnte um mich herum, die das alles mit mir teilen…

Hört sich nach einem Traum an, oder? Genau das dachte ich mir auch, als ich vom La Bella Fotografia Workshop in Apulien las.

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Foto: Anette Göttlicher

Es war letzte Woche Montag, ein doofer Wochenanfang, als ich spätabends nach Hause kam und nocheinmal meinen Laptop aufklappte. Allerdings sollte es kein schlechter Montag bleiben, denn als ich Facebook öffnete sprang mir die Ankündigung für MEINEN Traum sofort ins Auge. Veröffentlicht hat ihn Anette Göttlicher, Autorin und Fotografin aus München. Vor vielen Jahren las ich ihr erstes Buch (gefolgt von allen anderen) und verfolge seitdem mit großer Begeisterung auch ihre Leidenschaft für die Fotografie. Die Liebe zum Detail, die Liebe zu München, das Auge für das Wesentliche – ich liebe ihre Fotos!

Und jetzt veranstaltet sie zusammen mit Katja Brinkmann (auch Journalistin und Bloggerin) einen Fotografie Workshop im Süden Italiens und ich bin dabei, denn ich habe keine 10 Minuten gezögert und mich sofort angemeldet – der Montag war gerettet :)

Der Workshop ist nämlich vollgepackt mit allem, was mir gefällt! Landschaftsspaziergänge, Städtebesuch, Sonnenaufgang und Genuss. Immer mit dabei: die eigene Kamera. Zudem lernen wir die Grundlagen der Fotografie Theorie und Bildbearbeitung kennen.

Ihr habt Lust, auch mit dabei zu sein? Ein paar wenige Plätze sind noch frei! Klickt schnell rein!

La Bella Fotografia Workshop

am 11. – 14. April 2014 in Savelletri di Fasano (Brindisi), Apulien, Italien

Weitere Infos auf Anette’s Blog
„göttlicher fotografieren“: www.goefot.wordpress.com

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Foto: Anette Göttlicher

Ich freue mich schon jetzt auf ein Wahnsinns Wochenende in Apulien und träume weiter vor mich hin! Habt einen schönen Sonntagabend ihr Lieben!

Herbst 2012 in Südtirol

Ich freue mich so sehr! Am Wochenende geht es mal wieder nach Südtirol, und ich dachte mir, ich muss euch vorab schonmal meine kleine Liebesgeschichte zu diesem herrlichen Teil von Italien erzählen.

Steinmanderl IIIEs ist schon ein paar Jahre her, als ich das erste Mal in Südtirol war. Also so richtig und nicht nur beim durchfahren auf dem Weg zum Gardasee. Das war damals der erste Mädelsurlaub mit meiner Mama. Ich weiß, andere fahren mit knapp 20 nach Bulgarien oder Ibiza um mit Freunden zu feiern und was mache ich? Verliebe mich in dieses herrliche (von manchen als langweilig und „nur für alte Leute geeignete“) Südtirol. Ein Fleckchen Erde, das meiner Meinung nach mit dem Umland von München sehr gut konkurrieren kann. Und es heißt was, wenn ich das sage ;)

Leider ergab es sich dann eine Zeit lang nicht mehr, aber letztes Jahr klappte es endlich mal wieder. Diesmal fuhr ich in männlicher Begleitung in den Norden Italiens und wir hatten uns über den 3. Oktober in ein tolles, modernes Hotel, dem Napura in Terlan eingebucht. Für jeden, der familäre Gastlichkeit in einem modernen Haus direkt in den Apfelhainen mag und schöne, gemütliche und weitläufige Zimmer ebenso wie ein großzügiges Frühstück schätzt, der sollte hier einchecken. Nicht zu vergessen der kleine aber soooo feine Wellnessbereich „on top of the world“. Okay, nicht ganz top of the WORLD, aber zumindest on top of the Hotel gibt es auf einer Terrasse Outdoorwirlpools mit Blick in die Sterne als auch Sauna und Dampfbad.

Gleich nach der Ankunft erkundeten wir die nahe Umgebung und gingen auf „Apfelernte“. Schön zu sehen, woher die „Südtirol“ Äpfel so kommen. Und ein paar Sorten haben wir mitgehen lassen. Für den Geschmacksvergleich und äh, für Fotos…

Apfelernte kwbEinen schenk ich euch :)

Südtirol Amelie ApfelZu Abend aßen wir damals im Restaurant Ansitz Pillhof. Eine kleine, feine Vinothek mit köstlichem Essen. Mit einer großen Portion Kreativität werden hier Produkte aus der Umgebung verarbeitet und mit dem richtigen Glas Wein aus der umfassenden Weinauswahl serviert. Die außergewöhnliche Architektur des an der Eppaner Weinstrasse gelegenen Lokals sorgt für Wohlfühlgarantie.

Da uns der Begrüßungssekt im Hotel so gut schmeckte, entschieden wir uns dazu, gleich den ersten Tag mit Weintime zu verbringen. Wir besuchten das Weingut von Braunbach und die Cantina Terlan. Nette Gespräche und hervorragende Weine. Überall waren wir herzlich willkommen und durften so lange probieren, bis wir unsere Lieblinge (und das waren viele) gefunden hatten.

Neben dem Winzersekt hatte es uns vorallem der Lagrein als auch der Torilan (auch hierzu getrunken) angetan. So sollte doch der Weinkeller für einen harten Winter gut gewappnet sein.

Den zweiten Teil des Tages verbrachten wir in Bozen. Die bezaubernde Stadt versprüht zum einen schon den südlichen Flair mit vielen netten Cafés wo es leckere Cappuchini, Sprizz und Pizza gibt, als auch lange Handelsgeschichte und Tradition.

Ich liebe es durch die kleinen Gässchen zu schlendern, getrocknete Steinpilze zu kaufen und durch die bekannten Lauben zu bummeln.

Sportlich wurde es dann die nächsten zwei Tage. Erst wanderten wir auf das Rittner Horn. Los ging es vom Parkplatz der Seilbahn Rittner Horn, (Pemmern/Ritten) über die Rodelbahn, einem kleinen steilen Stück bis zum Ende der Seilbahn und dann über einen eingefassten Weg bis zum Gipfel. Danach gelangten wir dann über einen kleinen Rundweg zur Feltuner Hütte. Die Speckknödel dort waren eine Wucht und die Aussicht auf die umliegenden Berge ist einfach ein Traum. Wenn immer ich solches Panorama genießen kann fühle ich mich so unendlich frei und glücklich!

Südtirol AmelieZurück sind wir dann über den Panoramarundweg und hatten am „runden Tisch“ und dem „Dolomitoskop“ wieder einen atemberaubenden Blick auf die Dolomiten.

Südtirol Panorama IEine weitere Beschreibung der Tour gibt es auch hier: http://www.suedtirolerland.it/de/berge-wandern/wandern-im-sommer/von-pemmern-auf-das-rittner-horn.html

Steinmanderl IWeg zu den Steinernen Manderl

Am zweiten Tag ging es dann im Sarntal zu den Stoanerne Mandln. Der Anstieg ist nach dem Parken an der Sarner Skihütte recht kurz und nicht allzu steil und es wartet eine wirkliche Belohnung – wieder ein Wahnsinnspanorama. Und das weitere Highlight sind eben unzählige viele Steinmanderl am Gipfel.

 
Steinmanderl IIStoanerne Mandln
 
Steinmanderl IV380° Panorama
 

Belohnt haben wir uns natürlich auch nach dieser Tour. Diesmal in der Sarner Hütte.

Südtirol HütteNeben köstlichen südtirolerischen Schmankerln gefiel mir auch die Tischdeko, einfach aber trotzdem schön, besonders.

Hütte Südtirol

Südtirol Haus

Überall teilten wir den Weg mit verschiedenen Tieren. Freche, mit ihren Glocken bimmelnde Ziegen, über die Wiesen hüpfende und schmusende Schafe und faule, wiederkäuende Kühe. Natur pur. Mensch, Tier & Natur.

Tiere Südtirol kwb

Kulinarisch gesehen ist Südtirol wirklich schier unschlagbar. Sündige Knödel, zartschmelzende Schluzkrapfen, viel würziger Speck mit Schüttelbrot und natürlich auch Kaiserschmarrn. Verhungert sind wir wirklich nicht.

Südtirol Food Schrift kbw

Auf dem Nachhauseweg nahmen wir dann zwar einen kleinen Umweg, aber der hat sich sehr gelohnt.

Es ging über das gesamte Sarntal und das Penser Joch zurück. Urige kleine Örtchen, Wiesen/Täler/Berge wie im Bilderbuch als auch tolle Ausblicke, eine perfekt zum „Ausfahren“ gemachte Passstraße und einige besondere Straßenformationen machten auch die Rückfahrt zum Highlight. Wie traurig waren wir dann, als das Schild der Brennerautobahn in Richtung Heimat zeigte.

Passstraße Itolle Ausblicke
 
Passstraße IIbeeindruckender Fels über der Straße

Rundum kann ich nur sagen, es ist landschaftlich einfach wunderschön, kulinarisch von großer Vielfalt und verbunden mit einer unendlichen menschlichen Herzlichkeit, sodass ich jedem nur empfehlen kann, einen Urlaub hier zu verbringen.

Heute Abend geht es also los. Wie es der Zufall will, haben wir über’s Jahr eine liebe Freundin kennengelernt, die uns weitere tolle Geheimtips und das Törggelen zeigt. Ich bin ganz gespannt und freue mich auf ein verlängertes Wochenende in Oberbozen!

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