Schoko – Ingwer – Orangen Gugl

Der letzte Sonntag war ein trister Tag. So ein richtiger Novembertag – grau in grau. Wir haben lange geschlafen, ausgiebig gefrühstückt und sogar ein paar Schritte aus dem Haus gewagt. Der Stadtteil Haidhausen ist selbst bei tristem Herbstwetter einen Spaziergang wert.

Anschließend haben wir, wie es sich für einen anständigen Sonntagnachmittag gehört, gebacken. Richtig, WIR haben gebacken. Eigentlich war es die Idee und der Antrieb meines Liebsten, kleine Leckereien herzustellen. Das Vorhaben: Außergewöhnlicher Guglhupf im Miniformat!

Präzise und mit viel Geduld schnippelte der Mann im Haus alle Zutaten eifrig in überaus kleine Kleinteile und vermengte diese zu einem Teig, den man am liebsten schon kalt gegessen hätte. Der Name: Schoko Ingwer Orange Gugl – der Exot unter den Gugls.
Nach 13 Minuten gebangtem Warten und in den Ofen schauen a la „Das ist ja besser wie Kino“ waren die kleinen Sünden fertig. Schwupp die Wupp aus der Form gedrückt, getoppt mit weißer Schokolade und abgeriebener Orangenschale waren sie fertig, die süßen Dinger. Hervorragende Wahl Herr P. und tolles Teamwork!

Hier noch das Rezept zum merken:

Schoko – Ingwer – Orange Gugl

Für 18 Gugl

20 g warme Butter und Mehl für die Formen
100 g Butter
50 g Puderzucker
abgeriebene Schale von 1/2 unbehandelten Orange
1 cl Grand Marnier oder Cointreau
2 Eier
70 g gemahlene Nüsse (z.B. Haselnüsse)
4 g frischer Ingwer geschält und gerieben
10 g Mondamin
20 g Mehl
75 g fein gehackte dunkle Schokolade
25 g Kakaopulver

Für den Überzug:
100 g weiße Kuvertüre
abgeriebene Schale von 1/2 unbehandelten Orange

Zubereitung

(1) Die Guglformen aus Silikon einfetten und mit Mehl bestäuben. Backkofen auf 210°C Ober- /Unterhitze vorheizen.

(2) Butter in einer Schüssel über dem Wasserbad erhitzen und mit dem (gesiebten) Puderzucker, dem Abrieb der Orange und den Grand Marnier zu einer schaumigen Masse verrühren. Dann die Eier einzeln unterrühren, bis die Masse homogen ist. Vorsicht dass das Ei durch die Hitze nicht stockt!

(3) Die Nüsse, den Ingwer, Mondamin, Mehl, Schokoladenraspel und Kakaopulver in einer separaten Schüssel vermengen und anschließend unter die Butter/Zucker/Eier Mischung heben.

(4) Die Masse in die Guglformen füllen und im vorgeheizten Backofen im unteren Drittel ca. 13 Minuten backen. Danach aus dem Ofen nehmen, abkühlen lassen und herauslösen.

(5) In der Zwischenzeit die Kuvertüre über dem Wasserbad in einer kleinen Schüssel schmelzen. Abgekühlte Gugl darin eintauchen und anschließen kurz in die abgeriebene Orangenschale dippen.

Fertig sind sie, die kleinen Sünden! An guadn!!

(Grundrezept aus dem Buch „DERGUGL – Feine Kuchenpralinen – Süße Backideen für kleine Gugelhupfe“)

Vorbereitung ***Dinner mal drei***

Kochen ist Leidenschaft. Kochen ist Entspannung. Kochen ist Kreativität. Kochen ist Liebe. Liebe zum Produkt, Liebe zum Geschmack, Liebe zum Detail. Zumindest ist es das für mich.
Ich liebe es, am Samstagmorgen gemütlich und ausgiebig zu frühstücken und dabei in Kochbüchern und Kochzeitschriften zu blättern. Printmedium aufschlagen, reinblättern, einmerken, Kombinationen zusammenstellen, Zutaten aufschreiben, sich nicht entscheiden können, dann auf zum Einkaufen und dort spontan entscheiden.

In zehn Minuten bin ich am wunderschönen Viktualienmarkt. Wie ein Magnet zieht mich dieser Ort zwischen Marienplatz und Gärtnerplatz an. Die vielen Menschen, das hektische Treiben, die vielen frischen Waren und überall hört man den bayrischen Dialekt – Heimat!

Hier schlendere ich von Stand zu Stand und schaue mir die Waren an, bin begeistert und jedesmal wieder überwältigt von all den Farben und Gerüchen. Qualität hat seinen Preis und so kann ein Kompletteinkauf das Budget ganz schnell sprengen. Daher entscheide ich mich meist für ein bis zwei Spezialitäten und hole mir alles Weitere im Supermarkt.

Auch das Laufen durch lange Gänge mit Waren aller Art, beleuchtet mit Neonröhren, hat für mich oftmals etwas meditatives – so doof es klingt. Ich liebe gut sortierte Supermärkte wie V-Markt, Rewe und Co. Dort schiebe ich meinen Wagen vor mir her und sammle alles ein, was sonst noch auf meinem Einkaufszettel steht  –  und meistens noch einiges mehr *g*

Zu Hause angekommen wird ausgepackt und dann wird der Samstagabend mit Familie oder Freunden verbracht. Oft lassen wir uns im Restaurant bekochen und inspirieren und nehmen anschließend noch in einer der vielen Bars des Glockenbachviertels, in Haidhausen, im Lehel oder in Schwabing ein paar Drinks.

Sonntag geht es dann aber los und spätestens ab dem späten Nachmittag bleibt nichts mehr kalt in der Küche. Die Vorbereitung beginnt. Geschnippelt, gegart, gekocht und schließlich in einem drei Gänge Menü serviert: Amelie’s Dinner mal drei!

So sieht es also aus, ein typisches Wochenende in der kunterbunt weissblauen Welt.

Abwarten – bald kommt das erste Menü auf den digitalen Tisch!

Auf los geht’s los

Lange hat es gedauert, aber nun ist er da, mein erster Artikel!

Viele Ideen sind in den letzten Monaten in meinem Kopf entstanden und dort hängengeblieben. Manche haben es auf einen Haufen Blätter, Post Its oder in mein Moleskin geschafft und andere warteten geduldig darauf direkt digital zu werden. Doch auf Grund der viel zu wenigen Zeit, die ein Tag so hat, hat es bislang noch keine dieser Ideen geschafft, online zu gehen.

Heute aber ist es nun soweit und ich freue mich, euch die Tür zu meiner kunterbunt weissblauen Welt zu öffnen! Eine Welt, in der viel erlebt wird – in der Natur, am Herd, beim Lachen mit Freunden oder auch beim Träumen wird es nie langweilig!

Tretet ein und teilt mit mir meine Erlebnisse, kocht nach, was mir schmeckt  oder lasst euch einfach inspirieren.

Hier schon mal ein kleiner Ausblick was euch so alles erwarten wird…

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