Ostermenü – Die Hauptspeise

Na, seid ihr neugierig geworden? Wie ich euch ja HIER schon berichtet habe, hatte ich mit dem Osterhasen einen Pakt geschlossen – ich koche ihm was feines und dafür bringt er mir etwas mit, von seiner Reise.
Gesagt getan und heute stelle ich euch den Hauptgang meines Ostermenüs vor.

Dabei geht es ein bisschen fernöstlich zu, aber seht selbst.

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Lammkaree mit Rote Bete-Couscous

Zutaten für 4 Portionen:

2 Lammkarrees mit je ca. 400 g

2 Schalotten

100 g Butter

1 mittelgroße Knolle Rote Bete

1 Boskoop-Apfel

0,5  l Apfelsaft

0,5 l Brühe

50 g Rosinen

250 g Couscous

Zubereitung:

(1) Lammkarrees auf beiden Seiten in heißem Fett (am besten Hälfte Butter, Hälfte neutrales Öl) anbraten. Dann in Alufolie wickeln und bei 160°C ca. 20-30 Minuten im Ofen ruhen lassen

(2) Den Apfel und die Rote Bete schälen und in grobe Stücke schneiden. Beides mit dem Apfelsaft im Mixer sehr fein mixen.

(3) Schalotten in feine Würfel schneiden und in der Butter glasig dünsten, dann die Rosinen zugeben und diese mitgaren bis diese etwas aufgehen.

(4) Couscous zugeben und abwechselnd Apfel-Rote-Bete-Safte und Brühe bei ständigem Rühren angießen bis das Couscous die richtige Konsistenz hat. Es sollte nicht zu weich sein sondern noch einen leichten Biss haben.

(5) Lammkarrees aus dem Ofen holen und zu einzelnen Kronen aufschneiden.

(6) Auf vorgewärmten Tellern Couscous mit dem Lamm anrichten und heiß servieren. Lamm schmeckt am besten warm!

Als Weinbegleitung würde ich einen schönen Pinot Noir aus dem Burgund empfehlen.

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Ostermenü – Die Vorspeise

Hoppel Hoppel, ich glaube, ich habe den Osterhasen schon gesehen – hoffentlich sind ihm die Füsse nicht abgefroren, so kalt es derzeit schon wieder ist. Aber die vielen bunten Ostereier, die er dabei hatte, taten sehr gut im Dauergrau!

Und als er da so hoppelte, rief er mir zu: „Wenn du ein leckeres Essen für mich machst, bring ich dir vielleicht was von meiner Reise mit.“

DAS lasse ich mir nicht zweimal sagen und so habe ich mich gleich an den Herd begeben und ein kleines, feines Menü für das Felltier gezaubert. Probekochen war das und jetzt bin ich mal gespannt, ob er sich denn in einer Wochen an meinen Tisch setzen und probieren wird.

Ein bisschen hatte ich nachgedacht, was ihm schmecken könnte und mich dann entschieden, nicht einen seiner Verwandten auf den Teller zu bringen, sondern ein bisschen was Grünes, das ihn an Gras erinnert, darauf etwas vom verwandten Federvieh und dem großen Bruder Rind – soweit die Vorspeise. Hauptgang wurde dann ein arabisches „Mähhh“ und zum Schluss die süße Variante vom Produkt des Federviehs.

Und ihr so „hähhhh??“ Ja, okay, machen wir es einfacher – hier mein Ostermenü:

Wildsalat mit Ei und Schinken, dazu selbst gebackenes Brot mit zweierlei Butter

Lammkarree mit Rote-Beete Couscous

Süßes Spiegelei

Heute als erstes zur Vorspeise:

Schon lange einmal wollte ich das Titelrezept von einem schon älteren „Lust auf Genuss“ Magazin ausprobieren. Zwar gehörte es dort zum Thema „Brunch“, aber ich finde, als Oster-Einstieg passt das ganz gut.

Damit das Ganze noch ein wenig Pfiff bekommt, hatte ich Lust auf selbst gebackenes Brot und eine Knoblauch – Basilikum als auch getrocknete Tomaten Butter.

Wer ein Amuse Bouche oder eine kleine Vorspeise für ein Buffet braucht, richtet das Ganze am besten im Glas an.

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Ostersalat_II

Die andere Servier-Variante ist ein flacher, länglicher Teller.

Ostersalat_IV
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Wildsalat mit Ei und Schinken, dazu selbst gebackenes Brot mit zweierlei Butter

Zutaten für 2 Portionen

300 g Wildsalat

2 Eier

150 g Schwarzwälder Schinken

4 kleine Essiggürkchen

Dressing:

2 EL Balsamico Essig

3 EL Olivenöl

2 EL Naturjoghurt

1/2 TL Feigensenf

Salz, Pfeffer

Brot:

250 g Mehl (Type 550)

1/2 TL Salz

15 g frische Hefe

125 ml lauwarme Milch oder Wasser

Zubereitung:

Knoblauch-Basilikum-Butter:

1 Knoblauchzehe mit einer Knoblauchpresse auspressen, Basilikumblätter in kleine Streifen schneiden und mit ein wenig Salz zu 80 g weicher Butter geben und gut vermengen. In einer Alufolie zu einer Wurst rollen und kalt stellen.

Getrocknete Tomaten – Butter:

2 EL getrocknete Tomaten kleinhacken, mit einer Prise Paprikapulver und Salz zu 80 g weicher Butter vermengen. In einer Alufolie zu einer Wurst rollen und kalt stellen.

Brot:

(1) Backofen auf 200°C vorheizen. Mehl und Salz in einer Schüssel mischen. Hefe in Milch oder Wasser auflösen und diese Mischung unter Rühren zum Mehl geben.

(2) Teig zunächst mit den Knethaken des Handrührgeräts verkneten – er sollte nicht an der Schüssel kleben – bei Bedarf etwas mehr Mehl oder Flüssigkeit dazugeben. Danach Brot-Teig auf bemehlter Arbeitsfläche ca. 10 Minuten mit den Händen kräftig durchkneten, bis er glänzt und elastisch ist.

(3)  Teigklumpen zurück in die Schüssel geben mit einem Tuch abdecken und an einem warmen Ort ca. 45 Minuten gehen lassen. Der Teig sollte sein Volumen etwa verdoppelt haben.

(4) Anschließend den Teig nocheinmal durchkneten und zu einem länglichen Brot formen. Nochmal ca. 15 Minuten gehen lassen.

(5) Jetzt geht es ans backen: Brot auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech legen und im Ofen ca. 20 Minuten goldbraun backen.

Während das Brot im Ofen bäckt, bereitet man den Salat vor:

Salat:

(1) Eier in ca. 7 Minuten hart kochen

(2) Salat waschen und trocknen und Dressing zubereiten

(3) Schinken in kleine Streifen schneiden, Gürkchen in Scheibchen.

(4) Salat am besten mit den Händen mit dem Dressing mischen und auf Tellern oder im Glas anrichten, Schinken und Gürkchen darauf verteilen

(5) Hart gekochte Eier noch warm pellen, in der Mitte teilen und auch auf den Salat legen

Zum Schluss das noch warme Brot mit der Butter (in Scheiben geschnitten) zum Salat reichen.

opendoor-breit

Der tolle Blog Bushcooks Kitchen von der lieben Dorothée feiert bald seinen 2. Geburtstag. Zudem hat sie selbst ein großes Geburtstagsfest geplant und dafür eine ganz tolle Idee gehabt – eine „Open door“ soll es geben. Das heißt, die Tür steht den ganzen Tag offen und jeder Gast darf kommen wann er möchte und kann. Und damit das Buffet den ganzen Tag gefüllt ist, suchte sie nach ein paar buffettauglichen Rezepten. Nicht dass sie selbst nicht die größte Kochbuchsammlung hat, nicht selbst unglaublich kreativ, ausgefallen und hervorragend kocht… Nein, an tollen Rezepten mangelt es ihr wahrlich nicht. Aber sie wollte einen kleinen Contest machen und unsere Kreativität herausfordern und hat uns deshalb aufgefordert, ein paar Ideen für das Buffet beizusteuern. Hier ist meine erste Beigabe und ich finde, dieser Salat im Glas passt auch perfekt, oder liebe Dorothée?

An dieser Stelle auch noch ein ganz großes Lob für deinen tollen Blog – mit Begeisterung freue ich mich auf jeden einzelnen deiner neuen Post!
Ein Hoch auf Dich!

opendoor-breit
PS: Ein kleiner Nachtrag: Dorothée hat heute Vormittag ganz kräftig als Verlosungsfee gearbeitet und ich freue mich sehr, das tolle Buch „Lanz kocht“ gewonnen zu haben! Vielen lieben Dank!!
Wer sonst noch gewonnen hat, seht ihr hier!

Kindheitserinnerung

Reiberdatschi III

Wer erinnert sich nicht gerne zurück, an seine eigene Kindheit in der man den ganzen Tag spielen, toben und lachen konnte. Als kleiner Racker musste man sich noch keine Gedanken über Schularbeiten, Exceltabellen oder andere nervige to-do’s machen. Und man vergisst wohl auch nicht den Satz „Eeeessen kommen“. Manchmal gab es da Dinge, die man so gar nicht leiden konnte und sich viel lieber mit den Bauklötzchen oder der Barbie weiterbeschäftigt hätte, aber immer wieder gab es Gerichte, die glänzende Augen und überfüllte Bäuche verursachten…

Kennt ihr, oder?

Aber ich denke, jeder hat da so seine eigenen Gerichte, die nur Mama so gut machen konnte und sonst keiner.

Als drei tolle Bloggerinnen über das nächste Thema für ein derzeit hochansteckendes Projekt nachdachten, musste es ihnen wohl ähnlich gegangen sein. Wahrscheinlich saßen sie zu dritt bei einer der Mütter, die leckeren Kaba und Milchreis ranschaffte und somit DIE aller Ideen bescherte. Tata… dieses Mal heißt es beim Post aus meiner Küche – Projekt Zurückversetzten in die eigene Kindheit.
Irgendjemand weiß noch nicht was dieses „PAMK“ Projekt ist?
Im Prinzip ganz einfach – ein Thema wird von einem tollen Team von den drei Bloggerinnen Clara von tastesherriff, Jeanny von Zucker, Zimt und Liebe, und Rike von Lykkelig gestellt. Diese Themen waren im letzten Jahr ganz gemischt von Schokolade, Beeriges, Picknicken und Weihnachtsschickerei.
Das Team verkündet das Thema und ganz viele tolle, koch-und backbegeisterte Menschen melden sich an. Nach einiger Zeit bekommen sie ihren Tauschpartner genannt und dann wird gegrübelt und gegrübelt, vorgebacken und ausprobiert. Im vorher festgelegten Zeitraum gehen dann viele, viele toll verpackte Päckchen auf die Reise durch ganz Deutschland und ja, mittlerweile über die ganze Welt.
Wer noch mehr wissen möchte, klickt sich einfach mal auf die PAMK Seite oder schaut hier was ich in der letzten Runde verschickt hatte.

Nunja, wie gesagt, die Leckereien werden verschickt aber beim Thema „Kindheitserinnerungen“ hatte ich einige Ideen, die leider nicht verschickt werden können. Damit ihr aber trotzdem in Erinnerungen schwelgen könnt, stelle ich euch heute, einen Tag bevor es los geht, mal ein nicht verschickbares Gericht vor:

Reiberdatschi I

Reiberdatschi mit Apfelmus

Zutaten für ca. 10 mittelgroße Reiberdatschi

8 mittelgroße, vorwiegend festkochende Kartoffeln

5 EL Mehl

Salz, Pfeffer, Muskat

4 EL Butter, Öl

Apfelmus (entweder gekauft oder selbstgemacht)

Reiberdatschi_IV

Zubereitung

(1) Kartoffeln schälen und mit einem Hobel reiben. Danach ein paar Minuten stehen lassen, bis sie Wasser lassen.

(2) Wasser aus den Kartoffeln drücken, Mehl, ein WENIG Salz, Pfeffer und Muskat hinzugeben

(3) Butter und Öl in einer Pfanne erhitzen, Kartoffelmasse in kleinen Portionen goldbraun anbraten; danach auf einem Küchenpapier abtropfen lassen

(4) Reiberdatschi mit Puderzucker bestreuen und warm mit Apfelmus servieren.

Ich hatte mir noch einen Kaba gemacht. Wie lange hatte ich DAS nicht mehr getrunken. Umso toller war es.

Kaba

Wünsche viel Spaß und guten Appetit beim Zurückversetzen in die Kindheit!

Ein Sommergericht im (späten) Winter

Letztens hatte ich seit Ewigkeiten mal wieder so richtig Lust auf Tomate-Mozarella. Ganz schlicht und einfach.
Als ich am Abend durch den Supermarkt streifte, stieg mir der Geruch von frischem Basilikum in die Nase und ich musste den ersten Topf des Jahres mitnehmen.

Der Klassiker vom Italiener hat für mich immer etwas von Frühling/Sommer und Spätsommer und für mich gehören einfach manche Gerichte nur in eine Jahreszeit. Tomate-Mozarella an einem lauen Sommerabend in einem kleinen Restaurant oder auf der Terrasse, ein gutes Glas Wein dazu – das reicht für einen gelungenen Tagesausklang. *schwelg*
Aber da die Temperaturen in der letzten Woche schon ein paar Mal den Anschein machten, es könnte endlich Frühling werden, dachte ich, es wäre erlaubt :-)

Zur Feier des Tages habe ich mir dann auch einen Büffelmozarella gegönnt. Merke, öfter gönnen! Und auch öfter zum alten Balsamico greifen, es lohnt sich! Zusammen – eine Wucht!

Viel zu erklären gibt es nicht, wie das leckere Gericht geht, deshalb einfach nur zwei Bilder.

Mozarella_I

 

Mozarella_II

Und da ich ja so im Frühlingstaumel war, mussten mit dem Basilikum auch noch ein paar Frühlingsblüher mit eingepackt werden. Seht her!

Primeln III_schrift

 

 

Primeln Schrift

 

 

Primeln I_schrift

 

Schokoladencreme – Lindorfüllung Geschmack

Eine süße Leckerei zum Wochenende gefällig?

Als die bezaubernde Joanna vor einigen Tagen ein Rezept zur „supereinfachen, schnellen und sooo guten…“ Schokocreme postete, war klar, dass dieses Rezept alsbald ausprobiert werden muss.

Gedacht, getan und so wurde eines Sonntagnachmittags nach Schokolade gesucht. Lang dauerte das nicht, denn eine große Lindt Weihnachtsmänner und Osterhasen Familie hatte sich seit einiger Zeit in meiner Wohnung versammelt. Ein rieeeeeßiges Familientreffen sage ich euch!

Schokolade

Grundsätzlich bin ich nicht so der Schokoladenesser, finde aber immer, dass man an den goldenen Dingern zur Weihnachts- und Osterzeit einfach nicht vorbeilaufen kann („Das gehört doch einfach dazu…!“) und schwups hüpft wieder einer in den Einkaufskorb. Oder aber ich bekomme sie geschenkt, weil alle beim Anblick der Männer/Hasenfamilie denken, ich esse die so viel…

Nunja, also es hatten sich diverse Schokoladenvorräte angesammelt, die wegmussten. Dann noch die Mascarpone, die doch nicht für einen Geburtstagskuchen gebraucht wurde und der Rest ist ja sowieso Standard *g*

Geschmolzen, gerührt und in Gläser abgefüllt landeten die Kalorienbomben dann im Kühlschrank.

Eigentlich vorhersehbar, aber ich will es immer wieder nicht glauben, ein Dessert schafften wir an besagtem Sonntag nicht mehr. Aber ich hatte da schon eine Idee …

Schokomousse_II
Als der Liebste am Montagmorgen ganz früh im Bad verschwand, holte ich ein Glas aus dem Kühlschrank und klebte mit Masking Tape einen kleinen Holzlöffel dran. Ein „homemade“ Aufkleber dazu und fertig war das kleine „Mitgebsl“.  Ein Foto konnte ich leider nicht für euch schießen – zu dunkel war es da um 5:30 noch.
Die Freude war groß, und so hatte der Herr P. auch 400 Kilometer entfernt noch etwas von mir.
Per Nachricht wurde mir dann mitgeteilt, dass das Gläschen sehr lecker schmeckt und ihn total an Lindorfüllung erinnert – als ich dann selbst probierte, musste ich ihm recht geben.

Da ich nicht sooo der Lindorfan bin, hab ich dann kein ganzes Glas auf einmal geschafft, aber auf mehrmals genascht war es klasse!

Schokomousse V

Eine kleine Anmerkung sei gemacht, die Creme ist recht fest und hat keine fluffige Konsistenz, nur dass sich keiner wundert und ein locker, leicht, luftiges Mousse au chocolat wie beim Franzosen erwartet.

Als Dessert nach einem Essen solltet ihr die Portionen einfach kleiner machen, sonst wird es zu mächtig. Sauerrahm on top macht das Ganze noch etwas frischer und mit frischem, süß/saurem Obst ist es gerade zu eine Sünde *g*

Schokomousse IV

Schokoladencreme

Zutaten für ca. 4 Gläser

300 ml Mascarpone – (es geht auch super Crème fraîche oder saure Sahne)

70 g braunen Zucker

200 g Schokolade (Vollmilch/Zartbitter – je nach Geschmack)

das Mark einer 1/2 Vanilleschote

2 Eigelb

Zubereitung:

(1)  Mascarpone und Zucker in einem kleinen Topf so lange zum Kochen bringen, bis sich der Zucker aufgelöst hat.

(2) Schokolade in kleine Stücke hacken, und mit dem Eigelb und Vanille zur Schokoladenmasse geben. Dann solange rühren, bis sich alles verbunden hat.

(3) Kleine Gläser mit der Creme befüllen und ca. 2 Std. in den Kühlschrank stellen.

Vor dem Servieren noch mit saurer Sahne toppen und frisch geschnittenes Obst dazu reichen.

Ich wünsche euch ein zauberhaftes Wochenende!
 Schokomousse_III
Schokocreme im Glas ist auch eine tolle Idee für ein Buffet. Es lässt sich super vorbereiten und kann ein bisschen stehen. Deshalb kommt dieses Rezept mit in den Pott der vielen kreativen Ideen für das Open Door Projekt von Bushcooks Kitchen. Was das ist? Schaut doch mal auf DIESEN Post hier – da habe ich es erklärt.
Hoffe es schmeckt deinen Gästen liebe Dorothée!
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