Schokoladencreme – Lindorfüllung Geschmack

Eine süße Leckerei zum Wochenende gefällig?

Als die bezaubernde Joanna vor einigen Tagen ein Rezept zur „supereinfachen, schnellen und sooo guten…“ Schokocreme postete, war klar, dass dieses Rezept alsbald ausprobiert werden muss.

Gedacht, getan und so wurde eines Sonntagnachmittags nach Schokolade gesucht. Lang dauerte das nicht, denn eine große Lindt Weihnachtsmänner und Osterhasen Familie hatte sich seit einiger Zeit in meiner Wohnung versammelt. Ein rieeeeeßiges Familientreffen sage ich euch!

Schokolade

Grundsätzlich bin ich nicht so der Schokoladenesser, finde aber immer, dass man an den goldenen Dingern zur Weihnachts- und Osterzeit einfach nicht vorbeilaufen kann („Das gehört doch einfach dazu…!“) und schwups hüpft wieder einer in den Einkaufskorb. Oder aber ich bekomme sie geschenkt, weil alle beim Anblick der Männer/Hasenfamilie denken, ich esse die so viel…

Nunja, also es hatten sich diverse Schokoladenvorräte angesammelt, die wegmussten. Dann noch die Mascarpone, die doch nicht für einen Geburtstagskuchen gebraucht wurde und der Rest ist ja sowieso Standard *g*

Geschmolzen, gerührt und in Gläser abgefüllt landeten die Kalorienbomben dann im Kühlschrank.

Eigentlich vorhersehbar, aber ich will es immer wieder nicht glauben, ein Dessert schafften wir an besagtem Sonntag nicht mehr. Aber ich hatte da schon eine Idee …

Schokomousse_II
Als der Liebste am Montagmorgen ganz früh im Bad verschwand, holte ich ein Glas aus dem Kühlschrank und klebte mit Masking Tape einen kleinen Holzlöffel dran. Ein „homemade“ Aufkleber dazu und fertig war das kleine „Mitgebsl“.  Ein Foto konnte ich leider nicht für euch schießen – zu dunkel war es da um 5:30 noch.
Die Freude war groß, und so hatte der Herr P. auch 400 Kilometer entfernt noch etwas von mir.
Per Nachricht wurde mir dann mitgeteilt, dass das Gläschen sehr lecker schmeckt und ihn total an Lindorfüllung erinnert – als ich dann selbst probierte, musste ich ihm recht geben.

Da ich nicht sooo der Lindorfan bin, hab ich dann kein ganzes Glas auf einmal geschafft, aber auf mehrmals genascht war es klasse!

Schokomousse V

Eine kleine Anmerkung sei gemacht, die Creme ist recht fest und hat keine fluffige Konsistenz, nur dass sich keiner wundert und ein locker, leicht, luftiges Mousse au chocolat wie beim Franzosen erwartet.

Als Dessert nach einem Essen solltet ihr die Portionen einfach kleiner machen, sonst wird es zu mächtig. Sauerrahm on top macht das Ganze noch etwas frischer und mit frischem, süß/saurem Obst ist es gerade zu eine Sünde *g*

Schokomousse IV

Schokoladencreme

Zutaten für ca. 4 Gläser

300 ml Mascarpone – (es geht auch super Crème fraîche oder saure Sahne)

70 g braunen Zucker

200 g Schokolade (Vollmilch/Zartbitter – je nach Geschmack)

das Mark einer 1/2 Vanilleschote

2 Eigelb

Zubereitung:

(1)  Mascarpone und Zucker in einem kleinen Topf so lange zum Kochen bringen, bis sich der Zucker aufgelöst hat.

(2) Schokolade in kleine Stücke hacken, und mit dem Eigelb und Vanille zur Schokoladenmasse geben. Dann solange rühren, bis sich alles verbunden hat.

(3) Kleine Gläser mit der Creme befüllen und ca. 2 Std. in den Kühlschrank stellen.

Vor dem Servieren noch mit saurer Sahne toppen und frisch geschnittenes Obst dazu reichen.

Ich wünsche euch ein zauberhaftes Wochenende!
 Schokomousse_III
Schokocreme im Glas ist auch eine tolle Idee für ein Buffet. Es lässt sich super vorbereiten und kann ein bisschen stehen. Deshalb kommt dieses Rezept mit in den Pott der vielen kreativen Ideen für das Open Door Projekt von Bushcooks Kitchen. Was das ist? Schaut doch mal auf DIESEN Post hier – da habe ich es erklärt.
Hoffe es schmeckt deinen Gästen liebe Dorothée!
opendoor-breit

Suppenkasper

Irgendwie klappt das derzeit nicht so richtig mit dem Schreiben – Bilder habe ich schon echt viele gesammelt in den letzten Wochen, aber zum Veröffentlichen kommt es nur zu selten :-(

Aber damit ihr auch mal wieder etwas leckeres zum Nachkochen habt, hier ein ratz-fatz Suppen Rezept.
Ich hab da so meine Phasen, manchmal mache ich mir ständig Suppen und finde das einfach suuuuper praktisch, dass das so schnell geht, so gesund ist und dass ich die nächsten zwei Tage noch was auf Vorrat habe…

Brokkoliesuppe II

Manchmal dann aber wieder gar nicht und dann will nur frischen Salat mit leckeren Toppings.

Aber jetzt, wo’s nochmal so kalt wurde, da musste mal wieder ein Süppchen her. Um genau zu sein – Brokolisüppchen. Auch wenn es in der neusten LECKER Zeitschrift heißt: „Schokolade ist Gottes Entschuldigung für Brokkoli“, ich muss gestehen, manchmal mag ich die grünen Röschen. Und mit ein bisschen Raffinesse wird auch das schnöde Gemüse zu einem leckeren Abendessen!
Here we go!

Brokkolisuppe mit Sauerrahmschaum

Zutaten für 4 Portionen:

1 Brokkoli

4 mittelgroße Kartoffeln (mehlig-kochend)

ca. 500 ml Gemüsebrühe

1/2 Becher Sahne

1 Flasche Kochsahne (z.B. von Cremefine)

Saft von einer halben Limette

Salz, Pfeffer, Muskatnuss

200 ml Milch

50 ml Sauerrahm

Zubereitung

(1) Kartoffeln und Brokkoli waschen und anschließend in der Gemüsebrühe weichkochen

(2) Masse pürieren, Sahne angießen, mit Limettensaft, Salz, Pfeffer und frisch geriebener Muskatnuss abschmecken

(3) Milch und Sauerrahm mischen und mit einem Milchaufschäumer (oder mit dem Schneebesen in einem Topf) aufschäumen

(4) Suppe kurz nochmal aufschlagen und in vorgewärmte Gläser oder Teller füllen, Milchschaum darauf geben und mit frischer Kresse garnieren.

Brokkolisuppe_I

 

Habt ihr Lust, noch mehr leckere und vielseitige Rezepte zu entdecken? Dann schaut doch mal bei Küchenplausch vorbei. Hier treffen sich alle Blogger, die über Küchendinge „plauschen“ wollen ;-)

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Winter am Schloss

In München hat es uns jetzt nochmal ordentlich erwischt mit dem Winter. Dieses Jahr lässt er sich ja richtig viel Zeit und Frühling? Pah, der lässt auf sich warten. Zum ersten Mal seit Jahren hatte ich bis vorgestern noch keine Frühlingsblüher gekauft, da ich einfach nicht in Stimmung war. Dann dachte, jetzt wäre das Grau in Grau endlich mal vorbei, aber nein, der Frühling bleibt weiterhin lediglich in Narzissenform auf meiner Fensterbank.

Aber ich muss ja zugeben, wenn die Sonne scheint und der viele Schnee glitzert, dann mag ich den Winter ja schon ganz gerne. Eines schönen Wintertages hatte ich mich also aufgemacht, zu einem der wohl dankbarsten Motive für Winteraufnahmen in München – das Nymphenburger Schloss und der dazugehörige Park.

Nyphenburg V

Ich liebe es sehr dort zu sein! Das Schloss, die Parkanlagen und die Menschen, die hier spazieren oder joggen gehen, sich auf Parkbanken die Sonne auf die Nase scheinen lassen oder ganz vertieft sind, in Gespräche mit dem Partner, der Mutter oder der besten Freundin. Das Mitbekommen von Gesprächfetzen und sich seine eigenen Gedanken dazu machen – eine schöne Beschäftigung!

Als ich an jenem Tag nach längerer Zeit einmal wieder dort war, habe ich mir fest vorgenommen, wieder öfter aus dem schönen Haidhausen Richtung Neuhausen/Nymphenburg aufzubrechen. Der Weg ist es wirklich wert! Egal ob im Winter oder Sommer! Aber seht selbst … Ich habe ein paar Impressionen für euch zusammengefasst…

Nyphenburg IIINyphenburg Collage V_Schrift
Nyphenburg IX
Nyphenburg II
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Nyphenburg IV
Nyphenburg XII
Nyphenburg XI
Nyphenburg VII
Nyphenburg VI
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Nyphenburg XIII

Habt ihr auch solche Lieblingsorte? An die ihr immer wieder gerne geht? Mit denen ihr tolle Erinnerungen verbindet?

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Kleine Leckereien – Petit Fours

Ihr Lieben!

Fasching ist vorbei, der Winter auch – ähm *räusper*, eher wohl noch nicht, aber dazu später mehr *g*

Aber auch vorbei ist dieser, wie heißt er noch gleich? Ja, Valentinstag – der Tag an dem uns andere vorschreiben, dass wir Liebe ausdrücken sollen – in überteuerten Rosen, Pralinen und anderen Geschenken. Ich bin ja wirklich gar kein Fan von solch kommerziellen Tagen und so bekommt ihr auch erst heute eine Idee von mir, wie man mit einer süßen Kleinigkeit jemandem eine Freude machen kann. Abgesehen vom Partner freuen sich nämlich auch beste Freundinnen, die Mama (natürlich auch der Papa) und die Kollegen über Dinge, die den Tag versüßen.

 
Petit Four Collage_schrift

Doch wie kam ich auf die Idee, Petit fours zu machen – Cake Pops sind doch derzeit viel mehr im Trend….

Petitfour II

Dazu eine kurze Hintergrundgeschichte:

Schon als kleines Mädchen habe ich mir beim Bäcker zur Faschings(Valentinstags)zeit die Nase an der Auslage platt gedrückt um all die vielen tollen bunten Küchlein zu bewundern. Und wenn ich einmal gaaaaanz brav war (was nicht so häufig vorkam *g*) durfte ich mir sogar eines dieser kleinen Törtchen aussuchen – ein Petit Four.

In den letzten Jahren hat sich das dann mit dem brav sein ganz aufgehört und so wurde kurzer Hand letztens einfach selbst ausprobiert. Was ein Unterfangen… Geduld ist ja nicht wirklich meine Stärke… Doch die braucht man unbedingt! Und da ich mich und meine kleine Schwäche kenne, habe ich es mir ein klein wenig einfacher gemacht und vorwiegend mit Fertigprodukten gearbeitet. Manchmal darf das auch sein *g*

Petit Four IV

Auf los gings los und ich habe folgende Zutaten verarbeitet:

Petit Fours

Zutaten für ca. 50 Stück

2 Wiener Bisquitböden

1 Glas Fruchtgelee (je nach Geschmack)

1 Marzipandecke

4 EL Zitronensaft

800 g Puderzucker

4 Eiweiß

rote, grüne und blaue Lebensmittelfarbe

Zuckerschrift zum Verzieren

Zubereitung:

(1) Einen Bisquitboden dick mit Gelee bestreichen, den zweiten Boden daraufsetzen

(2) Marzipandecke über die Bisquitböden legen und leicht andrücken

(3) Mit einem scharfen (!) Messer kleine Würfel ausschneiden

(4) Eiweiß steifschlagen, Puderzucker und Zitronensaft hinzugeben. Nach und nach Lebensmittelfarbe zugeben, bis die gewünschte Farbe erreicht ist. (Wer verschieden farbige Petit fours herstellen möchte, teilt die Eiweißzuckermasse und färbt sie unterschiedlich ein.)

Eventuell einige kalte Wasserspritzer zugeben, bis die Masse so zähflüssig ist, dass sie sich gut auf die Kuchenwürfel verteilen lässt. (Achtung, wirklich nur WasserSPRITZER zugeben, sonst wird die Masse schnell zu flüssig)

(5) Jetzt geht es los mit der „Batzerei“. Jedes einzelne Petit Four nun mit der Glasur bestreichen. Tauchen ist schwierig, da sonst viele Krümel in der Glasur sind und das dann auf den Küchlein nicht mehr gut aussieht. Am besten eine gute Playlist starten und das ganze als Meditation betrachten.

(6) Glasur antrocknen lassen und die Petit Fours mit Zuckerschrift verzieren. Am besten dann über Nacht trocknen lassen.

Fertig sind sie nun, die kleinen Teilchen. Süß und lecker und können auch noch ein paar Tage später vernascht werden, wenn jemandem die Menge auf einmal zu viel ist!

Petit Four III

Faschings Amerikaner

Gerade sitze ich in meiner Küche und warte darauf, dass das Backwerk im Ofen bald fertig ist (was das ist, darf ich noch nicht verraten *g* ) . Und da dachte ich mir, ich zeige euch endlich mein Rezept für den Endspurt der Faschingszeit.

Fasching I

Vor zwei Wochen etwa saß ich da und überlegte, was ich euch schönes zur Narrenzeit präsentieren könnte. Ich grübelte und grübelte und schwups, da war sie, die Idee: es sollten Amerikaner aus meinem allerersten Backbuch werden.

Zu gerne erinnere ich mich an die Zeit, als ich in der elterlichen Küche meine ersten Backversuche machte und stets von Maus und Elefant begleitet wurde.

Maus und Elefant? Elefant im Porzellanladen? Kuscheltiere im Teig? Aber nicht doch! Die treuen Begleiter waren die Hauptfiguren der Sonntagmittagsendung der ARD.

Armin und Christoph erklärten (und ich glaube das tun sie heute noch) bei der Sendung mit der Maus ja immer kindgerecht erstaunliche und alltägliche Dinge des Lebens und weil ich scheinbar so begeistert von diesem TV Format war, bekam ich zum 7. Geburtstag folgendes Backbuch geschenkt:

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Nach dem Gedankenblitz rief ich sofort meine Mutter an und bat sie, mir das Buch herauszusuchen und es wurde beim nächsten Treffen überreicht. Sofort wusste ich wieder, wie toll diese Geschenkidee damals war und stellte fest, dass das Buch so herrlich zeitlos ist.

Seit ich sieben war, ist ja schon ein klein wenig Zeit vergangen, aber wenn ich so durchblättere muss ich sagen: sehr schön! Kindgerecht, nicht zu spießig in der Aufmachung und tolle Fotos! Ganz nebenbei kamen natürlich auch viele, viele Erinnerungen hoch, die mich sehr erfreuten. Kennt ihr das auch?
Das Backen mit der besten Freundin nach der Schule, die ersten Muffins für Oma’s Geburtstag und eben das Rezept für das Lieblingsgebäck des Lieblingsbruders: Amerikaner.

Fasching_II

Voller Vorfreude packte ich alle wichtigen Zutaten in meine Wochenendtasche und nutze den verschneiten Samstag zum Backen.
Ganz schnell sind alle Zutaten zusammengerührt und aufgehen tun sie sowieso von alleine. Lediglich das Bestreichen mit Zuckerguss erfordert ein klein wenig Geduld, aber die Mühe lohnt sich! Familie und Kollegen sind begeistert – lassen sie sich doch so einfach mit der Hand essen – zum Frühstück oder zum Kaffee am Nachmittag – ein Allrounder eben.

Wer eine kleine Faschingsfeier veranstalten möchte, oder wer nach ausgiebigem Feiern was Süßes vor dem Schlafengehen braucht, der sollte sich ganz schnell an die Rührschüssel stellen und nachbacken.

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Amerikaner von der Maus

Zutaten für ca. 20 Amerikaner

250 g weiche Butter

250 g Zucker

2 Päckchen Vanillezucker

1 größere Prise Salz

4 Eier

2 EL Zitronensaft

540 g Mehl

2 TL Backpulver

Für den Guss:

300 g Puderzucker

Saft von 1 Zitrone

Zubereitung:

(1) Den Backofen auf 180°C (Umluft 160°C) vorheizen. Ein Backblech mit Backpapier auslegen.
(2) Butter in einer Schüssel cremig rühren und nach und nach Zucker, Vanillezucker, Salz, Eier und Zitronensaft zugeben.
(3) Mehl und Backpulver dazugeben und alles zu einem relativ festen Teig vermengen. (Der Teig muss ziemlich fest sein, damit die Amerikaner nicht zerlaufen. Falls er zu weich ist: noch etwas Mehl dazugeben)
(4) Mit einem Esslöffel Portionen mit ca. 5 cm Durchmesser auf das Blech setzen. Dazwischen reichlich Platz lassen, da die Amerikaner noch auseinander gehen.
(5) Danach das Blech in den Ofen auf die mittlere Schiene schieben und ca. 14 Minuten lang backen, bis sie leicht gebräunt sind.
(6) Die ersten Amerikaner nach kurzem Auskühlen auf einen separaten Teller geben und das Ganze so lange wiederholen, bis der gesamte Teig aufgebraucht ist.
(7) Wenn alle Küchlein fertig ganz ausgekühlt sind, Guss anrühren. Dafür erst Puderzucker in eine Schüssel geben und nach und nach Zitronensaft dazugeben, bis eine zähe Masse entsteht. Damit dann die Amerikaner bestreichen und trocknen lassen.

Und, was backt ihr so? Habt ihr schonmal Krapfen selbst ausprobiert? Da habe ich mich irgendwie noch nicht drangewagt…

Wünsche euch eine tolle Faschingszeit!

Eure Amelie

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