Post aus meiner Küche – meine erste Runde

PAMK Päckchen

Wie ich ja schon kurz erwähnt habe, war ich Ende November mit am Start, als es hieß – Schicken wir uns alle süße Weihnachtsleckereien!

Wir uns alle? Na klar!

Denn drei bezaubernde Bloggerinnen aus dem hohen Norden (Jeanny, Rike und Clara) haben sich Anfang diesen Jahres überlegt, dass es doch eigentlich noch mehr Spaß machen würde, nicht immer nur für sich, seine Familie und Freunde zu backen, sondern auch andere zu beglücken. Ganz nach dem Motto „Glück verdoppelt sich, wenn man es teilt“ haben sie die Idee „Post aus meiner Küche“ ins Leben gerufen damit viele Leckereien aus kreativen Küchen per Post in andere Küchen transportiert werden und sich zudem die jeweiligen Künstler auch kennenlernen – ein kultureller Austausch wenn man so möchte *g*

Glück verdoppelt sich wenn man es teilt

So wird also alle zwei Monate auf der Homepage des Projekts ein neues kulinarisches Thema bekannt gegeben. Per Anmeldeformular kann man sich dann anmelden und erhält ein paar Tage später die Kontaktdaten seines Tauschpartners per Mail gesendet. Kurz nimmt man Kontakt zu selbigem auf und verschwindet dann erst mal mit vielen Büchern oder Zeitschriften zur Inspiration auf dem Sofa. Die Speichelproduktion wird kräftig angekurbelt und kann nur noch mit sofortigem Herstellen von leckeren Produkten in der Küche gestoppt werden. Ausprobieren, verfeinern, noch mehr rühren, kochen, backen und schwupp sind alle Leckereien fertig und warten ungeduldig darauf, in ein wunderschön und mit viel Liebe verpacktes Geschenk verwandelt zu werden. Fertig und ab auf die Post damit!

Es folgt gespanntes Warten auf das Päckchen der Tauschpartnerin (Stunden können zu Tagen werden). Beide sind hyperglücklich wenn sich endlich der Postbote nähert (und nicht schon alles selbst vernascht hat), das Päckchen wird aufgerissen, ein kleiner Luftsprung gemacht und gestrahlt.

Bevor es dann ans Probieren geht, noch schnell Fotos schießen und dann aber schnurstracks an einen geheimen Ort setzten und genüsslich alles verspeisen. (Alle Angaben sind nur eigene Erfahrungen und Gefühle *g*) So die Theorie. Auch hier nochmal erklärt.

Nachdem ich mich die ersten drei Mal nicht getraut habe mitzumachen (ja, ich gebe es zu), konnte ich beim Thema „In der Weihnachtsschickerei“  einfach nicht nein sagen! Zu schnell kamen mir mein Lieblingskinderlind in den Kopf und dort auch nicht mehr raus. Hinzu kamen viele Ideen was ich denn in das Päckchen reinpacken könnte. Diese wurden schlussendlich Ende November finalisiert, gebacken, gemischt, verpackt und verschickt. Für meine liebe Tauschpartnerin Katrin ging dann folgendes Paket in die Post:

Pamk 1

Husarenkrapferl (nach dem Hausrezept meiner Mama)

 Husarenkrapferl

Orangenzucker

 Orangenzucker

Weihnachtliche Orangentrinkschokolade

 Orangenschokolade

Und dazu passende „Haferl Platzerl“

 Haferlplatzerl

Im Gegenzug überreichte mir der Postbote ein tolles Paket von Katrin mit einem Teller vieler leckeren Plätzchen, einer sündig guten Schokoladensalami, ein Glas Schoko-Maroni-Creme und Weihnachtsgelee. Mmmmmh!!!! Vielen Dank liebe Katrin! Ich habe mich sehr gefreut!

An dieser Stelle möchte ich einmal „Danke“ sagen an die tollen Mädels von Post aus meiner Küche! Dass ihr neben euren so außergewöhnlich schönen Blogs und anderen Engagements dieses Projekt auf die Beine gestellt habt und den immer größer wachsenden Teilnehmerzahlen des Projektes Herr werdet – ich bin einfach beeindruckt! Macht weiter so und ich freue mich auf die nächste Runde!!

Da war aber viel los…

Weihnachtscollage_schrift

… in der letzten Woche und ich hatte überhaupt keine ruhige Minute, um davon zu berichten.

So wird jetzt also nach und nach vom Projekt Post aus meiner Küche, vom Adventskranzbinden und einem Dinner mal vier berichtet.

Zur Einstimmung ein kurzer Blick auf die Karte des Menüs am Sonntag! Welches Rezept möchtet ihr zuerst sehen?

Menü zum ersten Advent

Habt eine schöne erste Adventswoche!

Eure Amelie

Natur genießen und entspannen – ein tolles Herbstwochenende

Ein verlängertes Wochenende am Achensee ist vorbei… Neben purer Entspannung habe ich auch die schöne Herbstnatur bei traumhaftem Wetter genießen können.

Das Licht war einfach perfekt zum fotografieren und wenn man Zeit hat, entdeckt man so schöne Details und kann zum Beispiel unterschiedliche Naturmaterialien vergleichen… 

Oder auch einfach mal bewusst nach oben und unten schauen…

 

Natürlich wurden auch zahlreiche Backzeitschriften durchgeblättert und die passenden Ideen für das Projekt Post aus meiner Küche gefunden. Morgen heißt es dann ran an den Herd – ich freue mich schon!

Was  ich mir so ausgedacht habe und zu einem Päckchen zusammenstelle zeige ich euch noch diese Woche!

 

 

Novembermenü

Nachdem die Küche durch die Schoko-Ingwer-Orangen Gugl am vorletzten tristen November Sonntag schon auf Hochtouren lief, wurden die Schneidebretter und scharf gewetzten Messer nun für Deftiges hart rangenommen. Ziel war, unsere am Vortag eingekauften Leckereien zu
einem leckeren „Dinner mal drei“ zu verwandeln.

„Es ist Herbst, die warmen Tage sind vorbei und somit auch die Zeit für leichte Kost“, dachte ich mir vor dem Samstagvormittagritual (das Blättern durch meine geliebten Kochbücher und Zeitschriften). Selbiges wurde an jenem Samstag erheblich verkürzt, als ich das neue LECKER Christmas Heft aufschlug.

Innerhalb weniger Minuten war das Wunschmenü zusammengestellt, der Einkaufszettel geschrieben und Nachmittags wurde am Viktualienmarkt und im Supermarkt fleißig eingekauft.

Sonntagnachmittag, holten wir dann alles aus dem Kühlschrank, schnippelten, brutzelten, kochten und warteten. Das Ergebnis war schlussendlich folgendes Menü:

Zum Nachkochen kommen hier alle Zutaten und eine Anleitung für‘s Zubereiten. (Inspiration waren Rezepte aus dem LECKER Christmas, die jedoch mit ein paar zusätzlichen Zutaten abgewandelt wurden)

Den, nach meinem Geschmack, passenden Wein habe ich zu jedem Gang als WEINBEGLEITUNG gekennzeichnet.

 Vorspeise:

Maronencremesuppe mit Jakobsmuscheln

Zutaten für 4 Personen:

Ca. 100 g Knollensellerie

200 g Maronen (vakuumverpackt)

1 mittelgroße weiße Zwiebel

1 Knoblauchzehe

2 EL Butter

Salz, Pfeffer, Zucker

2 EL Portwein

800 ml Hühnerfond oder 3 EL Hühnerbrühe Pulver auf 800 ml Wasser

100 g Schlagsahne

1 Messerspitze Anispulver

1 Prise Muskatnuss

100 g Sahne

4 Jakobsmuscheln

2 EL Butter

2 EL Frischkäse

4 cl Gin

2 cl Vermont

Cayennepfeffer

Zubereitung:

(1) Den Knollensellerie, die Zwiebel und den Knoblauch kleinschneiden.  Mit den Maronen und 2 Esslöffel Butter in einem Topf anbraten und mit Salz und Pfeffer würzen. Danach mit Portwein ablöschen und die Brühe angießen. Nun ca. 25 Minuten kochen lassen (so lange, bis alles weich ist).

(2) Mit einem Pürierstab die Masse zerkleinern  und die Suppe durch ein feines Küchensieb passieren.

(3) Sahne angießen, mit frisch geriebener Muskatnuss, Anispulver, Gin und Vermont abschmecken und nach Belieben noch Frischkäse hinzugeben. Wer die Suppe flüssiger möchte, gibt noch mehr Brühe oder Sahne hinzu.

(4) Butter in einer Pfanne heiß werden lassen und in der Zwischenzeit die Jakobsmuscheln abbrausen und trockentupfen. Anschließend die feinen Muscheln  von jeder Seite ca. 2 Minuten anbraten bis sie eine goldgelbe Farbe haben. (Beim Braten tritt Zucker aus, welcher der gebratenen Jakobsmuschel  ihr unverwechselbares Aroma verleiht).

(5) Die Suppe kurz noch einmal mit dem Schneebesen aufschlagen und in die vorgeheizten Teller gießen. Jakobsmuschel in die Mitte setzen und fertig ist eine leckere Vorspeise.

WEINBEGLEITUNG:
Getrunken haben wir einen gut gekühlten weißen Portwein (Extra Dry White von Dows). Ebenso passt aber auch ein Muskateller vom Kaiserstuhl.

TIPP:
Die Suppe lässt sich sehr gut vorbereiten und kann kurz vor dem Servieren noch einmal warm gemacht und mit dem Zauberstab oder einem Schneebesen aufgeschlagen werden.

Hauptgang

Wildstroganoff mit Pilzen und Rösti

Zutaten für 4 Personen:

700 g Wildfleisch (Schnitzel oder Filet vom Hirsch oder Reh)

500 g gemischte Pilze (z.B. Austernpilze, Egerling, Champignons)

2 rote Zwiebeln

3 Cornichons

Ca. 4 EL Öl

200 ml Rosé Wein

200 g Schmand

Für die Marinade:

200 ml Rotwein

6 Wachholderbeeren

6 rosa Beeren (zu kaufen z.B. hier)

Korianderpulver

Für die Rösti:

500 g Kartoffeln

Salz, Pfeffer

3 EL Butterschmalz

Zubereitung:

(1) Wachholderbeeren, rosa Beeren und Korianderpulver in einem Mörser zerstoßen und das Wildfleisch mit dieser Mischung reinreiben. In eine Schüssel geben und mit Rotwein aufgiesen.  Anschließend  im Kühlschrank mindestens 3 Stunden ziehen lassen.

(2) Nachdem das Fleisch die Marinade aufgenommen hat,  kurz im Ganzen in Öl anbraten, den Sud dazugeben und 1 Stunde auf niedriger Stufe köcheln lassen. Danach aus der Pfanne holen, abtropfen lassen und in 1,5 cm lange Streifen schneiden.

(3) Während das Fleisch vor sich hin köchelt die Kartoffeln schälen und grob raspeln. Nach 5 Minuten ausdrücken und in einer Schüssel mit Salz und Pfeffer würzen sowie Mehl zum binden dazugeben.

(4) Die Pilze und die Zwiebel kleinschneiden und sobald das Fleisch fertig ist in einer tiefen Pfanne anbraten. Das Hirschgeschnetzelte hinzugeben, mit trockenem Rosé (Weißwein ist auch möglich) ablöschen und mit Salz und Pfeffer würzen.

(5) Nun kleine Portionen der Kartoffelmasse mit einem Löffel in eine Pfanne mit heißem Butterschmalz geben und von beiden Seiten goldbraun ausbacken.

(6) Dem Stroganoff in der Zwischenzeit den Schmand hinzugeben und abschmecken.

(7) Rösti aus der Pfanne nehmen und auf einen Teller mit einem Küchenpapier legen, sodass überschüssiges Fett aufgesogen wird

(8) Alles auf  im Ofen vorgewärmte Teller anrichten.

WEINBEGLEITUNG: Zum Wildstroganoff tranken wir einen Rotwein Santa Christina. Ebenso gut passen andere kräftige Rotweine wie Merlot, Cabarnet Sauvignon oder Bordaux.

  Dessert

Aprikosen-Frischkäse-Eis

Zutaten für 6 Stück:

150 ml Apfelsaft

100 g getrocknete Softaprikosen

200 g Sahne

1 frisches Ei (Gr. M)

60 g Zucker

100 g Frischkäse (Doppelrahm oder mager)

1 EL Zitronensaft

Eingelegte Orangenfilets

2 Orangen

6 cl Grand Marnier

Eine Prise Zimt

 Lebkuchen kleingeschnitten

Zubereitung:

(1) Apfelsaft aufkochen und die Aprikosen in einer kleinen Schüssel damit übergießen anschließend mindestens 1 Stunde einweichen und ziehen lassen. Danach Aprikosen samt Saft mit einem Stabmixer fein pürieren.

(2) Sahne steif schlagen. Ei trennen. Eigelb und 30g Zucker mit dem Schneebesen des Rührgeräts hellcremig aufschlagen. Frischkäse und Zitronensaft unterrühren.

(3) Eiweiß steif schlagen, dabei die restlichen 30 g Zucker einrieseln lassen.

(4) Erst Sahne, dann Eischnee unter die Frischkäsecreme heben.

(5) In Silikonförmchen füllen,das Aprikosenpüree daraufträufeln und mit einem Löffel in die Creme einrühren.

(6) Im Gefrierfach mindestens 4 Stunden einfrieren.

(7) In der Zwischenzeit die Orangen filetieren und in einer Schüssel mit Zimt und Grand Marnier einlegen.

(8) Kurz vor dem Servieren Lebkuchen in kleine Würfel schneiden und das Eis zusammen mit den Orangen anrichten.

WEINBEGLEITUNG:
Zum Dessert haben wir einen roten Portwein (Late Bottled Vintage Port von Graham’s) getrunken.  Es würde gut ein anderer Süßwein, Eiswein oder ein milder Marillenschnaps (z.B. von Prinz) passen.

Viel Spaß beim Kochen und guten Appetit!