Ferienregion Kronplatz – ein Wochenende voller Genuss und Naturerlebnissen 

Wir ihr vielleicht wisst, ist Südtirol seit jeher mein Energieort, wenn es darum geht mal schnell ein paar Tage dem Alltag zu entfliehen. Ich liebe die Mischung aus südländischem Lebensgefühl und alpiner Landschaft. Bislang trugen mich meine Südtirol-Reisen immer in die Gegend rund um Bozen und Meran – Apfelernte, Weinernte, Törggelen – bislang war ich immer im Herbst da. Dieses Jahr hat es mich das erste Mal im Sommer nach Südtirol verschlagen. 

Und seit meiner letzten Reise im Juni weiß ich, dass ich eine andere Gegend Südtirols bislang sträflich vernachlässigt und unterschätzt habe: Den Kronplatz. Auf Einladung der Tourismusbehörde durfte ich vier Tage in den Dolomiten verbringen und habe diese für mich völlig neue Gegend binnen kürzester Zeit lieben gelernt. Vier Dinge haben mich dabei besonders begeistert:

Die Menschen

Meine erste Begegnung mit dem Kronplatz findet am Donnerstag Nacht gegen Mitternacht statt. Wir reisen spät an und werden trotz später Stunde von der Familie Baumgartner herzlich begrüßt. Sie haben in St.Vigil ein altes Schloss zu einem Agriturismo umgebaut und von der ersten Sekunde an fühle ich mich wohl.

Unser Apartment ist schön geräumig und in warmen Farben und viel Holz gehalten. Ein Wohnraum samt kleiner Stube und Küchenzeile sowie ein großzügiges Schlafzimmer mit Erker in dem eine Ausziehcouch steht. Das bequeme Bett zieht mich magisch an, ich atme kurz vor dem Einschlafen den feinen Zirbenholzgeruch, der durch die Wohnung zieht, ein, verfalle in einen tiefen Schlaf (in den Bergen schlafe ich einfach immer am besten) und tanke Kraft für die folgenden aufregenden Tage.

Die Herzlichkeit, die ich am Anreise-Abend gespürt habe, setzt sich beim Frühstück fort. Wir werden königlich umsorgt, mit tollen hausgemachten Produkten und südtiroler Gastgeber-Qualitäten. Die Eier kommen aus dem Stall nebenan, die Säfte sind von der Oma, der Obstsalat ist mit eigenem Holundersirup aromatisiert und wenn die Kälbchen mal weniger Durst haben, kommt auch die Milch aus eigener Produktion.

Das Ciastel ist für uns die Basis für vier tolle Tage, an denen man Abends auch gerne wieder nach Hause kommt.

Denn: Auch das Abendessen im Ciastel ist hervorragend. Unser Highlight: Die sensationellen Schlutzkrapfen mit karamellisiertem Mohn, aus den Mohnblüten vor der Tür.

Der Umgang mit den Tieren

Als wir am Abend des ersten Tages am Stall der Familie Baumgartner vorbeischlendern ruft uns Sohn Michael hinein. Er zeigt uns seine Kühe und Rinder und ich darf ein Kälbchen mit frisch gemolkener Milch füttern. Ein Glücksmoment, der für Dorfkinder vielleicht ganz normal, für mich als Städterin aber ganz und gar nicht zum Alltag gehört.

Die Tiere hier haben Namen, Auslauf und bestes Futter. Man könnte fast meinen, sie gehörten zur Familie. Dieser Eindruck verstärkt sich sogar, als uns Michael am nächsten Tag mit zur Waldweide der Tiere nimmt. Dort dürfen sie sich auf die Zeit auf der Alm vorbereiten – quasi damit der Schock nicht zu groß ist. Toll, wie sich hier um die Tiere gekümmert wird – da will man gerne Kuh sein.

Ein ähnliches Erlebnis habe ich auch beim ladinischen Kochkurs in der Osteria Plazores (ein ausführlicher Blogbeitrag folgt bald). Köchin und Gastgeberin Uli isst selbst keines ihrer Tiere. Da muss ihr Mann zum Abschmecken ran, so eng ist das Verhältnis zwischen Mensch und Tier dort. Immer wieder begegnen wir auf unseren Touren Kühe zwischen den Bäumen in den Wäldern. Selten habe ich so viele so glückliche Tiere gesehen.

Die Landschaft

Die Landschaft am Kronplatz hat mich direkt in ihren Bann gezogen. Die malerischen, grasbewachsenen Hügel werden hier immer wieder von den schroffen Felswänden der Dolomiten unterbrochen. Einen Tag spazieren wir am Bachlauf entlang und gewinnen einen ersten Eindruck von der Landschaft. Immer wieder kommen uns Radfahrer entgegen und wir erkundigen uns, was hier noch so geboten ist. Man rät uns, ein E-Bike auszuleihen und in den Naturpark Fannes zu radeln. Gesagt getan.

Auf unserer Mountainbiketour hinauf in den Naturpark Fanes erleben wir den Übergang von Wiesen und Weiden in eine karge aber faszinierende Felslandschaft. Ganz oben angelangt, erwarten uns dann wieder Bergwiesen und Seen – ein Anblick, der sich schwer beschreiben lässt. Schaut euch diese Bilder an. Mehr Berg-Glück geht nicht! Kleine Gebirgsbäche schlängeln sich den Weg durch die Hochebene und wir machen Rast an der Fanes-Hütte bei feinem Kaiserschmarrn und Maccaroni mit Salsiccia. Die steilen Zacken der Dolomiten machen diese Landschaft für mich einzigartig schön.

Das Essen

Schlutzkrapfen und Knödeltris sind ja für mich allein Grund genug immer wieder nach Südtirol zu kommen. Der Aufenthalt am Kronplatz hat mir allerdings noch einen tieferen Einblick in die Südtiroler Küche gegeben. In einem ladinischen Kochkurs bereiten wir die heimische Spezialität zu: Canci Checi. Das sind knusprige Schlutzkrapfen aus Kartoffel-Hefeteig mit verschiedenen Füllungen.


Auf der Soleseid-Alm esse ich die besten Schlutzkrapfen meines Lebens und das erwähnte Mohn-Topping im Ciastel werde ich auch nicht vergessen. Auf dem Heimweg stoppen wir noch bei Lerchner’s in St.Lorenzo und sind völlig fasziniert von der außergewöhnlichen Speisekarte. Es gibt Hischcarpaccio mit grünem Apfel-Sorbet, Tatar mit Basilikum-Panna Cotta und Blutwurst-Gröstel.

 

Kurzum: Der Kronplatz hat die Südtiroler Küche, die ich ja ohnehin schon sehr schätze, für mich auf ein neues Niveau gehoben. Viele gute Gründe für mich, ganz bald wieder hierher zu kommen.

Meine Tipps vom Kronplatz im Überblick:

Übernachten: Agriturismo und Klimaresort Ciastel 

Ladinischer Kochkurs: Bei der Uli im Restaurant Plazores

Mountainbike ausleihen: Adrenaline Adventures in St. Vigil

Mountainbiken im Fannes Naturpark

Stärkung im Naturpark Fannes: Fannes Hütte

Beste Schluzkrapfen mit Aussicht: Restaurant Soleseid 

Stärkung zur Heimfahrt: Hofschänke Lerchner’s  

 

 

Hinweis: Dieser Artikel ist Teil einer Kooperation mit der Region Kronplatz in Südtirol. Danke für die Einladung in diese wunderschöne Region. Meine Meinung wurde nicht beeinflusst.

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