Feucht fröhlich durch den Schwarzwald

Die Weinwanderung war schon seit Monaten geplant. Wir malten uns aus, wie wir das erste Mal mit Shorts und Sonnenbrille durch die frisch sprießenden Weinreben wandern würden, uns einen Sonnenbrand einfangen und den Tag bei einer lauen Mainacht in Freiburg ausklingen lassen.

Doch seit Ende April war klar: das wird so nicht klappen. Frost in den Weinbergen und die Wettervorhersage für das anberaumte Wochenende: nass und kalt.

Regen im Mai – na und? Dem Wetter trotzen

Doch wir ließen uns nicht abhalten, aßen brav alle unsere Teller auf, drücken die Daumen und fuhren Freitagabend gen Südwesten. Hallo, Freiburg ist die sonnigste Stadt Deutschlands, das wird schon alles gut werden.

Samstagmorgen dann alles grau in grau und als wir am Bahnhof ankommen fallen schon die ersten Regentropfen. Pah, na und? Die Regenjacke war im Rucksack und wurde zusammen mit dem ersten Glässchen Wein ausgepackt. Die Stimmung: euphorisch und voller Freude, dass sich alle Freunde endlich mal wieder sehen.

Es gibt kein schlechtes Wetter

Wir liefen los und erreichten die erste Aussichtsplattform. Aussicht gab es zwar nicht viel, aber einen zweiten Schluck Wein und ein Gruppenfoto. Fröhlich wanderten wir den malerischen Weg durch Waldstücke und Weinberge entlang. Immer im Gepäck: die Vorfreude auf die bevorstehende Weinprobe.

Doch auch der Moment, als wir den Regenschirm auspacken mussten, weil es mittlerweile in Strömen regnete, war nur halb so schlimm, denn jeder vernaschte parallel eine Erdbeere von den frisch gekauften Früchten vom Obststand am Wegesrand. Hallo Landidylle.

Ich entdeckte auch wieder viele spannende Dinge in der Natur. Unteranderem das zweite Stadium einer Buche nach der des Buchenkeimlings… Habt ihr meinen Artikel zu den essbaren Buchenkeimlingen gelesen?

In der Winzergenossenschaft Ihrigen angekommen wurden wir dann direkt mit dem flüssigen Beerenaroma eines Spätburgunders begrüßt bevor wir im Keller von der Herstellung und Lagerung der 1,5 Millionen Liter Wein unterrichtet wurden. Eine Weinprobe zum Abschluss stärkte uns für den abermals verregneten Marsch zur Straußenwirtschaft. Meine persönliche Vorfreude: Flammkuchen und Bibliskäs mit Bregele und elsässer Wurstsalat. Ich liebe es einfach, die Traditionsgerichte einer Gegend zu verkosten!

Flammkuchen

Bibliskäs, Bregele und Wurstsalat

Gut aufgewärmt traten wir dann den letzten Regenlauf zum Bahnhof an. Stimmung: immernoch hervorragend! Im Zug die Füße ausstrecken, kurz entspannen bevor es dann zu einem Absacken in eine Freiburger Bar ging. Ein rundum gelungener Tag.

Das Restaurant Spielweg im Münstertal

Den Sonntag machten wir uns kulinarisch schön und besuchten das in Gourmetkreisen wohl bekannte Restaurant Spielweg. Idyllisch im Münsterland gelegen serviert Familie Fuchs hier regionale Spezialitäten und selbst hergestellte Delikatessen wie selbstgemachte (Wildschein)-Wurst und selbstgebrannten Gin.

Den regenlosen Moment nach dem Essen nutze ich für einen Spaziergang durch das Münstertal und genoss die kräftigen Grüntöne der Natur – ein Geschenk des Monats Mai!

Wo wir noch einen Zwischenstopp auf dem Heimweg einlegten? Das erzähle ich Euch bald!

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