Mountainbiken durch den Naturpark Fannes am Kronplatz


Was wäre ein langes Wochenende ohne ein angemessenes Outdoor-Programm? Im Juni verbrachte ich vier Tage am Kronplatz (den Gesamtüberblick lest ihr HIER) und habe mich neben einem ordentlichen Genussprogramm auch so richtig sportlich verausgabt. Dass man in einer der schönsten Regionen im Norden Italiens toll wandern kann, brauche ich euch nicht erzählen. Ich habe aber zum ersten mal ein E-Bike ausprobiert. Meinen Erfahrungsbericht lest und seht ihr heute, auch in Videoform, hier.

Warum lohnt sich ein E-Bike?

Bisher dachte ich ja immer, E-Biken sei etwas für Rentner, aber der Weg hinauf in den Fanes Naturpark hat mich da eines besseren belehrt. Von wegen lässiges sich fahren lassen und nur die Landschaft genießen. In den steilen Kurven durch Schotter und Geröll hinauf zum Gipfel war ich wirklich froh um den kleinen Motor, den ich zuschalten konnte. Puh, das war eine anstrengende Tour – in etwas mehr als zwei Stunden von unserer Unterkunft in St. Vigil hinauf zur Fanes Hütte.

Am Anfang geht es einen Bachlauf entlang durch schattigen Wald. Der Weg scheint easy zu sein. Breit und flach. Irgendwann kommt dann der erste Trail. Ganz schmal über Wurzeln und größere Steine holpere ich entlang und erahne, was mich noch so erwarten könnte. Eine große Lichtung, weite Felder und die ersten großen Felsen an der Seite. Hm… geht es doch leichter weiter als gedacht? Im nächsten Waldstück begegnen mir auf einmal ganz viele Kühe und ich entdecke Rastplätze neben der Straße, die ich vor kurzem auch schon gekreuzt habe.

Radfahren in Südtirol

Flashback – Ich erinnere mich an meine Reise durch Kalifornien. Dort sehen die Naturparks ähnlich aus. Der Radlweg wird nun langsam etwas steiniger. Einmal muss ich sogar absteigen um im Kies nicht stecken zu bleiben. Fahre ich hier wirklich durch ein ausgetrocknetes Flussbett – es scheint ganz so. Der Weg führt auf einmal ganz nah an der Straße entlang bis ein großes Gebäude auftaucht. Hier endet der normale Straßenverkehr und ich bleibe ganz der Natur überlassen. Wow, der Berg, der vor mit liegt ist beeindruckend… Ich strample und strample, ich schalte den Motor auf die Turboeinstellung und frage mich ernsthaft, wie man das ohne schaffen soll… Ich konzentriere mich auf den Weg voller Geröll, atme schwer und genieße nebenbei die Landschaft so gut es eben geht wenn einem die Schweißperlen in die Augen tropfen. „Wann kommt endlich diese Hütte??“, frage ich mich in immer kürzeren Abständen. Ich checke das Handy, doch hier ist kein Empfang. Ich vertraue auf all diejenigen, die mir entgegen kommen und denke: die haben das doch auch nicht gemacht, ohne sich zwischendrin zu stärken… Ein kleines Schild am Wegesrand bestätigt, dass es hier wohl wirklich eine Hütte gibt. Ich trete weiter in die Pedale.

Fannes Hütte am Kronplatz

Kehrwenden, Kurven und dann – die langersehnte Fanneshütte! Beim Absteigen kippe ich fast zur Seite um, so zittrig sind meine Knie. Erschöpft aber glücklich bleibe ich einen Moment bei meinem Rad sitzen und blicke mich um. WOW, dafür hat es sich auf jeden Fall gelohnt. Eine kühle Schorle und Hüttenmaccaroni retten meinen Blutzuckerspiegel und das Grinsen im Gesicht wird immer breiter. Ich realisiere, was ich geschafft habe und bin stolz auf mich.

Wirklich atemberaubend war dann der Weg hinab ins Tal. Die selbe Strecke, ohne Motor, dafür mit ganz viel Brems-Arbeit. Das war es aber allemal wert. Die Aussicht hinab auf die sich auftürmenden Felswände, in denen man jede einzelne Schicht erkennt, hat mich nachhaltig beeindruckt. Zusammen mit der Sonne fuhren wir dem Horizont entgegen und lassen uns den Fahrtwind um die Ohren wehen. In den lichten Wäldern stehen immer noch die Kühe. Sie grasen und muhen vor sich hin. Ich tanke mich jedem Meter Energie und lasse das Licht und die Landschaft auf mich wirken. Ein wundervoller Tag in der Natur!

Wer auch Lust auf Mountainbiken am Kronplatz hat, der kann sich auf der Website http://www.kronplatz.com/de/sommer/mtb informieren.

Hinweis: Dieser Artikel ist Teil einer Kooperation mit der Region Kronplatz in Südtirol. Danke für die Einladung in diese wunderschöne Region. Meine Meinung wurde nicht beeinflusst.

Ein großer Dank gilt auch an den Fotograf und Videojournalist David!

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2 Kommentare

  1. WoMolix says:

    Der Kronplatz ist bei mir eher als Skiregion im Gehirn gespeichert. So wäre ich wohl kaum auf die Idee gekommen dorthin einmal im Sommer eine Tour zu machen, denn, so meine Erfahrung, sind Turbo-Skiregionen oft für den Sommertourismus versaut. Paradebeispiel dafür ist für mich Ischgl in Österreich. Man sollte aber seine Vorteile von zur Zeit zu Zeit immer mal wieder überprüfen. 😉
    Danke für den Tipp…
    Lg WoMolix

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