Schweinebraten ohne Schwarte mit Kräuterspätzle

Der Sommer verabschiedet sich so langsam, der Herbst zieht in die Lande. Die Zeit von leichten Gerichten die die Bikinifigur unterstützen ist vorbei und wir brauchen was für die Seele, zumindest manchmal :)
Ich wollte schon lange einmal wieder Spätzle selber machen. Erstens schmecken sie selbstgemacht einfach am Besten und irgendwie macht es auch Spaß den Teig durch den Spätzlehobel zu drehen und plumps, plumps, plumps kommen viele kleine Spätzle raus. Den Hobel und alles drum herum sauber zu machen gehört zwar nicht zu meinen Lieblingsbeschäftigungen, aber jeder Spaß hat auch seine Kehrseite :)

Bayerischer Schweinebraten

Schweinebraten zu den Spätzle

Die Beilage war also geklärt, nur was mache ich als Hauptgericht dazu? Eigentlich esse ich ja lieber Rind als Schwein, aber gegen eine Scheibe Schweinebraten habe ich auch ab und zu nichts. Da ich aber eine „weiße“ Soße zu den Spätzle wollte, habe ich den Schweinebraten nicht ganz klassisch mit dunkler Biersoße und knuspriger Schwarte gemacht, sondern ein Stück Halsgrat genommen und es lange im Ofen geschmort und die kräftige Brühe mit Sahne abgeschmeckt.

Schweinsbraten

Schweinebraten ohne Schwarte

Zutaten für 4-6 Portionen

1 Halsgrat Stück mit ca. 1000 g
2 Karotten
1-2 Zwiebeln
ca. 350 ml Gemüsebrühe
1 Lorbeerblatt
2 Knoblauchzehen
Neutrales Öl oder Butterschmalz
Salz, Pfeffer, Majoran

Zubereitung:

  1. Den Ofen auf 120 °C vorheizen. Das Fleisch kurz abwaschen und trockentupfen. Das Gemüse grob in große Stücke schneiden.
  2. In einem großen Bräter (z.b. von Le Creuset*) Butterschmalz oder Öl erhitzen und den Halsgrat scharf von allen Seiten anbraten. Das Fleisch salzen, pfeffern und mit etwas Majoran bestreuen.  Das Gemüse zum Fleisch geben und etwas mitschmoren lassen. Mit der Brühe aufgiessen, ein Lorbeerblatt hinzufügen und den Braten im vorgeheizten Ofen etwa 3 Stunden bei geschlossenem Deckel schmoren.
  3. Nach der Garzeit, den Braten in eine Alufolie packen und ruhen lassen. Die Brühe abseihen und mit Sahne und Gewürzen abschmecken. Ggf. kann die Soße angedickt werden.

Kräuterspätzle

Kräuterspätzle

Zutaten für 4-6 Personen:

250 g Mehl
3 Eier (Größe M)
je 1/2 Bund Petersilie und Schnittlauch
50 g Butter
Salz, Pfeffer
geriebene Muskatnuss

Zubereitung:

1. Mehl, Eier, 1/2 TL Salz und 100 ml Wasser mit einem Kochlöffel zu einem glatten Teig verrühren. Kräuter waschen, trocken schütteln, Petersilienblättchen von den Stielen zupfen und hacken. Schnittlauch in feine Röllchen schneiden. Kräuter zum Teig geben und den Teig schlagen, bis er Blasen wirft.

2. Ca. 4 Liter Salzwasser zum Kochen bringen. Teig portionsweise in eine Spätzlepresse geben und in das kochende Wasser pressen. Wenn die Spätzle an die Wasseroberfläche kommen, sind sie gar. Spätzle mit der Schaumkelle aus dem Kochwasser heben, kurz in kaltes Wasser tauchen und gut abtropfen lassen.

3. Fett in einer zweiten Pfanne erhitzen. Spätzle darin ca. 5 Minuten unter Wenden braten. Mit Salz, Pfeffer und Muskat abschmecken.

Als Gemüsebeilage passen gut Kräuter Karotten aus der Pfanne.

Schweinebraten

 

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