Jerusalem – eine geschichtsträchtige Stadt mit modernen Elementen

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Wenn man an Jerusalem denkt, kommen einem viele Dinge in den Sinn. Jerusalem liegt in einem Land, das uns fremd ist. Zumindest den meisten von uns. Ich für mich kann sagen, dass ich mich mit dem Land Israel nie so wirklich beschäftigt habe. Die politische Situation zu verstehen ist sehr komplex, die Religionen mehr oder weniger fremd und die Tatsache dass dort bis heute Konflikte schwelen, weckt nicht unbedingt positive Assoziationen. Ich hatte andere Reiseziele im Kopf; auf dem Plan. Aufgetaucht ist Israel im letzten Jahr aber schon recht früh. Eine Freundin lud zum Essen ein und servierte gefüllte Auberginen aus dem Kochbuch JERUSALEM. „Mhh, das schmeckt aber lecker!“, stellte ich fest und freute mich sehr, als einige Monate später die Einladung zu einer Pressereise in das Land der vielen Gegensätze eintraf. Als wissbegieriger, neugieriger Mensch sagte ich natürlich sofort zu und ließ mich überraschen, was da so kommt.

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Besonderheiten am Reisen nach Israel

Ein Extra-Terminal am Münchner Flughafen? Okay, das wird wirklich außergewöhnlich, dachte ich bereits, als ich durch eine besonders strenge Gepäckkontrolle geschleust wurde. Etwas umständlich erreichten wir dann auch das Flugzeug, das uns nicht mal vier Stunden später in Tel Aviv ausspuckte. Nachdem wir uns einer intensiven Zollkontrolle gestellt hatten, erwartete uns ein warmer Luftzug am Ausgang des Flughafens. Herrlich, und das mitten im November! Der Weg nach Jerusalem, unserem ersten Stopp, ist dann gar nicht so weit gewesen und wir bezogen das Mount Zion Hotel. Ein historisches Haus, das dennoch Komfort bietet und als guter Ausgangspunkt für Stadterkundungen fungiert.

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Jerusalem – da wird gefeiert

Wie ausgelassen die Bewohner dieser Stadt feiern können, erlebten wir direkt am ersten Abend als es im Rahmen des Open Restaurant Festivals mit einer Party-Tram-Bahn durch die Stadt ging. Überall rote Hüte, Kravatten, Masken, viel Bling Bling und Livemusik. Wir fuhren durch die ganze Stadt. Etwas, das noch nicht lange so möglich ist, da mitten durch Jerusalem lange Zeit die Grenze zwischen Israel und Jordanien verlief.

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Die Klagemauer in Jerusalem

Die arabischen Einflüsse, die Teile des Stadtbildes von Jerusalem prägen, lernen wir bei unserem Gang durch die Altstadt kennen. Betritt man sie durch das südlich gelegene Tor, das sogenannte Dung Gate, steht man sogleich auf dem großen Platz der Klagemauer.

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Dung Gate

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Bar Mitzwa

Wir kommen an einem Donnerstag her und können viele Barmitzwa-Feiern miterleben. Etwas, das uns fremd ist, ich aber als sehr eindrucksvoll kennengelernt habe. Spirituell wird es dann beim Gang direkt an die Klagemauer.

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Klagemauer

An diesem Platz wurde schon oft Geschichte geschrieben. Wohl kein anderer Ort dieser Welt ist so geprägt von Gefühlen wie Angst, Hass, Trauer, aber auch Mut und vor allem Hoffnung. Am deutlichsten habe ich das Gefühl Hoffnung gespürt. Betende Gläubige, die Wünsche auf kleine Zettel schreiben und in die Ritzen der Steine stecken, sind das Synonym für die Hoffnung, die dieser Platz ausstrahlt.

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Der muslimische Teil Jerusalems

Nachdenklich mache ich mich dann auf den Weg durch eine Sicherheitskontrolle in den muslimischen Teil der Altstadt. Sofort habe ich man das Gefühl in Istanbul oder einer anderen muslimisch geprägten Stadt zu sein.

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Kleine Straßengeschäfte, Dönerspieße und verschleierte Frauen überall. Ich persönlich fühle mich aus irgendeinem Grund unwohl hier. Warum kann ich nicht beschreiben. In der Gruppe laufen wir weiter.

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Blick von der Grabeskirche

Zu den heiligen Orten des Kreuzweges Christi hin zur Grabeskirche. Auch hier: ein unglaublich spiritueller Ort! Gläubige aus Nah und Fern versammeln sich um zu beten und gedenken mit Kerzen an ihre Verstorbenen.

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Beten in der Grabeskirche

Stadt David

Etwas stiller und nachdenklicher, den Kopf voller neuer Eindrücke, mache ich mich auf den Weg zur Stadt David. Die Architektur und die friedliche Stille hier beeindruckt mich. Dazu habe ich die perfekte Tageszeit für bestes Fotografenlicht erwischt.

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Segway fahren in Jerusalem

Dass die Stadt Jerusalem neben der historischen Altstadt auch sehr modern sein kann, beweisen nicht nur moderne Einkaufsmalls sondern auch das Aktivitäten-Angebot. Oft gesehen, doch noch nie ausprobiert: mit einem Segway eine Stadt erkunden. In Jerusalem war es dann soweit, ich stieg auf das elektrische Gefährt und hatte eine große Freude damit durch kleine Gassen, Parks und über die Gehwege der großen Straßen zu fahren. Ein Vergnügen, das man sich auf jeden Fall einmal gönnen sollte!

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Kulinarisches Israel

Während der Pressereise haben wir auch viele kulinarische Erlebnisse gehabt. Dazu erzähle ich Euch bald mehr.

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3 Kommentare

  1. georgous says:

    Ach du faszinierendes Israel mit deinen zerreißen den Gegensätzen, den tollen Menschen hüben wie drüben, Zentrum dreier Weltregionen mit all seinen machtpolitischen Nachteilen auf engstem Raum Nichts verrückt die eigene Meinung so sehr wie ein Besuch Israels. Toll! Toller Beitrag, bin auf kulinarischen Teil auch gespannt.

    Gefällt mir

  2. Pingback: Jerusalem und der Mahane Yehuda Markt | kunterbuntweissblau

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