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Bratwurst-Paté mit Marillenchutney

Das Geheimnis wird gelüftet! Hatte ich doch bei meinem Rezept für das Marillen Chutney schon versprochen, Euch zu verraten, was ich dazu serviert habe.

Pate V

Eigentlich, ich gestehe es reumütig, hatte ich vor, eine leckere Terrine oder dergleichen bei einem meiner Lieblingsfeinkostläden in München zu kaufen. Für das gelbe Haus nahe des Marienplatzes, ich glaube jeder weiß es – genau, den Dallmayr, habe ich noch einen Gutschein, der darauf wartet, eingelöst zu werden. Ich liebe es, durch den verwinkelten Laden zu gehen und mir meine Nase an den verschiedenen Auslagen platt zu drücken. Die Äuglein werden immer ein Stück größer und leuchtender wenn ich an den klitzekleinen salzigen „Petit Fours“ vorbeigehe, die riesigen Schinken bewundere oder die Miniaturküchlein mir Lust auf Süßes machen. Meine Nase arbeitet auf Hochtouren – überall die feinen Gerüche von gemahlenem Kaffee (Ich sage nur Dallmayr Prodomo :) ), frischem Brot oder Fischspezialitäten.

Es wäre also ein guter Grund gewesen, mal wieder in Münchens Innenstadt zu gehen um endlich die schon so lange angehimmelten Pasteten oder Terrinen zu probieren – in Kombination mit selbstgemachtem Marillenchutney.

Pate III

Der Sparfuchs und kreative Koch in mir lies es aber ganz anders kommen. Na gut, der Kochzeitschriftenkaufsüchtling in mir war auch schuld. Fand ich doch in der diesjährigen sechsten Ausgabe des Lust auf Genuss Magazins ein sehr spannend klingendes Rezept für eine Bratwurst-Paté. Eigentlich ist es ja gerade im Trend, seine Würste selbst herzustellen. Ich mache das einfach andersrum und drücke den Inhalt der Würste aus den Därmen heraus und verarbeite sie neu, dachte ich mir. War ich ja schon immer anders als alle anderen ;)

Pate II

So ging ich also zum Metzger des Vertrauens, orderte grobe Bratwürste, drückte aus, gab alle anderen Zutaten dazu und vermengte mal keinen Kuchen sondern „Fleischteig“. Rein in eine Auflaufform und dann wie ein Soufflée im Wasserbad gegart, abgekühlt und in Scheiben geschnitten gibt dies eine fabelhafte Grundlage für mein süß-saures Marillenchutney. Nicht wie im Rezept angegeben, habe ich statt Fenchelsalat einfach grünen Salat, frische Cranberries und Weißbrot gereicht. Das kam gut an!

Pate VI

Ich wünsche Euch viel Spaß beim Ausprobieren und Genießen und beende ein wenig Wehmütig somit die diesjährigen Marillenwochen. Aber keine Angst, es gibt schon eine neue Idee für …Wochen. Hat jemand eine Idee welche das sein könnten?

Pate I

Bratwurst-Paté mit Marillenchutney

Rezept aus Lust auf Genuss (6/2014)

Zutaten für 4 Portionen

375 g rohe grobe Bratwürste

25 g Cranberries

25 g Nusskernmischung

25 g gekochter Schinken

etwas Bohnenkraut

1 Zweig Thymian

2 Zweige Petersilie

1 TL Dijon Senf

Beilagen:

Salat
Brot
Marillenchutney (selbstgemacht)

Zubereitung:

  1. Ofen auf 190 Grad Ober-/Unterhitze (Umluft ist nicht empfehlenswert) vorheizen.
  2. Brät aus den Därmen drücken. Cranberries und Nüsse hacken. Schinken in kleine Stücke schneiden. Kräuterblättchen abzupfen und hacken. Alle vorbereiteten Zutaten mit Brät und Senf vermengen.
  3. Eine feuerfeste Form dünn fetten und Brätmasse einfüllen. Auflaufform in eine etwas größere Form stellen. Diese mit Wasser füllen bis die Auflaufform bis zur Hälfte im Wasser steht. Paté im Wasserbad ca. 55 Minuten garen. Herausnehmen und mindestens 45 Minuten, besser über Nacht auskühlen lassen.
  4. Die Paté mit Salat, frischen Canberries, Brot und (selbstgemachtem) Marillenchutney servieren.

Pate IV

Weitere Rezepte mit Aprikosen:

Marillenknödel
Marillenchutney
Fischcurry mit Marillen
Lammkarree mit gegrillten Marillen
Gegrillte Marillen mit Ziegnkäse
Marillenstreuselkuchen
Aprikosenmarmelade
Marillen Tarte Tatin

Marillen Chutney

Bei meinem Rezept zum Lamm und Marillen vom Grill mit Polenta hatte ich Euch ja ein bisschen was zu der Entstehungsgeschichte der Marillenwochen erzählt. Von jenem Abend im Juli als ich die verschiedenen Rezeptideen zusammentrug. Kuchen, Knödel und Fleisch hatte ich schon auf dem Plan als mir kurz danach die Idee für ein Marillen Chutney in den Sinn kam. Ein süß – säuerlich eingemachtes Chutney aus der Lieblingsfrucht. Dazu wollte ich auf jeden Fall eine Terrine oder dergleichen servieren. Was es genau wurde zeige ich Euch im nächsten Beitrag.

Jetzt aber ganz fix das Rezept für Euch!

Marillenchutney

 

Marillenchutney IV

 

Marillen Chutney

Zutaten für 2 mittelgroße Gläser

500 g Aprikosen

1 Zwiebel

2 Schalotten

1 Daumengroßes Stück Ingwer

200 g Zucker

1 Chilischote oder 1/2 TL Chiliflocken

100 ml Weißweinessig

Salz, Pfeffer

Öl

Zubereitung:

  1. Zwiebel, Schalotten und Ingwer schälen und klein hacken. Chilischote von den Kernen befreien und klein hacken. Marillen waschen, von den Kernen entfernen und in kleine Stücke schneiden.
  2. Öl in einem Topf erhitzen. Zwiebeln und Schalotten glasig andünsten, Ingwer und Chilis dazugeben. Die Hälfte des Zuckers dazugeben und leicht karamellisieren lassen. Mit Weißweinessig ablöschen.
  3. Marillen und restlichen Zucker zugeben und alles bei leichter Hitze und offenem Deckel ca. 1 Stunde köcheln lassen. Zwischendurch immer umrühren. Wenn eine dickliche Masse entstanden ist, diese in vorher heiß ausgespülte Weckgläser geben, sofort verschließen und kurz umgedreht stehen lassen.
  4. Nun ist das Chutney bis zu einem Jahr haltbar und schmeckt zu Terrinen, Patés als auch Gegrilltem.

 

Marillenchutney II

Marillenchutney III