Lila Essen ist voll im Trend! Pinterest und Instagram ist voll davon. Torten, Donuts, Aufstriche und vieles mehr. Die Foodies aus USA sind ganz heiß auf diese Dinge in knallig lila Farbe, nicht nur zu Halloween. Ich habe mich gefragt, was ist das eigentlich? Lebensmittelfarbe oder steckt da auch ein Lebensmittel drin, das von Natur aus Lila ist? Weiterlesen
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Bratwurst-Paté mit Marillenchutney
Das Geheimnis wird gelüftet! Hatte ich doch bei meinem Rezept für das Marillen Chutney schon versprochen, Euch zu verraten, was ich dazu serviert habe.
Eigentlich, ich gestehe es reumütig, hatte ich vor, eine leckere Terrine oder dergleichen bei einem meiner Lieblingsfeinkostläden in München zu kaufen. Für das gelbe Haus nahe des Marienplatzes, ich glaube jeder weiß es – genau, den Dallmayr, habe ich noch einen Gutschein, der darauf wartet, eingelöst zu werden. Ich liebe es, durch den verwinkelten Laden zu gehen und mir meine Nase an den verschiedenen Auslagen platt zu drücken. Die Äuglein werden immer ein Stück größer und leuchtender wenn ich an den klitzekleinen salzigen „Petit Fours“ vorbeigehe, die riesigen Schinken bewundere oder die Miniaturküchlein mir Lust auf Süßes machen. Meine Nase arbeitet auf Hochtouren – überall die feinen Gerüche von gemahlenem Kaffee (Ich sage nur Dallmayr Prodomo :) ), frischem Brot oder Fischspezialitäten.
Es wäre also ein guter Grund gewesen, mal wieder in Münchens Innenstadt zu gehen um endlich die schon so lange angehimmelten Pasteten oder Terrinen zu probieren – in Kombination mit selbstgemachtem Marillenchutney.
Der Sparfuchs und kreative Koch in mir lies es aber ganz anders kommen. Na gut, der Kochzeitschriftenkaufsüchtling in mir war auch schuld. Fand ich doch in der diesjährigen sechsten Ausgabe des Lust auf Genuss Magazins ein sehr spannend klingendes Rezept für eine Bratwurst-Paté. Eigentlich ist es ja gerade im Trend, seine Würste selbst herzustellen. Ich mache das einfach andersrum und drücke den Inhalt der Würste aus den Därmen heraus und verarbeite sie neu, dachte ich mir. War ich ja schon immer anders als alle anderen ;)
So ging ich also zum Metzger des Vertrauens, orderte grobe Bratwürste, drückte aus, gab alle anderen Zutaten dazu und vermengte mal keinen Kuchen sondern „Fleischteig“. Rein in eine Auflaufform und dann wie ein Soufflée im Wasserbad gegart, abgekühlt und in Scheiben geschnitten gibt dies eine fabelhafte Grundlage für mein süß-saures Marillenchutney. Nicht wie im Rezept angegeben, habe ich statt Fenchelsalat einfach grünen Salat, frische Cranberries und Weißbrot gereicht. Das kam gut an!
Ich wünsche Euch viel Spaß beim Ausprobieren und Genießen und beende ein wenig Wehmütig somit die diesjährigen Marillenwochen. Aber keine Angst, es gibt schon eine neue Idee für …Wochen. Hat jemand eine Idee welche das sein könnten?
Bratwurst-Paté mit Marillenchutney
Rezept aus Lust auf Genuss (6/2014)
Zutaten für 4 Portionen
375 g rohe grobe Bratwürste
25 g Cranberries
25 g Nusskernmischung
25 g gekochter Schinken
etwas Bohnenkraut
1 Zweig Thymian
2 Zweige Petersilie
1 TL Dijon Senf
Beilagen:
Salat
Brot
Marillenchutney (selbstgemacht)
Zubereitung:
- Ofen auf 190 Grad Ober-/Unterhitze (Umluft ist nicht empfehlenswert) vorheizen.
- Brät aus den Därmen drücken. Cranberries und Nüsse hacken. Schinken in kleine Stücke schneiden. Kräuterblättchen abzupfen und hacken. Alle vorbereiteten Zutaten mit Brät und Senf vermengen.
- Eine feuerfeste Form dünn fetten und Brätmasse einfüllen. Auflaufform in eine etwas größere Form stellen. Diese mit Wasser füllen bis die Auflaufform bis zur Hälfte im Wasser steht. Paté im Wasserbad ca. 55 Minuten garen. Herausnehmen und mindestens 45 Minuten, besser über Nacht auskühlen lassen.
- Die Paté mit Salat, frischen Canberries, Brot und (selbstgemachtem) Marillenchutney servieren.
Weitere Rezepte mit Aprikosen:
Marillenknödel
Marillenchutney
Fischcurry mit Marillen
Lammkarree mit gegrillten Marillen
Gegrillte Marillen mit Ziegnkäse
Marillenstreuselkuchen
Aprikosenmarmelade
Marillen Tarte Tatin
Brotzeit ist die schönste Zeit
So, liebe Leser, die Brotzeiten sind geschafft. Ich hoffe ihr habt noch Platz gelassen für Gang zwei und drei!?
Kurz möchte ich aber nochmal zusammenfassen. Hierzulande heißt es so schön, „Brotzeit ist die schönste Zeit“ und diese zelebrieren wir hier recht oft. Zu Hause wenn es schnell gehen soll, dann wenn unterschiedliche Geschmäcker am Tisch sitzen und jeder etwas anderes lieber mag, oder man das Schnabulieren an sich sehr schätzt. Eine andere sehr gängige Art Brotzeit zu machen, ist die, bei der man sich mit Freunden im Biergarten trifft, die Karodecke auflegt und mitgebrachte Schmankerl zu einer frischen Mass genießt.
Der ein oder andere mag denken, das ist ja wie Picknick. Ich aber finde, nein, Picknick ist was anderes… eine g’scheite Brotzeit wird am Tisch g’essn.
Auf meinem für euch zusammengestellten bayrischen Brotzeittischerl habe ich euch ja den Obazdn, Kartoffelkas, Wurstsalat und g’schnittnen Radi präsentiert, aber es gibt noch sooo viel mehr! Vieles davon kauft man einfach schon fertig, also ich zumindest, daher kein Rezept, aber damit ihr wisst, was sonst noch dazu gehört, hier mal meine kleine kunterbuntweissblaue Brotzeiten Check Liste…
Checkliste für bayrische Brotzeiten
- Schwarzbrot
- Brezn
- Butter (Mild gesäuert, gerne gesalzen)
- Griebenschmalz
- Leberwurst (Grob oder Fein)
- Schinken
- Speck
- Pressack
- Leberkas
- kalter aufgeschnittener Scheinsbraten
- Weißwürste (aber nur vor 12 Uhr Mittag)
- Hartkäse (z.B. Emmentaler)
- Radieserln
- Essiggurken
- Senf (süß und mittelscharf)
- Bier (Weißbier oder Helles)
Na, ist das alles? Oder hab ich was ganz wichtiges vergessen? Schreibt mir immer gerne :) Ansonsten happy Brotzeit time!
O’zapft is – Bayrische Schmankerl all Wiesn long
In ein paar wenigen Stunden bricht in München die fünfte Jahreszeit an – die Wiesnzeit!
Seit Monaten wird das größte Volksfest der Welt nun schon aufgebaut, die Buam und Madln haben sich mit neuer Tracht eingedeckt und sind jetzt schon ganz heiß auf die Wiesn.
Ich selbst breche gleich das erste Mal zum traditionellen Einzug der Wirte auf. Noch nie habe ich das bislang geschafft, freue mich aber sehr, gleich das Spektakel erleben zu können.
Für alle Daheimgebliebenen, diejenigen die immer kulinarisches Oktoberfest feiern wollen, oder welche, die einfach nur gerne gut bayrisch essen, habe ich mir dieses Jahr etwas feines ausgedacht.
Viele kennen das bestimmt. Da wohnen sie im schönen Bayern und möchten schon ewig mal Obazdn selber machen (auch wenn der von Alpenhain eine wirklich gute Alternative ist, wie ich finde *g*), schaffen es aber einfach zeitlich nicht oder denken dass es doch viel zu banal wäre.
Andere machen regelmäßig südlich des Weißwurstäquators Urlaub und nehmen sich fest vor, für die Freunde daheim einen bayrischen Schmankerlabend zu organisieren. Dann kommt man nach Hause, die Koffer werden ausgepackt, der Alltag beginnt von neuem und die Zeit für bayrische Gemütlichkeit lässt sich nicht einrichten. (Zumindest ist das bei mir nach meinen Auslandsreisen immer so)
Für die ganze Wiesnzeit habe ich also einige bayrische Spezialitäten vorbereitet, die ich euch „all Wies’n long“ vorstellen werde.
Habt ihr eine Idee was es da so alles geben könnte?
Lust auf eine ordentliche bayrische Brotzeit, eine zünftige Ente und einen süßen Abschluss? Dann heißt es dran bleiben!
Die ganze Zeit über wird folgendes Buildl diese „Wiesn Reihe“ schmücken und ja, es gibt auch ein Rezept für selbiges zum Nachbacken, Ehrensache!
Und ich schnüre mich jetzt in mein Dirndl und wünsche euch einen schönen Samstag! Oans, zwoa, drei….
Und hier alle Schmankerl im Überblick:
Alles für eine ordentliche Brotzeit
Blaukraut Schritt für Schritt













