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Leberkäsesalat zur 5. Münchner Jahreszeit

Die fünfte Jahreszeit Münchens ist in vollem Gange – „O’zapft“ is seit Samstag und alle pilgern auf die Theresienwiese. Ich war auch schon gleich mit von der Partie und nutzte ein paar wenige Sonnenstrahlen um den ersten Tag mit einem Spaziergang zu beginnen. Den Rest des Wochenendes waren die Zelte aber besonders beliebt, da uns der Wettergott nicht gut gesonnen war. So war ich ganz froh, am Sonntag an einem trockenen Plätzchen im Schützen Festzelt meine erste Mass zu genießen.

Leberkäsesalat III

Ganz untypisch für einen Foodie habe ich aber nur ein wenig am Brotzeitbrettl genascht und ansonsten ganz nach der Devise „des bissl was I ess, kann I auch trinken“ auf ein Hendl verzichtet.

Leberkäsesalat IV

Heute ist Wiesn frei aber ich gönne mir trotzdem ganz „weißblau“ einen feinen Leberkässalat auf Radi- und Radieschen Carpaccio. Wollt ihr auch?

Na dann bitte nachmachen!

Leberkäsesalat I

Leberkäsesalat auf Rettich-Carpaccio

Rezept aus dem Lust auf Genuss Magazin 2/2009

Zutaten für 4 Portionen

1 Winterrettich; ca. 400 g

4 – 6 Radieschen

Salz

1 Stange Lauch

1 Bund Schnittlauch oder 1 Kästchen Kresse

200 g Leberkäse in dünnen Scheiben

1 TL scharfer Senf

2 TL süßer Senf

1/2 TL gemahlenen Kümmel

1/2 TL Korriander

1/2 TL Pfeffer

1 EL weißen Essig

2 EL saure Sahne

3 EL Rapsöl

Zubereitung:

  1. Rettich schälen, Radieschen putzen, waschen, beides auf einem Gurkenhobel in dünne Scheiben hobeln. Mit etwas Salz mischen und ziehen lassen, bis die übrigen Zutaten vorbereitet sind.
  2. Lauch waschen, putzen, mit Grün in ca. 5 cm lange Stücke scheiden. Diese einmal längs halbieren, dann längs in dünne Streifen schneiden. Etwas Salzwasser aufkochen, Lauch in ca. 1 Minute bissfest kochen. Kalt abschrecken, abtropfen lassen.
  3. Schnittlauch abbrausen, trockenschütteln und in feine Röllchen schneiden. Oder die Hälfte der Kresse aus dem Kästchen schneiden. Leberkäse in ca. 1 cm breite Streifen schneiden.
  4. Beide Senfsorten mit Gewürzen, Essig, saurer Sahne und 1 EL Öl gut verrühren. Schnittlauch/Kresse, Lauch und Leberkäse untermischen und abschmecken.
  5. Rettich und Radieschen abtropfen lassen, vier große flache Teller dachziegelartig damit belegen. Mit dem restlichen Öl beträufeln. Leberkäsesalat in der Mitte verteilen und mit Kräutern garnieren.

Leberkäsesalat II

Radi selber schneiden

Weiter geht’s ihr lieben Schmankerlfans! Heute habe ich eine weinende Gemüsebegleitung für euch. Nein, keine traurigen Tränchen vergießt der Rettich da, sondern Freundentränen, weil er so schön geschnitten wurde, mit viel Liebe und Geduld.

Radi I

Bei den Bildern werdet ihr euch fragen, warum das nicht ganz so aussieht, wie auf den Brotzeitbretteln auf der Wiesn. Und ich kann euch nur sagen – Handarbeit und kein Radischneider!

An dieser Stelle möchte ich meinem Papa danken, dem ich früher schon immer ganz gespannt über die Schulter geschaut habe, und der sich auch diesmal „geopfert“ hat, mit Rat und Tat zur Seite zu stehen. Schnipsel Azubi war mein Bruder, ich die Fotografin, damit ihr Schritt für Schritt seht, wie man einen schönen Fächer macht.

Zu allererst schält ihr den Rettich. Dann fangt ihr an, ihn mit einem scharfen Messer von dem dicken Ende an einzuschneiden. Die Scheiben sollten ca. 1 mm breit sein. Hier aufpassen und nicht ganz sondern nur ca. zwei Drittel einscheiden.

Radi VII

Dann dreht ihr den Radi auf die andere Seite und schneidet in quer (ebenfalls nicht ganz durchschneiden!!) ein.

Radi VI

Wenn das geschafft ist, könnt ihr ihn langsam wie eine Ziehharmonika aufziehen.

Radi II

Und dann kräftig salzen. Langsam aber sicher fängt er zu weinen an, sprich er verliert Wasser und seine Schärfe.

Radi V

Jetzt ist er verzehrfertig und jeder kann sich seinen Teil ganz einfach abziehen.

Radi IV