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Zwei Sterne für das Atelier Restaurant in München

Bayerischer Hof

Als Blogger hat man es schon nicht ganz leicht… Man nimmt sich Dinge vor, fängt an Texte zu schreiben, lässt sie liegen weil man denkt, da muss nochmal nachgefeilt werden… Doch man hat keinen Redaktionsschluss, niemanden, der einen zwingt, etwas zu machen und dann zieht sich die Veröffentlichung eines Blogbeitrags leider oftmals sehr lange – zu lange. Doch ich nehme mir an dieser Stelle ein positives Sprichwort zur Hand und behaupte: was lange währt, wird endlich gut! So kommt er nun, mein Bericht zum Atelier, einem mittlerweile Zwei-Sterne-Restaurant im Herzen von München.

Flashback zu einem besonderen Jahresausklang

Das letzte Jahr hatte viele kulinarische Highlights! Wenn ich nicht selbst hinter dem Herd stand um bei Wettbewerben wie dem Tegernseer Hobbykochduell mitzumachen, aus Klassikern, moderne Gerichte zauberte wie auf der IFA 2015, oder Omelett für Galileo zubereitete, durfte ich viele Restaurants besuchen und köstliche Verkostungen wahrnehmen. Doch nach alledem sollte das Jahr mit einem großen Tusch zu Ende gehen!

04 AtelierDas Atelier Restaurant im Bayerischen Hof (© Bayerischer Hof)

Der 10 Winzerzirkel im Bayerischen Hof

Als mich die Einladung zum 10 Winzerzirkeldinner im Bayerischen Hof erreichte, freute ich mich über alle Maßen! Hatte ich doch im Jahr zuvor schon die Ehre, bei einem vorzüglichen Mehrgangmenü neben den Kochkünsten vom damaligen Küchenchef Herrn Metzger auch den über die Grenzen Deutschlands berühmten Winzer des Weinguts von Winning kennenzulernen. Was ich damals erlebte, versuchte ich in meinem Nachbericht (HIER zu lesen) in Worte zu fassen. Darüber hinaus blieb die Erinnerung an einen unvergesslichen Abend und ich konnte es kaum glauben, wieder Gast der erlesenen Runde zu sein. Es stand in der Einladung, dass der Küchenchef zu den Weinen des Weinguts Sattlerhof aus der Südsteiermark sowie dem Weingut Rebholz aus der Pfalz ein passendes Menü kreieren werde. Die Vorfreude war groß! Beide Weingüter kannte ich von dem ein oder anderen Gläschen, aber die große Auswahl hatte ich nie genossen. Dass mich ein fulminantes Menü dazu erwarten würde, dachte ich mir auch. Als die Einladung eintrudelte, war aber eines noch nicht bekannt: Jan Hartwig sollte den zweiten Stern für seine Kochkunst im Atelier bekommen. Ich gestehe, ich habe nicht penibelst auf die Verkündung hingefiebert, aber durch das Social Web bin ich dennoch drauf aufmerksam geworden, als es dann soweit war. Die Vorfreude stieg also noch weiter – hatte ich doch noch nie in einem Restaurant mit zwei Michelin Sternen gegessen.

Ein Abend vollkommenen Genusses

Dann war er da, der Tag des Hochgenusses. Ein eigentlich ganz normaler Mittwoch, der mit Köstlichkeit gekrönt wurde. Zum Auftakt wurden wir zu einem leckeren Aperitif  mit einem der schönsten Blicke über München auf die Rooftop Bar des bayerischen Hofs geladen. Im Glas gab es „Albertsheimer Latt“, eine Gewürztraminer Auslese vom Ökonomierat Rebholz. Dazu wurden „Vitello Tonnato Sticks“, „Caprese“ sowie „Kolumbianischer Arepa“ gereicht. Ich fühlte mich von Anfang an wie im siebten Genusshimmel. Nach anfänglichen Grußworten der Winzer wurde Jan Hartwig persönlich vorgestellt und gemeinsam auf seinen vor kurzem vergebenen zweiten Stern angestoßen.

Atelier_Champagner

Ein zwei Sterne Koch im Herzen von München

Jan Hartwig ist seit 16 Jahren im Geschäft. Seine Ausbildung genoss er im Restaurant Dannenfeld in Braunschweig. Von dort aus führten ihn diverse Stationen (Pomp Duck & Circumstance in Berlin; Restaurant Kastell unter der Leitung von Christian Jürgens in Wernberg-Köblitz, GästeHaus Klaus Erfort in Saarbrücken, Restaurant aqua in Wolfsburg) im Mai 2014 als Chef de cuisine ins Restaurant Atelier und Garden im Bayerischen Hof nach München. Hier beweist er seither, was er kann und erkochte sich nur 6 Monate später den ersten Stern. Im Herbst 2015 war es dann auch schon soweit und Jan Hartwig wurde für seine hervorragende Kochkunst mit dem zweiten Stern ausgezeichnet.

38 Jan HartwigJan Hartwig (© Bayerischer Hof)

An die lange Tafel

Wie hervorragend die Kochkunst des aus Niedersachen stammenden Kochs ist, wurde dann an diesem Abend im Atelier Restaurant bewiesen. Die Gäste schritten in das modern eingerichtete Restaurant in den Keller des bayerischen Hofs und nahmen neben den Winzern Platz.

Sofort tauschten sich alle Gäste über Genuss in allen Facetten aus und es entwickelten sich angeregte Tischgespräche. Da klingelt auch schon ein Glas und Herr Sattler vom Sattlerhof erhebt sich. Er erklärt alles zum Sauvignon Blanc „Kranachberg“ aus dem Jahr 2012. Dazu wird der erste Gang, eine Makrele „Ceviche“ mit Mandeln, Perlzwiebeln und Jalapenos serviert. Frisch und raffiniert zubereitet ist der erste Gang ein Augen- und Gaumenschmaus.

Atelier_Ceviche
1. Gang : Makrele „Ceviche“ mit Mandeln, Perlzwiebeln und Jalapenos

Das Weingut Sattlerhof

Familie Sattler, beheimatet in der Südsteiermark, bewirtschaftet 40 Hektar Weingärten und produziert exklusive Weine, die weit über die Grenzen Österreichs bekannt sind.
Hier wird Tradition groß geschrieben. Die ganze Familie hilft engagiert mit, um naturnah und dennoch innovativ und mit viel Ideenreichtum spezielle Weinsorten hervor- und zur Geltung zu bringen. Dabei wird besonderer Wert auf biologischen Weinbau, die nachhaltige Kultivierung der Böden und die Langlebigkeit der Rebstöcke gelegt.

Das Weingut Ökonomierat Rebholz

Das an der Deutschen Weinstraße liegende Weingut bewirtschaftet insgesamt 22 Hektar Weinberge in einem Ort Namens Siebeldingen. Auch hier wird die Tradition groß geschrieben.
Die besonderen, etwas anderen Weine vom Typ Rebholz verdanken ihre Existenz und ihren Erfolg ganz wesentlich ihrem Terroir und der seit drei Generationen gepflegten Philosophie.

Der passende Wein zum Essen

Bei Genuss des Essens folgt ein Wechselspiel der Erzählungen von Herrn Hansjörg Rebholz vom Ökonomierat Rebholz und Herrn Willi Sattler vom Weingut Sattlerhof. Beide ursympatische Winzer erzählen von ihrem Alltag auf dem Weingut, besonderen Jahrgängen und ihrer Liebe zum Wein im Allgemeinen. Jede Frage aus „dem Publikum“ wird geduldig beantwortet und es wird geschlemmt wie an nur wenigen Tagen im Jahr.

Gerne möchte ich die weiteren Gänge mit begleitenden Weinen nun in Bilder und Textform beschreiben:

Atelier_Lachs

2. Gang: Ora King Lachs mit Eiskraut, Miso Hollandaise & Reisessigsud
dazu im Glas: „Im Sonnenschein“ (2011) Riesling, Grosses Gewächs vom Ökonomierat Rebholz

3. Gang: Kalbsbries mit schwarzem Trüffel, Lauch und Madeirajus
dazu im Glas: „Pfarrweingarten“ (2013) Morillion vom Weingut Sattlerhof

Atelier_Hauptgang

4. Gang: Wagyu Short Rib mit BBQ-Lack mit geräucherter Pommer Frite, Aubergine & Mais
dazu im Glas: „Im Sonnenschein“ (2009) Spätburgunder, Großes Gewächs vom Ökonomierat Rebholz

Atelier_Käsefondue

5. Gang: „Käsefondue“ mit kleinen Kartoffeln & Mixed Pickles
dazu im Glas: „Fassreserve“ (2007) Weissburgunder vom Weingut Sattlerhof

6. Gang: „Aromen aus Thailand“ mit Kaffir Limette, Duftreis und Thai Basilikum
dazu im Glas: „Brilliere Kastanienbusch“ (2013) Riesling, Auslese vom Ökonomierat Rebholz

Atelier Bratapfel

7. Gang: Bratapfel 2015
dazu im Glas: „Kranachberg“ (2013) Sauvignon Blanc Trockenbeerenauslese vom Weingut Sattlerhof

Regional, saisonal und nachhaltig

Bei jedem Gang bewies Jan Hartwig sein Können. Besonders gefällt mir, dass er für seine leichte und kreative Küche vorwiegend regionale und saisonale Produkte verwendet. Zudem ist es dem jungen Koch besonders wichtig, den nachhaltigen Gedanken in der Wahl der Lebensmittel und der Verarbeitung derselben nicht außer Acht zu lassen.

Nun, es bleibt nicht viel mehr zu sagen, als dass es ein grandioser Abend war. Ein Abend des vollkommenen Genusses. Es sei jedem, der gutes Essen schätzt, empfohlen dem Atelier einen Besuch abzustatten. Für Weinliebhaber kann ich die Weingüter Sattlerhof und Rebholz auch nur wärmstens empfehlen.

Russischer Zupfkuchen – mein Sonntagssüß

Heute möchte ich Euch einen meiner Lieblingskuchen vorstellen: russischen Zupfkuchen! Für mich ist die Kombination von Quark und Schokolade einfach schier unübertrefflich.

Russischer_Zupfkuchen

Dennoch ist die Geschichte rund um den Verzehr von russischem Zupfkuchen ganz komisch. Erstmal hat es sehr lange gedauert, bis ich den allerersten Zupfkuchen gegessen habe. Irgendwie hat meine Mama viele verschiedenen Kuchen gebacken, vom Marmorkuchen über Käsekuchen hin zum Apfelkuchen und vieles mehr. Aber es war nie der russische Zupfkuchen dabei. Dann kam eines Tages ein Kindergartenfest und ich ergatterte das erste Stück von dem für mich bis dato unbekannten Gebäck und fand das sofort sehr lecker. Gemerkt hat sich die kleine Amelie das aber nicht und somit auch nicht an die Mama weitergetragen. So aß ich fortan immer nur auswärts die russische Leckerei.

Als ich dann auszog sollte sich dieser Zustand auch nicht ändern. So gerne ich den Kuchen aß, aber ich backte ihn nie für mich, sondern bestellte lieber ein Stückchen im Café. Warum das bislang so war? Ich kann es mir selbst nicht erklären.

Zupfkuchen

Eines Tages habe ich mich aber dann durch den Blog von Mara geklickt und ein Rezept gefunden, das ich nun endlich unbedingt nachbacken wollte. Gedacht, getan und so seht ihr ihn nun: meinen ersten selbst gebackenen russischen Zupfkuchen! Und was soll ich sagen… grandios! Der Kuchen war wirklich superlecker und ich nehme mir fest vor: ab sofort wird er auch öfter mal zu Hause ins Rohr geschoben!

Habt einen schönen Sonntag  und lasst es Euch gut gehen!

Zupfkuchen_russisch

 

Russischer Zupfkuchen

vom Blog lifeisfullofgoodies

Zutaten:

Der Teig:
200 g weiche Butter
150 g Zucker
350 g Mehl
30 g Kakaopulver
1 Päckchen Backpulver
1 Ei
1 Prise Salz

Die Füllung:
180 g weiche Butter
200 g Zucker
4 Eier
500 g Magerquark
1 Päckchen Vanillezucker
1 Päckchen Vanillepuddingpulver
1 Prise Salz

Zudem: Puderzucker zum Bestäuben

Zubereitung:

  1. Den Backofen auf 180 °C Ober- / Unterhitze vorheizen (160 °C Umluft).
  2. Die Zutaten für den Teig mischen und zu einem glatten Knetteig verarbeiten. Zwei Drittel des Teiges in eine Springform drücken und einen Rand hochziehen. Den übrigen Teig beiseite stellen.
  3. Für die Füllung alle Zutaten verrühren bis eine gleichmäßige Masse entstanden ist. Auf den Teigboden füllen. Den restlichen Knetteig verzupfen und auf der Füllung verteilen.
  4. Den Kuchen nun eine gute Stunde backen (60-70 Minuten). Auskühlen lassen. Wer will kann den Kuchen nach dem Abkühlen noch mit Puderzucker bestäuben.

Winterblues, Restauranttipps in München und ein Rezept mit Entenbrust, Polenta, Kräuterseitlingen und Romanesco

Für mich könnte der Winter wirklich langsam vorbei gehen! Dieser ständige Niederschlag, die Kälte und der überwiegend graue Himmel über Wochen hinweg sorgen nicht für die beste Laune im Hause kunterbuntweissblau. Ich versuche mich zwar mit allerhand Aktivitäten abzulenken, aber so richtig gelingen mag mir das nicht. Und wisst ihr was, das Schlimmste ist, dass ich ziemlich uninspiriert bin und es mir selbst beim Gang über meinen geliebten Viktualienmarkt schwer fällt, eine Rezeptidee zu entwickeln.

Entenbrust Gericht

Restaurantbesuche in München

Ein Gutes hat es – ich probiere in den letzten Tagen öfter neue Restaurants in München aus und lasse es mir zum Frühstück im ‚Lollo Rosso‘, ‚Daddy Longlegs‘, dem ‚Ooh I like it raw, Baby‘, dem ‚White Rabbits Room‚, auf einen Kaffee im ‚Emilo‘ und ‚Vits‘ sowie zum Abendessen im ‚Déjà Bu‘,  ‚Kiss‘, dem ‚Plaza Mayor‘, dem ‚Giesiger Bräu‘, dem ‚Kissmet‘ und auf ein paar Dinks in der Popup Bar ‚Unseen‘ von Glenmorangie gut gehen. Guckt doch mal bei meinem Instagram Account vorbei, da seid ihr immer live dabei!

Entenbrust Polenta

Inspiration am Viktualienmarkt

Einmal war ich dann aber doch am Viktualienmarkt erfolgreich und habe ein paar Jahreszeit typische und regionale Zutaten gekauft: Romanesco und Kräuterseitlinge. Die haben mich dann zu diesem Rezept inspiriert, welches ich Euch heute gerne zeigen möchte. Was auf den ersten Blick aufwendig aussieht und sich beim Lesen des Rezepts kompliziert anhört, ist es schlussendlich nicht. Ich habe mich extra bemüht, das Rezept wirklich in der richtigen Reihenfolge zu notieren, sodass das Gericht mit all seinen Komponenten zum richtigen Zeitpunkt serviert werden kann. Viel Spaß beim Nachkochen! So macht der Winter dann doch Spaß ;)
Ente Polenta

Entenbrust auf Polenta mit Kräuterseitlingen und Romanesco

Zutaten für 2 Personen

1 große Entenbrust
1/2 Romanesco
2 Kräuterseitlinge
70 g Polenta Gries
1 Knoblauchzehe
1 Lorbeerblatt
1 Zwiebel
300 ml Milch
1300 ml Wasser
2 EL Butter
150 ml Rotwein
150 ml Gemüsebrühe
2 EL Preiselbeeren
etwas Mehl

Zubereitung:

  1. Den Backofen auf 150°C Ober-/Unterhitze vorheizen. Einen Topf mit 1 Liter Salzwasser auf die Kochstelle stellen und erhitzen. Romanesco Rösschen in mundgerechte Stücke schneiden und waschen. Zwiebel fein hacken. Kräuterseitlinge in Scheiben schneiden.
  2. In einem weiteren Topf 300 ml Milch mit 300 ml Wasser, 1 Knoblauchzehe und 1 Lorbeerblatt aufkochen, 70 g Polenta einrühren und unter ständigem Rühren bei mittlerer Hitze 1 Minute kochen. Bei kleinster Hitze zugedeckt unter gelegentlichem Rühren mit einem Kochlöffel 20 Minuten quellen lassen.
  3. Die Entenbrust abbrausen, trockentupfen und mit der Hautseite in eine kalte Pfanne geben. Dann die Kochstelle auf höchste Temperatur anstellen und die Entenbrust anbraten. Erst die Hautseite, dann die andere Seite. jeweils ca. 2 Minuten. Danach in einer hitzebeständigen Form im Ofen ca. 15 Minuten nachgaren.
  4. In der Zwischenzeit für die Soße die Zwiebelwürfel im Entenfett andünsten, mit Rotwein ablöschen und Gemüsebrühe sowie Preiselbeeren zugeben. Alles einköcheln lassen. In einem kleinen Topf Butter erhitzen und mit Mehl eine Mehlschwitze erzeugen. Dann die Soße durch ein Sieb dazugeben und andicken. Mit Salz und Pfeffer und eventuell mehr Butter abschmecken.
  5. Nun die Romanesco Rösschen ins Salzwasser geben und bissfest garen.
  6. Zum Schluss die Kräuterseitlingscheiben in der Pfanne mit etwas Butter anbraten. Pilze und Polenta mit Salz und Pfeffer würzen.
  7. Zum Anrichten die Entenbrust in dünne Scheiben schneiden und mit Romanesco, Kräuterseitlingen, Polenta und Soße anrichten.

Kräuterseitling

 

Französisch Frühstücken mit Bonjour Munich

Meine Lieblingsmahlzeit am Wochenende ist das Frühstück! Ich genieße es, nachdem ich etwas länger liegen geblieben bin, mir ganz viel Zeit zum Zubereiten verschiedener Köstlichkeiten zu nehmen. Dann kann ich mich stundenlang an meinen großen Tisch in der Küche setzen und von allen Leckereien naschen, diverse Getränke trinken (ich liebe es, mir Tee, Kaffee, Säfte, Smoothies und vieles mehr auf den Tisch zu stellen und dann mit meinem Partner zu teilen), quatschen, Musik hören, den Tag planen oder Zeitung lesen. Das ist Quality Time für mich! Weiterlesen

Artischocken mit Vinaigrette – Frankreich lässt grüßen

Letztens schlenderte ich mal wieder durch das seit letztem Herbst eröffnete Eataly in München und wollte mich inspirieren lassen. Noch hatte ich keine Pläne für das Abendessen und schmökerte erst durch die Abteilung mit allerlei Eingemachtem, dann vorbei bei der unzähligen Pastaauswahl direkt auf die Theke mit den frisch belegten Foccacia. Herrlich wie das duftet! Fast hätte ich spontan den Plan verworfen selbst zu kochen und wäre an einem der Stehtische stehen geblieben um dort zu naschen.

Artischoken Französisch

Doch ich zog weiter, an der Fleischtheke entlang (wo es wundervolles, handgeschnittenes Tatar gibt), lies auch die frische Burrata ausnahmsweise links liegen und entdeckte dann am kleinen Obst-und Gemüsestand zwei wundervolle, große Artischocken! Wie lange hatte ich die schon nicht mehr zubereitet? Viel zu lang! Und so wurden sie kurzerhand eingepackt und direkt am Abend verzehrt. Und nachdem ich selbst immer wieder nachsehen muss, wie man das jetzt gleich nochmal macht mit dem Kochen, der Vinaigrette und so weiter, dachte ich, dich schreib das mal auf – für mich und naja, vielleicht für den ein oder anderen von Euch auch!?

Holt Euch Frankreich ins Haus und lasst es Euch schmecken!

Artischoken gekocht

Artischocken mit zweierlei Vinaigretten

Zutaten (für 2 Personen): 

Für die Artischocken: 

2 frische Artischocken
Saft von einer Zitrone
Salz
Wasser

Für die Vinaigretten: 

Honig-Senf-Vinaigrette:

3 TL Dijon-Senf, oder einen anderen scharfen Senf
1 TL Honig
2 EL Weißen Balsamicoessig
2 EL Olivenöl
Salz & Pfeffer

Cocktail-Vinaigrette:

4 EL Cocktailsauce
2 EL Naturjoghurt
Zitronensaft
Chiliflocken
Salz, Pfeffer

Zubereitung:

  1. Einen großen Kochtopf mit Salzwasser mit dem Saft der Zitrone aufkochen.
  2. Den Stängel der Artischocken entfernen die ganzen Artischocken in das heiße Wasser legen und mit Deckel ca. 40 Minuten lang weich kochen. Man merkt, dass die Artischocken fertig sind, wenn sich die äußeren Blätter leicht lösen.
  3. Während die Artischocken kochen, die Vinaigretten zubereiten. Für die Honig-Senf Vinaigrette den Senf,  Honig, Essig und Olivenöl gut miteinander vermengen und mit Salz und Pfeffer abschmecken.
    Für die verfeinerte Cocktailsauce, die Fertigsauce mit Joghurt vermischen und mit einem Spritzer Zitronensaft, Chiliflocken, Salz und Pfeffer abschmecken. Wer mag, macht die gesamte Cocktailsauce selbst. HIER gehts zu meinem Rezept.
  4. Sobald die Artischocken fertig sind, vorsichtig aus dem kochenden Wasser heben und abtropfen lassen. Zum Essen zupft man die Blätter der Artischocke ab, taucht sie in die Vinaigrette und saugt das Fruchtfleisch von den Blättern. Wenn man beim Herz der Frucht angelangt ist, entfernt man vorsichtig die Härchen, und lässt sich den Rest schmecken – das Artischockenherz ist der beste Teil!