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Sommer in den Bergen

Als ich letztens mal wieder meine Bilder durchgeschaut habe, ist mir eine tolle Fotoreihe in die Hände gefallen. Ende Juli verbrachte ich ein wunder, wunderschönes Wochenende in Österreich. Den Freitag hatten wir uns freigenommen und konnten somit 3 komplette Tage genießen und zwar in vollen Zügen. Großes Glück hatten wir, da zum einen an diesem besagten Wochenende so einiges im einst als schönstes Dorf Europas gekürten, Lech am Arlberg geboten war, und zum anderen der Wettergott es verdammt gut mit uns meinte.

Lech III

So erkundeten wir die prachtvollen Berge rund um das Dorf zum ersten Mal mit dem Mountainbike und nahmen uns gleich eine ordentliche Runde vor. 45 Kilometer ging es auf und ab, zuerst ins nahegelegene Zug, dann um den Formarinsee zur Freiburger Hütte wo die erste Trinkpause eingelegt wurde.

Wieder auf dem gleichen Weg zurück und hinauf zum Spuler See, einmal dort rund herum und über das Stierloch zurück nach Zug.

Geschafft aber glücklich hatten wir uns dann ein ordentliches Steak verdient.

Am nächsten Tag war aber eher Ruhe angesagt und wir schauten uns Mittags den nur alle vier Jahre stattfindenden Musik- und Trachtenumzug an. Einfach zauberhaft, wie viele verschiedene Trachten dort zu bewundern waren.

Lech X

Kapelle III kwb

Lech IX

Kapelle Kollage II kwb

Den späten Nachmittag wollte ich dann aber noch unbedingt einen Spaziergang über einen Weg oberhalb von Lech, am Fuße des Rüfikopfs machen. Und wie sich das Aufraffen rentiert hat! Einfach wunderschöne Bergmotive, Ruhe genießen und Kraft schöpfen.

Blumen Collage kwb

Haus Kollage kwb

Kuh kwb

Achja, jetzt habe ich den ersten Tag ganz übersprungen, aber dazu gibt es ja einiges zu sagen…

Denn als ich ein paar Tage vor Anreise auf die Website klickte um herauszufinden, was wir schönes machen könnten und den Link an meine Begleitung schickte, hüpfte dessen Herz ganz schnell auf und ab. Mercedes Benz hatte zu diesem Wochenende eine einzigartige Promotionaction und nach Anmeldung konnten wir gleich am Freitagmorgen ein tolles Auto ausfahren. Nicht schlecht staunten wir, dass wirklich alles gratis war und freuten uns über eine morgendliche Ausfahrt ins Lechtal. Mit ordentlich PS unter der Haube genossen wir die langsam erwachenden Berge in vollen Zügen. Ein wahnsinns Erlebnis, das wir so schnell nicht vergessen werden.

Lech IV Kopie

Wer nun Lust bekommen hat, diesem Fleckchen Erde einen Besuch abzustatten, schaut einfach mal auf der Website www.lech-zuers.at vorbei. Einige mögen Lech als einen sportlich geprägten Skiort kennen und ja, auch im Winter ist es schier unvergleich schön hier (ein paar Bilder aus den Bergen gibt es hier), aber der Sommer steht der kalten Zeit in Nichts nach. Seit einigen Jahren wird der Sommertourismus hier auch immer mehr gefördert. Mit der Active Card sind viele Angebote kostenfrei zu nutzen. Seilbahnen, Drivingrange, Minigolfplatz und vieles mehr. Jeder, der Anfänger als auch ambitionierte Wanderer, als auch Mountainbiker findet hier für sich das Richtige. Breite Wege, schmale Trails und zur Belohnung vielleicht ein selbst gefangener Fisch? Es gibt nichts besseres als eine frisch gebratene Forelle aus dem Zuger Teich auf dem Teller nach einer ordentlichen Wanderung! Oder doch lieber ein entspanntes Bad im Waldfreibad? Rutschenspaß und Entspannung im beheizten Becken für jedermann.

Lech II

Und noch eine Anmerkung; der ein oder andere mag es auch schon wissen, essen kann man hier in Lech auch unglaublich gut. Welches Restaurant ich besucht habe und noch Wochen später davon schwärme, erzähle ich euch ein andermal.

An alle die denken, ja Mensch, bis zum nächsten Juli ist ja noch ewig… auch der Herbst lässt sich hier wunderbar genießen! Ich hoffe, es die nächsten Wochen noch einmal hierher zu schaffen. Ansonsten zur Wintersaison wieder – Tiefschnee ich komme!

Lech I

Mallorca Eindrücke

Hallo meine Lieben!

Jetzt war es ein paar Tage etwas ruhiger hier, denn ich durfte ein paar Tage wegfahren und hatte dann leider ein unschönes Mitbringsel mitgebracht – eine ordentliche Grippe mit starkem Husten, Fieber und allem was dazu gehört zwingt mich im Bett zu bleiben. In den letzten Tagen habe ich in den wenigen Wachmomenten aber ein paar schöne Fotos für euch rausgesucht.

Hach, was hatte ich mich gefreut, als ganz spontan ein Kurzurlaub mit einer lieben Freundin zustande kam. Das Hotel hatte ich schon ein paar Wochen vorher einfach mal so reserviert, mit dem Hintergedanken, den 1. Mai im Süden verbringen zu wollen. Ein top Flugangebot von Memmingen aus und der Mietwagen war auch ein Schnäppchen, also haben wir nicht lange überlegt und sind vorletzten Samstag nach Mallorca geflogen.

Die Freude wurde erstmal leider gedämpft und wir wurden von Regen und kalten 12°C empfangen – und das hielt dann auch noch zwei weitere Tage an.

Wir haben uns die Laune aber nicht vermiesen lassen und haben erst etwas länger auf unserem Hotelzimmer im Hafen von Palma gechillt und eine Serie geschaut und sind dann aber doch noch in unsere süße kleine weiße Knutschkugel, den Fiat 500, gesprungen und zu den sogenannten Drachenhöhlen gefahren. Für einen Regentag, ein tolles Ausflugsziel!

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Am zweiten Regentag wollten wir unseren Routenplan nicht verändern und sind trotz Regen, Nebel und Wind ganz in den Norden gefahren. Das war nur leider wirklich keine gute Idee. Wir kamen uns vor, wie durch einen Regenwald Südamerikas zu fahren und haben leider nichts, wirklich gar nichts gesehen.

Tag Drei war dann endlich schönes Wetter! Leider noch immer recht frisch bei ca. 15°C aber die Sonne hat uns beehrt. Gleich am Morgen haben wir einen kleinen Spaziergang durch Palma gemacht.

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Danach ging es dann aber ganz schnell Richtung Westküste. Oft gehört, von vielen empfohlen und in einigen Berichten gelesen, aber in Wirklichkeit ist es noch vieeeeeel schöner dort. Egal in welches kleine Dörfchen man fährt, welche Passstraße man sich hinunter und wieder hinaufschlängelt, es gibt überall unglaublich schöne Ecken.

Malle Küste

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Jetzt, Anfang Mai, fängt dort die Saison erst langsam an und man muss nirgends lange warten, im Stau stehen oder mit Touristenmassen durch schöne Städtchen pilgern.

Auffällig sind nur die vielen Radfahrer, die die Straßen befahren und manchmal ganz schön rücksichtslos auf ihren Teil der Straße pochen (welcher gern auch mal mindestens 2/3 der eigenen Seite einnimmt). Außerdem sollte man darauf achten, nicht nur in die vom Reiseführer empfohlenen „süßen Bergdörfchen“ wie z.B. Valldemossa zu fahren, sondern auch gern mal fernab von vielen Mietwägen abzubiegen. Besonders gut hat mir das Dorf Fornalutx auf dem Weg vom Tor des Paradises Richtung Soller gefallen. Hier ist die Welt, wie man so schön sagt, „noch in Ordnung“. Ruhig und mit viel Liebe zum Detail gepflegt. Architektonisch sehr schön gebaut und landschaftlich wunderschön gelegen.

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Eine Spezialität dort in der Gegend ist eine Art Eisgetränk, die man unbedingt probieren sollte. Orangeneis wird mit frisch gespresstem Orangensaft (beides aus der Gegend Soller) aufgegossen und mit einem Klecks Sahne serviert. Super erfrischend und eine echte Alternative zum Eiskaffee.

Wir haben sie dann bei einem weiteren kurzen Halt am Hafen von Soller probiert.

Orange Soller

Tag 4 hat es uns dann auch nochmal in den Westen verschlagen und wir wollten mit dem überall angepriesenen Valldemossa anfangen. Von weitem ein schön gelegener Ort.

Valldemossa

Bei der Durchfahrt haben wir aber schnell festgestellt dass an diesem Tag sehr sehr viele Radfahrer und Reisegruppen Einzug hielten und sind einfach weitergefahren um an den Port de Valldemossa zu gelangen. Eine sehr enge Passstraße führte uns in ein abgelegenes kleines Dorf mit toller Aussicht, türkisblauem Meer und Ruhe.

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Nach diesem sehr lohnenswerten Stop ging es die lange, kurvige Küstenstraße gen Süden entlang. Ein wunderschönes Panorama konnten wir bestaunen und zwischen den Terrassen konnte man die ein oder andere versteckte Finca entdecken. Hier würde es sich gut eine Woche lang aushalten lassen.

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Als Nachmittagssnack haben wir in einem Hafen im Süden in der Sansibar eine leckere Pasta gegessen.

Sansibar

Sansibar Nudeln

Über’s Essen habe ich ja bislang sowieso wenig verloren. Das liegt daran, dass wir untertags im Auto meist nur Obst und Sandwiches hatten und ich nur einmal meine Kamera Abends dabei hatte und euch nur ein paar Tapas Fotos zeigen kann. Tapas ist das Schlagwort! Die sollte man nämlich reichlich essen, wenn man in Spanien ist, und so haben wir das auch meist getan. Ich muss gestehen, richtig abwechslungsreich waren wir nicht, sprich in verschiedene Landstriche oder Stadtviertel hat es uns nie verschlagen und wir wurden jeden Abend in der Innenstadt von Palma fündig. Hier gibt es tolle Lokale, die für jeden etwas bieten. Von hochmodern bis sehr traditionell. Der Tourifaktor um diese Jahreszeit hält sich auch noch in Grenzen und so kann man überall etwas leckeres finden.

Tapas I Tapas II Tapas III Tapas IV

Insgesamt muss ich sagen, ist Mallorca auf jeden Fall eine Reise wert! Weg mit den Vorurteilen, junge Menschen haben nur Spaß am Ballermann. Vielleicht bin ich nicht das Paradebeispiel, aber ich kann nur jedem empfehlen, ob jung oder alt, der die Natur liebt und einfach mal etwas anderes sehen möchte, sich in den Flieger zu setzen und Mallorca zu entdecken. Am besten zur Nebensaison, wo es nicht nur recht günstig sondern vorallem wunderschön und wenig touristenüberlaufen ist. Ich werde wieder kommen!

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