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Ein Kaminabend mit Numanthia

Es war ein kalter, trüber und nasser Novembertag. Der perfekte Tag um es sich mit einer heißen Schokolade oder einem dampfenden Tee auf der Couch gemütlich zu machen. Oder aber man verbringt den Abend am Kamin, isst spanische Tapas, trinkt köstlichen Rotwein und plaudert mit dem Winzer persönlich über wärmere Tage im Weinberg.

Numanthia VIIUnd genau das durfte ich an diesem Tag machen. Manuel Louzada, Winemaker der Bodega Numanthia, lud nämlich zum Ladies-Kaminabend. Ganz spontan flatterte die Einladung in mein E-Mail-Postfach und ich war ganz aufgeregt, als ich von einem Shuttleservice pünktlich um 19:00 Uhr zu Hause abgeholt wurde. Ziel war das Hotel Bayerischer Hof. Dort angekommen, wurde ich in eine traumhafte Suite begleitet – warmes Feuer flackerte im offenen Kamin, ein großer Couchtisch, schon mit den ersten Tapas gedeckt, wurde von gemütlichen Sitzgelegenheiten umrandet und der ganze Raum war liebevoll mit herbstlichen Zweigen und vielen Bildern des Weinguts dekoriert. Eine imposant inszenierte Magnumflasche machte sofort Lust auf das erste Glas.

Numanthia III

Nachdem alle Ladies angekommen waren, empfing uns Manuel Louzada sehr herzlich und wir stießen mit einem Glas Numanthia 2008 aus der Magnum an. Von uns Damen umringt, erzählt Manuel von sich und seiner Leidenschaft für Wein: Von seinem Werdegang, wie alles in Spanien begann und über seine Zeit in Argentinien, wo er die Möglichkeit bekam, hochwertigen Schaumwein zu entwickeln. Nach zehn Jahren in Südamerika, kam er dann über Estates & Wines wieder zurück nach Spanien in das Herz der Toro Region. Dort übernahm er 2009 schließlich die Bodega Numanthia, welche er bis heute sehr erfolgreich führt.

Numanthia VManuel ist ein überaus herzlicher, weltoffner Mensch an dessen Lippen man förmlich hängt, wenn er euphorisch, bildlich und mitreißend von Wein spricht. Fast hätten wir vergessen, die ersten Tellerchen zu leeren.

Sowohl zum Bulgogi vom Rinderfilet mit Enokipilzen, der Perlhuhnroulade mit Preiselbeeren als auch einem Salpicon vom Wildschwein harmonierte der als zweites eingeschenkte Numanthia 2009 perfekt.

Numanthia IIXPerlhuhnroulade mit Preiselbeeren

Dunkelrot floss er ins Glas und versprühte sofort einen Duft nach frischen roten Beeren und Gewürznoten von Kardamom und Zimt. Kräftig und vollmundig zeigte er die Komplexität und Machart des Weines.###

Numanthia VISaltimbocca auf Steinpilzrisotto

Zum Saltimbocca auf Steinpilzrisotto, Pulpo und den vielen leckeren Nachspeisen tranken wir schlussendlich einen Termanthia 2009. Auch er ist ein sehr kräftiger Rotwein, der durch eine extreme Palette an Aromen wie dunkle Früchte und Schokolade aber auch einem Hauch von Gewürzen, den mineralischen Aromen und Röstnoten sehr komplex ist und lange am Gaumen haften bleibt.

Numanthia IIZwischen den Leckereien wurde uns weiterhin viel rund um das Weingut und seine Weine erzählt – von der Geschichtes des Weinbaugebietes über seine unterschiedlichen Böden bis hin zu Ernte und Ausbau blieb keine Frage offen.

Numanthia IX

Alles in allem war es ein lehrreicher, spannender Abend mit vielen spannenden Gesprächen. Glücklich und ein klein wenig weinseelig fuhr ich nach Hause.

Noch immer denke ich gerne an diesen Abend zurück und freue mich, demnächst zu einem besonderen Anlass das Abschiedsgeschenk, eine Flasche Numanthia 2009, genießen zu können.

Habt ihr schonmal einen Wein von der Bodega Numanthia getrunken? Wie hat er euch geschmeckt? Es würde mich freuen, wenn ihr mir davon erzählt!

Numanthia I

Mallorca Eindrücke

Hallo meine Lieben!

Jetzt war es ein paar Tage etwas ruhiger hier, denn ich durfte ein paar Tage wegfahren und hatte dann leider ein unschönes Mitbringsel mitgebracht – eine ordentliche Grippe mit starkem Husten, Fieber und allem was dazu gehört zwingt mich im Bett zu bleiben. In den letzten Tagen habe ich in den wenigen Wachmomenten aber ein paar schöne Fotos für euch rausgesucht.

Hach, was hatte ich mich gefreut, als ganz spontan ein Kurzurlaub mit einer lieben Freundin zustande kam. Das Hotel hatte ich schon ein paar Wochen vorher einfach mal so reserviert, mit dem Hintergedanken, den 1. Mai im Süden verbringen zu wollen. Ein top Flugangebot von Memmingen aus und der Mietwagen war auch ein Schnäppchen, also haben wir nicht lange überlegt und sind vorletzten Samstag nach Mallorca geflogen.

Die Freude wurde erstmal leider gedämpft und wir wurden von Regen und kalten 12°C empfangen – und das hielt dann auch noch zwei weitere Tage an.

Wir haben uns die Laune aber nicht vermiesen lassen und haben erst etwas länger auf unserem Hotelzimmer im Hafen von Palma gechillt und eine Serie geschaut und sind dann aber doch noch in unsere süße kleine weiße Knutschkugel, den Fiat 500, gesprungen und zu den sogenannten Drachenhöhlen gefahren. Für einen Regentag, ein tolles Ausflugsziel!

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Am zweiten Regentag wollten wir unseren Routenplan nicht verändern und sind trotz Regen, Nebel und Wind ganz in den Norden gefahren. Das war nur leider wirklich keine gute Idee. Wir kamen uns vor, wie durch einen Regenwald Südamerikas zu fahren und haben leider nichts, wirklich gar nichts gesehen.

Tag Drei war dann endlich schönes Wetter! Leider noch immer recht frisch bei ca. 15°C aber die Sonne hat uns beehrt. Gleich am Morgen haben wir einen kleinen Spaziergang durch Palma gemacht.

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Danach ging es dann aber ganz schnell Richtung Westküste. Oft gehört, von vielen empfohlen und in einigen Berichten gelesen, aber in Wirklichkeit ist es noch vieeeeeel schöner dort. Egal in welches kleine Dörfchen man fährt, welche Passstraße man sich hinunter und wieder hinaufschlängelt, es gibt überall unglaublich schöne Ecken.

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Jetzt, Anfang Mai, fängt dort die Saison erst langsam an und man muss nirgends lange warten, im Stau stehen oder mit Touristenmassen durch schöne Städtchen pilgern.

Auffällig sind nur die vielen Radfahrer, die die Straßen befahren und manchmal ganz schön rücksichtslos auf ihren Teil der Straße pochen (welcher gern auch mal mindestens 2/3 der eigenen Seite einnimmt). Außerdem sollte man darauf achten, nicht nur in die vom Reiseführer empfohlenen „süßen Bergdörfchen“ wie z.B. Valldemossa zu fahren, sondern auch gern mal fernab von vielen Mietwägen abzubiegen. Besonders gut hat mir das Dorf Fornalutx auf dem Weg vom Tor des Paradises Richtung Soller gefallen. Hier ist die Welt, wie man so schön sagt, „noch in Ordnung“. Ruhig und mit viel Liebe zum Detail gepflegt. Architektonisch sehr schön gebaut und landschaftlich wunderschön gelegen.

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Eine Spezialität dort in der Gegend ist eine Art Eisgetränk, die man unbedingt probieren sollte. Orangeneis wird mit frisch gespresstem Orangensaft (beides aus der Gegend Soller) aufgegossen und mit einem Klecks Sahne serviert. Super erfrischend und eine echte Alternative zum Eiskaffee.

Wir haben sie dann bei einem weiteren kurzen Halt am Hafen von Soller probiert.

Orange Soller

Tag 4 hat es uns dann auch nochmal in den Westen verschlagen und wir wollten mit dem überall angepriesenen Valldemossa anfangen. Von weitem ein schön gelegener Ort.

Valldemossa

Bei der Durchfahrt haben wir aber schnell festgestellt dass an diesem Tag sehr sehr viele Radfahrer und Reisegruppen Einzug hielten und sind einfach weitergefahren um an den Port de Valldemossa zu gelangen. Eine sehr enge Passstraße führte uns in ein abgelegenes kleines Dorf mit toller Aussicht, türkisblauem Meer und Ruhe.

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Nach diesem sehr lohnenswerten Stop ging es die lange, kurvige Küstenstraße gen Süden entlang. Ein wunderschönes Panorama konnten wir bestaunen und zwischen den Terrassen konnte man die ein oder andere versteckte Finca entdecken. Hier würde es sich gut eine Woche lang aushalten lassen.

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Als Nachmittagssnack haben wir in einem Hafen im Süden in der Sansibar eine leckere Pasta gegessen.

Sansibar

Sansibar Nudeln

Über’s Essen habe ich ja bislang sowieso wenig verloren. Das liegt daran, dass wir untertags im Auto meist nur Obst und Sandwiches hatten und ich nur einmal meine Kamera Abends dabei hatte und euch nur ein paar Tapas Fotos zeigen kann. Tapas ist das Schlagwort! Die sollte man nämlich reichlich essen, wenn man in Spanien ist, und so haben wir das auch meist getan. Ich muss gestehen, richtig abwechslungsreich waren wir nicht, sprich in verschiedene Landstriche oder Stadtviertel hat es uns nie verschlagen und wir wurden jeden Abend in der Innenstadt von Palma fündig. Hier gibt es tolle Lokale, die für jeden etwas bieten. Von hochmodern bis sehr traditionell. Der Tourifaktor um diese Jahreszeit hält sich auch noch in Grenzen und so kann man überall etwas leckeres finden.

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Insgesamt muss ich sagen, ist Mallorca auf jeden Fall eine Reise wert! Weg mit den Vorurteilen, junge Menschen haben nur Spaß am Ballermann. Vielleicht bin ich nicht das Paradebeispiel, aber ich kann nur jedem empfehlen, ob jung oder alt, der die Natur liebt und einfach mal etwas anderes sehen möchte, sich in den Flieger zu setzen und Mallorca zu entdecken. Am besten zur Nebensaison, wo es nicht nur recht günstig sondern vorallem wunderschön und wenig touristenüberlaufen ist. Ich werde wieder kommen!

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