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Winzerzirkel im Bayerischen Hof

Das „weissblau“  in meinem Namen steht für die Liebe zur Heimat und der Tradition. Und genau dieses Gefühl habe ich, wenn ich den Bayerischen Hof betrete. Jedes Mal. Egal ob bei einem Besuch einer Veranstaltung im Palais Keller, einem Theaterbesuch in der Kleinen Komödie oder bei einem Cocktail im Trader Vic’s.

Deswegen freute ich mich besonders, als ich die Einladung zum achten Winzerzirkel in meinem Briefkasten vorfand.

Bay Hof IIX

Der Winzerzirkel ist eine Veranstaltung bei der sich Weinliebhaber und Weinkenner im Gourmetrestaurant des Bayerischen Hofs, dem Atelier, zu einem besonderen Abend treffen. Bei jedem einzelnen Termin werden die Weine eines internationalen Topwinzers vorgestellt, und bei einem auf die Weine abgestimmten 5-Gang Menü des Michelin Sternekochs Steffen Mezger verkostet.

In den vergangenen Jahren waren schon die Winzer von Dr. Bürklin-Wolf, Gesellmann, Max Diix, Wittmann, Arndorfer, Knipser, Preisinger, Krug Vineyard Bond-Harlan Estate mit dem Villmart Champagne sowie Dom Pérignon und Monteverro zu Gast. Im März stellte nun Herr Attmann vom Weingut von Winning seine herausragenden Weine vor.

Bay hof VII

Den „Dr. Reinhard Weißer Burgunder Brut“ zum Aperitiv genossen wir im neu gestalteten Dachgarten des Bayerischen Hofs. Die Aussicht des im vierten Stock gelegenen Frühstücksraumes für Hotelgäste und externe Liebhaber des Bayerischen Hofs ist dort oben gigantisch. Sitzt man auf einem der bequemen Sessel im Inneren oder geht nach draußen auf die Terrasse, so hat man den wohl besten Blick auf Münchens Innenstadt mit Direktblick auf die leuchtend angestrahlte Frauenkirche. Mit dem Aperitif gab es zudem einleitende Worte der Pressesprecherin Frau Barcatta und Herrn Attmann selbst. Er erzählte von sich, seinem Werdegang, dem Weingut, und beschrieb den prickelnden Auftakt im Glas vor uns.

Danach wanderte die Gruppe der Weinliebhaber hinunter in das Gourmetrestaurant Atelier, wo uns der Restaurantchef, Herr Spannenkrebs, und sein Team begrüßte und uns zu unseren Plätzen an der langen Tafel führte.

Bay Hof III

Eine grandiose Auswahl von Weinen vom Weingut von Winning

Alsbald startete ein außerordentliches Menü mit zwei Grüßen aus der Küche – Kohlrabi mit Süssholz und Leindotteröl und Pulpa mit Kimizu und Meerestrauben. Begleitet wurden diese von einem Sauvignon Blanc II (2013) und einem Weißen Burgunder II (2012).

Bay hof I

Die Fischgänge

Vor den zwei Vorspeisen erzählte der Winzer abermals von den dazu servierten Weinen. Er erklärte uns, welche Unterschiede es bei den Hanglagen gibt, welcher Boden einen Wein besonders mineralisch macht und wie das Lagern in Holzfässern Weißweine beeinflusst. Den edlen Tropfen, Deidesheimer Grainhübel Riesling (2012), von denen es nur wenige Flaschen gibt, durften wir zum Kabeljau mit Erdmandel, Zitrone und Koriander genießen.

Mein absolutes Highlight des Menüs war eindeutig der Kohlenfisch mit Avocado und Apfel zum Deidesheimer Paradiesgarten Riesling (2012).

Bay Hof II Kopie

Die Fleischgänge

Eine Besonderheit, die man nicht täglich auf dem Teller hat, war der blaue Hummer. Zusammen mit Mango und einer Curry Soße war er perfekt abgeschmeckt. Der Hauptgang, Kalbsbries nach Königsberger Art, war für mich persönlich etwas gewöhnungsbedürftig, Liebhaber von Bries sind aber vollkommen auf ihre Kosten gekommen. Der Kalkofen GG Riesling (2012) rundete das Fleischgericht perfekt hab.

Zum Schluss wurde es dann auch noch blumig auf dem Teller und köstlich süß im Glas. Weiße Schokolade mit Passionsfrucht und Veilchen zum Dessert und dazu die „Ungeheuere Beerenauslese“ (2011).

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Das Dessert

Ein wahrhaftig gigantischer Abend mit den Weinen eines der derzeit besten deutschen Weingüter, einem ausgezeichnetem Menü, spannenden Gesprächen und interessanten Begegnungen. Ich möchte mich an dieser Stelle noch einmal ganz herzlich für diese Einladung bedanken.

Bay Hof VZahlreiche Weine wurden genossen

 

Ein Kaminabend mit Numanthia

Es war ein kalter, trüber und nasser Novembertag. Der perfekte Tag um es sich mit einer heißen Schokolade oder einem dampfenden Tee auf der Couch gemütlich zu machen. Oder aber man verbringt den Abend am Kamin, isst spanische Tapas, trinkt köstlichen Rotwein und plaudert mit dem Winzer persönlich über wärmere Tage im Weinberg.

Numanthia VIIUnd genau das durfte ich an diesem Tag machen. Manuel Louzada, Winemaker der Bodega Numanthia, lud nämlich zum Ladies-Kaminabend. Ganz spontan flatterte die Einladung in mein E-Mail-Postfach und ich war ganz aufgeregt, als ich von einem Shuttleservice pünktlich um 19:00 Uhr zu Hause abgeholt wurde. Ziel war das Hotel Bayerischer Hof. Dort angekommen, wurde ich in eine traumhafte Suite begleitet – warmes Feuer flackerte im offenen Kamin, ein großer Couchtisch, schon mit den ersten Tapas gedeckt, wurde von gemütlichen Sitzgelegenheiten umrandet und der ganze Raum war liebevoll mit herbstlichen Zweigen und vielen Bildern des Weinguts dekoriert. Eine imposant inszenierte Magnumflasche machte sofort Lust auf das erste Glas.

Numanthia III

Nachdem alle Ladies angekommen waren, empfing uns Manuel Louzada sehr herzlich und wir stießen mit einem Glas Numanthia 2008 aus der Magnum an. Von uns Damen umringt, erzählt Manuel von sich und seiner Leidenschaft für Wein: Von seinem Werdegang, wie alles in Spanien begann und über seine Zeit in Argentinien, wo er die Möglichkeit bekam, hochwertigen Schaumwein zu entwickeln. Nach zehn Jahren in Südamerika, kam er dann über Estates & Wines wieder zurück nach Spanien in das Herz der Toro Region. Dort übernahm er 2009 schließlich die Bodega Numanthia, welche er bis heute sehr erfolgreich führt.

Numanthia VManuel ist ein überaus herzlicher, weltoffner Mensch an dessen Lippen man förmlich hängt, wenn er euphorisch, bildlich und mitreißend von Wein spricht. Fast hätten wir vergessen, die ersten Tellerchen zu leeren.

Sowohl zum Bulgogi vom Rinderfilet mit Enokipilzen, der Perlhuhnroulade mit Preiselbeeren als auch einem Salpicon vom Wildschwein harmonierte der als zweites eingeschenkte Numanthia 2009 perfekt.

Numanthia IIXPerlhuhnroulade mit Preiselbeeren

Dunkelrot floss er ins Glas und versprühte sofort einen Duft nach frischen roten Beeren und Gewürznoten von Kardamom und Zimt. Kräftig und vollmundig zeigte er die Komplexität und Machart des Weines.###

Numanthia VISaltimbocca auf Steinpilzrisotto

Zum Saltimbocca auf Steinpilzrisotto, Pulpo und den vielen leckeren Nachspeisen tranken wir schlussendlich einen Termanthia 2009. Auch er ist ein sehr kräftiger Rotwein, der durch eine extreme Palette an Aromen wie dunkle Früchte und Schokolade aber auch einem Hauch von Gewürzen, den mineralischen Aromen und Röstnoten sehr komplex ist und lange am Gaumen haften bleibt.

Numanthia IIZwischen den Leckereien wurde uns weiterhin viel rund um das Weingut und seine Weine erzählt – von der Geschichtes des Weinbaugebietes über seine unterschiedlichen Böden bis hin zu Ernte und Ausbau blieb keine Frage offen.

Numanthia IX

Alles in allem war es ein lehrreicher, spannender Abend mit vielen spannenden Gesprächen. Glücklich und ein klein wenig weinseelig fuhr ich nach Hause.

Noch immer denke ich gerne an diesen Abend zurück und freue mich, demnächst zu einem besonderen Anlass das Abschiedsgeschenk, eine Flasche Numanthia 2009, genießen zu können.

Habt ihr schonmal einen Wein von der Bodega Numanthia getrunken? Wie hat er euch geschmeckt? Es würde mich freuen, wenn ihr mir davon erzählt!

Numanthia I

Sommertrip – Salzkammergut, Südsteiermark, Kroatien

Wie das ja immer so ist, wenn ich in den Urlaub fahre, es muss mindestens einmal so richtig schön schlechtes Wetter sein. Tataaaa, Tag 5 hat es heute erwischt und ich sitze zwar gerade draußen unter einem Sonnenschirm, aber meine Füße werden trotzdem nass! Und ich dachte, in Istrien ist immer schönes Wetter… Gut, das dachte ich in den USA und auf Mallorca auch… Langsam will wirklich niemand mehr mit mir wegfahren, weil Gerüchte behaupten, ich ziehe das schlechte Wetter an.

Naja, aber so hat es wenigstens ein Positives, ich kann euch ein paar Bilder der letzten Tage zeigen.

Traunsee III

Gestartet wurde im Salzkammergut. Über die A8 haben wir uns bis kurz hinter Salzburg vorgekämpft. Wirklich ein Kampf mit Tausenden anderen Urlaubern, sodass die ursprünglich für 2,5 Stunden geplante Anreise sich auf über 4 Stunden erstreckte. Völlig entnervt haben wir uns dann für die Landstraße entschieden, was wirklich eine hervorragende Idee war. Über den Fuschlsee mit einem Abstecher zum Schloss Fuschl ging es über den Mondsee zum Traunsee.

Fuschl ISchloss Fuschl

Dort haben wir dann ein tolles Abendessen genossen und den Tag beim Lichterfest ausklingen lassen.
Sonntagvormittag war dann der Besuch der Gmundner Porzellanmanufaktur angesagt. Alle Motive, alle Farben und ein bisschen Geschichte drum rum. Schon als Kind hat mich der grüne Hirsch fasziniert, wenn ich irgendwo in den Alpen einen Teller mit ihm drauf präsentiert bekam. Seit Anfang diesen Jahres sammle ich das traditionelle Porzellan nun selbst und kam nicht umhin ein paar neue Stücke zu kaufen.

Gmunden III

Am Nachmittag durften wir uns ein wunderschönes Elektroboot von Frauscher Boote ausleihen, sind baden gegangen und haben die zauberhafte Landschaft vom Wasser aus genossen.

Frauscher kwb

Beeindruckend, wie dieser See in Mitten der steilen Felswände liegt. Klar, ruhig und gefühlt beinahe unberührt.

Traunsee II

Kurz vor der Weiterfahrt gab‘s dann das beste Schnitzel, was ich jemals gegessen habe. Ich empfehle wirklich jedem, der in der Nähe des schönen Traunsees ist, die Weinstube „Spieß“ in der Innenstadt, direkt gegenüber des Hauptplatzes gelegen, zu besuchen. Rustikal geht es zu und wie gesagt, extrem gute Schnitzel gibt es hier zu verkosten! Auch das Roastbeef Weckerl am Nebentisch sah sehr gut aus!

Gmunden I

Gmunden

Nachts ging es dann weiter nach Graz. Die Stadt haben wir uns am Montagvormittag angeschaut und für wirklich schön befunden. Kleine Gassen, reich verzierte Häuserfassaden und östreichische Gemütlichkeit. Gestärkt durch ein g‘schmackiges Mittagsmenü im Restaurant Prato fuhren wir weiter in die Südsteiermark.

GrazII kwb

Auf dem Plan standen drei Weingüter: Sepp und Maria Muster, Andreas Tschäppe und Tement. Seid ihr interessiert, was wir dort interessantes über Weinherstellung erfahren haben? Verschiedene spannende Ansichten und Herstellungsverfahren kann ich euch gerne in einem ausführlicheren Bericht vorstellen.

Erratet ihr, was wir natürlich zum Abschluss in Österreich beim Blick in die Weinberge gegessen haben?

Backhendl

Backhendl begleitet von Salat mit Kernöl

Über einen Abstecher in Zagreb sind wir jetzt in Istrien angekommen. Heimathafen ist Porec. Gestern Abend haben wir schon den ersten Sonnenuntergang erlebt und das malerische Städtchen besichtigt. Wenn das Wetter hoffentlich bald besser wird, zeige ich gerne weitere Bilder!

Porec I Porec II

Derweil schicke ich liebe Adriagrüße und wer noch mehr Schnappschüsse von meinem Sommertrip sehen mag, schaut auf Instagram (kunterbuntweissblau) vorbei.