Archiv für den Monat August 2014

Lammkarree und Marillen vom Grill mit Safran-Vanille-Polenta. Dazu Pinot Noir aus dem Kremstal

Heute: ein kleiner Blick hinter die kunterbuntweissblauen Kulissen. Also hinter die Kulissen der Marillenwochen. Um genau zu sein hin zum Anfang des Plans, Marillenwochen einzuläuten.

Lambchops I

Es war ein Abend im Juli an dem ich mich mit einem leeren Blatt Papier hinsetzte und überlegte, wie ich meine neu entdeckte Lieblingsfrucht aus der Wachau am besten verwerte um Euch einen bunten Strauß an Rezeptideen zu schenken. Ich notierte Süßspeisen wie Kuchen und Marillenknödel, Marmelade, die ich Euch aber ja schon letztes Jahr gezeigt hatte, und dann machte ich mir Gedanken über deftige Gerichte. Als allererstes kam mir Lamm als eine doch bestimmt super geeignete Fleischsorte in den Sinn. Hm, Lamm… Lammlachse? Lammkoteletts? Lammkaree!

Lambchops VII

Das sieht auf den Tellern nicht nur schön aus, sondern schmeckt mir persönlich immer hervorragend. Nachdem ich wusste, dass ich beim Zubereiten des Gerichts einen Grill zur Verfügung haben werde, fand ich die Idee noch spannender. Lammkaree vom Grill mit, ja, warum nicht, gegrillten Marillen. Nun noch eine weitere Beilage überlegen… Reis? Nein! Lange schon nicht mehr gemacht, passt aber doch Polenta perfekt!

Lambchops VI

Zum Schluss ging ich dann noch in den Keller. Natürlich sollte auch der passende Wein ausgesucht werden. Und da musste ich nicht lange überlegen. Ein Pinot Noir wurde es. Welcher genau? Wie immer unter dem Rezept meine Weinempfehlung.

Lambchops IIX

Und die Moral von der Geschicht: tatatataaaa: Hier kommt es, das Rezept für den Hauptgang auf dem Marillenwochenbuffet!

Lambchops IV

Lammkarree und Marillen vom Grill, dazu Safran-Vanille-Polenta

Zutaten für 4 Personen:

Lammkarree: Gesamtgewicht ca. 800-1000 g

Gewürzmischung für Lamm (z.B. von Schuhbeck)

6-8 Marillen

Polentamehl

Milch

Safran (Fäden oder Pulver)

Vanille aus der Mühle

Kräutersoße:

Olivenöl

Butter

frische Kräuter (z.B. Salbei, Thymian, Rosmarin etc.)

Zubereitung:

  1. Marillen waschen und halbieren. Dann auf Spieße stecken. Frische Kräuter hacken. Lammkarree kurz abbrausen und trocken tupfen. Lamm mit Fleur de Sel und Gewürzmischung würzen.
  2. Olivenöl und Butter (Menge nach Belieben) in einer Pfanne erhitzen, Kräuter dazugeben und warm halten.
  3. Polenta nach Packungsangabe kochen. Mit Salz, (weißem) Pfeffer, Safran und Vanille, ggf. einem Stück Butter, abschmecken. Warm halten.
  4. Das ganze Lammkarree auf dem Grill je nach Glut ca. 7-10 Minuten grillen. Bitte beachten: jeder Grill ist anders. Das Fleisch sollte zum Genuss noch schön rosa sein. Dann in Stücke schneiden. Marillen währenddessen ebenfalls mit den Spießen auf dem Grill garen.
  5. Auf vorgewärmte Teller Polenta, Lamm und Marillen anrichten. Kräutersoße darüber träufeln und genießen!

Lambchops X

 

Weinempfehlung:

Während meiner Weinreise in die Wachau, das Krems- und Kamptal, kam ich unteranderem beim Weingut Malat vorbei. Ein modernes Weingut mit traditionellen Wurzeln, das es neben dem Weißweinanbau wie in der Region üblich, auch geschafft hat, einen sehr guten Pinot Noir herzustellen. Warum sie das machen? Aus großer Liebe zu dieser Rebsorte!

Als ich den Pinot Noir Reserve 2011 das erste Mal verkostete, fiel er mir schon durch seine schöne Farbe, ein Kirschrot, und auch dem Kirschtouch in der Nase auf. Der im Barrique ausgebaute Rotwein ist im Geschmack schön fruchtig mit einem Hauch von Nougat und einer angenehmen Holzwürze. Zum gegrillten Lamm mit den saftigen Marillen und den Orientgewürzen in der Polenta ist er ein sehr schöner Begleiter.

 

Weitere Rezepte mit Aprikosen:

Marillenknödel
Marillenchutney
Fischcurry mit Marillen
Gegrillte Marillen mit Ziegnkäse
Marillenstreuselkuchen
Aprikosenmarmelade

Marillen mit Ziegenkäse

Fröhlich geht es weiter mit den Marillenwochen! Und heute habe ich eine Vorspeise für Euch auf die Teller gezaubert. Lange musste ich da auch gar nicht überlegen, was das sein soll. Einer meiner Lieblingsprodukte passt nämlich eigentlich zu fast allem: Ziegenkäse!

Marillenziege I

Marillenziege IV

Diesmal gibt es nicht die klassische Ziegenkäserolle wie beim Salat mit Wildkräutern, sondern eine „frische Ziege“ – mähh! ;)

Marillenziege IIX

Ziegenfrischkäse also. Den gibt es im Kühlregal oft als kleine Rolle oder aber als Taler in verschiedenen Varianten. Ich habe mich für die Taler entschieden und gleich mehrere „Flavours“ ausprobiert: Natur, mit Honig und mit Cranberries. Natürlich schmeckt er in Natur am reinsten, aber ich muss sagen, die Honig und Cranberry Variante passt fast noch besser – ist sie doch ein schöner Gegensatz zu den säuerlichen Marillen. Aber wie immer: Geschmäcker sind ja bekanntlich verschieden. Deswegen probiert Euch durch. Heute Natur, morgen Cranberry. Auch mit den Honigsorte, die auf den Ziegenkäsescheiben verteilt wird, kann man hervorragend spielen.

Marillenziege VII

Nussig und würzig wird das Sommergericht dann durch Pinienkerne und frischen Thymian. Rundum eine schnell gemachte und vorallem interessante Kombination zu der sich hervorragend ein Grüner Veltliner trinken lässt. Welchen wir hatten? Zu entdecken unterhalb des Rezepts.

Marillenziege VI

 

Marillen mit Ziegenkäse aus dem Ofen

 Zutaten für 2-4 Portionen

 250 g Marillen

 3 Zweige Thymian

 2 EL Olivenöl

4 kleine Ziegenfrischkäse (á 30 g)

2 TL Honig

20 g Pinienkerne

frisch gemahlener schwarzer Pfeffer

 Zubereitung:

  1. Grill des Backofens vorheizen. Marillen waschen und halbieren oder vierteln, dabei entsteinen. Thymianblättchen abzupfen.
  2. Eine feuerfeste Form oder feuerfeste Portionsteller mit etwas Olivenöl auspinseln. Ziegenkäse und Marillen darin verteilen, mit restlichem Öl beträufeln. Honig auf dem Ziegenkäse verteilen, mit Thymianblättchen bestreuen. Alles mit Pinienkernen bestreuen.
  3. Marillen und Ziegenkäse auf der zweiten Schiene von unten ca. 5 Minuten übergrillen. Pfeffern.

Dazu passt: geröstetes Baguette

Marillenziege V

Weinempfehlung:

Zur Ziegenkäsevorspeise mit Marillen passt ein Mitbringsel von meiner Weinreise, der Grüne Veltliner Grätling 2013 vom Weingut Nigl, hervorragend. Das Weingut aus Senftenberg im Kremstal ist ein Weißwein-Weingut der ersten Lage. Martin Nigl und sein Team bewirtschaftet die Rebflächen im naturnahen, integrierten Weinbau, der vorwiegend mit Grünen Veltliner und Riesling bepflanzt ist.

Der Grüne Veltliner Grätling ist der Einstiegswein des Weinguts. Süffig, unkompliziert und perfekt für den Sommer. Die pfeffrige Note und spritzige Säure harmoniert sehr schön zum milden Ziegenkäse aber auch mit seinem betonten Fruchtcharakter schmiegt er sich als toller Begleiter an die gerösteten Marillen. Marillenziege III

Die Geschichte warum ich von einer Küchenmaschine doch nicht mehr so abgeneigt bin

Bei Küchenmaschinen scheiden sich ja die Geister. Die einen lieben sie. Sie können und wollen auch gar nicht mehr ohne sie leben. Andere fragen sich nach dem Sinn dieser Geräte. Und wiederum andere hätten zwar gern eine, ihnen fehlt aber der nötige Platz um sie aufzustellen.

Bosch III

Ich gehöre, ja, ich gestehe, zur zweiten Fraktion. Hat sich zudem der Kosten/Nutzenaufwand für mich bislang noch nicht erschlossen. Mir fehlt einfach nicht direkt etwas in meiner Küche, ohne das ich meine Essenszubereitung nicht vollenden könnte. Bislang!

Bosch IV

Seit einem lauen Sommerabend Mitte Juli sehe ich das etwas anders. Kann doch so eine Küchenmaschine wirklich sehr nützlich sein. Sie schlägt selbstständig Sahne steif ohne dass ich aufpassen muss, Butter zu produzieren. Sie verwandelt Rohkost in kürzester Zeit zu perfektem Wokgemüse und man kann sogar Pasta und Wurst selbst machen. Ich bin beeindruckt von diesem Gerät, dieser MaxxiMUM Küchenmaschine von Bosch!

Bosch I

Bosch MaxxiMUM mit Sensor Control

Die wurde uns nämlich vorgestellt und ich durfte sie sogar selbst ausprobieren. In lockerem Rahmen und bei sehr leckerem Essen in Käfer’s Bistro.

Nach der eindrucksvollen Präsentation durch einen Koch plauderten wir alle gemeinsam über die Fussball-Weltmeisterschaft, erörterten die Lieblingsgerichte der anwesenden Journalisten und Blogger und bekamen sogar noch eine Führung durch das „Schlaraffenland“ des Haupthauses Käfer.

Bosch V

Leckeres Essen in Käfer’s Bistro

So nehme ich für mich mit: hier muss ich wirklich öfter durchschlendern und einkaufen und falls ich irgendwann mal eine Familie verpflegen darf, muss so eine Hightech Küchenmaschine her. Erleichtert sie doch einige Handgriffe wirklich erheblich. Bis dahin schlage ich meine Butter, äh Sahne, selbst und rasple die Karotten für eine Singleportion Karottensalat noch per Hand.

Bosch VI

Vielen Dank an dieser Stelle für die Einladung zu diesem schönen und interessanten Abend an Bosch.

 

Marillenknödel

Der Freitag ist bei vielen ein fleischfreier Tag. Aus religiösen Gründen oder weil man bewusst einen Tag auf Fleisch verzichten möchte. Dann gibt es eben einen „Veggie- (oder wie bei mir ab und zu) Fischfreitag„.

Manchmal, zumindest kenne ich das so aus meiner Kindheit, wird dieser Tag aber auch ganz bewusst gewählt um süße Hauptgerichte zu zaubern. Und so nutze ich diesen heutigen Freitag um Euch die wohl bekannteste Süßspeise mit Marillen zu präsentieren – die Marillenknödel.

Marillenknödel II

Ich gebe offen zu, ich hatte diese köstlichen süßen Knödel noch nie zuvor selbst produziert. Die Mutter eines Freundes hatte früher zu besonderen Anlässen Quarkknödel gemacht und ich freute mich immer ganz besonders, wenn ich eingeladen wurde. Sie kommt aus Tschechien und da macht man das ja sehr häufig. Sie füllte sie damals mit vielen verschiedenen Obstsorten. Neben der klassischen Aprikosen oder Zwetschgenvariante mochte ich auch immer besonders gerne die Erdbeerfüllung.

Marillenknödel III

In Gedanken daran und an die Weinreise mit vielen kulinarischen Highlights habe ich mich jetzt selbst dran getraut. Der Klassiker aller Marillengerichte muss doch hier bei den kunterbuntweissblauen Marillenwochen vertreten sein, oder? ;)

Ich suchte ein Rezept bei unseren österreichischen Nachbarn, wurde auch schnell fündig und füllte samtigen Quarkteig mit frische Marillen aus der Wachau. Warten vor dem großen Topf, Wenden in warmen Buttersemmelbröseln und danach schweben im siebten Marillenhimmel. Köstlich! Genau so habe ich sie mir vorgestellt! Den Salat vorweg hätte ich fast nicht gebraucht, denn die Knödel sind zwar durch den mageren Teig und die süßen Früchte nicht so kalorienreich wie eine Schokotorte, füllen den Bauch aber trotzdem sehr.

In diesem Sinne wünsche ich Euch ein fabelhaftes Wochenende und viele leckere Knödel!

Marillenknödel I

Marillenknödel mit Quarkteig

Rezept nach gutekueche.at

Zutaten für 6 Portionen

2 Eier

260 g Mehl

500 g Magerquark

140 g Butter

Salz

12 Marillen

12 Stück Würfelzucker

ca. 150 g Butter

ca. 2 Handvoll Semmelbrösel

Puder – und Zimtzucker zum Bestreuen

Zubereitung:

  1. Für den Quarkteig, Butter und Eier schaumig aufschlagen. Danach den Quark, Mehl und eine Prise Salz hinzugeben und gut durchkneten bis ein Teig entsteht.
  2. Den Teig zu einer Rolle drehen und in 12 gleich große Stücke aufteilen. Mit bemehlten Händen die einzelnen Teigteile zu einer flachen runden Kreis mit ca. 10 cm Durchmesser formen.
  3. Die Marillen gut waschen, abtrocknen und halbieren – dabei den Kern entfernen. Anstelle des Kernes ein Stück Würfelzucker geben und die beiden Marillenhälften wieder zusammensetzen.
  4. Nun jeweils die beiden Marillenhälften, mit dem Würfelzucker in der Mitte, auf die runden, flachgedrückten Teigstücke geben und mit dem Teig zu einem Knödel formen – die Marillenstücke sollten komplett vom Teig umhüllt sein.
  5. In einen Topf Salzwasser zum Kochen bringen, die Teigknödel ins Wasser geben und schwach siedend für ca. 10-12 Minuten gar kochen – wenn sie fertig sind, schwimmen die Knödel an der Wasseroberfläche.
  6. In der Zwischenzeit reichlich Butter in einer Pfanne erhitzen und die Semmelbröseln darin anrösten bis sie goldbraun sind.
  7. Zum Schluss die fertig gekochten Topfenknödel in der Pfanne mit den Semmelbröseln wälzen.
  8. Vor dem Servieren werden die Marillenknödel mit Puderzucker und Zimtzucker bestreut. Sehr gut schmecken frische Beeren dazu.

Marillenknödel IV

Weitere Rezepte mit Aprikosen:
Marillenchutney
Fischcurry mit Marillen
Lammkarree mit gegrillten Marillen
Gegrillte Marillen mit Ziegnkäse
Marillenstreuselkuchen
Aprikosenmarmelade