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Brotzeit ist die schönste Zeit

So, liebe Leser, die Brotzeiten sind geschafft. Ich hoffe ihr habt noch Platz gelassen für Gang zwei und drei!?

BrezeKurz möchte ich aber nochmal zusammenfassen. Hierzulande heißt es so schön, „Brotzeit ist die schönste Zeit“ und diese zelebrieren wir hier recht oft. Zu Hause wenn es schnell gehen soll, dann wenn unterschiedliche Geschmäcker am Tisch sitzen und jeder etwas anderes lieber mag, oder man das Schnabulieren an sich sehr schätzt. Eine andere sehr gängige Art Brotzeit zu machen, ist die, bei der man sich mit Freunden im Biergarten trifft, die Karodecke auflegt und mitgebrachte Schmankerl zu einer frischen Mass genießt.

Der ein oder andere mag denken, das ist ja wie Picknick. Ich aber finde, nein, Picknick ist was anderes… eine g’scheite Brotzeit wird am Tisch g’essn.

Brotzeit I

Auf meinem für euch zusammengestellten bayrischen Brotzeittischerl habe ich euch ja den Obazdn, Kartoffelkas, Wurstsalat und g’schnittnen Radi präsentiert, aber es gibt noch sooo viel mehr! Vieles davon kauft man einfach schon fertig, also ich zumindest, daher kein Rezept, aber damit ihr wisst, was sonst noch dazu gehört, hier mal meine kleine kunterbuntweissblaue Brotzeiten Check Liste…

Brotzeit ist die schönste Zeit II

Checkliste für bayrische Brotzeiten

  • Schwarzbrot
  • Brezn
  • Butter (Mild gesäuert, gerne gesalzen)
  • Griebenschmalz
  • Leberwurst (Grob oder Fein)
  • Schinken
  • Speck
  • Pressack
  • Leberkas
  • kalter aufgeschnittener Scheinsbraten
  • Weißwürste (aber nur vor 12 Uhr Mittag)
  • Hartkäse (z.B. Emmentaler)
  • Radieserln
  • Essiggurken
  • Senf (süß und mittelscharf)
  • Bier (Weißbier oder Helles)

Na, ist das alles? Oder hab ich was ganz wichtiges vergessen? Schreibt mir immer gerne :) Ansonsten happy Brotzeit time!

Brotzeit

Kartoffelkas

Habt ihr den Wurstsalat schon verdaut? Noch ein bisserl Platz für ein letztes Vorspeiseschmankerl bevor es zum Hauptgang geht? Ja? Oder sind ein paar Vegetarier unter euch, die noch nicht genug Magendratzerl hatten? Ich stell euch einfach mal g’schwind einen gschmackigen Kartoffelkas auf den Tisch! Kartoffelkas VIGut, ich gebe zu, auf den Brotzeitbrettln der Wiesn ist er nicht zu finden (zumindest auf denen, die ich gestern im Himmel der Bayern gesehen habe), aber ich verrate euch mal ganz schnell, wo ich ihn kennengelernt habe.

Ihr erinnert euch vielleicht an meinen Sommerurlaub Mitte August. Gestartet hatten wir ja am schönen Traunsee und neben dem sündig leckeren Schnitzel am Abreisetag haben wir auch sonst sehr fein gespeist. Am Abend zuvor gönnten wir uns nämlich das Gourmetmenü im „Das Traunsee“ Hotel. Abgesehen von einer unglaublich leckeren Komposition aller sechs Gänge, war ich schon vom allerersten Happen begeistert. Kartoffelkas I Grundsätzlich liebe ich es, wenn ich zum Einstand (also noch vor Amuse Gueule) ein wenig Brot mit leckerem Aufstrich serviert bekomme. Wenn das Brot zur Butter zudem noch selbstgebacken und frisch ist, schonmal perfekt. Und wenn es dann noch ein etwas anderer feiner Brotaufstrich ist, freue ich mich umso mehr auf das bevorstehende Essen, so zeugt diese Aufmerksamkeit der Küche doch von Kreativität und dem quäntchen mehr Engagement seine Gäste bis aufs Höchste verwöhnen zu wollen. Und an diesem Abend sollte es etwas bodenständiges geben. Eigentlich schon fast beschämend dass ich es nicht kannte, aber ich sage nur „besser spät als nie“. Es gab Kartoffelkas. Auf Sauerteigbrot mit einer ausgeprägten Kruste, ein wahres Gedicht. Ich hatte mich verliebt und so war es schon im Hochsommer klar, dass diese Köstlichkeit das Brotzeitbrettl ziehren muss.

Kartoffelkas IIIWer also kaltes Kartoffelpürre mit einer säuerlichen Note mag, der kommt hier eigentlich auch nicht dran vorbei. Mehr verrate ich nicht sondern ordne an, diesen, nach Schuhbeck-Art hergestellten Kartoffelkas bald auszuprobieren.

Kartoffelkas II

Kartoffelkas

400 g vorwiegend festkochende Kartoffeln

1 1/2 TL ganze Kümmelsamen

1 Zwiebel

2 EL Butter

1 TL Korrianderkörner

1 TL schwarze Pfefferkörner

200 g saure Sahne

4 EL braune Butter

1 Prise mildes Chilipulver

1 Prise Majoran

frisch geriebene Muskatnuss

2 EL Schnittlauchröllchen

Zubereitung:

(1) Die Kartoffeln gründlich waschen und in Salzwasser mit 1/2 TL Kümmel weichkochen. Das Wasser abgießen, die Kartoffeln möglichst heiß schälen und durch eine Kartoffelpresse drücken.

(2) Die Zwiebeln schälen, in kleine Würfel schneiden und in einer Pfanne in der Butter bei geringer Hitze gleichmäßig hell bräunen.

(3) Den Koriander, die Kümmelsamen und die Pfefferkörner in einer Gewürzmühle oder einem Mörser fein mahlen.

(4) Kartoffeln, Zwiebel und saure Sahne verrühren und die gebräunte Butter hinzufügen. Mit Salz, Chili, Majoran, Muskatnuss und den gemahlenen Gewürzen würzen. Zum Schluss Schnittlauch hineinrühren. Am besten schmeckt der Kartoffelkas auf einem frischen Schwarzbrot. Schnittlauch  und eventuell angebräunte Zwiebeln obendrauf geben.

(Rezept nach Schuhbeck-Art aus seinem Buch Meine Klassiker)

Kartoffelkas IV

Bayrischer Wurstsalat

Zu jeder (nicht vegetarischen) Brotzeit gehört ein Wurs(ch)tsalat. Das finde ich zumindest.

Wurstsalat II

Und wie viele Schmankerl in dieser Reihe, ist dieser auch nicht besonders schwierig zuzubereiten. Hier gilt für mich die Devise, weniger ist mehr, also verkünstelt euch nicht mit zu vielen Gewürzen. Die verwendete Wurst sollte schon einen gewissen Eigengeschmack haben, sprich gut gewürzt sein. Daher präferiere ich Regensburger.

Messer

Wer die Version unserer Landes Nachbarn lieber mag, fügt noch eine weitere Zutat hinzu. Ihr wisst was ich meine?

Da fliegen gleich… die Löcher aus dem KÄSE…

Ganz genau, der löchrige Emmentaler kann noch in Streifen geschnitten dazugegeben werden, dann ist es der Schweizer Wurstsalat.

Wurstsalat I

Bayrischer Wurstsalat

Zutaten pro person

ca. 150 gr. Regensburger geschnitten in ca. 2 mm dünne Scheiben

2 Essiggurken

1-2 Radieschen

1/4 weiße Zwiebel

Schnittlauch

für die Marinade :

3 EL weißen Balsamico Essig/Weißweinessig

3 EL Rapsöl

3 EL Essiggurkensud

½ TL Salz

½ TL Zucker

½ TL schwarzer Pfeffer

Zubereitung:

(1) Wurst aufgefächert in einen tiefen Teller legen.

(2) Für die Marinade, oben genannte Zutaten vermengen und diese dann dann über die Regensburger giessen.

(3) Zwiebel in sehr dünne Ringe schneiden/hobeln, Essiggurken einscheiden und auffächern und beides auf dem Teller drapieren.

Wer mag noch ein Radieserl dazulegen und alles mit Schnittlauch bestreuen

Natur genießen und entspannen – ein tolles Herbstwochenende

Ein verlängertes Wochenende am Achensee ist vorbei… Neben purer Entspannung habe ich auch die schöne Herbstnatur bei traumhaftem Wetter genießen können.

Das Licht war einfach perfekt zum fotografieren und wenn man Zeit hat, entdeckt man so schöne Details und kann zum Beispiel unterschiedliche Naturmaterialien vergleichen… 

Oder auch einfach mal bewusst nach oben und unten schauen…

 

Natürlich wurden auch zahlreiche Backzeitschriften durchgeblättert und die passenden Ideen für das Projekt Post aus meiner Küche gefunden. Morgen heißt es dann ran an den Herd – ich freue mich schon!

Was  ich mir so ausgedacht habe und zu einem Päckchen zusammenstelle zeige ich euch noch diese Woche!

 

 

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