Salzig

Bratkartoffeln – Der Klassiker mit Spinat und Spiegelei – trotzdem neu interpretiert

Klassiker neu interpretieren macht mir immer ganz besonders viel Spaß.

Hatte ich von letztens zum Kartoffelpüree kochen noch einige Kartoffeln übrig, wollte ich diese in Bratkartoffeln verwandeln. Doch was dazu kombinieren? Ein Schnitzel? Hatte ich auf jeden Fall Lust, aber leider keine Zeit. Also lief es auf den schnellen Klassiker mit Spiegelei und Spinat hinaus.

Bratkartoffeln VDoch ich wäre ja keine Foodbloggerin, wäre nicht doch ein klein bisschen Extravaganz verbrutzelt worden… Denn ich fand nämlich noch eine Süßkartoffel die dringend weg musste. Und es kam nun endlich mein neues Bratkartoffelgewürz zum Einsatz!

Bratkartoffelgewürz? Wieso das? Einfach bisschen Salz und Pfeffer dran, ne Prise Muskatnuss, wer mag ein bisschen Kümmel, und fertig… Ja natürlich geht das auch, aber wie gesagt: Extravaganz. Die auch ihr übrigens mit in die Pfanne bringen könnt, das Gewürz gibt es nämlich zu kaufen ;)

Bratkartoffeln Duo

Bratkartoffeln IV

Bin ich ja eigentlich nicht so der große Fan von zu vielen Gewürzen und mag lieber die Grundzutat in vollem Geschmack erleben, sehe ich das bei Bratkartoffeln etwas anders. Hat das erdige Gemüse doch eigentlich nicht viel Eigengeschmack und kann hervorragend mit Paprika, Curry, Koriander, Knoblauch und einigen anderen Gewürzen aus der Mischung gepimpt werden.

Bratkartoffeln IXKennengelernt habe ich dieses Gewürz in der poppigen blauen Dose während eines interessanten „Spice Abends“. Da gab es zwar keine Bratkartoffeln, dafür aber sehr leckere Guacamole zum dippen während ich ein paar lustige und interessante Videos der Gründer von Just Spice anschauen durfte. Es war ein Kinoabend der besonderen Art, denn wir durften auch unser eigenes Gewürz mischen. Von Florian, Bela und Ole, den Gründern höchstpersönlich, lernten wir, was die Basis einer jeden Gewürzmischung ist, was gut zusammenpasst und woher die ganzen Gewürze überhaupt kommen. Auch live erzählten die Jungs von ihren Reisen rund um die Welt, um die interessantesten Gewürze und Rezepte kennenzulernen und mitbringen zu können.

Bratkartoffeln VII

Bratkartoffeln VI

 

Schon am nächsten Tag habe ich dann mein eigenes Gewürz gleich für eine Pasta mit Aubergine, Feige, Speck und Blauschimmelkäse, eingesetzt. Ich muss wirklich sagen – tolle Sache. Ich mag es einfach, zu wissen, wer oder was hinter den Produkten steckt und wenn sie mich dann auch so sehr selbst überzeugen, muss ich sie Euch natürlich vorstellen.

Wer also Interesse hat, Just Spice näher kennen zu lernen, klickt sich einfach mal auf die Webseite www.justspices.de. Hier kann man neben interessanten Videos und Rezepten auch einen Onlineshop finden. Mix it hot Baby!

Bratkartofflen IIX

Und weil ihr jetzt sicherlich wissen wollt, wie die kunterbuntweissblauen Bratkartoffeln gemacht werden, gibt’s natürlich auch das Rezept für Euch!

Bratkartoffeln I

 

Bratkartoffeln mit zweierlei Kartoffeln, Spinat und Spiegelei

Zutaten für 2 Portionen

300 g Kartoffeln (mehlig)
200 g Süßkartoffel
4 Frühlingszwiebeln in feine Ringe geschnitten
3 EL Rapsöl
Bratkartoffelgewürz
500 g junger Tiefkühlspinat gehackt
1 Schalotte / kleine Zwiebel in kleinen Würfeln
2 Eier
Salz, Pfeffer

Zubereitung:

  1. Süßkartoffel schälen und in Würfel schneiden und zusammen mit den normalen Kartoffeln in kochendem Wasser ein paar Minuten köcheln lassen.
  2. Kartoffeln abseihen und in Scheiben schneiden
  3. Öl in einer Pfanne erhitzen und erst die Kartoffelscheiben, dann die Süßkartoffelwürfel und Frühlingszwiebeln anbraten. Alles mit dem BRatkartoffelgewürz würzen.
  4. In der Zwischenzeit die Schalotte in einem Topf anbraten, den Spinat zugeben und köcheln lassen. Mit Salz und Pfeffer, ggf. Muskatnuss, abschmecken.
  5. Eier als Spiegeleier in einer Pfanne braten und alles zusammen auf vorgewärmten Tellern servieren.

Bratkartoffeln II

 

Das beste Rindertatar

Wer liebt Rindertatar genauso wie ich? Dann ist er hier richtig! Rindertatar ist Soulfood und exklusiver Genuss in einem. Wenn ich ein neues Restaurant teste und es Rindertatar auf der Karte gibt, dann muss ich es eigentlich immer testen. Manchmal mache ich mir das Rindertatar aber auch selbst. Woher ich das kann, lest es hier.

Rindertatar von Papa

Am Wochenende war ich mal wieder bei meinen Eltern zu Hause. Ich mag diese Tage ganz besonders, denn dann steht viel Schönes an: Einen langen Spaziergang durch die Innenstadt machen, den besten Ausblick an einem meiner Lieblingsplätze genießen, den grandiosen Zwetschgendatschi meiner Mama naschen, ein Wintergrillen mit besonderem Fleisch (dazu bald mehr) veranstalten und ausgiebigst frühstücken.

Ich darf mir zu solchen Wochenenden dann meistens was wünschen. Entweder ein gemeinsames Kochen, Lieblingskuchen oder eine Spezialität des Hausherren. Wie gesagt, den Datschi hatte Mama ohne vorherigem Betteln schon vorbereitet. Aber gewünscht habe ich mir trotzdem noch etwas. Papas Tatar.

TATAR I

 

Tatar essen in München

Aufmerksame Instagramfollower wissen um meine Vorliebe für Tatar. Gefühlt überall probiere ich es und mache persönliche Rankings. Meine Highlights in München sind bislang: Literaturhaus, Café Reitschule, Nockerberg, Makassar. Eine liebe Freundin hat es empfohlen. Ich bin gespannt!

Also, ich liebe es. In vielen verschiedenen Varianten. Aber ganz besonders gerne mag ich das von meinem Vater. Ob nach einem langen Skitag als Brotzeit, zu einem Gläschen Wein an einem lauen Sommerabend oder auch zum Frühstück – ich kann das immer essen!

TATAR IV

So also bat ich ihn, das Sonntagsbrunch um ein fleischiges Detail zu erweitern und mir anschließend auch noch das Rezept aufzuschreiben. „Aber das geht doch net so leicht Töchterchen… Ich mach das immer nach Gefühl… Mei, jeder mag das anders… Na, das kann ich dir nicht schreiben….“ Als ich dann aber Abends nach Hause kam, empfing ich per E-Mail dann doch das Rezept. Du bist der Beste Papa, danke!

Und ihr, meine lieben Leser, werdet es ihm auch danken, da bin ich mir ganz sicher!

TATAR II

Das untenstehende Rezept ist also nun eine Angabe, die wandelbar ist. Eine Prise Salz mehr oder weniger geht dann ganz nach Geschmack. Am wichtigsten sind die Grundzutaten.

Ich persönlich mag das Tatar am liebsten auf einem Vollkornsemmerl oder einem Vollkornbrot. Butter darunter, oben nochmals Fleur de Sel und frische Zwiebelringe darauf. Dazu gerne Essiggurken oder Minimaiskolben und Eier in jeglicher Form. Ob als Spiegelei oder hart gekocht. Dabei passen Wachteleier ganz besonders, die sind nicht so groß und mächtig.

Wie esst ihr Euer Tatar am liebsten? Und habt ihr Tipps für mich, wo es gutes Tatar gibt?

Guten Appetit!

TATAR III

Rezept: Rindertatar 

Zutaten für ca. 4 Personen

  • 300 g sehr frisches Rindfleisch, Hüfte oder falsches Filet
  • Beim Metzger nur einmal durchdrehen lassen
  • Eine Schalotte sehr klein gewürfelt
  • 2 sehr frische Eigelb
  • 2 Esslöffel Ketchup
  • 2 Esslöffel mildes, kaltgepresstes Olivenöl
  • 2 Teelöffel Salz
  • 1 Teelöffel weisser Pfeffer
  • 1 Teelöffel scharfe Paprika
  • 1 Teelöffel Zucker
  • 1 gestr. Teelöffel Chillisalz
  • Wer mag:
  • 1 Zwiebel in feine Ringe geschnitten
  • Essiggurken

Zubereitung:

Alle Zutaten gut vermengen und rasch servieren.

Dazu passt Butter auf Toastbrot oder die nordische Variante mit Pumpernickel.

Aufpassen: beim rohen Fleisch und rohen Eigelb herrscht Salmonellengefahr. Rasch essen!

Rösti mit Räucherlachs, Kräuterquark und Feldsalat

Es gibt Dinge, die liebt man, isst sie aber viel zu selten. So geht es mir mit Rösti. Die gebackenen Kartoffelfladen mache ich mir eigentlich nie und im Restaurant bestelle ich sie auch höchstselten. Zum einen weil sie meist gar nicht auf der Karte stehen, zum anderen weil ich an die vielen bösen Kalorien denken muss, die sich darin verstecken. Aber manchmal gibt es Tage, da muss ich ganz böse sündigen. Ich rede mir dann ein, dass wenn ich mir die Dinge selber zubereite, sie bestimmt vieeeel gesünder sind, als wenn ich sie beispielsweise aus dem Tiefkühlfach beziehe.

Rösti II

Dass die schmackhaften Rösti dann aber eine ziemliche Arbeit und Schweinerei machen, das bedachte ich nicht an jenem Zubereitungstag. Als die ersten Kartoffeln aber geschält und die ersten Fingernägel eine Kerbe hatten, war es dann auch egal. Außerdem freue ich mich wirklich sehr auf das Ergebnis.

Röst III

Dass dann auch noch der Rauchmelder laut piepte, weil Frau kunterbuntweissblau natürlich keine Fritiermaschine besitzt sondern alles in einer Pfanne mit spritzendem Fett rausbackte und dies ein klitzekleines bisschen Rauch erzeugte, scherte mich dann auch nicht mehr :) Und ja, das Fenster wurde nach dem Verzehr sehr weit geöffnet…

Rösti IV

So gab es also Rösti. Pikant und begleitet von Räucherlachs, Kräuterquark und Feldsalat. Ein wahrhaftig leckeres Essen, das meiner Kindheitserinnerung, wo es die Reiberdatschi mit Apfelmus gab, wirklich Konkurrenz macht. Schaut aber trotzdem mal nach, vor 1 1/2 Jahren habe ich ein ähnliches Rezept gemacht. Damals nur ohne Ei.

Genug gequatscht, auf geht’s in die Küche die Herrschaften. Ran ans Kartoffel schälen!
Einen guten Appetit!

Rösti I

Rösti mit Kräuterquark, Räucherlachs und Feldsalat

Zutaten für 2 Personen

250 g Feldsalat

250 g Räucherlachs

Rösti:

ca. 800 g Kartoffeln

1 Zwiebel in Würfel gehackt

2 Eigelb

etwas Mehl nach Bedarf

Salz, Pfeffer Muskat

Kräuterquark:

250 g Kräuterquark aus dem Kühlregal

1/2 Knoblauchzehe fein gehackt

1/3 Gurke in feine Streifen geschnitten

Kräuter (wie z.b. Basilikum, Petersilie etc.)

Salz, Pfeffer

Zubereitung:

  1. Kartoffeln schälen und hobeln. Danach den Saft etwas ausdrücken. Zwiebeln, Eigelb, Salz, Pfeffer und Muskat dazugeben und vermengen.
  2. Quark in einer Schüssel mit Knoblauch, Gurkenstreifen, Salz und Pfeffer vermengen.
  3. Salat putzen und mit Dressing (z.B. Olivenöl, Balsamicoessig, Salz, Pfeffer, etwas Zucker) anmachen.
  4. Pflanzenöl und Butterschmalz nach Belieben in einer Pfanne erhitzen. Kartoffelmasse in kleinen Häufchen in die Pfanne geben und goldgelb rausbacken. Fertige Rösti im vorgeheizten Ofen so lange warm halten, bis alle Rösti gebacken sind.
  5. Rösti mit Lachs, Quark und Salat servieren.

Zwetschgen-Tartelettes mit feurigem Rindfleisch und Spinat

Als ich letztens ein paar Tage in Berlin war, habe ich etwas Tolles für mich entdeckt. Fertigen Mürbeteig aus dem Kühlregal. Oh oh oh, werden jetzt viele sagen… Wie kann man nur!? Richtig, eigentlich ist es ein Faux Pax, den Teig nicht selbst herzustellen. Aber wer kennt das nicht, manchmal muss es schnell gehen und da ist einfach keine Zeit für kneten, 30 Minuten ruhen lassen, ausrollen…

Ziegenkäse Tartlette

Ich bin ja grundsätzlich kein Fan von Fertiggerichten oder Bestellungen beim Lieferdienst und mache mir lieber eine schnelle Pasta mit selbstgemachtem Pesto (Bärlauchpesto zum Beispiel) zu Hause. Aber auch dafür rolle ich ja keinen Nudelteig aus, sondern nehme die Hartweizennudeln meines Hersteller des Vertrauens. Warum also auch nicht Fertigteig aus dem Kühlregal nehmen? Bislang hatte es aber nur Filo- und Flammkuchenteig in meinen Einkaufskorb geschafft. Ich weiß gar nicht, warum ich den Mürbeteig nicht auf dem Schirm hatte… Aber wie gesagt, jetzt habe ich ihn für mich entdeckt und zurück in München gleich ein paar deftige Tartelettes gebacken. Noch ganz im Zwetschgenwochen Fieber wurden natürlich Zwetschgen mit eingebacken und sogleich festgestellt, dass die Kombination Ziegenkäse mit Zwetschge genauso gut passt, wie meine bisherige Favouritenkombination Ziegenkäse mit Feigen (Feigen-Ziegenkäse-Tarte oder Schupfnudeln mit Feigen und Ziegenkäse).

Ziegenkäsetartlette

Ihr findet also unten das eigens kreierte Rezept für die Ziegenkäse-Zwetschgen-Tartelettes in Kombination mit scharf angebratenem, pikanten Rindfleischstreifen. Ich hatte irgendwie Lust auf Fleisch und so wurde kurzerhand ein Stück Rinderlende leicht asiatisch zubereitet. Dazu dann noch wahlweise kurz gebratener Spinat oder kalter Spinatsalat und fertig ist ein raffiniertes Gericht.

Ziegenkäse Tartlette II

Zwetschgen-Tartelettes mit feurigem Rindfleisch und Spinat

Zutaten für 4 Portionen

400 g Rinderhüfte

ca. 700 g frischer Spinat

1 Schalotte kleingehackt

Salz, Pfeffer, Chiliflocken, Sojasoße

Für die Tartelettes:

1 Packung Mürbeteig aus dem Kühlregal

125 g Ziegenfrischkäse

75 ml Sahne

1 Ei

4 Zwetschgen

1 Handvoll gehackte Walnusskerne

Salz, Pfeffer, Muskatnuss, Thymianblätter

Zubereitung:

  1. Den Ofen auf 200 ° C vorheizen. Kleine Tartelettes Fröschen mit dem Mürbeteig auslegen. Mit einer Gabel Löcher einstecken und dann die Törtchen 20 Minuten goldbraun vorbacken.
  2. Für die Füllung Ziegenkäse, Sahne, Eier, Salz, Pfeffer und Muskatnuss vermengen, Thymianblätter unterrühren. Die Royalmasse gleichmäßig auf die Törtchen verteilen.  Zwetschgen waschen und entsteinen, in Viertel scheiden. und jeweils 4 Zwetschgenviertel auf die Törtchen setzen. Im Ofen nochmals 20 Minuten goldbraun backen.
  3. In der Zwischenzeit Spinat waschen und trocknen. Dann in einer großen Pfanne Olivenöl erhitzen und Schalottenwürfel anschwitzen. Spinat dazu geben und braten bis er in sich zusammenfällt. Mit Salz und Pfeffer abschmecken. Warm stellen.
  4. Dann Rindfleisch in Streifen schneiden, mit Salz, Pfeffer, Olivenöl und Chiliflocken marinieren. In einer Pfanne scharf anbraten und mit etwas Sojasoße ablöschen.
  5. Ziegenkäse-Zwetschgen-Törtchen mit Walnüssen bestreuen und zusammen mit Spinat und Rindfleisch servieren.

Entenschlegel mit Schwarzwurzel-Gratin und Zwetschgensauce

Kunterbuntweissblau ist zwar viel unterwegs, aber gekocht wird dennoch. Zwischen IFA Besuch, Wiesn Feierei und Weintouren durch das Lieblingsstädtchen, widmete ich mich doch des Öfteren der facettenreichen Herbstküche und zauberte wie angekündigt in den Zwetschgenwochen das ein oder andere Gericht mit der lila Herbstfrucht. Leider ist die Zwetschgenzeit zwar langsam aber sicher vorbei, aber vielleicht habt ihr ja noch Früchte eingefroren oder aber ihr ersetzt Zwetschgen durch die größere Schwester – die Pflaume. Das schmeckt ganz genauso gut ;)

ENtenschlegel I

Heute möchte ich Euch ein Rezept vorstellen, das ich letztens das erste Mal so in dieser Kombination gekocht habe und ganz begeistert war. Als großer Spargelfan bin ich ja immer recht traurig wenn im Juni die Saison vorbei geht. Ich schleppe mich mit allerlei anderem Gemüse durch die Sommermonate und freue mich dann auf den Herbst um den „Spargel der Armen“, so wie man früher sagte, zu verarbeiten. Vor zwei Jahren hatte ich Euch mal eine Schwarzwurzelsuppe vorgestellt, heute gibt es die Wurzel in Form von einem Gratin.

Entenschlegel IV

Dazu dann Ente und Zwetschgensauce. Eigentlich wollte ich klassisch Entenbrust kaufen, die war aber leider aus und so probierte ich Entenschlegel. Schmeckt auch hervorragend, ist vielleicht nur etwas „umständlicher“ zu essen.

Ich wünsche viel Spaß beim Kochen und genießen! Schaut unbedingt meine Weinempfehlung unterhalb des Rezepts an. Ein wahrlich toller Tropfen!

ENtenschlegel III

Entenschlegel mit Zwetschgensauce und Schwarwurzel-Gratin

Rezept leicht abgewandelt aus Lust auf Genuss (2/2009)

Zutaten für 4 Portionen

4 Entenschlegel (Entenbrüste gehen genauso gut)

Salz, Pfeffer

Gratin:

1 kg Schwarzwurzeln

3 EL Zitronensaft

2 EL Butter

1 EL Mehl

1/4 l Milch

2 EL Schmand oder Crème Fraîche

100 g geriebener Hartkäse (z.B. Bergkäse)

Salz, Pfeffer, Muskatnuss

Zwetschgen-Sauce:

400 g Zwetschgen oder Pflaumen

1 rote Zwiebel

1 EL Öl

125 ml trockener Rotwein

1 TL Zucker

2 TL Rotweinessig

Zubereitung:

  1. In einer Schüssel Wasser und Zitronensaft mischen. In einem Topf 1/2 l Wasser mit 1/2 TL Salz aufkochen lassen. Backofen auf 220 Grad (Ober-/Unterhitze) vorheizen
  2. In der Zwischenzeit die Schwarzwurzeln mit Einmalhandschuhen schälen und sofort in die Schüssel mit Wasser und Zitronensaft einlegen damit sie nicht braun werden.
  3. Wenn das Wasser kocht, Schwarzwurzeln hineingeben und in ca. 15 Minuten bissfest garen. In einem Sieb abtropfen lassen, Kochsud dabei auffangen und 1/4 l abmessen.
  4. Im gleichen Topf 1 EL Butter zerlassen, Mehl einrühren und goldgelb werden lassen. Milch und Gemüsekochwasser mischen und unter Rühren in den Topf gießen. Sauce bei mittlerer Hitze etwa 10 Minuten köcheln lassen. Schmand oder Crème Fraîche und Käse unter die Soße rühren, schmelzen lassen. Mit Salz, Pfeffer und Muskat abschmecken.
  5. In der Zwischenzeit die Haut der Entenschlegel mit einem scharfen Messer rautenförmig einschneiden, von beiden Seiten mit Salz und Pfeffer würzen.
  6. Zwetschgen waschen, halbieren, vom Stein befreien und in feine Spalten schneiden. Zwiebel abziehen, vierteln, in Streifen scheiden.
  7. Schwarzwurzeln in eine ofenfeste Form legen, mit Sauce begießen. Übrige Butter würfeln und darauf verteilen. Den Gratin im Ofen nun etwa 20 Minuten garen bis die Oberfläche schön gebräunt ist.
  8. Entenschlegel (oder Entenbrüste) in eine kalte Pfanne mit der Hautseite nach unten legen und scharf anbraten. Hitze etwas zurückschalten 6 Minuten weiterbraten, dann gewendet weitere 7 Minuten braten. Ente in Alufolie wickeln und ruhen lassen.
  9. Die Zwiebeln in der gleichen Pfanne nun im gebildeten Entenfett andünsten, Zwetschgen etwas später dazugeben und mitdünsten. Mit Wein ablöschen und mit Salz, Pfeffer, Zucker und Essig abschmecken. Einige Minuten köcheln lassen.
  10. Entenschlegel aus der Folie wickeln, Fleischsaft zur Sauce gießen. Fleisch, Gratin und Zwetschgensauce auf vorgewärmten Tellern anrichten und servieren.

Weinempfehlung:

Leider ist der rote Spanier, den ich selbst dazu trank nicht mehr erhältlich und die Flasche leider schon im Altglascontainer. Deshalb holte ich mir für die heutige Weinempfehlung Rat bei meinem geschätzten Kollegen Harald, dem Tellerschubser. Beim Verkosten während der Weininseln im Weinreich im Glockenbachviertel konnte ich mir diesen Franzosen auch wirklich sehr gut zur Ente mit Zwetschge und Schwarzwurzel vorstellen.
Der Vindemio ‚Regain’ 2011 aus der Provence schmiegt sich ganz geschmeidig an das geröstete Geflügeltier und unterstützt die rote Soße mit dem Geschmack von roten und schwarzen Beeren. Der Hauch von grünen Oliven und Wildkräutern wie Thymian und Rosmarin passt gut zur erdigen Schwarzwurzel.
70% Grenache Trauben, 30% Syrah, die Tannine nicht knarzig-fest, eher frisch und unterstützt von zarter Süße – dieser Rotwein sorgt für richtigen Trinkspass. Wer ein Fläschchen des biologisch produzierten Weines ergattert, muss weder groß den Geldbeutel öffnen noch lange Lagerung einplanen. So wie er jetzt aus dem Regal kommt schmeckt er am Besten!

Entenschlegel II