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Rösti mit Räucherlachs, Kräuterquark und Feldsalat

Es gibt Dinge, die liebt man, isst sie aber viel zu selten. So geht es mir mit Rösti. Die gebackenen Kartoffelfladen mache ich mir eigentlich nie und im Restaurant bestelle ich sie auch höchstselten. Zum einen weil sie meist gar nicht auf der Karte stehen, zum anderen weil ich an die vielen bösen Kalorien denken muss, die sich darin verstecken. Aber manchmal gibt es Tage, da muss ich ganz böse sündigen. Ich rede mir dann ein, dass wenn ich mir die Dinge selber zubereite, sie bestimmt vieeeel gesünder sind, als wenn ich sie beispielsweise aus dem Tiefkühlfach beziehe.

Rösti II

Dass die schmackhaften Rösti dann aber eine ziemliche Arbeit und Schweinerei machen, das bedachte ich nicht an jenem Zubereitungstag. Als die ersten Kartoffeln aber geschält und die ersten Fingernägel eine Kerbe hatten, war es dann auch egal. Außerdem freue ich mich wirklich sehr auf das Ergebnis.

Röst III

Dass dann auch noch der Rauchmelder laut piepte, weil Frau kunterbuntweissblau natürlich keine Fritiermaschine besitzt sondern alles in einer Pfanne mit spritzendem Fett rausbackte und dies ein klitzekleines bisschen Rauch erzeugte, scherte mich dann auch nicht mehr :) Und ja, das Fenster wurde nach dem Verzehr sehr weit geöffnet…

Rösti IV

So gab es also Rösti. Pikant und begleitet von Räucherlachs, Kräuterquark und Feldsalat. Ein wahrhaftig leckeres Essen, das meiner Kindheitserinnerung, wo es die Reiberdatschi mit Apfelmus gab, wirklich Konkurrenz macht. Schaut aber trotzdem mal nach, vor 1 1/2 Jahren habe ich ein ähnliches Rezept gemacht. Damals nur ohne Ei.

Genug gequatscht, auf geht’s in die Küche die Herrschaften. Ran ans Kartoffel schälen!
Einen guten Appetit!

Rösti I

Rösti mit Kräuterquark, Räucherlachs und Feldsalat

Zutaten für 2 Personen

250 g Feldsalat

250 g Räucherlachs

Rösti:

ca. 800 g Kartoffeln

1 Zwiebel in Würfel gehackt

2 Eigelb

etwas Mehl nach Bedarf

Salz, Pfeffer Muskat

Kräuterquark:

250 g Kräuterquark aus dem Kühlregal

1/2 Knoblauchzehe fein gehackt

1/3 Gurke in feine Streifen geschnitten

Kräuter (wie z.b. Basilikum, Petersilie etc.)

Salz, Pfeffer

Zubereitung:

  1. Kartoffeln schälen und hobeln. Danach den Saft etwas ausdrücken. Zwiebeln, Eigelb, Salz, Pfeffer und Muskat dazugeben und vermengen.
  2. Quark in einer Schüssel mit Knoblauch, Gurkenstreifen, Salz und Pfeffer vermengen.
  3. Salat putzen und mit Dressing (z.B. Olivenöl, Balsamicoessig, Salz, Pfeffer, etwas Zucker) anmachen.
  4. Pflanzenöl und Butterschmalz nach Belieben in einer Pfanne erhitzen. Kartoffelmasse in kleinen Häufchen in die Pfanne geben und goldgelb rausbacken. Fertige Rösti im vorgeheizten Ofen so lange warm halten, bis alle Rösti gebacken sind.
  5. Rösti mit Lachs, Quark und Salat servieren.

Novembermenü

Nachdem die Küche durch die Schoko-Ingwer-Orangen Gugl am vorletzten tristen November Sonntag schon auf Hochtouren lief, wurden die Schneidebretter und scharf gewetzten Messer nun für Deftiges hart rangenommen. Ziel war, unsere am Vortag eingekauften Leckereien zu
einem leckeren „Dinner mal drei“ zu verwandeln.

„Es ist Herbst, die warmen Tage sind vorbei und somit auch die Zeit für leichte Kost“, dachte ich mir vor dem Samstagvormittagritual (das Blättern durch meine geliebten Kochbücher und Zeitschriften). Selbiges wurde an jenem Samstag erheblich verkürzt, als ich das neue LECKER Christmas Heft aufschlug.

Innerhalb weniger Minuten war das Wunschmenü zusammengestellt, der Einkaufszettel geschrieben und Nachmittags wurde am Viktualienmarkt und im Supermarkt fleißig eingekauft.

Sonntagnachmittag, holten wir dann alles aus dem Kühlschrank, schnippelten, brutzelten, kochten und warteten. Das Ergebnis war schlussendlich folgendes Menü:

Zum Nachkochen kommen hier alle Zutaten und eine Anleitung für‘s Zubereiten. (Inspiration waren Rezepte aus dem LECKER Christmas, die jedoch mit ein paar zusätzlichen Zutaten abgewandelt wurden)

Den, nach meinem Geschmack, passenden Wein habe ich zu jedem Gang als WEINBEGLEITUNG gekennzeichnet.

 Vorspeise:

Maronencremesuppe mit Jakobsmuscheln

Zutaten für 4 Personen:

Ca. 100 g Knollensellerie

200 g Maronen (vakuumverpackt)

1 mittelgroße weiße Zwiebel

1 Knoblauchzehe

2 EL Butter

Salz, Pfeffer, Zucker

2 EL Portwein

800 ml Hühnerfond oder 3 EL Hühnerbrühe Pulver auf 800 ml Wasser

100 g Schlagsahne

1 Messerspitze Anispulver

1 Prise Muskatnuss

100 g Sahne

4 Jakobsmuscheln

2 EL Butter

2 EL Frischkäse

4 cl Gin

2 cl Vermont

Cayennepfeffer

Zubereitung:

(1) Den Knollensellerie, die Zwiebel und den Knoblauch kleinschneiden.  Mit den Maronen und 2 Esslöffel Butter in einem Topf anbraten und mit Salz und Pfeffer würzen. Danach mit Portwein ablöschen und die Brühe angießen. Nun ca. 25 Minuten kochen lassen (so lange, bis alles weich ist).

(2) Mit einem Pürierstab die Masse zerkleinern  und die Suppe durch ein feines Küchensieb passieren.

(3) Sahne angießen, mit frisch geriebener Muskatnuss, Anispulver, Gin und Vermont abschmecken und nach Belieben noch Frischkäse hinzugeben. Wer die Suppe flüssiger möchte, gibt noch mehr Brühe oder Sahne hinzu.

(4) Butter in einer Pfanne heiß werden lassen und in der Zwischenzeit die Jakobsmuscheln abbrausen und trockentupfen. Anschließend die feinen Muscheln  von jeder Seite ca. 2 Minuten anbraten bis sie eine goldgelbe Farbe haben. (Beim Braten tritt Zucker aus, welcher der gebratenen Jakobsmuschel  ihr unverwechselbares Aroma verleiht).

(5) Die Suppe kurz noch einmal mit dem Schneebesen aufschlagen und in die vorgeheizten Teller gießen. Jakobsmuschel in die Mitte setzen und fertig ist eine leckere Vorspeise.

WEINBEGLEITUNG:
Getrunken haben wir einen gut gekühlten weißen Portwein (Extra Dry White von Dows). Ebenso passt aber auch ein Muskateller vom Kaiserstuhl.

TIPP:
Die Suppe lässt sich sehr gut vorbereiten und kann kurz vor dem Servieren noch einmal warm gemacht und mit dem Zauberstab oder einem Schneebesen aufgeschlagen werden.

Hauptgang

Wildstroganoff mit Pilzen und Rösti

Zutaten für 4 Personen:

700 g Wildfleisch (Schnitzel oder Filet vom Hirsch oder Reh)

500 g gemischte Pilze (z.B. Austernpilze, Egerling, Champignons)

2 rote Zwiebeln

3 Cornichons

Ca. 4 EL Öl

200 ml Rosé Wein

200 g Schmand

Für die Marinade:

200 ml Rotwein

6 Wachholderbeeren

6 rosa Beeren (zu kaufen z.B. hier)

Korianderpulver

Für die Rösti:

500 g Kartoffeln

Salz, Pfeffer

3 EL Butterschmalz

Zubereitung:

(1) Wachholderbeeren, rosa Beeren und Korianderpulver in einem Mörser zerstoßen und das Wildfleisch mit dieser Mischung reinreiben. In eine Schüssel geben und mit Rotwein aufgiesen.  Anschließend  im Kühlschrank mindestens 3 Stunden ziehen lassen.

(2) Nachdem das Fleisch die Marinade aufgenommen hat,  kurz im Ganzen in Öl anbraten, den Sud dazugeben und 1 Stunde auf niedriger Stufe köcheln lassen. Danach aus der Pfanne holen, abtropfen lassen und in 1,5 cm lange Streifen schneiden.

(3) Während das Fleisch vor sich hin köchelt die Kartoffeln schälen und grob raspeln. Nach 5 Minuten ausdrücken und in einer Schüssel mit Salz und Pfeffer würzen sowie Mehl zum binden dazugeben.

(4) Die Pilze und die Zwiebel kleinschneiden und sobald das Fleisch fertig ist in einer tiefen Pfanne anbraten. Das Hirschgeschnetzelte hinzugeben, mit trockenem Rosé (Weißwein ist auch möglich) ablöschen und mit Salz und Pfeffer würzen.

(5) Nun kleine Portionen der Kartoffelmasse mit einem Löffel in eine Pfanne mit heißem Butterschmalz geben und von beiden Seiten goldbraun ausbacken.

(6) Dem Stroganoff in der Zwischenzeit den Schmand hinzugeben und abschmecken.

(7) Rösti aus der Pfanne nehmen und auf einen Teller mit einem Küchenpapier legen, sodass überschüssiges Fett aufgesogen wird

(8) Alles auf  im Ofen vorgewärmte Teller anrichten.

WEINBEGLEITUNG: Zum Wildstroganoff tranken wir einen Rotwein Santa Christina. Ebenso gut passen andere kräftige Rotweine wie Merlot, Cabarnet Sauvignon oder Bordaux.

  Dessert

Aprikosen-Frischkäse-Eis

Zutaten für 6 Stück:

150 ml Apfelsaft

100 g getrocknete Softaprikosen

200 g Sahne

1 frisches Ei (Gr. M)

60 g Zucker

100 g Frischkäse (Doppelrahm oder mager)

1 EL Zitronensaft

Eingelegte Orangenfilets

2 Orangen

6 cl Grand Marnier

Eine Prise Zimt

 Lebkuchen kleingeschnitten

Zubereitung:

(1) Apfelsaft aufkochen und die Aprikosen in einer kleinen Schüssel damit übergießen anschließend mindestens 1 Stunde einweichen und ziehen lassen. Danach Aprikosen samt Saft mit einem Stabmixer fein pürieren.

(2) Sahne steif schlagen. Ei trennen. Eigelb und 30g Zucker mit dem Schneebesen des Rührgeräts hellcremig aufschlagen. Frischkäse und Zitronensaft unterrühren.

(3) Eiweiß steif schlagen, dabei die restlichen 30 g Zucker einrieseln lassen.

(4) Erst Sahne, dann Eischnee unter die Frischkäsecreme heben.

(5) In Silikonförmchen füllen,das Aprikosenpüree daraufträufeln und mit einem Löffel in die Creme einrühren.

(6) Im Gefrierfach mindestens 4 Stunden einfrieren.

(7) In der Zwischenzeit die Orangen filetieren und in einer Schüssel mit Zimt und Grand Marnier einlegen.

(8) Kurz vor dem Servieren Lebkuchen in kleine Würfel schneiden und das Eis zusammen mit den Orangen anrichten.

WEINBEGLEITUNG:
Zum Dessert haben wir einen roten Portwein (Late Bottled Vintage Port von Graham’s) getrunken.  Es würde gut ein anderer Süßwein, Eiswein oder ein milder Marillenschnaps (z.B. von Prinz) passen.

Viel Spaß beim Kochen und guten Appetit!