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Kalbsrouladen in Biersoße geschmort mit Blumenkohlpüree und Karotten

Heute geht es fröhlich weiter mit dem Rezept für den Hauptgang des Herbstmenüs! Es wurde gerollt, geschmort, gestampft und glasiert!

Für den Hauptakteur, die Kalbsrouladen, kam mal wieder mein geliebter Schmortopf von LeCruset auf den Herd, aber vorher wurde erstmal fleißig geschnippelt. Denn das Besondere an diesem Rezept sind hier wirklich die Zutaten.

Roulade II

Inspiriert wurde ich von einem Rezept aus einer älteren „Lust auf Genuss“. So langsam küre ich dieses Heft aus dem Jahr 2009 zu meinem Favourit, denn schon der Leberkäsesalat und der Topfenschmarren ist dort abgedruckt.

Roulade I

Bei den Rouladen habe ich ein klein wenig neu kreiert, denn in die Füllung der Rouladen kamen zusätzlich noch Maronen. Ich wollte einfach gerne eine Zutat haben, die sich durch mindestens zwei Gerichte des Menüs zieht. Wie die Esskastanien in der Nachspeise verwendet wurden erfahrt ihr bald.

Roulade IV

So mischten wir also klein gehackte Maronen, Zitronenschale, Petersilie und 1 Karotte zusammen, bestrichen die Kalbsschnitzel mit Djonsenf und rollten daraus Rouladen. Scharf angebraten, mit einer Brühe/Biermischung abgelöscht und dann darin geschmort – welch geniale Idee!

Für die Beilage hatte ich einen lila(!) Blumenkohl ergattert. Eigentlich hatte ich gedacht, das Püree daraus würde wunderbar lila werden und für den speziellen Farbkick auf dem Teller sorgen, aber so viel Farbe war’s dann doch nicht. Damit jeder aber weiß, woraus das Püree gemacht wurde, habe ich ein paar Blumenkohlröschen angebraten und dazu gereicht. Ebenso wie Karotten.

Das gesamte Rezept zum Nachkochen habe ich unten genau für Euch aufgeschrieben. Vielleicht habt ihr ja Lust, es gleich zum ersten Advent zu kochen?

Roulade III

Kalbsrouladen in Biersoße geschmort mit lila Blumenkohlpüree und Karotten

Rezept ähnlich wie aus dem Lust auf Genuss Magazin 2/2009

Zutaten für 6 Personen

Rouladen

4 Toastscheiben
2 Eier
60 ml Milch
1 Stück Zitronenschale (ca. 1cm breit)
1/4 Bund Petersilie
1 Lauchzwiebel
1 Karotte
100 g Maronen (vakumiert)
2 EL Butterschmalz
Salz, Pfeffer
8 dünne Kalbsschnitzel (à ca. 70 g)
4 EL Senf
1/4 l Brühe mit Bier
Lorbeerblätter
Wachholderbeeren

Blumenkohl-Kartoffelpüree

1 Blumenkohl
300 g geschälte Kartoffeln (mehlig)
etwas Milch
etwas Butter
Salz, Pfeffer, Muskatnuss

Glasierte Karotten

4 Karotten
2 EL Butter
Salz, Pfeffer

Zubereitung:

  1. Toast in kleine Würfel schneiden. In einer Schüssel Ei mit Eigelb und Milch verquirlen, Toastwürfel untermischen. Ca. 20 Minuten ziehen lassen bis sie weich sind.
  2. Zitronenschale fein hacken. Petersilie abbrausen, trockenschütteln, Blättchen hacken. Lauchzwiebel waschen, putzen, Karotte schälen. Die Maronen, Lauchzwiebel und die Karotte sehr fein hacken.
  3. In einer Pfanne 1/2 EL Schmalz erhitzen, Lauchzwiebeln und Karotten unter Rühren bei mittlerer Hitze 2-3 Minuten dünsten. Petersilie unterrühren, nur zusammenfallen lassen. Leicht abkühlen lassen, dann mit der Zitronenschale zu den Toastwürfeln geben. Alles sehr gut verkneten und mit Salz und Pfeffer abschmecken.
  4. Für das Blumenkohl-Kartoffelpüree den Blumenkohl und die Kartoffeln in Salzwasser kochen.
  5. Schnitzel waschen, trockentupfen, mit dem Handballen noch etwas flacher drücken. Mit je einem halben Teelöffel Senf bestreichen, mit Salz, Pfeffer würzen, Toastmischung darauf verteilen. Dabei rundum einen Rand frei lassen. Ränder nach innen klappen und die Fleischscheiben zu Rouladen aufrollen. Mit Rouladennadeln feststecken oder mit Küchengarn verschnüren. Zum Schluss nochmal mit Salz und Pfeffer würzen.
  6. Übriges Schmalz in einem Schmortopf schmelzen lassen, Rouladen darin rundum gut anbraten. Bier-Mix angießen, eventl. Lorbeerblätter zugeben, Rouladen zugedeckt bei schwacher Nutze ca. 30 Minuten schmoren.
  7. In der Zwischenzeit Karotten schälen und längs in Achtel schneiden. Dann blanchieren bis sie bissfest sind. Anschließend in Butter glasieren und mit Salz und Pfeffer würzen.
  8. Für das Blumenkohl-Kartoffelpüree, das Wasser abseihen, Kartoffeln und Blumenkohl zerstampfen, dann mit Milch je nach Belieben, etwas Butter, Salz, Pfeffer und Muskatnuss würzen. Warmstellen.
  9. Die Kalbsschnitzel aus dem Schmortopf herausheben, zugedeckt warm halten.
    Sauce aufkochen und mit Salz und Pfeffer abschmecken. Rouladen leicht schräg halbieren und mit Sauce, Püree und Karotten auf vorgewärmten Tellern anrichten.

Honig – Ingwer – Schwein mit Weinempfehlung

Es geht weiter meine Lieben, der Hauptgang ist angerichtet!

Wie schon verraten, habe ich seit ein paar Wochen ein neues Lieblingskochgerät. Unterm Christbaum lag nämlich ein ganz toller Gourmet-Profitopf von LeCruset.

Bislang war ich ja immer die klassische Teflonpfanne und Stahltopf Köchin aber jetzt bin ich Hals über Kopf verliebt! Verliebt in dieses gigantische emaillebeschichtetes, schweres, rotes Kochgerät!

Menü III

Kennengelernt hatte ich ihn bei einer Kollegin, die nach dem Kauf letzten Sommer nur noch so davon schwärmt. Irgendwann habe ich mich selbst zum Essen eingeladen um mich überzeugen zu lassen. Und ich kann nur sagen, das war sehr schnell passiert und schwups stand das französische Kochgerät auf meiner Weihnachtswunschliste.

Das Christkind war dann das Brävste was es gibt und ich hob mir schier einen Bruch beim Auspacken des Päckchens. Nach dem Feiertagswahnsinn ging es ja dann erst mal in die Berge, die Pfanne blieb leider zu Hause.

Als ich dann wiederkam, wurde sie aber gleich eingeweiht. Die erste Gemüsepfanne wurde gebrutzelt, die erste Pasta geschwenkt. Auf Instagram haben das vielleicht auch einige gesehen, aber passable Fotos für den Blog waren leider nie dabei und ich überlegte schon fieberhaft, mit was ich Euch endlich von meinem neuen Liebling berichte.

Wintermenü Fleisch II

An einem Donnerstag Mitte Januar war ich dann wieder zu meiner Kollegin zum Essen eingeladen und wir tauschten uns aus, was denn alles besonders gut im Gourmet-Topf gelingt. Als sie mir vom sogenannten Honig-Ingwer-Schwein berichtete war klar – das musste ich ausprobieren! Danke für’s Rezept von Gennaro Contaldo liebe Johanna. Eine leicht abgeänderte Version gibt es jetzt hier für Euch.

Lasst es Euch gut schmecken und vergeudet ja keinen Tropfen der unfassbar guten Soße!

Wintermenü Fleisch I

Honig – Ingwer – Schwein mit Kartoffel Wedges

Zutaten für 4 Personen:

800 g Schweinelende am Stück

Olivenöl

100 g (Frühstücks-) Speck

2 Knoblauchzehen

5 EL Honig

1,5 cm einer Ingwerknolle

2 Karotten

4 Pastinaken

4 Scharlotten

1 Stange Lauch

4 Zweige Rosmarin

300 ml Gemüsebrühe

frischer schwarzer Pfeffer

400 g Kartoffeln

Zubereitung:

(1) Speck in Stücke schneiden und in einer Pfanne mit Olivenöl anbraten. Dann wieder aus der Pfanne nehmen und zur Seite stellen.

(2) Schweinelende kurz abbrausen, abtupfen und im Ganzen in der gleichen Pfanne scharf von allen Seiten anbraten. Dann mit Honig glasieren.

(3) Schalotten, Knoblauch und Ingwer schälen, Karotten, Pastinaken und Lauch waschen, ggf. schälen und in grobe Stücke scheiden. Alles als auch den Speck und 2 Rosmarin Zweige in die Pfanne geben, Gemüsebrühe angießen, grob gemahlenen Pfeffer darüber streuen. Dann eine halbe Stunde bei geschlossenem Deckel köcheln lassen.

(4) In der Zwischenzeit Kartoffeln vierteln und auf einem mit Olivenöl bestrichenen Backblech, mit Salz, Pfeffer und Rosmarinnadeln von zwei Zweigen, für ca. 20 Minuten bei 180 Grad Ober-/Unterhitze backen.

(5) Wenn das Fleisch durch ist, in Scheiben schneiden und mit dem Schmorgemüse und den Kartoffeln anrichten. Soße über das Fleisch geben – sie schmeckt göttlich!

Weinempfehlung:

Durch den intensiven Honig und Ingwer Geschmack passt zu diesem Gericht ein gehaltvoller Rotwein mit einer ausgewogenen Harmonie. Der Château La Fleur des Rouzes 2010 ist also perfekt. Zudem nimmt er durch das Bouquet aus Datteln und Feigen den Geschmack der Vorspeise wieder auf. Mehr über diesen feinen Tropfen könnt ihr bei Bordeaux Wein erfahren.

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