Salzig

Forelle, Spinat und Onsenei – Ostermenü Gang 1

Noch eine Woche, dann ist es soweit – die Fastenzeit ist um und es darf wieder nach Lust und Laune geschlemmt werden! Höchste Zeit, um mal wieder richtig aufzukochen und die besten Leckereien auf den Tisch zu bringen!

Forelle Tegernsee II

Ein Menü

Für dieses Jahr habe ich mir ein Menü für Euch überlegt, das ich euch gerne in den kommenden Tagen vorstellen möchte. In den vergangenen Jahren gab es immer nur etwas Süßes (Hefezopf und Quarkkuchen), aber diesmal gibt’s den Ostergenuss in drei Gängen.

Forelle Tegernsee III

Die Vorspeise

Heute starten wir mit einer Vorspeise ganz nach meinem Geschmack: Frischer heimischer Fisch, gesunder Spinat und ein raffiniertes Ei. Wird man den Tag über die Ostereier schon reichlich gesucht haben, so wird es hier in seiner besten Form präsentiert – wachsweich und unübersehbar.

Diese drei Komponenten passen hervorragend zusammen wie ich finde, aber wisst ihr was, probiert es einfach selbst!

Forelle Tegernsee V

Gebratene Forellenfilets auf Blattspinat mit Onsen Ei

Zutaten für 4 Portionen:

4 Eier
2-4 Forellenfilets (je nach Größe)
500 g Blattspinat (gewaschen und getrocknet)
1 Zwiebel
1 Knoblauchzehe (nach Geschmack)
25  g Butter
Salz, Pfeffer, etwas Muskat

Zubereitung:

  1. Zuerst für das Onsen Ei aus dem Thermomix, den Mixtopf maximal mit Wasser befüllen und auf 60 °C erhitzen. Dann die Eier in den Gareinsatz legen und ca. 40 Minuten garen lassen. Dann Temperaturschalter auf 70 Grad erhöhen und weitere 3-4 Minuten ziehen lassen. Eier aus dem Thermomix nehmen, mit der Rückseite eines Messers aufklopfen und vorsichtig auf einen flachen Teller geben.
  2. Mit einem Esslöffel jeweils die Eidotter sehr behutsam weitestgehend vom glibberigen Eiweiß trennen.
  3. In der Zwischenzeit den Spinat zubereiten. Dafür Butter in einem Topf zerlassen. Feingehackte Zwiebel und Knoblauch dazugeben. Ganz leicht anbräunen und den Blattspinat dazugeben.
  4. Mit Salz, Pfeffer und Muskat abschmecken. Eventuell noch ein Stück Butter dazugeben.
  5. Bevor die Eier bei 70 Grad nachziehen, die Forellenfilets auf der Hautseite scharf anbraten und durchziehen lassen.
  6. Alles zusammen auf vorgewärmten Tellern anrichten und servieren.

Forelle Tegernsee I

Spinatsalat mit Pute, Grapefruit, Ziegenkäse und Kokos

Weiter geht es mit den Gerichten die Lust auf Sommer machen… Die Kokoswochen haben mit nach Sommer schmeckenden Kokos – Mango Muffins angefangen  und heute gibt es richtig Frühling auf den Teller: Spinatsalat mit Pute, Grapefruit, Ziegenkäse und natürlich Kokos!

Grapefruitsalat IV

Als ich das erste Mal von einer Vinaigrette mit Kokos hörte, musste ich sofort an meinen Vietnamurlaub denken. Sommer, Exotik und wahnsinnig gutes Essen – genau das kam mir in den Sinn, als ich mich eines grauen Wintertages zurück nach Asien wünschte. Doch wie bekomme ich dieses Gefühl auf die heimischen Teller? Schon lange hatte ich einen Pomellosalat im Hinterkopf, den ich so gerne selbst einmal ausprobieren wollte. Ich steuerte also mit festem Vorhaben, eine riesig große Zitrusfrucht zu kaufen, gen Einkaufsstand und wurde leider enttäuscht. Keine Pomello für Amelie. Und nu?

Grapefruitsalat II

Mich lachten dafür Grapefruits an und der grüne Spinat daneben. Naja und was dann passierte ahnt der aufmerksame kunterbuntweissblau Leser bestimmt: Amelie hielt sich an keinerlei Rezeptvorgabe und kaufte alles, auf was sie gerade Lust hatte und was sich im Kopf gut mit der Vinaigrette kombinieren lässt, die ich eben unbedingt ausprobieren wollte.

Zu Hause angekommen ging das Zubereiten dann auch sehr schnell und das Endergebnis könnte zu meinem neuen Lieblingssalat werden. So farbenfroh und reich an jeglicher Geschmacksnuance, die ich liebe: Bittere Grapefruit, milder Ziegenkäse, exotische Koksflocken und ein süß/saures Dressing.

Grapefruitsalat III

Ja, das Dressing: hier probierte ich das Balsamic Blossom von Tropicai aus. Ich muss ehrlicher Weise an dieser Stelle sagen, dass der Essig beim ersten puren Probieren so gar nicht mein Fall war. Ich kann gar nicht genau sagen wieso, aber wahrscheinlich bin ich von meinen klassischen Balsamicos verwöhnt. Als ich dann jedoch eine einfache Vinaigrette mit Olivenöl, Salz und Pfeffer anrührte, entwickelte sich die Kokosblütenvinaigrette zu einem sehr gut harmonisierenden Part. Über den frischen Salat geträufelt schmeckte es dann wirklich sehr gut und gab dem „Grünzeug mit Beilage“ das gewisse Etwas :) Und ich habe wieder was gelernt! Dieser etwas andere Essig wird nämlich durch natürliche Fermentation des frischen Blütensafts der Kokospalme gewonnen. Sehr gut kann ich ihn mir jetzt schon im Sommer zu vielen anderen Gerichten vorstellen.

Grapefruitsalat I

Bunter Spinatsalat mit Pute, Grapefruit, Ziegenkäse und Kokos

Zutaten für 2 Portionen

1 Packung Babyspinat
2 Grapefruits
300 g Putenbrust
150 g Ziegenfrischkäse
Kokoschips
neutrales Öl
Olivenöl
Balsamic Blossom
Salz, Pfeffer

Zubereitung:

  1. Salat waschen und trocknen, Grapefruit mit einem scharfen Messer schälen und Filets ausschneiden.
  2. Putenbrust abbrausen, trockentupfen und in einer Pfanne mit neutralem Öl ca. 5 Minuten von jeder Seite anbraten.
  3. In der Zwischenzeit Salat auf Teller geben, Grapefruitfilets darauf verteilen, Ziegenfrischkäse zerbröseln und mit Kokoschips ebenfalls auf den Teller geben.
  4. Das Dressing mit Olivenöl, der Kokosblütenvinaigrette, Salz und Pfeffer anrühren und über den Salat träufeln.
  5. Die Putenbrust in Streifen schneiden und zum Salat reichen.

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Gefüllte Aubergine mit Raucharoma

Es gibt Phasen im Leben, da kann man sich mit allem Zeit lassen, nachdenken und kreativ sein. Ob das dann produktiv ist hängt aber auch von Situation zu Situation ab. Und dann gibt es Phasen wie bei mir in diesen Wochen, in denen man keine Zeit hat und alles „unwichtige“ etwas schneller gehen muss. Essen ist für mich natürlich nie „unwichtig“ und wird immer einen hohen Stellenwert in meinem Leben haben. Dennoch bleibt manchmal nicht die Zeit, megakreativ zu sein. Und was macht man in solchen Zeiten? Also ich lasse mich dann gerne inspirieren. Im Fall des heutigen Rezepts von einer neuen Kollegin.

Aubergine IINeid

Hatte ich eines Tages zum Lunch doch wieder nur fix was beim Italiener bestellt, saß sie beim Mittagessen mit einer selbstgemachten, gefüllten Aubergine am großen Esstisch. Und ich war neidisch. Ich ärgerte mich über mich selbst, dass eben schon viele Tage lang nichts mehr selbstgemachtes meine Küche verließ. Promt nahm ich mir fest vor, genau so eine Aubergine an meinem nächsten freien Abend zu kochen. Gesagt getan und letzten Montag war es dann soweit.

Aubergine IV

Selbstgekocht ist doppelt gewonnen

Hachja, wie sehr genoss ich es, durch die Gänge des Supermarktes zu sausen und alle Zutaten in meinen Korb zu packen. Klar musste das auch schnell gehen, schließlich haben die Läden nach meinem Feierabend auch nicht mehr lange offen. Aber an diesem Montag lief ich nicht planlos wie viele Tage zuvor, sondern voller Tatendrang und einer fixen Idee durch die Gänge um frische Auberginen, Hackfleisch, Parmesan, Tomaten und Reis zu ergattern. Die Spezialzutat hatte ich ja schon zu Hause ;)

Aubergine VI

Dort angekommen legte ich meine Kochmusik auf und los ging die Schnippelei. Und ich wurde dann doch noch kreativ und kochte nicht so ganz 0815. Das Ergebnis? Köstlich, relativ schnell zubereitet und mit „Wow“ Effekt am nächsten Tag beim Kollegen Lunch. Diesmal waren die anderen dann neidisch ;)

Smoked Paprikapulver – La Chinata

Das Geheimnis, warum meine Variante besonders interessant schmeckt? Ich bin derzeit in ein besonderes Paprikapulver verliebt: La Chianta. Schon etwas länger ist es her, dass ich es geschenkt bekommen habe, aber erst jetzt habe ich es für mich entdeckt. Der smoked flavour macht jedes Gericht zu etwas Besonderem! Probiert es mal aus!

Aubergine I

Gefüllte Aubergine mit Raucharoma

Zutaten für 2-4 Portionen

2 Auberginen
200 g Rinderhackfleisch
1 Dose gehackte Tomaten mit Kräuter
1 Zwiebel
2 Knoblauchzehen
Salz, Pfeffer
La Chinata– smoked Paprikapulver
Petersilie fein gehackt
Geriebener Parmesan
Olivenöl und Butter

Zubereitung:

  1. Den Backofen auf ca. 180°C Ober-/Unterhitze vorheizen.
  2. Auberginen abbrausen, trockentupfen, halbieren und aushöhlen. Das Fruchtfleisch in ca. 1 cm große Würfel schneiden.
  3. Zwiebel und Knoblauch schälen und in feine Würfel schneiden. In einer Pfanne mit heißem Olivenöl anbraten. Dann erst Hackfleisch zugeben, kurz anbraten lassen und das Auberginenfruchtfleisch ebenfalls hinzugeben.
  4. Die gehackten Tomaten und die Petersilie zugeben und alles köcheln lassen. Mit Salz, Pfeffer und Paprikapulver abschmecken.
  5. Auberginenhälften mit der Füllung befallen und frisch geriebenen Parmesan darüber streuen. Auberginen in eine Auflaufform oder ofenfeste Pfanne legen, etwas Wasser angießen und ca. 30 Minuten im Ofen gar werden lassen.
  6. In der Zwischenzeit Reis kochen und mit Butter abschmecken.
  7. Zum Servieren nochmals frischen Parmesan darüber raspeln und mit Kräutern servieren.

Wer das Ganze lieber Vegetarisch mag, kann natürlich auch das Hackfleisch weglassen oder durch Räuchertofu ersetzen.

Aubergine III

Verratet ihr mir, was ihr so zaubert, wenn ihr eigentlich nicht wirklich viel Zeit habt und trotzdem kreativ kochen wollt?

Steckrübensuppe aus dem Thermomix

Lange haben wir auf ihn warten müssen und jetzt ist er da, der Winter. Nicht mehr nur ewiges Grau und viel zu warme Temperaturen, nein, es schneit auch mal in unserem schönen Bayern und verzaubert die Welt in eine Schneekugel.

Steckrübensuppe III

Mit einher geht die Lust auf deftige Gerichte, die von innen wärmen. Suppen, Eintöpfe, Braten oder kräftige Pastagerichte. Alles darf auf den Teller. Mir sind ja dabei immer auch die Verwendung von saisonalen Produkten wichtig und dieses Jahr habe ich etwas Neues für mich entdeckt: die Steckrübe. Eigentlich habe sie nicht ich entdeckt, sondern meine Mutter, aber ich war sehr begeistert, als ich mit ihr und ihrem Thermomix ein sämiges Süppchen aus der Wintergemüseknolle zubereitete.

Steckrübensuppe IV

Was in der Steckrübe steckt

Früher, in Kriegszeiten, wurde die Steckrübe gerne als Kohlenhydratelieferant gegessen. Günstig und sättigend war die Knolle in Hungerzeiten und verschwand dann ganz aus der deutschen Küche. Man hatte zu viel davon.

Heute erlebt sie ihr Comeback und ist wie alle Wurzelgemüse eine gern gesehene Beilage: kalorienarm mit viel Vitamin C, Trauben-und Fruchtzucker und vielen weiteren Mineralstoffen.

Ich zeige Euch nun heute eine Suppe mit dem Wintergemüse. Die kleine Finesse bei diesem Gericht ist für mich das Topping aus gerösteten Speck- und Pflaumenwürfeln. Guten Appetit!

Steckrübensuppe II

Steckrübensuppe mit Speck- und Pflaumentopping aus dem Thermomix

Zutaten für 4 Portionen

500 g Steckrübe
1 mittelgroße Kartoffel
1 l Brühe
1/4 l Sahne
Salz, Pfeffer, Muskat

Für das Topping:

4 getrocknete Pflaumen in feine Würfel geschnitten.
1 Handvoll Speckwürfel
Schnittlauch

Zubereitung:

  1. Steckrübe und Kartoffel schälen und in grobe Stücke schneiden.
  2. Das Gemüse in den Mixtopf geben und 5 Sek./Stufe 5 mit Hilfe des Spatels grob zerkleinern.
  3. Brühe, Salz, Pfeffer und Muskat zugeben und 6 Min./100°C/Stufe 1 garen,
  4. dann auf 80°C zurückstellen und weitere 12 Min. auf Stufe 1 garen. 2 Min. vor Ablauf der Garzeit auf Stufe 5 umstellen und die Sahne durch die Deckelöffnung zugeben.
  5. In der Zwischenzeit die Pflaumen und den Speck in einer beschichteten Pfanne mit etwas Butter anrösten, Schnittlauch in feine Röllchen schneiden.
  6. Suppe in Suppenschalen füllen und mit Topping und Schnittlauch garnieren.

Steckrübensuppe III

Garnelen auf Karottenpüree mit Petersilienvinaigrette und Limettenschaum

Foodblogger sind schon eine komische Spezies. Sie bilden sich manchmal etwas bestimmtes zu Essen ein und dann muss es sofort her. Grundsätzlich sollte das ja in einer Großstadt wie München machbar sein, wo es überall alles zu kaufen gibt. Dumm nur, wenn der Foodbloggerin im Skiurlaub einfällt, sie hätte jetzt gerne Garnelen auf Süßkartoffelpüree mit Koriander.

Garnelen II

Tja, dann muss eben improvisiert werden. Garnelen gibt’s Gott sei Dank auch in den Supermärkten in den Bergen tiefgefroren, nur Süßkartoffeln? Damit überfordere ich das Angebot des hiesigen Spar Marktes. Auch Koriander lies sich nicht auftreiben. Nun… Was nehmen wir dann? Karotten statt Süßkartoffel und Petersilie statt Koriander.

Und wie so oft, das Improvisieren ist doch wirklich geglückt und ich kann Euch heute ein grandios leckeres Garnelengericht präsentieren. Das schmeckt nicht nur im Winter gut, sondern dürfte auch bei jedem Gartenfest in Zukunft nicht mehr fehlen!

Viel Spaß beim braten und genießen!

Garnelen I

Gebratene Garnelen auf Karottenpüree mit Petersilien – Vinaigrette und Limettenschaum

Zutaten für 2 Portionen:

4 Garnelenschwänze
4 kleine Garnelen
300 g Karotten
1 Kartoffel
1 EL Butter
1 EL Creme Fraîche
2 EL Milch
1 Limette
ein paar Blätter Petersilie
Olivenöl
Salz, Pfeffer

Zubereitung:

  1. Karotten und Kartoffeln schälen und in Salzwasser gar kochen. Dann mit einem Mixstab pürieren. Mit Butter, Salz und Pfeffer abschmecken.
  2. In der Zwischenzeit Petersilie klein hacken, Limettenschale abreiben und zur Seite stellen. Ggf. Garnelen in kaltem Salzwasser auftauen lassen.
  3. Petersilie mit Olivenöl, der Hälfte des Limettenschalenabriebs, Salz und Pfeffer zu einer Vinaigrette vermengen.
  4. Creme Fraîche mit Milch und der anderen Hälfte des Limettenschalenabriebs sowie Salz und Pfeffer verrühren und mit einem kleinen Milchaufschäumer zu einem Schaum schlagen.
  5. Olivenöl in einer Pfanne erhitzen, Garnelen trocken tupfen und in der Pfanne braten. Dabei große Garnelenschwänze zuerst braten.
  6. Zum Schluss Püree auf vorgeheizte Teller geben, Garnelen platzieren und mit Vinaigrette und Limettenschaum garnieren.

Garnelen II

Mit diesem Rezept nehme ich gerne am Rezeptwettbewerb von Lecker.de teil und freue mich, dass Costa 10 Euro für das Meeresschutzprojekt „Doggerbank“ des WWF spendet.