Salzig

Spargelsuppe mit Nordseekrabben und einem Blick über den Tegernsee

Manchmal bin ich ja ein klein wenig verrückt. Grundsätzlich und vorallem wenn es mit Essen zu tun hat. Und manchmal koche ich auch einfach früh morgens Spargelsuppe. Warum?

Hier die Vorgeschichte: Am Samstag kaufte ich den wahrscheinlich letzten Spargel der Saison. Ich war sowieso sehr überrascht, dass nach dem 24. Juni doch noch so viele kleine Marktstände mitten in München das Frühlingsgemüse verkauften, aber mir sollte es recht sein! Geplant war dann, das Kilo Spargel ganz klassisch mit Kartoffeln und Sauce Hollandaise am Sonntagabend zuzubereiten.

Spargelsuppe III

Pläne sind aber ja bekanntlich dafür da, umgeschmissen zu werden und da das Wetter so wunderschön war, verbrachte ich lieber den ganzen Abend am Tegernsee, als zu Hause am Herd zu stehen.

Tegernseechillen…

Foto 4

Foto 1

Zu dumm nur, dass ich dann beim Blick in meinen Terminkalender feststellen musste: der ist voll! Und zwar mit Abendterminen die ganze Woche lang. Nicht dass es jetzt schlimm wäre, im Marais Soir, im Gratitude oder am Ammersee für ein Fotoshooting die Abende zu verbringen, aber es bleibt halt keine Zeit für’s Spargelkochen.

Was du Abends kannst besorgen, schaffst du locker auch schon Morgens

Nun die Idee: früh morgens kochen! Und leckeres Lunch haben. Gesagt getan und so stand ich gestern früh um 7:00 Uhr da und schälte Spargel. Hat fast was einschläferndes ;)

Ein Teil wurde für Spargelsalat und der andere für Spargelsuppe verwendet und die möchte ich Euch heute gerne heute fix vorstellen. Vielleicht habt ihr ja auch noch Glück und bekommt ein paar Stangen bevor die Saison dann leider doch zu Ende geht. Ich drücke die Daumen!

Spargelsuppe II

 Spargelsuppe mit Nordseekrabben

Spargelrisotto mit getrockneten Tomaten, Minze und Zitrone

Gerade frisch aus Italien zurück, träume ich von Schinken, Salami und anderen Anti-Pasti gefolgt von frischer Pasta oder den so beliebten Risotto Variationen in der Piemont Gegend. Zu gut, dass ich für den heutigen Post, das Spargel-Zitronen-Minzrisotto mit getrockneten Tomaten, für Euch geplant habe. Zu gerne hätte ich davon zum Mittagessen jetzt etwas, aber auch so ist der Hunger ein bisschen gestillt.

Spargelrisotto V

Rezeptidee in der Dusche entstanden

Die Idee für diese Kombination entstand in der Dusche. Ich gönnte mir nach einer Joggingrunde eine kühle Erfrischung und überlegte, was ich mir zur Belohnung nun kochen werde und ging die im Hause kunterbuntweissblau bestehenden Grundzutaten durch: frische Minze, Spargel und Zitronen. Risottoreis und getrocknete Tomaten sind sowieso immer da. Und ich hatte Lust, mich durch das Rühren des Risottos noch ein bisschen zu entspannen.

Spargelrisotto II

Der kunterbunt gemischte Zutatenmix hat dann wirklich super zusammengepasst und wird bestimmt bald wieder ausprobiert! Viel Spaß beim Nachkochen des Frühlingsrisottos!

Spargelrisotto I

Spargel-Zitronen-Minzrisotto

Zutaten für ca. 2 Portionen

  • 200 g Risottoreis
  • 50 g geriebener Parmesan
  • 250 g grüner Spargel
  • 250 g weißer Spargel
  • 5-8 getrockene Tomaten in Öl
  • 1 Bio-Zitrone
  • 1 Handvoll Minzblätter
  • 1 klein gewürfelte Schalotte
  • Ca. 50 ml trockener Weißwein
  • 1-2 EL Gemüsebrühepulver
  • Butter, Olivenöl, Salz, Pfeffer

Zubereitung:

  1. Den Spargel waschen, dann den weißen ganz und beim grünen Spargel das untere Drittel schälen. Dann in Salzwasser mit einer Prise Zucker und einem Stückchen Butter bissfest kochen.
  2. In der Zwischenzeit die Zitronenschale abreiben und bei Seite stellen. Zitrone auspressen. Die getrockneten Tomaten in dünne Streifen und die Schalotte in feine Würfel schneiden. Spargel abseihen, Spargelwasser auffangen und mit etwas Brühepulver vermengen.
  3. In einer Pfanne die Schalotte und den Reis in Olivenöl anbraten. Mit Weißwein und Zitronensaft ablöschen. Dann nach und nach Spargelwasser angießen und ständig rühren bis der Reis die richtige Konsistenz erreicht hat. Währenddessen, den Spargel in mundgerechte Stücke schneiden, Minzblätter in feine Streifen schneiden.
  4. Dem Risotto die Zitronenschale, etwas Butter und den geriebenen Parmesankäse untermengen. Zum Schluss, Spargelstücke, getrocknete Tomaten und Minze unterheben; mit Salz und Pfeffer abschmecken.
  5. Risotto auf vorgewärmte Teller geben und mit etwas Minze und Zitronenschale garnieren.

Spargelrisotto III

Rezept: Spargeltarte mit Ziegenkäse und Zitronennote

Zum Anfang meiner kunterbunten Spargelsaison hier auf dem Blog möchte ich Euch gerne heute das Rezept vorstellen, das ich in den vergangenen 4 Wochen bereits zweimal gemacht habe: Spargeltarte mit Ziegenkäse und Zitronennote.

Spargeltarte VI

Spargelliebhaber

Zweimal innerhalb von 4 Wochen? Für manch einen ist das jetzt nichts außergewöhnliches. Aber ich esse selten, bzw. ungern öfter hintereinander neue Dinge; möchte ich doch noch mehr andere neue Dinge ausprobieren. Doch diese Spargeltarte hatte es mir angetan. Für mich eine perfekte Kombination mit meinem Lieblingsfrühlinggemüse, meinem heißbeliebten Ziegenkäse und obendrein noch eine Zitronennote – herrlich! Das kann ich wirklich gerne öfter essen und hat zudem auch Feierabendtauglichkeit bewiesen. Entweder man hat den Mürbteig schon vorbereitet und kann gleich loslegen, oder man bereitetet ihn sofort nach dem nach Hause kommen zu und legt in der Kühlzeit ein bisschen die Füße hoch ;)

Spargeltarte V

Spargeltarte II

Spargeltarte IV

Während die Tarte dann im Ofen vor sich hin backt, kann in der Zwischenzeit die Küche aufgeräumt werden und nach dem Essengenuss stellt man nur noch die schmutzigen Teller in die Spülmaschine, packt den Rest der Tarte für den nächsten Lunch ein und dann ist nur noch Entspannung angesagt.

Ich wünsche Euch viel Spaß beim Nachbaken und genießen!

Spargeltarte III

Spargeltarte mit Ziegenkäse und Zitrone

Rezepte etwas abgewandelt von Brigitte.de

Zutaten

  • Mürbeteig:
  • 150 Gramm Mehl
    100 Gramm kalte Butter
    1 Ei
    1 Prise Salz
    Mehl zum Ausrollen
    getrocknete Hülsenfrüchte zum Vorbacken (zum Vorbacken)
Belag:

250 g weißer Spargel

250 g grüner Spargel
1 EL Butter
Salz
Zucker
2 Lauchzwiebeln
100 g Ziegenfrischkäse (z.B. Chavroux)
1 Eigelb
1 Ei
60 g saure Sahne
frisch gemahlener (weißer) Pfeffer
1 Bio-Zitrone
Thymian

Zubereitung

  1. Für den Mürbeteig:
    Mehl, Butter, Ei und Salz mit den Händen zu einem glatten Teig verkneten. Abgedeckt für etwa 30 Minuten kalt stellen.
  2. Den Backofen auf 180 Grad (Umluft 160 Grad, Gas Stufe 3) vorheizen. Den Teig in einer Tarteform (etwa 34×10 cm;) ausbreiten, dabei Seiten fest andrücken. Teig mit Backpapier belegen und mit Hülsenfrüchten bedecken. Auf dem Backofenboden etwa 20 Minuten vorbacken. Hülsenfrüchte und Backpapier entfernen.
  3. Inzwischen für den Belag:
    Den Spargel waschen und schälen. Die holzigen Enden abschneiden. Spargel in wenig kochendem Wasser mit Butter, Salz und etwas Zucker ca. 10 Minuten leicht köcheln bis er bissfest ist. Abgießen und abtropfen lassen. Lauchzwiebeln putzen, in Ringe schneiden und in die Form geben. Spargel darauf legen. Ziegenfrischkäse, saure Sahne, Eigelb, Ei, Sahne, Pfeffer und etwas Zucker verrühren und über den Spargel gießen.
  4. Tarte auf der mittleren Schiene 35-45 Minuten backen, bis der Guss gestockt ist. In der Zwischenzeit Zitrone heiß abspülen, Schale abschälen und in feine Streifen schneiden. Zitrone auspressen. Zitronenschale, 3 EL Zitronensaft und 1 TL Zucker erwärmen, bis sich der Zucker gelöst hat. Auf die Tarte geben und mit und Thymianblättchen garnieren.
 Dazu passt sehr gut ein grüner Salat oder ein Gurken und Radieschensalat.
Spargeltarte I

Gefüllte Pitataschen griechischer Art mit selbstgemachter Guacamole

Hui sind das aufregende Wochen voller Arbeit im „normalen“ Leben von Amelie. Da bleibt leider nicht viel Zeit für großes Aufkochen und wenn, dann ist es oft altbewährtes Soulfood.
So hatte ich letztens spontan nach Feierabend eine liebe Freundin auf dem Heimweg aufgegabelt und wir überlegten fix, was wir uns Feines nach einem anstrengenden Arbeitstag gönnen könnten. So ganz ohne Vorüberlegung ist das gar nicht so easy mit einer Vegetarierin mit Eiallergie, aber um kurz vor Ladenschluss fiel mir dann ein heißbeliebtes Studentenrezept aus früheren Jahren ein — gefüllte Pitataschen griechischer Art mit Guacamole. Weiterlesen

Der etwas andere Burger… Ostermenü Gang 2

Zu Ostern darf es bei mir ja gerne etwas ausgefallener sein, wenn es um’s Essen geht. Klar, zum Brunch gibt es den klassischen Hefezopf, saftigen Nussschinken und bunt bemalte Eier und zum Abschluss eine Scheibe mit der selbstgemachten Erdbeer-Holunder Marmelade, die die Vorfreude auf den bevorstehenden Frühling noch mehr unterstützt.

Dann wird erstmal ein bisschen ausgeruht, ab und zu ein Schokoei genascht und dem Lindthasen die Ohren abgeknabbert.

Tegernsee Burger III Ab in die Küche

Doch nur Schlemmen macht dick und deswegen muss ja noch ein bisschen gearbeitet werden. Und welche Arbeit könnte schöner sein als Kochen? Ich weiß es auch nicht.
So, und bei welcher „Kocharbeit“ verbrennt man am meisten Kalorien? Hefeteig kneten? Das passierte ja schon am Vortag. Gut, was fällt uns dann ein? Lemoncurd oder Zabaione schlagen? Auf jeden Fall, deswegen gibt’s die auch zum Dessert. Doch dazu beim nächsten Beitrag.

Das Workout für den Hauptgang ist dieses Jahr folgendes: Knödelteig kneten – einen ganz besonderen Knödelteig für ein ganz kreativ anderes Osteressen.

Tegernsee Burger IIIWorkout Knödelteig

Nachdem wir 1 Tag alte Brezenstangen in kleine 1 Quadratzentimeter Würfel geschnitten, Hartkäse gerieben und uns die Augen beim Zwiebelschneiden ausgeheult haben, können wir loskneten und die Masse auf Frischhaltefolie verteilen und dann in Alufolie zu einer Rolle formen – der Knödel ist nämlich ein sogenannter Serviettenknödel.

Vorbereitung Teil 2

Das sollte dann zwar eigentlich an sportlicher Kochbetätigung reichen, aber zu allem Spaß schneiden wir einen großen Blaukrautkopf in feine Streifen, filitieren Orangen und rühren so lange ein süß, scharfes Chutney im Kochtopf daraus, bis wir fast fertig sind und nur noch Entenbrusthaut einritzen müssen.

Spätestens wenn der Knödelteig im siedenen Wasser durchzieht, und der Duft von gebratener Entenbrust durch die Küche zieht, ist dann die Vorfreude wahrscheinlich kaum noch auszuhalten. Die Vorfreude auf den etwas anderen, den bayerischen, den kunterbuntweissblauen Serviettenknödel-Entenbrust-Burger.

So. Jetzt ist es raus. Das ist nach der Forelle mit Spinat und Onsenei als Vorspeise mein Hauptgang – Vorschlag für Euer Osterdinner. Gefällt er Euch? Dann wünsche ich viel Spaß beim Nachmachen.

Tegernsee Burger I

Brezenkäsknödel mit Entenbrust, Orangenchutney und rohem Blaukraut

Zutaten für 4 Portionen

2 Entenbrüste
rohes Blaukraut
4 Orangen
50 g Zucker
weißen Balsamicoessig
Chiliflocken
500 g Brezenstangen (vom Vortag)
½ l Milch
4 Eier
1 Zwiebel
2 EL Butter
2 EL Petersilie (frisch geschnitten)
150 g geriebener Emmentaler
Salz, Pfeffer, Muskat

 

Zubereitung:

Orangen – Chutney:

  1. Orangen mit einem scharfen Messer schälen und filetieren; dann in Stücke schneiden.
  2. Zucker karamellisieren, mit Balsamicoessig ablöschen und Orangenstücke zugeben. 5 Minuten kochen, salzen, pfeffern und mit Chiliflocken abschmecken. Chutney abkühlen lassen und zur Seite stellen.

Brezenkäsknödel:

  1. Brezenstangen in ca. 1 cm große Würfel schneiden. Zwiebel würfeln und in Butter glasig anbraten, Petersilie nach ein paar Minuten mitbraten.
  2. Zwiebel-Kräutermischung und geriebenen Käse zu den Brezenwürfeln geben. Eier und Milch verquirlen und zur Brezenmischung geben. Alles gut mit einander vermengen und mit reichlich Salz, Pfeffer und Muskat würzen.
  3. Auf ein großes Stück Alufolie, ein ebenso großes Stück Frischhaltefolie legen und die Knödelmasse darauf verteilen. Dann zu einer Rolle mit ca. 10 cm Durchmesser rollen. Gut mit der Alufolie verschließen.
  4. Knödelrolle im siedenem Wasserbad ca. 1 Stunde ziehen lassen.

Entenbrust:

In der Zwischenzeit die Haut der Entenbrüste rautenförmig einritzen und in einer kalten Pfanne mit der Hautseite nach unten scharf anbraten. Kurz wenden und im vorgeheizten Ofen bei 150°C für ca. 10 Minuten ziehen lassen.

Burger bauen:

Blaukraut grob hobeln.

Brezenknödel in Scheiben schneiden und eine Scheibe auf die Mitte des Tellers platzieren. Orangenchutney darauf verteilen, etwas Blaukraut, dann die Entenbrust, wieder Kraut, nochmals Chutney und zum Schluss eine weitere Scheibe Brezenknödel (die vorher in gehackter Petersilie gewendet wurde) aufeinander stapeln.

Fertig ist ein saftiger Burger, der alle Komponenten aus Tradition und Moderne vereint:

Ein bayerisches Burger-“Brot“ alias Brezenknödel, in das der Käse schon eingebacken ist, Blaukraut mimt den Salat, Entenbrust als Patty und die süß/saure Orangen-„Soße“ ist immer ein perfekter Begleiter zur Ente (à la Coq Orange)

Tegernsee Burger IIWas es bei mir dann am Sonntag auf dem Teller geben wird ist noch nicht ganz sicher, aber ihr werdet es erfahren, versprochen ;)