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Vanillekipferl

Meine absoluten Lieblingsplätzchen sind genau zwei Sorten: Husarenkrapferl und Vanillekipferl! Nachdem ich Euch vor zwei Jahren schon die kleinen Marmeladensünden im Zuge meines Post aus meiner Küche Päckchens vorgestellt habe, folgen heute nun endlich die heiß geliebten Vanillekipferl!

Vanillekipferl V

Als ich in Vietnam war, skypte ich ab und zu mit zu Hause und fragte ganz neugierig ob denn die Vorweihnachtsstimmung schon überall zu spüren sei und ob Mama schon gebacken hätte. Hatte sie nicht versicherte sie und ich war ein klein wenig traurig. Muss ich wohl selber ran, dachte ich…

Vanillekipferl IV

Vanillekipferl

Doch dann die Überraschung – als ich zu Hause ankam, wartete eine kleine Dose randvoll mit Vanillekipferl auf mich. Was hab ich mich gefreut! Mama ist einfach die Beste! Beim Heimatbesuch zum Erzählen der vielen Asien Eindrücke hab ich mir dann das alte Backbuch geschnappt und das Rezept für Euch abgeschrieben. Et voilá! Viel Spaß beim backen und genieeeßen!

Vanillekipferl II

Vanillekipferl

Rezept aus Rezeptbuch für Weihnachtsbäckerei

Zutaten

200 g Mehl
50 g Zucker
1 Päckchen Vanillezucker oder 1/2 ausgeschabte Vanilleschote
80 g geschälte geriebene Mandeln
150 g Butter
Vanillezucker zum Bestäuben

Zubereitung:

Aus allen Zutaten auf dem Brett einen glatten Knetteig herstellen und 20 Minuten an einem kalten Ort ruhen lassen. Danach eine Rolle formen, gleichmäßige Scheiben abschneiden und diese schnell (der Teig sollte schön kalt sein) zu Hörnchen formen. (Die Hörnchen sollen ziemlich dünn und klein sein, so laufen die Plätzchen nicht auseinander und sehen nach dem Backen so schön filigran aus.)
Auf einem leicht gefetteten Backblech im vorgeheizten Rohr bei 180 Grad ca. 10 Minuten hell backen. Sobald das Gebäck aus dem Rohr kommt, vorsichtig vom Blech lösen und noch heiß mit Vanillezucker bestäuben.

Vanillekipferl III

Der Zwetschgenkuchenklassiker: Datschi

 

Die Zwetschgensaison ist in vollem Gange! Und wie ich bei meinem Zwetschgen Huhn mit Risotto schon gesagt hatte, gibt es ein paar Klassiker, die immer aus dieser Herbstfrucht gezaubert werden. Heute im Programm: Zwetschgendatschi!

Datschi IV

Ich wundere mich jedes Jahr auf’s Neue, dass bei den Bäckern die Zwetschgensaison gefühlt gleich nach der Erdbeersaison beginnt und schon ab Juli Datschis in der Auslage liegen. Woher haben die denn die Früchte? Wahrscheinlich eingefroren vom Vorjahr.

Ich beginne die Datschisaison für mich gerne mit den frischen Früchten und ziehe sie lieber noch etwas weiter hinaus und verarbeite dann erst gefrorene Zwetschgen.

Datschi II

Für Euch stelle ich heute meinen Klassiker mit Mürbteig, dessen Rezept sich über Generationen hinweg übertragen hat, auf den Sonntagskaffeetisch. Der kommt immer gut an! Reife süß-säuerliche Frucht trifft auf buttrigen Teig und knusprige Streusel. Für mich ist der Zimt im Teig Pflicht. Und am besten auch noch oben drauf als Zimt-Zucker!

(Für die abgebildete kleinere, längliche Kuchenform habe ich nur die Hälfte der Zutaten verarbeitet. Ich finde diese Kuchenform einen coolen Hingucker!)

Lasst es Euch gut gehen!

Datschi III

 Zwetschendatschi

Zutaten für 1 Backblech

ca. 2 kg Zwetschgen

etwas Semmelbrösel

 Zutaten für den Mürbteig

100 g  Zucker

200 g  kalte Butter

300 g  Mehl

1 Ei

Prise Salz

abgeriebene Zitronenschale nach Geschmack

Zutaten für die Streusel

 60 g Rohrzucker

60 g weiche Butter

90 g Mehl (Typ 550)

Prise Salz

evtl. etwas Zimt ( je nach Geschmack)

 Zubereitung:

  1. Für die Zubereitung des Mürbteigs alle Zutaten zügig zu einem Teig verarbeiten und mindestens 30 Minuten im Kühlschrank ruhen lassen.
  2. In der Zwischenzeit Zwetschgen waschen und entsteinen.
  3. Für die Streusel: Alle Zutaten in einer Schüssel mit den Fingern zu krümeligen Streuseln vermengen – Nicht kneten!!!
  4. Nach 30 Minuten Mürbteig gleichmäßig auf dem Backblech ausrollen und Semmelbrösel darauf verteilen (verhindert das durchweichen des Teiges). Den gesamten Teig mit einer Gabel großzügig einstechen (damit der Dampf  beim backen entweichen kann). Nun die Zwetschgen auflegen und zum Schluss die fertigen Streusel darüber geben.
  5. Im vorgeheizten Ofen bei etwa 180 Grad 30-35 Minuten backen.
  6. Der Datschi kann noch lauwarm oder abgekühlt mit Zimt-Zucker bestreut und/oder Zimtsahne genossen werden.

Im Sommerkuchen Himmel – Himbeer-Crème Fraîche Kuchen

Den Sommer festhalten! Das kann man mit diesem saftigen Himbeer-Kuchen ganz hervorragend!

Himbeerkuchen VI

Ich gebe zu, ich habe das hier zu sehende Exemplar schon vor ein paar Wochen gebacken. Damals war es noch richtig richtig Sommer und ich hatte einen Tag am See geplant. Es war ein ganz besonderer Tag, als eine sehr gute Freundin nämlich Geburtstag hatte. Und wir hatten Glück, der Jubeltag fiel auf einen wunderschönen, heißen Sommertag Mitte Juli. Einerseits natürlich toll, aber ziemlich schwer für mich, den perfekten Kuchen zu zaubern. Hatte ich es doch mit einer Schokoladenliebhaberin zu tun. Aber bei über 25 Grad schmilzt alles nur so dahin und ist vor allem nicht für den abendlichen Genuss zum anschließenden Geburtstagsgrillen geeignet. Tja, und da fiel mir der deliziöse Himbeer Crème Fraîche Kuchen aus dem Backbuch Zucker, Zimt und Liebe von der wundervollen Jeanny ins Auge. Beim nächsten Obststand gab es dann noch frische Himbeeren und ich konnte loslegen.

Himbeerkuchen I

Himbeerkuchen IV

Himbeerkuchen II

Himbeerkuchen V

Das Ergebnis ist wirklich superlecker! Frisch und soooo saftig! Wir saßen am See und haben so doll geschlemmt, dass wir schon fürchteten, beim baden unterzugehen. Wir haben es aber immer wieder zum Ufer geschafft und auch die Gäste beim Grillen waren ganz begeistert vom Kuchendessert!
Jetzt im Spätsommer schmeckt der Kuchen aber natürlich auch noch und kann zu jedem Ausflug problemlos ohne Schmelzgefahr mitgenommen werden! Wer keine frischen Himbeeren mehr bekommt, verbackt einfach gefrorene und genießt Stück für Stück beim wandern, den letzten Segeltagen oder beim Picknick im Park! Ich verschwinde auch gleich wieder in die Küche und backe ihn als Mitbringsel zu einem Wochenende in Österreich.

Genießt die hoffentlich freien Tage und lasst es Euch ganz gut gehen ihr Lieben!

Himbeerkuchen III

Himbeer-Crème Fraîche Kuchen

Rezept aus Zucker, Zimt und Liebe

Zutaten

115 g weiche Butter

175 g Mehl

1 TL Backpulver

1 Prise Salz

1 Prise Natron


150 g Zucker

2 Eier


200 g Crème Fraîche

200 g Himbeeren (auch tiefgekühlte Früchte funktionieren hier sehr gut, dann jedoch bitte nicht Auftauen vor dem Backen)

2 EL brauner Zucker

2 EL gehackte Pistazien

Puderzucker für den Zuckerguss

Saft von 1/2 Zitrone

Zubereitung

  1. Ofen auf 175°C vorheizen. Eine Kastenform fetten und mit Mehl ausstäuben.
 Mehl, Backpulver, Salz und Natron sieben, dann beiseite stellen.
  2. In einer anderen Schüssel Butter und Zucker mit dem Handrührgerät cremig rühren. Die Eier nach und nach dazu geben. Die Mehlmischung nun abwechselnd mit dem Crème Fraîche dazu geben.
  3. Die Himbeeren vorsichtig unterheben (wenn man Tiefkühlhimbeeren benutzt, muss man gottseidank nicht ganz so vorsichtig sein) und den Teig in die vorbereitete Form füllen. Mit 2 EL braunem Zucker bestreuen.
  4. In den Ofen geben und ca. 60-70 Minuten lang backen (der Stäbchentest hilft Euch weiter, nicht vergessen: jeder Ofen backt anders). Abkühlen lassen und eventuell mit einer Glasur aus Puderzucker und Zitronensaft und gehackten Pistazien verzieren.

Himbeerkuchen VII

Ein Blick hinter die Kulissen – Der Backnachmittag beim Kultbäcker

Das schönste am Bloggen ist für mich, mit vielen tollen Menschen in Kontakt zu kommen, die ich wohl sonst nie kennengelernt hätte. Das sind Menschen, die meine Leidenschaft teilen, mit denen ich ungeniert stundenlang darüber sprechen kann und die sich nicht daran stören, wenn ich Fotos von meinem Essen im Restaurant mache. Ganz im Gegenteil, manchmal leuchten wir uns die Gerichte sogar gegenseitig noch mit einer kleinen Taschenlampe aus. :)

Das sind besondere Personen, die ganz normalen Berufen nachgehen aber eben ihre Freizeit in der Küche, auf Weingütern, auf Reisen oder in guten Restaurants verbringen. Man gibt sich Tipps, erzählt von Neuheiten und läd sich manchmal auch gegenseitig zum schmausen ein – was ich wirklich öfter machen sollte, wie mir gerade auffällt.

Das sind die Einen, die nur ihr Hobby im Internet präsentieren. Aber es gibt auch andere: nämlich die, die ihr Hobby zum Beruf gemacht haben und dann ihre Leidenschaft mit vielen Internetnutzern teilen. Und dazu gehört Martin Schönleben.

Martin Schönleben IV

Der Kultbäcker aus Puchheim bei München kommt aus einer Bäcker- und Konditorenfamilie, steht Tag ein Tag aus in seiner großen Backstube und zaubert dort köstliche Torten, die dann im eigenen Café von seiner Frau verkauft werden.

Martin Schönleben II

Kennengelernt habe ich Martin auf einem unserer Bloggerstammtische im letzten Jahr. Die erste Kostprobe probierte ich auf einer Geburtstagsfeier einer Bloggerkollegin. Ein Minitörtchen aus Martins Backbuch mit dem gleichnamigen Titel (Minitörtchen – Verzaubern nicht nur Naschkatzen) durften die Münchner Foodblogger während eines Stammtisches im Biergarten als Dessert verkosten. Ich weiß noch ganz genau, dass ich mir damals sogar noch ein zweites ergattert hatte um dieses am nächsten Tag der Lieblingskollegin zu schenken – so gut war es.

Martin Schönleben V

Nunja, und wie das so ist, man verspricht, ganz ganz bald mal in Münchens Westen zu fahren um die Vielzahl der Torten zu betrachten und als Mitbringsel für Mama, Tante und Co mitzunehmen, aber schafft es schlussendlich nie.

Martin Schönleben III

Jetzt habe ich es aber endlich getan und bin eingetaucht in den Backhimmel von Martin. Der Anstoß kam von ihm. Er schrieb mir eine liebe Mail und fragte, ob ich Lust hätte, mal etwas gemeinsam mit ihm zu backen. Die Backsession würde dann gefilmt und auf seinem Blog veröffentlicht. Was wir backen durfte ich mir wünschen.

Natürlich sagte ich sofort ja – gibt es etwas besseres, als vom Konditormeister persönlich zu lernen, wie man eine besonders leckere Torte backt? Ich finde nicht. Und vor der Kamera steh ich ja bekanntlich auch ganz gern.

Martin Schönleben I

So kam also Ende Juni der Tag, an dem ich nach Puchheim fuhr, mich zur Stärkung erstmal durch das rießige Tortenangebot probierte und in die Backstube verschwand.
Ich hatte mir den Klassiker aller Torten gewünscht – Schwarzwälder-Kirsch.

Martin Schönleben VI

Die Zutaten waren schon hergerichtet und wir fingen an, die köstliche Kalorienbombe zu zaubern. Wie das geht? Das seht ihr hier:

Ich möchte Martin an dieser Stelle nocheimal ganz ganz herzlich für diesen spannenden, lehrreichen und köstlichen Nachmittag danken! Es hat mir viel Freude bereitet Dir über die Schulter zu schauen und freue mich schon jetzt auf ein baldiges Wiedersehen!

Ihr habt Lust bekommen zu schauen, was Martin sonst so leckeres bäckt? Dann schaut doch mal auf seinem Blog und auf seiner Facebookseite vorbei!

Martin Schönleben VII

 

Kuchen im Glas – Schokolade, Himbeeren & Rhabarber

Ganz spontan, haben sich letzten Freitag vier Bloggerladies zu einem Brunch in München verabredet. Mit dabei: Saskia, EvaOlga und meine Wenigkeit.

Und weil ich weiß, dass die drei so gerne Süßes essen, dachte ich mir, ich bringe ihnen eine kleine selbst gemachte Überraschung mit. Nur was? Das war die Frage. Kekse? Mini – Gugl? Marmelade? Ich überlegte hin und her und wie ein Geistesblitz schoss es mir dann in den Kopf: Kuchen im Glas wollte ich immer schonmal machen.

Schokokuchen I

Ein bisschen hat es gedauert, bis ich ein gutes Rezept im world wide web fand, aber schlussendlich ist auf die Lieblingsblogger doch Verlass – den Schokokuchen im Glas hatte Joanna schon vor zwei Jahren gebacken. Ich habe dann nur noch zusätzlich eingefrorenen Rhabarber mit reingemischt.

Schokokuchen IV
Schokokuchen V
Schokokuchen VII

Und was soll ich sagen, die Überraschung war gelungen und die Mädels durften sich zu Hause dann nochmal an den schönen Vormittag erinnern. Bis ganz bald mal wieder ihr Lieben!

Schokokuchen III

Schokoladenkuchen im Glas mit Himbeeren und Rhabarber

(Rezept von Joanna vom Blog Liebesbotschaft)

Zutaten für acht Weckgläser

100 g TK-Himbeeren

100 g Rhabarber gefrohren

200 g Butter

150 g Zucker

1 EL Zitronensaft

4 Eier

120 g Mehl

30 g Kakao

1 gestr. TL Backpulver

75 g Speisestärke

50 g Zartbitterschokolade

Zubereitung:
  1. Ofen auf 150°C Umluft vorheizen. Himbeeren und Rhabarber auftauen lassen (am besten für ein paar Minuten in den Ofen stellen).
  2. Ein paar Tropfen Speiseöl auf ein Küchentuch träufeln, und damit die Gläser innen einstreichen.
  3. Weiche Butter, Zucker und Zitronensaft cremig rühren. Dann Eier einzeln unterrühren.
  4. Mehl, Backpulver, Stärke und Kakao mischen und unter die Butter, Zucker, Eimasse rühren.
  5. Schokolade hacken und mit den Himbeeren und dem Rhabarber unter den Teig heben.
  6. Die Mischung 1/3 hoch in die Gläser füllen und ca. 35 min. backen.
  7. Deckel und Einmachringe in kochendem Wasser ca. 2 Min. lang köcheln, abtropfen lassen.
  8. Die Küchlein sofort nach dem Herausnehmen mit den Einmachringen, Deckel und Klammern verschließen und auskühlen lassen.

Die Küchlein eignen sich super zum Mitnehmen (für ein Picknick z.B.) oder man serviert sie mit geschlagener Sahne oder Cremé fraiche und frischem Obst.

Wer mag, kann die Himbeeren und den Rhabarber natürlich durch andere Beeren oder Obst ersetzen!

Schokokuchen II