Archiv für den Monat März 2014

Soulfood: Reis mit Austernpilzen

Seit Frau Bushcook alias Dorothée zu ihrem Blogevent „Winter Soulfood“ anlässlich ihres 3. (!) Bloggeburtstages aufgerufen hat, was zugegebenermaßen nun schon wirklich eine Weile her ist, überlege ich, was ich mit auf den Gabentisch stelle…

Austernpilze I

Eigentlich bin ich ja ein ganz großer Soulfood Fan, aber das richtig passende kam in letzter Zeit bei mir nicht auf den Teller. Doch endlich habe ich etwas gefunden, das wirklich in diese Kategorie passt. So musste ich doch nur auf Besuch zu Mama fahren. Sie fragte mich, was ich mir denn feines zum Essen wünsche. Normalerweise kommt da sofort die Antwort: Pfannkuchen! (Die muss ich euch auch mal vorstellen, sind nämlich nicht ganz „klassisch“ mit süßem Inhalt oder so, aber dazu mehr an anderer Stelle.)
Ich wünschte mir also ein anderes Lieblingsgericht aus meiner Kindheit: Reis mit Austernpilzen. Klingt wenig spektakulär, schmeckt aber durch ein paar Raffinessen sehr köstlich, soulfoodig und leicht.

Austernpilze III

Solltet ihr morgen also vorhaben, Vormittags auf den Markt zu huschen um die ersten Frühlingsgemüse zu ergattern, kauft noch Austernpilze, Karotten und frische Petersilie mit dazu. Gleich zu Hause könnt ihr das dann zu diesem leckeren Soulfood verarbeiten und seid bestens gewappnet für einen Sonnenspaziergang, die erste Gartenarbeit oder eine Backsession am Nachmittag!

Der lieben Dorothée an dieser Stelle einen ganz ganz „Herzlichen Glückwunsch“ zu 3 Jahren Bushcooks Kitchen und Euch ein wunderschönes sonniges Wochenende!

Austernpilze II

Reis mit Austernpilzen

Zutaten für 2 Personen

400 – 500 g Austernpilze

3 Karotten

2 Zwiebel

200 g Cremé Fraiche

ca. 20 ml Sherry (mit Kindern weglassen)

Salz, Pfeffer, Muskatnuss

1 Bund Petersilie

2 Tassen Langkornreis

3 1/2 Tassen Gemüsebrühe

Butter

Zubereitung:

(1) Für den Reis 1 Zwiebel schälen und fein hacken. Diese dann in 1 EL Butter andünsten, Reis zugeben und kurz mitbraten. Dann mit Brühe aufgießen und im Ofen bei 220°C Ober-/Unterhitze ca. 20 Minuten garen.
(2) Für das Gemüse Zwiebel schälen und fein hacken. Karotten schälen und in feine Streifen schneiden. Austernpilze in Mundgerechte Stück schneiden.
(3) Zuerst Zwiebeln in 2 EL Butter andünsten, Karotten zugeben und mitgaren. Austernpilze ebenfalls dazugeben.
Nach ca. 5 Minuten Cremé Fraiche unterrühren, mit Salz, Pfeffer und Muskatnuss abschmecken. Petersilie hacken und untermengen.
(4) Ganz zum Schluss etwa 20 Milliliter Sherry untermischen.
(5) Mit Reis sofort anrichten und genießen.

 

Dieses Rezept ist mit dabei beim Blogevent

3 Jahre Bushcooks Kitchen - Blog-Event Winter-Soulfood

Blutorangen – Joghurt – Torte

Frühlingsanfang! Sonnenschein pur, Temperaturen über 15°C und überall sprießen die Krokusse. Die beste Zeit also, um den ersten frischen Kuchen der Saison zu backen. Schluss mit Zimtschnecken, deftigen Suppen und Co, eine Farbexplosion darf auf die Teller! Und das ist diese Blutorangen – Joghurt – Torte wirklich – gute Laune Farben pur und zudem so leicht und frisch – das schmeckt herrlich nach Frühling!

Orangentorte VIIIDie Blutorange ist eigentlich eine Frucht, die im Winter ihre Hochzeit hat und da habe ich sie auch lieben gelernt. Als Saft, kräftig rot – eine willkommene Abwechslung zur normalen frisch gepressten gelben Vitaminbombe, im Salatdressing frisch mit reingepresst oder sogar als Essig. Zum Geburtstag bekam ich einen solchen geschenkt, der unbedingt bald ausprobiert werden muss.

Orangentorte IX

Als dann Sofie vor einiger Zeit einen Blutorangen Kuchen vorstellte, war klar, dass ich das nachmachen muss. Ein klein wenig das Rezept verändert schmeckt mir die Torte einfach gigantisch!

Orangentorte IIHabt einen tollen Frühlingsanfang und holt ihn Euch mit Hilfe dieser Torte doch am Wochenende auf den Kaffeetisch, wenn das Wetter wieder schlechter werden soll.

Orangentorte III

Blutorangen-Joghurt-Torte

 Zutaten

(für eine 26cm Springform)

 2 Eier

200g Zucker

2 Päckchen Vanillezucker

Prise Salz

75g Mehl

25g Speisestärke

1 TL Backpulver

10 Blatt Gelatine

4 Blutorangen

1 1/2 Zitronen

1/2 Vanilleschote

1000g Vollmilch Joghurt

1 Beutel Götterspeise (Himbeer)

250ml Blutorangensaft

1-2 Stiele Minze oder Zitronenmelisse

 Zubereitung

(1) Backofen auf 150 °C Umluft vorheizen.

(2) Eier trennen und das Eiweiß mit 1 EL kaltem Wasser, 75g Zucker, 1 Prise Salz, 1 Päckchen Vanillezucker steif schlagen.

(3) Dann das Eigelb unterrühren. Mehl, Stärke und Backpulver in die Eimasse sieben und unterheben. Zitronenschale einer halben Zitrone abreiben und unterheben.

(4) Boden der Springform mit Backpaper auslegen. (Springform öffnen, Backpapier  darauflegen und Rand wieder anknipsen – so gibt es nachher im Teig keine Falten) Teig einfüllen und glatt streichen. Im Ofen ca. 15 – 20 Minuten backen.

(5) Teig auskühlen lassen und derweil Gelatine einweichen.

(6) Joghurt, 80g Zucker, 1 Päck. Vanillezucker und Mark der Vanilleschote verrühren. 1 Zitrone und 2 Blutorangen heiß waschen, die Schale abreiben und zum Joghurt geben.

(7) Danach insgesamt 3 Orangen schälen, filetieren und in Stücke schneiden. Gelatine auspressen und bei leichter Hitze auflösen. Dann mit 3 EL der Joghurtmasse verrühren. Anschließend mit der restlichen Joghurtcreme gut verrühren. Orangenstücke unterheben und die Masse ca. 25 Minuten in den Kühlschrank stellen. Wenn die Joghurtcreme zu gelieren beginnt, auf den Tortenboden streichen und ca. 2-3 Stunden kalt stellen.

(8) Götterspeise-Pulver mit 75g Zucker verrühren. Blutorangensaft und 250ml Wasser unterrühren. Erwärmen bis alles aufgelöst ist. (Nicht Kochen!). Flüssigkeit ca. 1-2 Stunden kalt stellen bis sie langsam zu gelieren beginnt. Vorsichtig auf die Joghurtmasse giessen und am besten über Nacht kalt stellen (ca. 6 Stunden).

(9) Vor dem Servieren mit Orangenscheiben und Minze/Zitronenmelisse dekorieren.

Und ab hier nun für Euch: die Dokumentation einer Kuchenschlacht…

Rose I

Orangentorte XIIOrangentorte XIIIOrangentorte VIIIOrangentorte VIOrangentorte IVTeaOrangentorte VIIOrangentorte VOrangentorte I

Ziegenkäse Tartlettes mit Rohschinken

I did it again, and again, and again. So lange bis die Packung Blätterteig leer war…

Wie? Was?

Tartlettes I

Naja, es war Montag Nachmittag und ich stand im Supermarkt. Um genau zu sein in einem bekannten Discounter – manchmal muss das einfach auch mal sein. Ich streunte durch die Gemüseabteilung, vorbei am Kühlregal und schaute, was es so Neues gab. „Nur vorübergehend im Sortiment“ stand an einem Rotwein – Rohschinken. Eigentlich kaufe ich Wurstwaren sehr ungern im Supermarkt, aber diese Packung lachte mich an und verschwand schwupp di wupp im Sackerl.

Tartlettes II

Hm, und nu? Was mache ich jetzt damit? Ein  imaginärer Blick in den Kühlschrank (ja, manchmal weiß ich wirklich was drin ist – mit Ausnahme von Frischkäse – da kaufe ich immer nach, aus Angst keinen mehr zu haben, und dann türmen sich die Packungen…*räusper*) verriet dass da noch eine Rolle Ziegenkäse ist. Ha, perfekt. Dann noch schnell eine Packung Blätterteig, Feldsalat und Tomaten eingepackt und das Abendessen war geritzt. Und das nächste und dann noch ein Mittagessen… Ihr seht, ich wurde süchtig. Und weil es mir so gut geschmeckt hat, möchte ich euch diese schnellen Tartlettes natürlich nicht vorenthalten.

Schnell, einfach und soooo lecker!

Tartlettes III

Ziegenkäse Tartlettes mit Rohschinken

Das Rezept reicht für ca. 6 Tartlettes

Zutaten:

1 Packung Blätterteig aus dem Kühlregal

1 Rolle Ziegenkäse

12 Scheiben Rohschinken

Frischkäse

scharfer Senf

Honig

6 Handvoll Feldsalat

Cocktailtomaten

Olivenöl, Balsamico

Salz, Pfeffer, italienische Kräuter

Zubereitung:

(1) Backofen auf 200°C Ober/Unterhitze vorheizen

(2) Blätterteig in gleich große Vierecke schneiden und in Tartlettes Formen geben

(3) Auf jedes Viereck einen Teelöffel Frischkäse und 1/2 Teelöffel Senf geben und verstreichen.

(4) Für jedes Tartlette 2 Scheiben Rohschinken zerrupfen und verteilen.

(5) Ziegenkäse in dünne Scheiben schneiden und in jede Form 4 Scheiben legen. Danach mit Honig beträufeln.

(6) Tartlettes im Ofen ca. 15 Minuten backen bis sie goldbraun sind.

(7) In der Zwischenzeit Salat putzen, Tomaten halbieren und auf Tellern anrichten. Salz, Pfeffer darüber geben, dann Olivenöl und Balsamico Essig darüberträufeln. (Man kann den Salat natürlich auch vorher mischen, ich finde aber so geht es am schnellsten)

(8) Tartlettes aus dem Ofen holen, kurz salzen, pfeffern und nach Belieben mit getrockneten Kräutern bestreuen und sofort mit dem Salat servieren. Dazu passen hervorragend gemischte Oliven.

Tartlettes IV

Spontaner Rosenmontag

Spontan ist immer am besten. Ein spontaner Post von einem spontanen Rosenmontags – Weißwurstessen noch viel besser, oder?

Rosenmontag V

Rosenmontag – der Tag an den ich mich fast jedes der letzten 25 Jahr erinnern kann. Oftmals fiel mein Geburtstag darauf oder ich war einfach so auf irgendeiner Faschingsfeier. Heute ist weder mein Geburtstag, noch stand eine Party im Kalender, aber ich wollte mich dennoch erinnern und fragte spontan eine liebe Freundin ob sie Lust auf ein Weißwurstessen hat.

Und sie hatte! Ich kaufte alle wichtigen Utensilien ein und so machten wir uns ab 11:00 Uhr unsere eigene Faschingsfeier mit Weißwurschtessen und Krapfen. Easy und simpel, aber verdammt gut.

Rosenmontag VI

Was ihr dazu braucht?

Rosenmontag IV

Für jede Person 1 Paar Weißwürste, 2 Brezen, süßen Senf und einen Krapfen. Am besten noch ein bisschen Stimmungsmusik aus der Box, rote Nasen und ein paar Luftschlangen. Und schwupp – gute LAUNE!!

rosenmontag I

Das ganze geht natürlich auch am Faschingsdienstag! Morgen schaue ich mir aber das erste Mal den Tanz der Marktweiber auf dem Viktualienmarkt an. Bin schon ganz gespannt…

Helau Alaaf und einen schönen Abend!

Mandarinen Schmand Kuchen

Nach einer etwas längeren Abstinenz gibt es heute endlich mal wieder ein Rezept von mir.

Mandarinenschmand I

Gebacken hatte ich in den letzten Monaten zugegebenermaßen nicht wirklich viel, aber bei manchen Anlässen bedarf es einen Kuchen. Letztens war genau so ein Anlass in der Firma und ich war gezwungen etwas Feines zu zaubern. Wie das dann so ist, wenn man den Druck hat (wissen doch alle, dass ich „Foodbloggerin“ bin) etwas ganz besonders Tolles zu machen, klappt das nicht.

Ich wollte den Kollegen und Euch nämlich eigentlich ein großes Kuchenbuffet präsentieren. Hatte ich doch Champagner Cupcakes, Cake Pops, eine Torte und einen Blechkuchen im Kopf. Dann raste die Zeit und ich konnte nicht alles an einem Abend vorbereiten.

Mandarinenschmand V

Da passte es dann perfekt, dass ich ein paar Tage zuvor auf dem Blog Seelenschmeichelei einen tollen Winterkuchen fand – Mandarinen Schmand Gugelhupf. Die Bilder haben mich so sehr angelacht und das Rezept klang einfach aber raffiniert- genau perfekt also.

Außerdem entstand an jenem Abend auch noch eine Donauwelle. Sollte zumindest eine solche werden. Eigentlich ist Donauwelle mein Standardkuchen für solche Anlässe und sie gelingt mir immer ganz gut. Bis auf letzte Woche… Da hat es nicht geklappt. Geschmeckt hat sie schon, sah aber aus, wie ein einziges Schlachtfeld – ich nannte ihn dann einen Schlachtfeldkuchen :) In Bälde werde ich mich mal wieder daran wagen und euch dann das perfekte Rezept mit ansehnlichen Bildern präsentieren :)

Mandarinenschmand VI

Geschmeckt hat es den Kollegen aber allen und ich kann den Gugelhupf wirklich nur empfehlen! Sehr saftig und locker! Schnell noch Mandarinen kaufen bevor die Saison vorbei ist!

Habt einen schönen Sonntag ihr Lieben!

Mandarinenschmand II

Mandarinen-Schmand-Gugelhupf

(Rezept von Seelenschmeichelei)

Zutaten für den Teig:

1 kleine Dose Mandarinen

375 g Mehl

180 g weiche Butter + etwas zum Fetten der Form

210g Zucker + etwas zwei Esslöffel zum Ausstreuen der Form

5 Eier (Zimmertemperatur)

200g Schmand (Zimmertemperatur)

1 Vanilleschote

3 Teelöffel Backpulver

Eine Prise Salz

Für den Guss

ca. 100g Puderzucker

ca. 2 Esslöffel frisch gepressten Mandarinensaft

Mandarinenschmand III

Zubereitung:

(1) Die Mandarinen abgießen, den Saft dabei auffangen.

(2) Mehl, Salz, ausgekratztes Vanillemark einer Schote und Backpulver vermischen.

(3) Butter und Zucker schaumig rühren. Dann nach und nach die Eier zugeben. Am besten ist es, wenn die Zutaten Zimmertemperatur haben, dann verbinden sie sich gut.

(4) Schmand, Mehl-Mischung und Mandarinensaft dazu geben und zu einem glatten Teig rühren. Zu guter Letzt die Mandarinen unterheben.

(5) Eine Gugelhupfform fetten und mit zwei Esslöffeln Zucker ausstreuen. Der karamellisiert dann schön beim Backen.

(6) Den Teig einfüllen und bei 160° Umluft etwa 60 Minuten backen. Mit einem Holzstäbchen testen ob der Kuchen fertig gebacken ist. Wenn am Stäbchen noch Teig klebt, 5 Minutenweise weiterbacken. Danach auf ein Kuchengitter stürzen und abkühlen lassen.

(7) Für den Guss, Puderzucker mit Mandarinensaft verrühren und über den abgekühlten Gugelhupf laufen lassen. Wer mag, streut noch ein paar gehackte Pistazien oder Nüsse darüber.

Mandarinenschmand IV