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Tag 2 von #kunterbuntweissblaugoesifa

Nach meinem ersten IFA-Bericht geht es jetzt mit den Erzählungen von #kunterbuntweissblaugoesifa 2014 weiter…

IFA XII

Am zweiten Tag nahm ich mir dann etwas mehr Zeit für die ganze IFA. So wollte ich mir doch unbedingt noch viele weitere Neuheiten anschauen. Aber eins nach dem anderen, denn zum Auftakt hieß es: Bloggerduell am AEG Stand! Anfeuern und Mitzittern für drei meiner Foodblogger Kollegen, die sich gegen Stefan Marquard am Herd beweisen mussten. Hatten wir am Abend vorher beim Food Pairing Workshop noch alle gemeinsam zum Spaß an der Freude gekocht, so ging es am Samstag dann um die Wurst. Petra von Dermutanderer, Tina von Lunchforone und Björn von Herzfutter schlugen sich ganz tapfer und kochten mit drei Warenkörben, die sie erst kurz vor der Zubereitung sehen durften, Vor-, Haupt- und Nachspeise. Parallel dazu tat Stefan das gleiche. Ein großes Lob an Euch drei, Eure Performance war wirklich super!

e74a6a2cbc019b7589a820c7c024da74-2(Foto von AEG)

Weitere Fotos vom Blogger Kochduell gibt es bei Pinterest.

Mit ein paar Probierhäppchen im Bauch machte ich mich dann auf den Weg und erkundete das restliche Messegelände.

Zum einen interessierte mich die Umsetzung der Vorstellung der neuen Maxximum Küchenmaschine von Bosch auf der großen Messe im Gegensatz zum kleinen Rahmen vor ein paar Wochen bei Käfer’s in München (Produktvorstellung). In Überlebensgröße hat auf jeden Fall Eindruck gemacht!

IFA VII

Dann schaute ich bei Siemens vorbei, als Herr Schuhbeck den neuen Dampfbackofen vorstellte. Was ein geniales Teil. Also falls ich doch mal irgendwann umziehen sollte… ich brauche vermutlich 3 Küchen um all meine Traumgeräte einbauen zu können…

IFA II

Mit einem leckeren Kaffee von Delonghi in der Hand ging es dann weiter in die riesige Sony-Halle. Ich wurde schier erschlagen von genialem Sound und brillanter Bildqualität der Fernseher. Besonders interessant fand ich aber die Aufsteckkameras für Smartphones. So easy händelbar und genial in der Qualität… Da wurde dann gleich mal ein Briefchen an das Christkind geschrieben, was dieses Jahr unbedingt unter dem Baum liegen sollte.

Einen weiteren Exkurs abseits von Küchengeräten machte ich bei Samsung. Auch wenn ich großer Apple Fan bin und mein Iphone nie gegen ein Mobiltelefon der Südkoreaner tauschen möchte, ich war beeindruckt vom großen Produktangebot aller Sparten.

IFA I

Zum Abschluss des Tages ging es dann aber doch wieder um Küchengeräte. Bauknecht stellte in einem kleinen Rundgang seine neusten Geräte vor. Schockfreezer, intelligente Kühlschränke, innovative Backöfen mit integrierter Induktionsplatte und besonders schnelle Spülmaschinen beeindruckten schon sehr. Besonders interessant ist aber das Kochfeld der Zukunft. In ein paar Jahren schon soll es ein Kochfeld geben, das alle Geräte auf einmal zeigt und man nebenbei sogar alle Socialmedia Kanäle steuern kann. Eine sehr gelungene Zusammenfassung hat meine Kollegin Sissy vom Blog modernsnowwhite in einem Video gemacht. Klick doch mal rein.

IFA IV

Mit müden Füßen und einem vollen Kopf mit vielen tollen Eindrücken verlies ich die IFA. Zu schön, dass das Wetter noch so mild war und ich den Abend nach leckeren Dim Sums im Restaurant Jolly in einer kleinen Bar an der Spree ausklingen lassen konnte.

Mein Sonntagsprogramm? Das darf ich Euch noch nicht verraten, aber bald!

Schlussendlich kann ich sagen: Es waren tolle Tage in der Hauptstadt und ich war wirklich traurig, das schöne Wetter und die vielen Eindrücke wieder verlassen zu müssen. Aber eines ist sicher: ich komme wieder, ganz bestimmt!

IFA V

Garantiert ein Stück Südtirol – Ein Projekt das mir am Herzen liegt!

Es gibt nach meinem geliebten Bayern nur ein Stückchen Land in der näheren Umgebung, sagen wir mal im Umkreis von 400 Kilometern, das ich ganz besonders liebe. Der ein oder andere Leser wird es sich schon denken können… es ist… Südtirol! Sicherlich liegt auch dazwischen viel wunderschönes, aber Norditalien hat doch etwas ganz spezielles, etwas magisches. Die Berge, die Menschen, das Flair und schlussendlich die vielen tollen Produkterzeugnisse.

Südtirol Liebe_text

Wenn ich mich in meinem Kopf in den Urlaub träume und die schönsten Erlebnisse vor mein inneres Auge rufe, kommt mir nach Australien und den USA sofort ein Minikurzurlaub vor knapp 3 Jahren in den Sinn – der Herbst 2012 in Südtirol. Ich werde es nie, niemals vergessen, in diesem gemütlichen und sogleich modernen Hotel aufzuwachen, auf den Balkon zu treten und die vielen reifen Apfelbäume um mich herum zu haben. Ich werde es nicht vergessen wie ich nach dem Frühstück durch die Apfelhaine gerannt bin und verschiedene Sorten vom Baum gepflückt habe um beim Verkosten herauszufinden welches mein Lieblingsapfel für die nächsten Monate sein wird… Hachja, ich könnte ewig so weiter schwärmen.

So habe ich mich also damals restlos in dieses Stückchen Land verliebt und reise so oft es geht dort hin. Sogar bei meiner Reise nach Soave konnte ich es ja nicht lassen und musste spontan auf der Hin- und Rückfahrt einen Zwischenstopp in Bozen einlegen.

Da die Liebe so groß ist und die Aussicht auf den nächsten Südtirol Besuch im Juli noch in weiter Ferne lag, freute ich mich sehr, zum Event „Garantiert ein Stück Südtirol“ eingeladen zu werden. Man traf sich in Schuhbecks Kochschule und durfte auf sehr angenehme Weise von dem interessanten Europaprojekt erfahren. An drei verschiedenen Stationen wurde nämlich direkt am Produkt erklärt, warum die Werte Qualität, Herkunft und Sicherheit, den Mehrwert der europäischen Gütesiegel im Agrar- und Lebensmittelsektor bilden. Denn genau das sind Werte, die in Südtirol gelebt werden: es verbinden sich Traditionen, die von Generation zu Generation weitergegeben werden. Mit Leidenschaft, Sorgfalt und Respekt vor der Natur. Das Ergebnis ist herausragender Geschmack und unverwechselbare Qualität – mit garantierter Herkunft. Und genau deswegen liegt mir persönlich dieses Projekt am Herzen.

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Von welchen drei herausragenden Produkten ist denn überhaupt die Rede? Verkostet werden durften Stilfser Käse g.U., Südtiroler Äpfel g.g.A. und Südtiroler Speck g.g.A..
Klar, jeder kennt Käse, Äpfel und Speck. Aber was bedeuten diese Abkürzungen dahinter?

Das sind sogenannte Herkunfts- bzw. Ursprungsbezeichnungen, die eine Garantie für Verbraucher darstellen, ganz besondere und unverwechselbare Produkte zu erwerben.

Garantiert ein Stück Südtirol

Die Abkürzung g.g.A. steht für „geschützte geografische Angabe“.
So haben Südtiroler Äpfel g.g.A. ihre Eigenschaften vor allem der geografischen Lage und dem mediterranen Klima Südtirols zu verdanken. Ganze 300 Sonnentage im Jahr, viel Regen im Frühling und das milde Wetter in Sommer und Herbst bieten perfekte Bedingungen für den Apfelanbau, welcher hier in bis zu 1000 Metern Höhe betrieben wird. Kühle Luftströme und warme Südwinde wechseln sich ab und im Zusammenspiel mit den kontrollierten, naturnahen und ökologischen Anbaumethoden ergibt sich die saftige und knackige Qualität.
Am spannendsten fand ich die Frage der Apfelbäuerin an uns, was wir schätzen, wie viele Äpfel die gesamte Region in einem Jahr produziert. Was schätzt ihr?
Könnt ihr Euch vorstellen, dass es so viele sind, dass jeder Mensch auf dieser Erde einen davon bekommen könnte? Ich war wirklich sehr überrascht!

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Auch der Südtiroler Speck hat die Bezeichnung g.g.A., denn die einzelnen Produktionsphasen des Südtiroler Speck g.g.A. werden streng und konsequent kontrolliert und seine unverkennbare Würze und sein leicht rauchiger Geschmack machen dieses Produkt einzigartig.
Was das Besondere am Südtiroler Speck ist, lernte ich an diesem Abend auch. Er ist unterscheidet sich von seinem Bruder aus dem italienischen Süden, dem Parmaschinken in dem Sinne, dass er nicht nur getrocknet, sondern auch noch geräuchert wird. So ist er genau eine Mischung aus dem süditalienischen Klassiker und dem deutschen geräucherten Schinken wie z.B. dem Schwarzwälder Speck.

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Als einziger Südtiroler Käse erhielt der Stilfser Käse im Jahre 2007 das Gütesiegel g.U., welches für „geschützte Ursprungsbezeichnung“ steht. Es bedeutet, dass dieses Milcherzeugnis eine unverfälschte Qualität, Authentizität und die historische Beziehung zu seinem Ursprungsgebiet hat. Der Stilfser Käse g.U. ist ein typischer Käse aus Kuhmilch von Südtiroler Bergbauernhöfen. Das Besondere: die Milch wird bei den Höfen, die zu 97% in mehr als 1000 m Höhe liegen, abgeholt und innerhalb von 48 Stunden verarbeitet. Nach einer Reifung von mindestens 62 Tagen kommt der schmackhafte Schnittkäse in den Verkauf.

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Viel gelernt und köstlich gegessen, denn nach den Vorträgen der authentischen Erzeuger selbst und einer kurzen Hommage an Südtirol von Herrn Schuhbeck persönlich ging es dann nochmal an die Teller. Es gab leckere Kartoffelnocken mit frischen Tomaten, Südtiroler Speck g.g.A. und Stilfser Käse g.U. sowie kalte Apfel-Ingwer-Creme aus Südtiroler Äpfeln g.g.A. mit Buttermilchmousse.

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Alle Informationen rund um das Projekt „Garantiert ein Stück Südtirol“ und viele Rezepte gibt es auf der Webseite www.garantiertsuedtirol.eu.
Ich für mich gehe ab sofort noch bewusster einkaufen und freue mich schon jetzt auf den Herbst mit schönen Wandertouren durch die Berge Südtirols, einem knackigen Apfel im Rucksack, einer ordentlichen Speckbrotzeit auf der Alm und meine soooo geliebten Schlutzkrapfen!

 

Fleischpflanzerl mit Spargel-Kartoffelgröstl

Der letzte Erntetag des Spargels ist da – leider! Und zum Abschluss möchte ich euch gerne endlich das Gericht zeigen, welches ich dieses Jahr als erstes mit Spargel gemacht habe. Irgendwie hatte ich es bislang nicht geschafft ordentlich in die Tasten zu hauen und zu erzählen wie und warum es  zu diesem leckeren Essen kam. Now I proudly present the story about „Fleischpflanzerl mit Spargel-Karoffel-Gröstl“. (natürlich kann man den Spargel durch ein anderes Gemüse ersetzen :) )

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Lange hatten es sich eine Arbeitskollegin und ich schon vorgenommen, gemeinsam zu kochen, doch irgendwie klappte es nie. Vielleicht erinnert ihr Euch daran, wie meine Liebesgeschichte zu meinem Lieblingskochgerät begann – ich sah genau dieses Prachtstück bei jener Kollegin und verliebte mich genauso wie sie ein paar Wochen zuvor.

Pflanzerl II

Und als wir uns damals so über Pfannen, Töpfe und Co unterhielten, keimte in mir der Verdacht, dass die hübsche Frau mir gegenüber sich nur dann so gut mit Kochutensilien auskennen kann, wenn sie des Zubereitend von Speisen auch mächtig ist. Zum „Test“ lud ich mich eines Abends frech selbst ein und war ganz begeistert, was auf die Teller gezaubert wurde. Beim Blick über die Schulter beim Brutzeln war dann final klar – wir sind auf einer kulinarischen Wellenlänge. Keine 10 Minuten später war der Termin zum gemeinsamen Kochen festgelegt.

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In den kommenden Tagen einigten wir uns dann auf das Gericht, das zubereitet werden sollte. Als ebenso gebürtige Bayerin wollte sie mir ihr Lieblingsrezept für Fleischpflanzerl zeigen. Super dachte ich mir, endlich mal wieder etwas „weissblaues“ für meine Leser!

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Als der Tag dann endlich da war, „überfielen“ wir gemeinsam den Metzger und die Gemüsefrau des Vertrauens und hatten viel Spaß beim Kochen.

Nachdem uns sowohl das Geschmacksergebnis als auch das Foto überzeugte, beschlossen wir, das bald mal wieder zu wiederholen (was jetzt, 3 Monate später, wirklich endlich gemacht werden muss, wie ich finde :) )

Jetzt aber erstmal das Rezept für Euch. Es stammt aus Alfons Schuhbecks „Bayerisch genießen“.

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Kalbsfleischpflanzerl

Zutaten für 4 Personen

80 g Weißbrot vom Vortag

80 ml Milch

1 kleine Zwiebel

3-4 EL Öl

250 g Kalbshackfleisch

250 g Schweinehackfleisch

1 Ei

1-2 TL scharfer Senf

Salz, schwarzer Pfeffer aus der Mühle

1/2 TL getrockneter Majoran

1/2 Knoblauchzehe, fein gehackt

1 EL glatte Petersilie, grob gehackt.

Spargel-Kartoffel-Gröstl

800 g kleine, fest kochende Kartoffeln (z.B. Nicola)

Salz

1/2 TL Kümmel

3 Schalotten

400 g weißer Spargel

300 g grüner Spargel

5-6 EL Öl

80 ml Gemüsebrühe

schwarzer Pfeffer aus der Mühle

1 frischer Rosmarinzweig

2 Streifen Zitronenschale

20 g Butter

2 EL glatte Petersilie grob gehackt

 

Zubereitung Kalbsfleischpflanzerl:

  1. Weißbrot in der Milch einweichen und dann zerrupfen. Die Zwiebel schälen in fein würfeln. 1 EL Öl in einer Pfanne erhitzen und die Zwiebeln darin glasig anschwitzen.
  2. Beide Hackfleischsorten mit dem eingeweichten Weißbrot, Zwiebeln , Ei und Senf gut vermischen und mit Salz, Pfeffer, Majoran und Knoblauch würzen. Zum Schluss die Petersilie untermischen.
  3. Mit feuchten Händen kleine Fleischpflanzerl aus der Masse formen. Das restliche Öl in der Pfanne erhitzen und die Fleischpflanzerl darin von beiden Seiten goldbraun durchbraten; herausholen und auf Küchenkrepp abtropfen lassen.

Zubereitung Spargel-Kartoffel-Gröstl:

  1. Die Kartoffeln waschen, im Salz-Kümmel-Wasser weich kochen, abkühlen lassen und in gleich dicke Scheiben Schneiden. Ich persönlich mag die Schale, wer sie nicht mag, pellt die Kartoffeln.
  2. Die Schalotten schälen, halbieren und in breite Steifen schneiden. Den weißen Spargel schälen, den grünen nur im unteren Drittel; von beien Sorten die holzigen Enden abscheiden. Alle Stangen in 2-4 cm Stücke schneiden.
  3. 3 bis 4 EL Öl in einer bieten Pfanne erhitzen, die Kartoffeln darin unter wenden goldbraun anbraten. Dann die Schalotten zugeben, durchschwenken und alles leicht salzen und pfeffern.
  4. 2 EL Öl in einer zweiten Pfanne Eroten und die Spargelstücke darin bei mittlerer Hitze ca. 2 Minuten anbraten. Die Brühe dazugießen und den Spargel bissfest ziehen lassen.
  5. Dann den Spargel zu den Kartoffeln geben, Rosmarin und Zitronenschale zufügen, nochmals erwärmen und die Butter hineinschmelzen lassen. Mit Salz und Pfeffer abschmecken und mit Petersilie bestreuen.

Tipp: 

Pflanzerl IV

Dieses Gericht eignet sich auch sehr gut für ein Flying Buffet, ein Picknick oder den Biergarten. Dafür einfach das Gemüse und die Fleischpflanzerl (vorher in kleineren Kugeln gebraten) in kleine Gläser füllen und eine kleine Gabel dazu reichen.

Pflanzerl VI