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Honig – Ingwer – Schwein mit Weinempfehlung

Es geht weiter meine Lieben, der Hauptgang ist angerichtet!

Wie schon verraten, habe ich seit ein paar Wochen ein neues Lieblingskochgerät. Unterm Christbaum lag nämlich ein ganz toller Gourmet-Profitopf von LeCruset.

Bislang war ich ja immer die klassische Teflonpfanne und Stahltopf Köchin aber jetzt bin ich Hals über Kopf verliebt! Verliebt in dieses gigantische emaillebeschichtetes, schweres, rotes Kochgerät!

Menü III

Kennengelernt hatte ich ihn bei einer Kollegin, die nach dem Kauf letzten Sommer nur noch so davon schwärmt. Irgendwann habe ich mich selbst zum Essen eingeladen um mich überzeugen zu lassen. Und ich kann nur sagen, das war sehr schnell passiert und schwups stand das französische Kochgerät auf meiner Weihnachtswunschliste.

Das Christkind war dann das Brävste was es gibt und ich hob mir schier einen Bruch beim Auspacken des Päckchens. Nach dem Feiertagswahnsinn ging es ja dann erst mal in die Berge, die Pfanne blieb leider zu Hause.

Als ich dann wiederkam, wurde sie aber gleich eingeweiht. Die erste Gemüsepfanne wurde gebrutzelt, die erste Pasta geschwenkt. Auf Instagram haben das vielleicht auch einige gesehen, aber passable Fotos für den Blog waren leider nie dabei und ich überlegte schon fieberhaft, mit was ich Euch endlich von meinem neuen Liebling berichte.

Wintermenü Fleisch II

An einem Donnerstag Mitte Januar war ich dann wieder zu meiner Kollegin zum Essen eingeladen und wir tauschten uns aus, was denn alles besonders gut im Gourmet-Topf gelingt. Als sie mir vom sogenannten Honig-Ingwer-Schwein berichtete war klar – das musste ich ausprobieren! Danke für’s Rezept von Gennaro Contaldo liebe Johanna. Eine leicht abgeänderte Version gibt es jetzt hier für Euch.

Lasst es Euch gut schmecken und vergeudet ja keinen Tropfen der unfassbar guten Soße!

Wintermenü Fleisch I

Honig – Ingwer – Schwein mit Kartoffel Wedges

Zutaten für 4 Personen:

800 g Schweinelende am Stück

Olivenöl

100 g (Frühstücks-) Speck

2 Knoblauchzehen

5 EL Honig

1,5 cm einer Ingwerknolle

2 Karotten

4 Pastinaken

4 Scharlotten

1 Stange Lauch

4 Zweige Rosmarin

300 ml Gemüsebrühe

frischer schwarzer Pfeffer

400 g Kartoffeln

Zubereitung:

(1) Speck in Stücke schneiden und in einer Pfanne mit Olivenöl anbraten. Dann wieder aus der Pfanne nehmen und zur Seite stellen.

(2) Schweinelende kurz abbrausen, abtupfen und im Ganzen in der gleichen Pfanne scharf von allen Seiten anbraten. Dann mit Honig glasieren.

(3) Schalotten, Knoblauch und Ingwer schälen, Karotten, Pastinaken und Lauch waschen, ggf. schälen und in grobe Stücke scheiden. Alles als auch den Speck und 2 Rosmarin Zweige in die Pfanne geben, Gemüsebrühe angießen, grob gemahlenen Pfeffer darüber streuen. Dann eine halbe Stunde bei geschlossenem Deckel köcheln lassen.

(4) In der Zwischenzeit Kartoffeln vierteln und auf einem mit Olivenöl bestrichenen Backblech, mit Salz, Pfeffer und Rosmarinnadeln von zwei Zweigen, für ca. 20 Minuten bei 180 Grad Ober-/Unterhitze backen.

(5) Wenn das Fleisch durch ist, in Scheiben schneiden und mit dem Schmorgemüse und den Kartoffeln anrichten. Soße über das Fleisch geben – sie schmeckt göttlich!

Weinempfehlung:

Durch den intensiven Honig und Ingwer Geschmack passt zu diesem Gericht ein gehaltvoller Rotwein mit einer ausgewogenen Harmonie. Der Château La Fleur des Rouzes 2010 ist also perfekt. Zudem nimmt er durch das Bouquet aus Datteln und Feigen den Geschmack der Vorspeise wieder auf. Mehr über diesen feinen Tropfen könnt ihr bei Bordeaux Wein erfahren.

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Ein Kaminabend mit Numanthia

Es war ein kalter, trüber und nasser Novembertag. Der perfekte Tag um es sich mit einer heißen Schokolade oder einem dampfenden Tee auf der Couch gemütlich zu machen. Oder aber man verbringt den Abend am Kamin, isst spanische Tapas, trinkt köstlichen Rotwein und plaudert mit dem Winzer persönlich über wärmere Tage im Weinberg.

Numanthia VIIUnd genau das durfte ich an diesem Tag machen. Manuel Louzada, Winemaker der Bodega Numanthia, lud nämlich zum Ladies-Kaminabend. Ganz spontan flatterte die Einladung in mein E-Mail-Postfach und ich war ganz aufgeregt, als ich von einem Shuttleservice pünktlich um 19:00 Uhr zu Hause abgeholt wurde. Ziel war das Hotel Bayerischer Hof. Dort angekommen, wurde ich in eine traumhafte Suite begleitet – warmes Feuer flackerte im offenen Kamin, ein großer Couchtisch, schon mit den ersten Tapas gedeckt, wurde von gemütlichen Sitzgelegenheiten umrandet und der ganze Raum war liebevoll mit herbstlichen Zweigen und vielen Bildern des Weinguts dekoriert. Eine imposant inszenierte Magnumflasche machte sofort Lust auf das erste Glas.

Numanthia III

Nachdem alle Ladies angekommen waren, empfing uns Manuel Louzada sehr herzlich und wir stießen mit einem Glas Numanthia 2008 aus der Magnum an. Von uns Damen umringt, erzählt Manuel von sich und seiner Leidenschaft für Wein: Von seinem Werdegang, wie alles in Spanien begann und über seine Zeit in Argentinien, wo er die Möglichkeit bekam, hochwertigen Schaumwein zu entwickeln. Nach zehn Jahren in Südamerika, kam er dann über Estates & Wines wieder zurück nach Spanien in das Herz der Toro Region. Dort übernahm er 2009 schließlich die Bodega Numanthia, welche er bis heute sehr erfolgreich führt.

Numanthia VManuel ist ein überaus herzlicher, weltoffner Mensch an dessen Lippen man förmlich hängt, wenn er euphorisch, bildlich und mitreißend von Wein spricht. Fast hätten wir vergessen, die ersten Tellerchen zu leeren.

Sowohl zum Bulgogi vom Rinderfilet mit Enokipilzen, der Perlhuhnroulade mit Preiselbeeren als auch einem Salpicon vom Wildschwein harmonierte der als zweites eingeschenkte Numanthia 2009 perfekt.

Numanthia IIXPerlhuhnroulade mit Preiselbeeren

Dunkelrot floss er ins Glas und versprühte sofort einen Duft nach frischen roten Beeren und Gewürznoten von Kardamom und Zimt. Kräftig und vollmundig zeigte er die Komplexität und Machart des Weines.###

Numanthia VISaltimbocca auf Steinpilzrisotto

Zum Saltimbocca auf Steinpilzrisotto, Pulpo und den vielen leckeren Nachspeisen tranken wir schlussendlich einen Termanthia 2009. Auch er ist ein sehr kräftiger Rotwein, der durch eine extreme Palette an Aromen wie dunkle Früchte und Schokolade aber auch einem Hauch von Gewürzen, den mineralischen Aromen und Röstnoten sehr komplex ist und lange am Gaumen haften bleibt.

Numanthia IIZwischen den Leckereien wurde uns weiterhin viel rund um das Weingut und seine Weine erzählt – von der Geschichtes des Weinbaugebietes über seine unterschiedlichen Böden bis hin zu Ernte und Ausbau blieb keine Frage offen.

Numanthia IX

Alles in allem war es ein lehrreicher, spannender Abend mit vielen spannenden Gesprächen. Glücklich und ein klein wenig weinseelig fuhr ich nach Hause.

Noch immer denke ich gerne an diesen Abend zurück und freue mich, demnächst zu einem besonderen Anlass das Abschiedsgeschenk, eine Flasche Numanthia 2009, genießen zu können.

Habt ihr schonmal einen Wein von der Bodega Numanthia getrunken? Wie hat er euch geschmeckt? Es würde mich freuen, wenn ihr mir davon erzählt!

Numanthia I

Lachs mit Fenchel Orangen Salat

Nach meinem verlängerten Wochenende in Baden, an dem mich anderweitig bekochen ließ und ich selbst keine Möglichkeit zum Kochen hatte, musste ich natürlich sofort am Montag etwas kreativ werden. Etwas zu spät kam ich aus dem Büro und hatte nicht viel Zeit zum Einkaufen. Aber spontan geht bei mir bekanntlich am besten. So flitzte ich durch die Gänge und packte all das ein, worauf ich Lust hatte.

Es sollte Fisch werden – Lachs um genauer zu sein. Dazu ein lauwarmer Fenchel-Orangensalat, eine leichte Weißwein-Limettensoße und Pumpernickel.

Lachs

Lachs mit Fenchel Orangen Salat und Pumpernickel

Zutaten für 2 Personen:

300-400 g frischen Lachs

1 Fenchelknolle

1 Orange

2 Scheiben Pumpernickel

1 Limette

etwas Weißwein

4 EL Creme Fraiche

Plfanzenöl, etwas Butter

Salz, Pfeffer, rote Beeren

Zubereitung:

(1) Fenchel in Scheiben schneiden und in wenig Öl leicht anbraten und zur Seite stellen.

(2) Derweil Orange schälen und in Filets schneiden. Pumpernickel in kleine Würfel schneiden. Diesen in etwas Butter kross braten.

(3) Für die Soße etwas Butter in einer Pfanne erhitzen, Weißwein, Limettensaft und Creme Fraiche dazugeben. Leicht köcheln lassen und mit Salz, Pfeffer, eventuell Zucker abschmecken.

(4) Lachs putzen und trockentupfen. Mit wenig Fett in einer Pfanne zuerst auf der Haut anbraten. Dann umdrehen und nochmal kurz anbraten. Der Lachs darf gerne noch etwas roh sein. Zum Schluss mit Salz, Pfeffer und etwas Limettensaft würzen.

(5) Gebratenen Fenchel mit Orangen anrichten, Lachs dazulegen, etwas Soße darüber verteilen und zum Schluss Pumpernickel darüberstreuen.

Dazu passt gut ein Grüner Veltliner. Ich hatte einen von Jurtschitsch: Grüner veltliner Kamptal Stein 2011

Guten Appetit!

PS: Ich hatte mir noch ein paar Garnelen und eine Jakobsmuschel gemacht. Passt auch hervorragend dazu!

Lachs II

Die Liebe zum Wein entdeckt – vom Ursprung an

Dass ich gerne koche, backe und esse, weiß der aufmerksame kunterbuntweissblau-Leser ganz genau. Dem noch aufmerksameren Leser ist auch aufgefallen, dass ich immer öfter einen gute Tropfen zu meinen Gerichten empfehle. Es ist alles dabei, vom Riesling über den Grauburgunder bis hin zum Merlot und Torilan – meist von Weingütern aus dem Süden Deutschlands und den österreichischen Nachbarn.

Ernte XI

Ich muss gestehen, Wein hat mich sehr lange nicht besonders interessiert. Klar, ein Gläschen zum guten Essen hab ich schon mal gerne getrunken, aber mehr auch nicht.

Aber im letzten Jahr hat sich das nun verändert und mein Interesse wurde geweckt. Zum einen durch gute Freunde die darüber bloggen, zum anderen durch den Liebsten, der durch seine Wohnortswahl der letzten zwei Jahre notgedrungen mit dem Thema Wein in Berührung kam.

Ernte IX

So hatte es ihn beruflich in den Westen verschlagen, nahe der französischen Grenze. Für einen gebürtigen Oberbayern erscheint die Gegend dort nicht besonders spannend. Mir fehlten dort immer die Berge und, naja, einfach das, was Bayern so ausmacht. Ich konnte mir nie vorstellen, dort zu leben und war auch selten zu Besuch.
Nachdem die feierabendlichen Mountainbiketouren unweigerlich immer durch die Weinberge führten, begann er sich immer mehr für Wein zu interessieren. Weingüter wurden besucht, Freundschaften mit Winzern geschlossen und sich immer mehr mit dem Thema Wein auseinander gesetzt. Und dann wurde er angesteckt. Über Baden hinaus begann das Interesse auch für Wein aus Frankreich, Österreich und Italien. Mein Keller füllte sich immer mehr und ich hatte eben die Gelegenheit, unterschiedlichste Tropfen zum Essen genießen und kombinieren zu dürfen.

Ich gebe zu, manchmal nervt mich das extreme Philosophieren über Rebsorten, Geschmacksnuancen und neue Trends wie Orange Wine, aber schlussendlich hat es mich auch gepackt.

Zum Abschluss der beruflichen Verpflichtung stattete ich Baden und dem Elsass dann im Oktober einen vorerst letzten Besuch ab. Noch einmal Bummeln durch Straßburg, eine zünftige Brotzeit in der Strauße und wandern durch die Weinberge hatte ich auf dem Plan.

Ernte II

Überrascht wurde ich dann, als ich frühmorgens wachgerüttelt wurde und es hieß: „Auf in den Weinberg, liebe Amelie!“ – „Ne, ich bin doch nicht doof! In meiner Zeitrechnung ist doch noch Nacht! Und dann da im nassen Gras rumturnen…“, sagte ich sehr mürrisch, ließ mich aber, warum auch immer, doch überreden.

Und ich kann nur sagen, das aus dem Bett schälen war es wert.

Ernte IIX

Es ist ein tolles Gefühl, am Ursprung zu sein. Früh morgens, wenn die Nebel über den Weinbergen liegen und sich eine Truppe motivierter Menschen trifft um fleißig die Kübel mit reifen Trauben zu füllen.

Ernte VI

Die Jungs vom Weingut Enderle und Moll haben uns also eine Schere in die Hand gedrückt und los ging es. Traube für Traube fiel in die Eimer.

Ernte V

Ernte III

Ernte IV

Nach drei Stunden gab es eine Brotzeit direkt im Weinberg bevor wir dann zum Hof fuhren und entrappten (so nennt man das Trennen der Beeren von Stielen und Kämmen, also dem Grünzeug).

Ernte I

Im Keller II Kopie

Entrappen Schritt für Schritt

3000 Liter Maische waren das Ergebnis und ich bin schon ganz gespannt, wenn ich nächstes Jahr ein Fläschchen des eigens gepflückten und bearbeiteten Grauburgunders genießen kann. Ich werde berichten, wie er schmeckt!

Im Keller Kopie

Ein Blick in den Keller

Derweil darf ich verraten, dass mich eben mitunter durch dieses Erlebnis nun auch das Weinfieber gepackt hat und ich in nächster Zeit doch das ein oder andere Mal über guten Wein berichten werde. Ich freue mich, wenn ihr mich beim Kennenlernen und Entdecken begleitet!

Ernte VII

Herbst 2012 in Südtirol

Ich freue mich so sehr! Am Wochenende geht es mal wieder nach Südtirol, und ich dachte mir, ich muss euch vorab schonmal meine kleine Liebesgeschichte zu diesem herrlichen Teil von Italien erzählen.

Steinmanderl IIIEs ist schon ein paar Jahre her, als ich das erste Mal in Südtirol war. Also so richtig und nicht nur beim durchfahren auf dem Weg zum Gardasee. Das war damals der erste Mädelsurlaub mit meiner Mama. Ich weiß, andere fahren mit knapp 20 nach Bulgarien oder Ibiza um mit Freunden zu feiern und was mache ich? Verliebe mich in dieses herrliche (von manchen als langweilig und „nur für alte Leute geeignete“) Südtirol. Ein Fleckchen Erde, das meiner Meinung nach mit dem Umland von München sehr gut konkurrieren kann. Und es heißt was, wenn ich das sage ;)

Leider ergab es sich dann eine Zeit lang nicht mehr, aber letztes Jahr klappte es endlich mal wieder. Diesmal fuhr ich in männlicher Begleitung in den Norden Italiens und wir hatten uns über den 3. Oktober in ein tolles, modernes Hotel, dem Napura in Terlan eingebucht. Für jeden, der familäre Gastlichkeit in einem modernen Haus direkt in den Apfelhainen mag und schöne, gemütliche und weitläufige Zimmer ebenso wie ein großzügiges Frühstück schätzt, der sollte hier einchecken. Nicht zu vergessen der kleine aber soooo feine Wellnessbereich „on top of the world“. Okay, nicht ganz top of the WORLD, aber zumindest on top of the Hotel gibt es auf einer Terrasse Outdoorwirlpools mit Blick in die Sterne als auch Sauna und Dampfbad.

Gleich nach der Ankunft erkundeten wir die nahe Umgebung und gingen auf „Apfelernte“. Schön zu sehen, woher die „Südtirol“ Äpfel so kommen. Und ein paar Sorten haben wir mitgehen lassen. Für den Geschmacksvergleich und äh, für Fotos…

Apfelernte kwbEinen schenk ich euch :)

Südtirol Amelie ApfelZu Abend aßen wir damals im Restaurant Ansitz Pillhof. Eine kleine, feine Vinothek mit köstlichem Essen. Mit einer großen Portion Kreativität werden hier Produkte aus der Umgebung verarbeitet und mit dem richtigen Glas Wein aus der umfassenden Weinauswahl serviert. Die außergewöhnliche Architektur des an der Eppaner Weinstrasse gelegenen Lokals sorgt für Wohlfühlgarantie.

Da uns der Begrüßungssekt im Hotel so gut schmeckte, entschieden wir uns dazu, gleich den ersten Tag mit Weintime zu verbringen. Wir besuchten das Weingut von Braunbach und die Cantina Terlan. Nette Gespräche und hervorragende Weine. Überall waren wir herzlich willkommen und durften so lange probieren, bis wir unsere Lieblinge (und das waren viele) gefunden hatten.

Neben dem Winzersekt hatte es uns vorallem der Lagrein als auch der Torilan (auch hierzu getrunken) angetan. So sollte doch der Weinkeller für einen harten Winter gut gewappnet sein.

Den zweiten Teil des Tages verbrachten wir in Bozen. Die bezaubernde Stadt versprüht zum einen schon den südlichen Flair mit vielen netten Cafés wo es leckere Cappuchini, Sprizz und Pizza gibt, als auch lange Handelsgeschichte und Tradition.

Ich liebe es durch die kleinen Gässchen zu schlendern, getrocknete Steinpilze zu kaufen und durch die bekannten Lauben zu bummeln.

Sportlich wurde es dann die nächsten zwei Tage. Erst wanderten wir auf das Rittner Horn. Los ging es vom Parkplatz der Seilbahn Rittner Horn, (Pemmern/Ritten) über die Rodelbahn, einem kleinen steilen Stück bis zum Ende der Seilbahn und dann über einen eingefassten Weg bis zum Gipfel. Danach gelangten wir dann über einen kleinen Rundweg zur Feltuner Hütte. Die Speckknödel dort waren eine Wucht und die Aussicht auf die umliegenden Berge ist einfach ein Traum. Wenn immer ich solches Panorama genießen kann fühle ich mich so unendlich frei und glücklich!

Südtirol AmelieZurück sind wir dann über den Panoramarundweg und hatten am „runden Tisch“ und dem „Dolomitoskop“ wieder einen atemberaubenden Blick auf die Dolomiten.

Südtirol Panorama IEine weitere Beschreibung der Tour gibt es auch hier: http://www.suedtirolerland.it/de/berge-wandern/wandern-im-sommer/von-pemmern-auf-das-rittner-horn.html

Steinmanderl IWeg zu den Steinernen Manderl

Am zweiten Tag ging es dann im Sarntal zu den Stoanerne Mandln. Der Anstieg ist nach dem Parken an der Sarner Skihütte recht kurz und nicht allzu steil und es wartet eine wirkliche Belohnung – wieder ein Wahnsinnspanorama. Und das weitere Highlight sind eben unzählige viele Steinmanderl am Gipfel.

 
Steinmanderl IIStoanerne Mandln
 
Steinmanderl IV380° Panorama
 

Belohnt haben wir uns natürlich auch nach dieser Tour. Diesmal in der Sarner Hütte.

Südtirol HütteNeben köstlichen südtirolerischen Schmankerln gefiel mir auch die Tischdeko, einfach aber trotzdem schön, besonders.

Hütte Südtirol

Südtirol Haus

Überall teilten wir den Weg mit verschiedenen Tieren. Freche, mit ihren Glocken bimmelnde Ziegen, über die Wiesen hüpfende und schmusende Schafe und faule, wiederkäuende Kühe. Natur pur. Mensch, Tier & Natur.

Tiere Südtirol kwb

Kulinarisch gesehen ist Südtirol wirklich schier unschlagbar. Sündige Knödel, zartschmelzende Schluzkrapfen, viel würziger Speck mit Schüttelbrot und natürlich auch Kaiserschmarrn. Verhungert sind wir wirklich nicht.

Südtirol Food Schrift kbw

Auf dem Nachhauseweg nahmen wir dann zwar einen kleinen Umweg, aber der hat sich sehr gelohnt.

Es ging über das gesamte Sarntal und das Penser Joch zurück. Urige kleine Örtchen, Wiesen/Täler/Berge wie im Bilderbuch als auch tolle Ausblicke, eine perfekt zum „Ausfahren“ gemachte Passstraße und einige besondere Straßenformationen machten auch die Rückfahrt zum Highlight. Wie traurig waren wir dann, als das Schild der Brennerautobahn in Richtung Heimat zeigte.

Passstraße Itolle Ausblicke
 
Passstraße IIbeeindruckender Fels über der Straße

Rundum kann ich nur sagen, es ist landschaftlich einfach wunderschön, kulinarisch von großer Vielfalt und verbunden mit einer unendlichen menschlichen Herzlichkeit, sodass ich jedem nur empfehlen kann, einen Urlaub hier zu verbringen.

Heute Abend geht es also los. Wie es der Zufall will, haben wir über’s Jahr eine liebe Freundin kennengelernt, die uns weitere tolle Geheimtips und das Törggelen zeigt. Ich bin ganz gespannt und freue mich auf ein verlängertes Wochenende in Oberbozen!