Archiv für den Monat August 2014

Im Sommerkuchen Himmel – Himbeer-Crème Fraîche Kuchen

Den Sommer festhalten! Das kann man mit diesem saftigen Himbeer-Kuchen ganz hervorragend!

Himbeerkuchen VI

Ich gebe zu, ich habe das hier zu sehende Exemplar schon vor ein paar Wochen gebacken. Damals war es noch richtig richtig Sommer und ich hatte einen Tag am See geplant. Es war ein ganz besonderer Tag, als eine sehr gute Freundin nämlich Geburtstag hatte. Und wir hatten Glück, der Jubeltag fiel auf einen wunderschönen, heißen Sommertag Mitte Juli. Einerseits natürlich toll, aber ziemlich schwer für mich, den perfekten Kuchen zu zaubern. Hatte ich es doch mit einer Schokoladenliebhaberin zu tun. Aber bei über 25 Grad schmilzt alles nur so dahin und ist vor allem nicht für den abendlichen Genuss zum anschließenden Geburtstagsgrillen geeignet. Tja, und da fiel mir der deliziöse Himbeer Crème Fraîche Kuchen aus dem Backbuch Zucker, Zimt und Liebe von der wundervollen Jeanny ins Auge. Beim nächsten Obststand gab es dann noch frische Himbeeren und ich konnte loslegen.

Himbeerkuchen I

Himbeerkuchen IV

Himbeerkuchen II

Himbeerkuchen V

Das Ergebnis ist wirklich superlecker! Frisch und soooo saftig! Wir saßen am See und haben so doll geschlemmt, dass wir schon fürchteten, beim baden unterzugehen. Wir haben es aber immer wieder zum Ufer geschafft und auch die Gäste beim Grillen waren ganz begeistert vom Kuchendessert!
Jetzt im Spätsommer schmeckt der Kuchen aber natürlich auch noch und kann zu jedem Ausflug problemlos ohne Schmelzgefahr mitgenommen werden! Wer keine frischen Himbeeren mehr bekommt, verbackt einfach gefrorene und genießt Stück für Stück beim wandern, den letzten Segeltagen oder beim Picknick im Park! Ich verschwinde auch gleich wieder in die Küche und backe ihn als Mitbringsel zu einem Wochenende in Österreich.

Genießt die hoffentlich freien Tage und lasst es Euch ganz gut gehen ihr Lieben!

Himbeerkuchen III

Himbeer-Crème Fraîche Kuchen

Rezept aus Zucker, Zimt und Liebe

Zutaten

115 g weiche Butter

175 g Mehl

1 TL Backpulver

1 Prise Salz

1 Prise Natron


150 g Zucker

2 Eier


200 g Crème Fraîche

200 g Himbeeren (auch tiefgekühlte Früchte funktionieren hier sehr gut, dann jedoch bitte nicht Auftauen vor dem Backen)

2 EL brauner Zucker

2 EL gehackte Pistazien

Puderzucker für den Zuckerguss

Saft von 1/2 Zitrone

Zubereitung

  1. Ofen auf 175°C vorheizen. Eine Kastenform fetten und mit Mehl ausstäuben.
 Mehl, Backpulver, Salz und Natron sieben, dann beiseite stellen.
  2. In einer anderen Schüssel Butter und Zucker mit dem Handrührgerät cremig rühren. Die Eier nach und nach dazu geben. Die Mehlmischung nun abwechselnd mit dem Crème Fraîche dazu geben.
  3. Die Himbeeren vorsichtig unterheben (wenn man Tiefkühlhimbeeren benutzt, muss man gottseidank nicht ganz so vorsichtig sein) und den Teig in die vorbereitete Form füllen. Mit 2 EL braunem Zucker bestreuen.
  4. In den Ofen geben und ca. 60-70 Minuten lang backen (der Stäbchentest hilft Euch weiter, nicht vergessen: jeder Ofen backt anders). Abkühlen lassen und eventuell mit einer Glasur aus Puderzucker und Zitronensaft und gehackten Pistazien verzieren.

Himbeerkuchen VII

Garantiert ein Stück Südtirol – Ein Projekt das mir am Herzen liegt!

Es gibt nach meinem geliebten Bayern nur ein Stückchen Land in der näheren Umgebung, sagen wir mal im Umkreis von 400 Kilometern, das ich ganz besonders liebe. Der ein oder andere Leser wird es sich schon denken können… es ist… Südtirol! Sicherlich liegt auch dazwischen viel wunderschönes, aber Norditalien hat doch etwas ganz spezielles, etwas magisches. Die Berge, die Menschen, das Flair und schlussendlich die vielen tollen Produkterzeugnisse.

Südtirol Liebe_text

Wenn ich mich in meinem Kopf in den Urlaub träume und die schönsten Erlebnisse vor mein inneres Auge rufe, kommt mir nach Australien und den USA sofort ein Minikurzurlaub vor knapp 3 Jahren in den Sinn – der Herbst 2012 in Südtirol. Ich werde es nie, niemals vergessen, in diesem gemütlichen und sogleich modernen Hotel aufzuwachen, auf den Balkon zu treten und die vielen reifen Apfelbäume um mich herum zu haben. Ich werde es nicht vergessen wie ich nach dem Frühstück durch die Apfelhaine gerannt bin und verschiedene Sorten vom Baum gepflückt habe um beim Verkosten herauszufinden welches mein Lieblingsapfel für die nächsten Monate sein wird… Hachja, ich könnte ewig so weiter schwärmen.

So habe ich mich also damals restlos in dieses Stückchen Land verliebt und reise so oft es geht dort hin. Sogar bei meiner Reise nach Soave konnte ich es ja nicht lassen und musste spontan auf der Hin- und Rückfahrt einen Zwischenstopp in Bozen einlegen.

Da die Liebe so groß ist und die Aussicht auf den nächsten Südtirol Besuch im Juli noch in weiter Ferne lag, freute ich mich sehr, zum Event „Garantiert ein Stück Südtirol“ eingeladen zu werden. Man traf sich in Schuhbecks Kochschule und durfte auf sehr angenehme Weise von dem interessanten Europaprojekt erfahren. An drei verschiedenen Stationen wurde nämlich direkt am Produkt erklärt, warum die Werte Qualität, Herkunft und Sicherheit, den Mehrwert der europäischen Gütesiegel im Agrar- und Lebensmittelsektor bilden. Denn genau das sind Werte, die in Südtirol gelebt werden: es verbinden sich Traditionen, die von Generation zu Generation weitergegeben werden. Mit Leidenschaft, Sorgfalt und Respekt vor der Natur. Das Ergebnis ist herausragender Geschmack und unverwechselbare Qualität – mit garantierter Herkunft. Und genau deswegen liegt mir persönlich dieses Projekt am Herzen.

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Von welchen drei herausragenden Produkten ist denn überhaupt die Rede? Verkostet werden durften Stilfser Käse g.U., Südtiroler Äpfel g.g.A. und Südtiroler Speck g.g.A..
Klar, jeder kennt Käse, Äpfel und Speck. Aber was bedeuten diese Abkürzungen dahinter?

Das sind sogenannte Herkunfts- bzw. Ursprungsbezeichnungen, die eine Garantie für Verbraucher darstellen, ganz besondere und unverwechselbare Produkte zu erwerben.

Garantiert ein Stück Südtirol

Die Abkürzung g.g.A. steht für „geschützte geografische Angabe“.
So haben Südtiroler Äpfel g.g.A. ihre Eigenschaften vor allem der geografischen Lage und dem mediterranen Klima Südtirols zu verdanken. Ganze 300 Sonnentage im Jahr, viel Regen im Frühling und das milde Wetter in Sommer und Herbst bieten perfekte Bedingungen für den Apfelanbau, welcher hier in bis zu 1000 Metern Höhe betrieben wird. Kühle Luftströme und warme Südwinde wechseln sich ab und im Zusammenspiel mit den kontrollierten, naturnahen und ökologischen Anbaumethoden ergibt sich die saftige und knackige Qualität.
Am spannendsten fand ich die Frage der Apfelbäuerin an uns, was wir schätzen, wie viele Äpfel die gesamte Region in einem Jahr produziert. Was schätzt ihr?
Könnt ihr Euch vorstellen, dass es so viele sind, dass jeder Mensch auf dieser Erde einen davon bekommen könnte? Ich war wirklich sehr überrascht!

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Auch der Südtiroler Speck hat die Bezeichnung g.g.A., denn die einzelnen Produktionsphasen des Südtiroler Speck g.g.A. werden streng und konsequent kontrolliert und seine unverkennbare Würze und sein leicht rauchiger Geschmack machen dieses Produkt einzigartig.
Was das Besondere am Südtiroler Speck ist, lernte ich an diesem Abend auch. Er ist unterscheidet sich von seinem Bruder aus dem italienischen Süden, dem Parmaschinken in dem Sinne, dass er nicht nur getrocknet, sondern auch noch geräuchert wird. So ist er genau eine Mischung aus dem süditalienischen Klassiker und dem deutschen geräucherten Schinken wie z.B. dem Schwarzwälder Speck.

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Als einziger Südtiroler Käse erhielt der Stilfser Käse im Jahre 2007 das Gütesiegel g.U., welches für „geschützte Ursprungsbezeichnung“ steht. Es bedeutet, dass dieses Milcherzeugnis eine unverfälschte Qualität, Authentizität und die historische Beziehung zu seinem Ursprungsgebiet hat. Der Stilfser Käse g.U. ist ein typischer Käse aus Kuhmilch von Südtiroler Bergbauernhöfen. Das Besondere: die Milch wird bei den Höfen, die zu 97% in mehr als 1000 m Höhe liegen, abgeholt und innerhalb von 48 Stunden verarbeitet. Nach einer Reifung von mindestens 62 Tagen kommt der schmackhafte Schnittkäse in den Verkauf.

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Viel gelernt und köstlich gegessen, denn nach den Vorträgen der authentischen Erzeuger selbst und einer kurzen Hommage an Südtirol von Herrn Schuhbeck persönlich ging es dann nochmal an die Teller. Es gab leckere Kartoffelnocken mit frischen Tomaten, Südtiroler Speck g.g.A. und Stilfser Käse g.U. sowie kalte Apfel-Ingwer-Creme aus Südtiroler Äpfeln g.g.A. mit Buttermilchmousse.

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Alle Informationen rund um das Projekt „Garantiert ein Stück Südtirol“ und viele Rezepte gibt es auf der Webseite www.garantiertsuedtirol.eu.
Ich für mich gehe ab sofort noch bewusster einkaufen und freue mich schon jetzt auf den Herbst mit schönen Wandertouren durch die Berge Südtirols, einem knackigen Apfel im Rucksack, einer ordentlichen Speckbrotzeit auf der Alm und meine soooo geliebten Schlutzkrapfen!

 

Pasta kunterbunt – mit Avocado, Ricotta, Rucola und Tomaten

Pasta geht immer! Kurz vor meinem wunderschönen Aufenthalt in Bella Italia (ihr wisst, ich war ja in Soave) musste es mal schnell gehen und es weilten noch ein paar Sachen im Kühlschrank, die verwertet werden wollten. Es waren alles Lieblingssachen die wirklich viel zu schade gewesen wären, um sie verkommen zu lassen. So beschloss ich kurzerhand Resteverwertung zu betreiben und alles zu einem leckeren Mittagessen zuzubereiten um mich auf Italien einzustellen.

Pasta Avocado

Ich bin ja sowieso der Fan von „alles kunterbunt zusammen mischen und sich darüber freuen, wie gut das dann schmeckt“ und so kamen Avocado, Tomaten, Ricotta und Rucola zu den Spaghetti. Ein klitzekleines Stückchen Räucherlachs vollendete dann den sommerlichen Genuss.

Pasta Avocado III

Pasta kunterbunt

Zutaten für 2 Portionen

ca. 250 g Spaghetti

1 Handvoll Cocktailtomaten

1 Avocado

2 Frühlingszwiebeln

2 Handvoll Rucola

etwas Ricotta

nach Belieben Räucherlachs

Zubereitung:

  1. Spaghetti nach Packungsangabe kochen.
  2. Frühlingszwiebeln in feine Ringe schneiden, Tomaten waschen und halbieren, Avocado in kleine Stücke schneiden. Rucola waschen und trocknen.
  3. Wenn die Nudeln fertig sind, diese in einem Sieb abtropfen lassen. Frühlingszwiebeln in Olivenöl andünsten. Tomaten dazugeben und kurz mit andünsten. Zum Schluss Avocado leicht im Öl erwärmen. Nudeln mit in die Pfanne geben und alles mit Salz und Pfeffer würzen. Kurz vor dem Anrichten den Rucola unterheben.
  4. Pasta auf vorgewärmten Tellern servieren, Ricotta darüberbröseln, Lachs dazu reichen.

Avocado Pasta

 

 

 

 

Ein Kurztrip nach Soave – Empfehlungen für Urlaub in den Weinbergen mit hervorragendem Essen

Soave – ein kleiner Landstrich mitten in Italien. Die hügelige Weinberglandschaft, die zwischen Verona und Venedig liegt, hatte ich irgendwie nie auf dem Schirm. So lange nicht, bis mich mal wieder das Fernweh packte und ich dem hiesigen miesen Sommer entfliehen wollte. Einfach mal wieder raus, ein bisschen Bella Italia Flair und laue Sommerabende, so war der Wunsch. Doch so kurzentschlossen ist es nicht ganz einfach, etwas kostengünstiges und vorallem auch nicht allzu weit Entferntes zu finden. Dank schon viel erprobtem Internetstöbern nach passenden Unterkünften entdeckte ich aber das Perfekte für einen spontanen Kurzurlaub und schon ein paar Tage später ging es los. Tschüss kaltes Deutschland, ciao Italia!

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Die Weinberglandschaft rund um Soave

Wenn man von München die A8 in Richtung Berge fährt, kommt schon das erste „Hach…“-Gefühl. Ist man dann erstmal über den Brenner gefahren, fängt der Urlaub im Herzen eigentlich schon an.

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Nach einem kurzen Zwischenstopp in Bozen für ein erstes Bruschetta ging es direkt zum Domizil: die Villa Antica Corte. Wie schon gesagt, wurde ich im Internet auf dieses sehr süße kleine Hotel in Mitten der Weinberge aufmerksam. Verwundert über den sehr günstigen Preis buchte ich und suchte vor Ort nach dem Hacken – warum ist in der Hauptsaison überhaupt noch ein Zimmer frei und warum nächtigt man sogar als einziger Gast auf dem kleinen Weingut? Ich fand aber keinen Hacken und erfreute mich einfach nur an allem: Das schlichte, moderne Zimmer in einem mit viel Liebe zum Detail renovierten Weingut… Der freundliche Besitzer, der einem jeden Wunsch von den Augen ablas und sogar zu später Stunde noch Korkenzieher und Weingläser bereitstellt, damit der mitgebrachte Wein stilecht getrunken werden kann… Das liebevoll hergerichtete Frühstück zum sattessen… Die kostenlosen Fahrräder zum Erkunden der Gegend…. Und überhaupt, das ganze Anwesen – ein Idyll!

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Eindrücke der Villa Antica Corte 

Aber genug geschwärmt. Auch wenn man es hier gut aushalten und sich entspannen kann, so erkunde ich ja sehr gerne die Umgebung. In diesem Fall ist der Radius des Erkundungsraumes etwas größer geworden und reichte bis zum Gardasee. Am ersten Abend ging es jedoch erstmal in die wunderschöne Stadt Verona. War ich früher schon öfters hier um unter anderem natürlich auch am Romeo und Julia Balkon Liebeswünsche zu notieren, erlebte ich an jenem Abend etwas unvergessliches. Die Premiere der neuen Inszenierung von AIDA. Ganz gleich welche Oper gespielt wird, ich rate jedem, der zumindest ein klein bisschen etwas für klassische Musik übrig hat, sich dieses Erlebnis zu gönnen. Am schönsten und gemütlichsten ist es auf den, nach einem heißen Tag noch aufgewärmten Steinen, ganz oben in der Arena zu sitzen. Wer dann noch Glück hat und einen Sternenhimmel und den Mond, der während der Aufführung langsam über die Arena wandert, sehen kann, wird das sicherlich nie vergessen. Das nächste Mal packe ich mir auf jeden Fall noch ein Fläschchen guten Wein und leckere Antipasti mit ein, dann wird es noch gemütlicher. Achtung, früh genug da sein, damit man noch gute Plätze bekommt.

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AIDA Aufführung in der Arena Verona

Zum Entspannen nach des doch recht langen Sitzens in der Arena gönnte ich mir einen Tag in der Therme Parco Termale del Garda – Terme di Colà in Colà bei Lazise. Ein ungewöhnlich schöner Ort um die Seele baumeln zu lassen. In einem zauberhaft angelegten und sehr gepflegten Park, kann man unter Bäumen rund um zwei Naturseen, die mit Thermalwasser gespeist sind, entspannen. Zwar keine richtige Abkühlung aber eine Wohltat für Körper und Seele ist das Bad in den 35 Grad warmen Seen.

Gut erholt kann man sich dann in dem kleinen, leider sehr touristischen Ort Lazise durch die alten Gässchen schlängeln und an der Promenade auf den Gardasee blicken. Die Restaurants sind auch laut Falstaff nicht allzu schlecht und man kann gut verweilen oder man kauft sich, so wie ich, bei einem kleinen Weinladen ein Fläschchen Montepulciano und ein paar italienische Schmankerl und genießt sie als Picknick in den Weinbergen rund um das Hotel. Romantik pur.

Soave XIV

Soave XXXI

Soave XXV

Altstadt Soave 

Die nächsten zwei Tage erkundete ich dann die Gegend rund um Soave – einmal mit dem Auto, dann mit dem Fahrrad. Beides ein tolles Erlebnis. Das Automobil ist bei heißen Temperaturen der beste fahrbare Untersatz um über Stock und Stein von Weinberg zu Weinberg und Weingut und Weingut zu kommen. Mit dem Fahrrad klappt das auch ganz gut, aber es ist auf jeden Fall besser, einen etwas kühleren Tag zu wählen.

Soave XX

Radltour in Soaves Weinbergen

Eigentlich wollte ich in Soave ja neben der Landschaft auch den Wein besser kennenlernen. Leider habe ich aber recht schnell gemerkt, dass er nicht ganz meinen Geschmack trifft. Beim Weingut Coffele habe ich mir die Geschichte des Soave Weins erzählen lassen. Hat er doch eher einen schlechten Ruf als „Massenwein“ aus der Vergangenheit, so sind die jungen Winzer derzeit dabei, dies zu ändern. Mir schmeckte der Soave Spumante Brut Doc, ein Schaumwein hergestellt aus den Soave Classico Trauben, am besten. Spannend war aber auch der „Alzari“ Soave Classico Doc. Ein Teil der Trauben werden für diesen Wein nämlich erst getrocknet bevor sie gepresst werden. Dadurch entsteht ein kräftiger Wein, der gut zu deftigen und vor allem asiatischen Gerichten passt.

Einige andere Weingüter fuhr ich auch an, kostete aber schlussendlich dort nichts mehr, da sie entweder schon geschlossen hatten oder zu viele Reisende zur Verkostung da waren.
Wer sich dennoch noch für andere Weingüter interessiert, könnte auf www.wein-welten.com gute Tipps finden.

Soave XXI

 Gruß des Hauses in der Enoteca Il Drago

Soave XXIII

 Carne Salada in der Enoteca Il Drago

Kommen wir zum Essen. Natürlich habe ich auch gegessen und immer Ausschau nach Geheimtipps gehalten. Geholfen hat mir dabei ein Bericht auf falstaff.de und ich wurde nicht enttäuscht. Die Tipps waren grandios und so darf ich sie Euch natürlich nicht vorenthalten.

Pizzaessen geht auch chic. Und zwar in einem Örtchen, wo man es am wenigsten erwartet. In einem Hinterhof im kleinen Dorf San Bonifacio findet man das modern eingerichtete Restaurant I Tigli. Hinter einer Glasfront stehen hier adrette italienische Pizzabäcker und zaubern Pizzakreationen, die man nicht überall bekommt. Die teuerste ist für 38 Euro zu haben, aber es gibt auch köstliche italienische Teigräder zu humaneren Preisen.
Adresse: Via Camporosolo 11, 37047 San Bonifacio

Soave XVI

Pizzaria I Tigli

Die beste Pasta meines Lebens habe ich in Soave selbst gegessen. So außergewöhnlich die Location, so überragend auch die Nudeln. An einem kleinen Platz gelegen sitzt man im ehemaligen Gerichtshaus, der Enoteca Il Dragound genießt die grandiosesten Trüffel Tagliatelle oder die schmackhaftesten Spaghetti Carbonara, die in ihrer gelben Eierfarbe nicht zu übertreffen sind. Wer sich vorher noch das Carne Salada bestellt wird den ganzen Tag überglücklich sein.
Adresse: Piazza Antenna 1, 37038 Soave

Soave XXII

Trüffel Tagliatelle Himmel in der Enoteca Il Drago

Soave XXIV

Spaghetti Carbonara in der Enoteca Il Drago

Zum Abschluss holt man sich in einer kleinen Eisdiele ein paar Häuser weiter ein kühles Gelati, das man dann an der Stadtmauer lehnend genießen kann. (Leider weiß ich den Namen der Eisdiele nicht mehr, sie ist aber nicht zu übersehen.)

In Verona aß ich einmal leider nicht besonders gut, so ist das also auch nicht zu erwähnen. An einem anderen Abend gab es aber eine Premiere: Amelie aß Esel. „Iah, Iahhhh!“ In dem kleinen Restaurant Trattoria alla Colonna, in dem nur Einheimische saßen, wollte ich unbedingt mal etwas anderes ausprobieren und muss sagen, ja, warum nicht. Etwas gewöhnungsbedürftig war das Ragout schon, aber auf jeden Fall zum Ausprobieren. Um mich herum aßen alle eine Art Schnitzel. Ich glaube, das war die Spezialität des Hauses. Das probiere ich dann das nächste Mal.

Soave X Soave XV

Altstadt Verona

Auf dem Rückweg hielt ich dann nochmal in Bozen an. Wollte ich noch ein allerletztes richtig italienisches Essen genießen. Und ich tat es. Die beste Pizza meines Lebens. (Ja, unglaublich, erst die beste Pasta, dann die beste Pizza… Aber ich übertreibe nicht!) Die gab es im Nussbaumer in Bozen. Diese Pizza mit Mascarpone, rohem Schinken, Ruccula und Tomaten ist einfach mit nichts anderem vergleichbar und ich kann nur sagen: Hinfahren und ausprobieren!
Adresse: Via Dei Bottai, 1139100 Bolzano (Bozen)

Alles in allem kann ich solch einen Kurztrip für alle Süddeutschen (und natürlich auch allen anderen) nur empfehlen. Mit 5 Stunden Fahrzeit ist man gleich in einer anderen Welt und kann Italien inhalieren. Ich komme sicherlich wieder!

Hier nochmal alles Sehenswerte im Überblick:

Soave XXX

Johannisbeer – Baiser – Muffins

Auch wenn ich mich oftmals von Zeitschriften oder Koch- und Backbüchern inspirierten lasse, mache ich besonders gerne Rezepte von Dingen nach, die ich irgendwo gegessen habe. Und am allerliebsten Rezepte von Freunden. So liebe ich die Thunfischcreme einer guten Freundin, die legendären Köfte einer anderen (die ich Euch endlich mal zeigen muss) und seit Neuestem die grandiosen Johannisbeer – Baiser – Muffins einer Backkünstlerin.

Jo Muffins VII

Es war ein lauer Sommerabend als ich es zu später Stunde nach einem Termin doch noch, zudem total übermüdet und ausgehungert, auf die Einweihungsparty besagter Freundin schaffte. Nach einem kurzen Rundgang durch die wunderschöne Dachgeschosswohnung mit den von mir so geliebten Holzstreben und einer schönen Aufteilung der Zimmer gelangten wir in die Küche und ich hatte Glück: das Buffet war noch nicht ganz geplündert. So stürzte ich mich auf Dips und salzige Blätterteigteilchen und auf verdammt gut aussehende Muffins. Ich dachte erst, es wären Cupcakes – wurde aber sehr positiv überrascht, dass das weiße Topping keine klebrig, fettige Creme sondern leichtes Baiser war. Schockverliebtheit vom ersten Bissen an! Die gelungene Party endete viele Stunden später und ich nahm ein Gastgeschenk mit – das ausgedruckte Rezept. Wie ich mich freute!

Jo Muffins III

Und jetzt darf ich es Euch ganz stolz vorstellen. Mir sind die Muffins beim Nachbacken nämlich auch gut gelungen und haben als kleine süße Geschenke für Freude gesorgt.

Backt Euch auch den Sommer – Minikuchen sind der Renner!

Jo Muffins V

Johannisbeer – Baiser – Muffins

Rezept von essen&trinken

Zutaten für 12 Stück

300 g rote Johannisbeeren

150 g Mehl

50 g Speisestärke

2 Tl Backpulver

4 Eier

100 g weiche Butter

180 g Zucker

1 Pk. Vanillezucker

Salz

100 ml Milch

2 El Puderzucker

Zubereitung:
  1. Johannisbeeren von den Rispen streifen. Mehl, Stärke und Backpulver mischen. 2 Eier trennen. Die 12 Mulden eines Muffin-­Blechs mit Muffin-­Papierförmchen auslegen. Ofen auf 180 Grad (Umluft 160 Grad) vorheizen.
  2. Butter, 80 g Zucker, Vanillezucker und 1 Prise Salz mit den Quirlen des Handrührers  schaumig schlagen. 2 Eier und Eigelbe einzeln zugeben und je 1⁄2 Min. unterrühren. Mehlmischung abwechselnd mit der Milch unterrühren. 2/3 der Johannisbeeren vorsichtig unterheben und den Teig in die Muffin­-Förmchen füllen. Im heißen Ofen auf einem Rost auf der mittleren Schiene 15 Min. backen.
  3. Inzwischen die Eiweiße und 1 Prise Salz mit den sauberen Quirlen des Handrührers steif schlagen. 100 g Zucker nach und nach einrieseln lassen und 1⁄2 Min. weiterschlagen. Die Eiweißmasse mit einem Löffel auf den vorgebackenen Muffins verteilen und die restlichen Johannisbeeren darübergeben. Mit 1 El Puderzucker bestreuen und weitere 15 Min. backen. Im Muffin­Blech abkühlen lassen und mit Puderzucker bestreut servieren

Tipp:
Für die Muffins können Sie genauso gut TK-Beeren verwenden. Diese dann im gefrorenen Zustand unterheben, da sie beim Auftauen sehr viel Saft verlieren.

Jo Muffins