Dinner

Jakobsmuscheln auf Perlgraupen mit Speck-Brot-Topping – Weihnachtsmenü 2015

Zum Abschluss der diesjährigen #Südtirolwochen und als Auftakt des Weihnachtsmenüs 2015 habe ich ein eigen kreiiertes Rezept mit Jakobsmuscheln für Euch. Hier trifft das Meer die Berge – Meeresfrüchte trifft Fleisch.

Graupenrisotto

Jakobsmuschel

Das Gericht hatte ich letztes Jahr für einen Rezeptwettbewerb im Herbst entwickelt und fand es so lecker, dass es zu Weihnachten unbedingt nochmal gekocht werden musste. Letztes Jahr also für die Familie, dieses Jahr für Euch! Wenn ich Weihnachten, nicht wie dieses Jahr in Thailand, sondern zu Hause bei meiner Familie verbringe, bereite ich irgendwie immer gerne Jakobsmsucheln zu. Die mögen die ganze Familie und es ist und bleibt einfach doch etwas besonders. Jedes Jahr überlege ich mir eine neue Variante – überbacken, gegart, als Tatar oder wie heute: gebraten. Die Kombination mit einem feinen Perlgraupenrisotto und dem Pumpernickel und Speck dazu – ich finde sie genial! So hat man gleich zwei Sehnsuchten auf dem Teller – Sehnsucht nach Südtirol auf Grund des Specks und Sehnsucht an das Meer auf Grund der Jakobsmuscheln. Dass sich Berge und Meer mal so harmonisch auf einem Teller und dann auch noch an Weihnachten ergänzen hätte ich nicht gedacht. Aber ich kann Euch versprechen: die Kombination ist toll – Eure Gäste werden begeistert sein!

Jakobsmuscheln mit Speck

Jakobsmuscheln auf Perlgraupen mit Speck-Brot-Topping

Zutaten für 4 Portionen

125 g Perlgraupen
1/2 Zwiebel
600 ml Gemüsebrühe
2 EL Sahne
4 Blätter Radicchio
8 Jakobsmuscheln
150 g Südtiroler Speck
1 Scheibe Vollkornbrot
Butter, Salz, Pfeffer

Zubereitung:

  1. Zwiebel schälen und in feine Würfel hacken. Olivenöl in einem Topf erhitzen, Zwiebeln
    andünsten, Perlgraupen zufügen und kurz mitbraten. Mit Gemüsebrühe ablöschen und bei
    mittlerer Hitze köcheln lassen.
  2. Speck und Vollkornbrot in feine Würfel hacken. In 1 EL Butter anbraten und zur Seite stellen.
  3. Jakobsmuscheln waschen und trocken tupfen. 2 EL Butter schmelzen und Muscheln bei großer Hitze von beiden Seiten anbraten bis sie leicht braun sind.
  4. Radicchio waschen und in feine Stücke schneiden. Perlgraupen mit Sahne, Salz und Pfeffer abschmecken, Radicchio zugeben.
  5. Perlgraupen auf vorgewärmte Teller geben, Jakobsmuscheln daraufsetzen und mit Speck-Brot Topping bestreuen.

Jakobsmuscheln

Weintipp:

Zu den gebratenen Jakobsmuscheln mit dem rassigen Speck würde ich einen frischen Chardonnay oder meine Lieblingsrebsorte Riesling empfehlen.

Kürbislasagne

Es war einmal ein Mädelsabend geplant. Eine Freundin lud ein und wir einigten uns im Vorfeld darauf, unsere Wintertradition von diversen Skiwochenenden weiterzuführen und unseren heißgeliebten Flammkuchen zu machen. Leider waren wir aber alle sehr beschäftigt und erreichten den Supermarkt zu spät und der fertige Flammkuchenteig war ausverkauft. Der Hunger war aber groß und wir hatten keine Lust, gefühlte Ewigkeiten zu warten bist ein selbstgemachter Hefeteig aufgegangen ist. Was also machen mit Kürbis, Speck, Zwiebeln und Creme Fraiche?Kürbislasagne 2015

Improvisieren ist immer gut

Beim Blick in die Speisekammer entdeckte ich Lasagneplatten und die Kreativität ging mit mir durch und ich entwarf im Kopf blitzschnell ein neues Rezept. Die Ladies konnten es sich anfangs so überhaupt nicht vorstellen was das werden soll: „Wie… Lasagne, aber nicht in ner Auflaufform und ohne Tomatensoße und Käse? Aber okay, du wirst schon was leckeres draus machen…“ Dann bekam jeder seine Aufgaben: Kürbis in Spalten schneiden und im Ofen rösten (was mit einem stumpfen Messer gar nicht so leicht war – ich bringe nächstes Mal nen Messerschärfer mit ;) ), Nudelplatten kochen, Speck und Zwiebelwürfel anbraten, eine „falsche“ Bechamelsauce machen und Salat putzen.

Kürbislasagne

Zu dritt geht das ganz fix und so ist alles nach ca. 15 Minuten bereit um angerichtet zu werden. Wie das genau geht lest ihr unten.

Schlussendlich waren wir alle begeistert und haben sowas von geschlemmt :) Machmal ist es wirklich nicht schlecht, wenn man spontan improvisieren muss.

Kürbis Pasta

Kürbislasagne

Zutaten für 4 Portionen

250 g Lasagne Platten
1 Hokkaido Kürbis
1 Zwiebel
150 g Speckwürfel
200 g Creme Fraiche2 EL Dijon Senf
Olivenöl
Salz, Pfeffer

Zubereitung:

  1. Kürbis waschen, halbieren und von den Kernen befreien. Dann in ca. 1 cm dicke Spalten schneiden. Auf einem Backblech mit etwas Olivenöl beträufeln und mit Salz und Pfeffer würzen. Im Ofen bei 180°C ca. 15-20 Minuten rösten.
  2. In der Zwischenzeit Nudelplatten in Salzwasser al dente kochen und dann das Wasser fast ganz abgießen. Die Platten sollen nur nicht zusammenkleben.
  3. Während die Nudeln kochen, Zwiebel in kleine Würfel schneiden und in einer Pfanne mit etwas Olivenöl und dem Speck anbraten. Creme Fraiche mit Senf mischen und mit Salz und Pfeffer abschmecken.
  4. Zum Anrichten auf jeden Teller erst eine Nudelplatte geben, dann Creme Fraiche Creme, dann Kürbisspalten, Speck/Zwiebel Mischung und wieder Nudel, Creme Fraiche, Kürbis, Speck/Zwiebel – das insgesamt 3 Mal.

Dazu passt Feldsalat.

Kürbis Lasagne

Schweinebraten ohne Schwarte mit Kräuterspätzle

Der Sommer verabschiedet sich so langsam, der Herbst zieht in die Lande. Die Zeit von leichten Gerichten die die Bikinifigur unterstützen ist vorbei und wir brauchen was für die Seele, zumindest manchmal :)
Ich wollte schon lange einmal wieder Spätzle selber machen. Erstens schmecken sie selbstgemacht einfach am Besten und irgendwie macht es auch Spaß den Teig durch den Spätzlehobel zu drehen und plumps, plumps, plumps kommen viele kleine Spätzle raus. Den Hobel und alles drum herum sauber zu machen gehört zwar nicht zu meinen Lieblingsbeschäftigungen, aber jeder Spaß hat auch seine Kehrseite :)

Bayerischer Schweinebraten

Schweinebraten zu den Spätzle

Die Beilage war also geklärt, nur was mache ich als Hauptgericht dazu? Eigentlich esse ich ja lieber Rind als Schwein, aber gegen eine Scheibe Schweinebraten habe ich auch ab und zu nichts. Da ich aber eine „weiße“ Soße zu den Spätzle wollte, habe ich den Schweinebraten nicht ganz klassisch mit dunkler Biersoße und knuspriger Schwarte gemacht, sondern ein Stück Halsgrat genommen und es lange im Ofen geschmort und die kräftige Brühe mit Sahne abgeschmeckt.

Schweinsbraten

Schweinebraten ohne Schwarte

Zutaten für 4-6 Portionen

1 Halsgrat Stück mit ca. 1000 g
2 Karotten
1-2 Zwiebeln
ca. 350 ml Gemüsebrühe
1 Lorbeerblatt
2 Knoblauchzehen
Neutrales Öl oder Butterschmalz
Salz, Pfeffer, Majoran

Zubereitung:

  1. Den Ofen auf 120 °C vorheizen. Das Fleisch kurz abwaschen und trockentupfen. Das Gemüse grob in große Stücke schneiden.
  2. In einem großen Bräter (z.b. von Le Creuset*) Butterschmalz oder Öl erhitzen und den Halsgrat scharf von allen Seiten anbraten. Das Fleisch salzen, pfeffern und mit etwas Majoran bestreuen.  Das Gemüse zum Fleisch geben und etwas mitschmoren lassen. Mit der Brühe aufgiessen, ein Lorbeerblatt hinzufügen und den Braten im vorgeheizten Ofen etwa 3 Stunden bei geschlossenem Deckel schmoren.
  3. Nach der Garzeit, den Braten in eine Alufolie packen und ruhen lassen. Die Brühe abseihen und mit Sahne und Gewürzen abschmecken. Ggf. kann die Soße angedickt werden.

Kräuterspätzle

Kräuterspätzle

Zutaten für 4-6 Personen:

250 g Mehl
3 Eier (Größe M)
je 1/2 Bund Petersilie und Schnittlauch
50 g Butter
Salz, Pfeffer
geriebene Muskatnuss

Zubereitung:

1. Mehl, Eier, 1/2 TL Salz und 100 ml Wasser mit einem Kochlöffel zu einem glatten Teig verrühren. Kräuter waschen, trocken schütteln, Petersilienblättchen von den Stielen zupfen und hacken. Schnittlauch in feine Röllchen schneiden. Kräuter zum Teig geben und den Teig schlagen, bis er Blasen wirft.

2. Ca. 4 Liter Salzwasser zum Kochen bringen. Teig portionsweise in eine Spätzlepresse geben und in das kochende Wasser pressen. Wenn die Spätzle an die Wasseroberfläche kommen, sind sie gar. Spätzle mit der Schaumkelle aus dem Kochwasser heben, kurz in kaltes Wasser tauchen und gut abtropfen lassen.

3. Fett in einer zweiten Pfanne erhitzen. Spätzle darin ca. 5 Minuten unter Wenden braten. Mit Salz, Pfeffer und Muskat abschmecken.

Als Gemüsebeilage passen gut Kräuter Karotten aus der Pfanne.

Schweinebraten

 

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Kochen mit Freunden – Herbstdinner mal Drei – Aperitif mit Crostini

Herbst. Die Zeit der Biergartenbesuche ist vorbei. Man trifft sich mit Freunden nun nur noch in Restaurants oder gleich beieinander zu Hause. Lange Zeit habe ich das nicht mehr gemacht, doch jetzt wandern immer mehr Termine à la „Kochen mit den Mädels“, „Pärchenabend mit Anna und Andy“ oder „Abendessen bei Annika und Philipp“ in den Kalender. Hach, das macht Spaß – mit und für Freunde kochen. Kochbücher herauskamen und gezielt nach Rezepten suchen, die den Gästen schmecken oder was man sowieso schon lange einmal machen wollte. Aktuelle Zeitschriften nach den neusten Trends begutachten und dann einkaufen gehen – Zutaten für mehr als eine Person zu kaufen lässt die Kreativität um ein vielfaches steigern.

Herbstamuse II

Letztens war es also soweit, eine liebe Freundin und ich trafen uns schon Nachmittags, planten doch recht spontan ein passendes Menü und wir kochten los. Eigentlich hatten alle Gäste gesagt, sie würden es leider nicht vor 20:00 Uhr schaffen, standen dann aber gesammelt schon um 19:30 vor der Tür. Ups, das sorgte für etwas Trubel, aber mit einem ersten Gläschen in der Hand auf der Couch verbannt konnten sie sich alle kennenlernen (es war eine ganz gemischte Truppe) und Anna und ich werkelten fleißig in der Küche weiter. Es entstand ein kreatives, buntes und voller Aromen bestücktes 3 Gänge Menü:

Vorspeise:
Herbstlicher Kürbis und Rote Beete Salat

Hauptgang:
Kalbsrouladen in Biersoße geschmort mit Blumenkohlpüree und Karotten

Dessert:
Maronendessert mit Tonkabohnen-Marscarpone Creme und Apfelkompott

 

Das möchte ich Euch gerne in den kommenden Tagen vorstellen. Vor-, Haupt- und Nachspeise können natürlich auch jeweils getrennt von einander genossen werden. Den Salat beispielsweise als Lunch, die Rouladen als Weihnachtsessen und das Dessert – hachja… das geht ja eigentlich zu jeder Tages-und Nachtzeit :)

Herbstamuse III

Heute machen wir aber den Auftakt mit dem Aperitif. Am Abend vorher war ich in einem kleinen Italiener im Glockenbachviertel essen und probierte den Munich Aperol Mule. Den fand ich dann so lecker, leicht und frisch, dass ich ihn gleich am nächsten Tag selbst ausprobierte. Dazu gab es dann herbstliche Crostini.

Also, hereinspaziert, setzt Euch und genießt das Drei-Gänge-Menü. Oder noch besser, ladet Euch Freunde ein, kocht gemeinsam und habt eine tolle Zeit!

Herbstamuse

Munich Aperol Mule

In Weißweingläser etwas Aperol füllen, zwei Scheiben gekühlte Gurke dazugeben und mit Tonic Water aufgießen. Wer es noch etwas kühler mag, gibt noch Eiswürfel dazu.

Herbstamuse I

Crostini mit Gorgonzola, Pilzen, Walnüssen und Weintrauben

Zutaten für 4 Personen

8 Scheiben Baguette

ca. 80 g Gorgonzola

4 kleine Egerlinge (oder andere Pilze)

4 Walnüsse

8 Trauben

Zubereitung:

  1. Backofen in Grillfunktion vorheizen.
  2. Egerlinge in dünne Scheiben schneiden und in einer Pfanne ohne Fett anrösten.
  3. Gorgonzola in Scheiben auf die Baguettescheiben legen, Pilzscheiben darauf verteilen und im Ofen ein paar Minuten überbacken bis der Käse schmilzt. Achtung, am besten immer wieder kontrollieren.
  4. Trauben halbieren, Walnüsse zerkleinern und beides auf den Baguettscheiben verteilen. Am besten noch warm zusammen mit einem kühlen Aperitif (ein Glas Sauvignon passt auch sehr gut!) genießen.

Rösti mit Räucherlachs, Kräuterquark und Feldsalat

Es gibt Dinge, die liebt man, isst sie aber viel zu selten. So geht es mir mit Rösti. Die gebackenen Kartoffelfladen mache ich mir eigentlich nie und im Restaurant bestelle ich sie auch höchstselten. Zum einen weil sie meist gar nicht auf der Karte stehen, zum anderen weil ich an die vielen bösen Kalorien denken muss, die sich darin verstecken. Aber manchmal gibt es Tage, da muss ich ganz böse sündigen. Ich rede mir dann ein, dass wenn ich mir die Dinge selber zubereite, sie bestimmt vieeeel gesünder sind, als wenn ich sie beispielsweise aus dem Tiefkühlfach beziehe.

Rösti II

Dass die schmackhaften Rösti dann aber eine ziemliche Arbeit und Schweinerei machen, das bedachte ich nicht an jenem Zubereitungstag. Als die ersten Kartoffeln aber geschält und die ersten Fingernägel eine Kerbe hatten, war es dann auch egal. Außerdem freue ich mich wirklich sehr auf das Ergebnis.

Röst III

Dass dann auch noch der Rauchmelder laut piepte, weil Frau kunterbuntweissblau natürlich keine Fritiermaschine besitzt sondern alles in einer Pfanne mit spritzendem Fett rausbackte und dies ein klitzekleines bisschen Rauch erzeugte, scherte mich dann auch nicht mehr :) Und ja, das Fenster wurde nach dem Verzehr sehr weit geöffnet…

Rösti IV

So gab es also Rösti. Pikant und begleitet von Räucherlachs, Kräuterquark und Feldsalat. Ein wahrhaftig leckeres Essen, das meiner Kindheitserinnerung, wo es die Reiberdatschi mit Apfelmus gab, wirklich Konkurrenz macht. Schaut aber trotzdem mal nach, vor 1 1/2 Jahren habe ich ein ähnliches Rezept gemacht. Damals nur ohne Ei.

Genug gequatscht, auf geht’s in die Küche die Herrschaften. Ran ans Kartoffel schälen!
Einen guten Appetit!

Rösti I

Rösti mit Kräuterquark, Räucherlachs und Feldsalat

Zutaten für 2 Personen

250 g Feldsalat

250 g Räucherlachs

Rösti:

ca. 800 g Kartoffeln

1 Zwiebel in Würfel gehackt

2 Eigelb

etwas Mehl nach Bedarf

Salz, Pfeffer Muskat

Kräuterquark:

250 g Kräuterquark aus dem Kühlregal

1/2 Knoblauchzehe fein gehackt

1/3 Gurke in feine Streifen geschnitten

Kräuter (wie z.b. Basilikum, Petersilie etc.)

Salz, Pfeffer

Zubereitung:

  1. Kartoffeln schälen und hobeln. Danach den Saft etwas ausdrücken. Zwiebeln, Eigelb, Salz, Pfeffer und Muskat dazugeben und vermengen.
  2. Quark in einer Schüssel mit Knoblauch, Gurkenstreifen, Salz und Pfeffer vermengen.
  3. Salat putzen und mit Dressing (z.B. Olivenöl, Balsamicoessig, Salz, Pfeffer, etwas Zucker) anmachen.
  4. Pflanzenöl und Butterschmalz nach Belieben in einer Pfanne erhitzen. Kartoffelmasse in kleinen Häufchen in die Pfanne geben und goldgelb rausbacken. Fertige Rösti im vorgeheizten Ofen so lange warm halten, bis alle Rösti gebacken sind.
  5. Rösti mit Lachs, Quark und Salat servieren.