Bärlauch Cheese Ravioli

Auch wenn die Temperaturen derzeit eher an Januar erinnern, es ist Mai und die Bärlauchzeit leider schon vorbei. Aber wer weiß, vielleicht wächst nochmal das ein oder andere Blättchen beim derzeitigen Wintereinbruch. Und falls ja, oder wenn ihr das Frühlingsgrün eingefroren habt oder vielleicht sogar das Pesto von HIER gemacht habt, könntet ihr mit untenstehendem Rezept superleckere, selbst gemachte Pasta machen.

Auf die Idee gekommen bin ich durch eine Kollegin, die mir ganz stolz ihre Bilder nach einem Wochenende im April gezeigt hatte. Mit Freunden hatten sie am Sonntagmittag die Küche eingemehlt und Pasta gemacht – Pasta mit Bärlauch. Danach wollte ich den ganzen Tag dann auch diese leckeren Pasta und habe Abends umgehend alles aus dem Kühlschrank genommen und ein bisschen improvisiert. Das Ergebnis war toll! Ich war jedoch so hungrig, dass die Bilder ein bisschen ausbaufähig sind *g*

Bärlauch Ravioli

Bärlauch Cheese Ravioli

Zutaten für den Teig (4 Portionen):

400 g Weizenmehl

50 g Grieß (Hartweizengrieß)

4 Eier

mind 1 TL Salz

2 EL Olivenöl

Zutaten für die Füllung:

80 g frischen Bärlauch oder 2 EL Bärlauchpesto (wie von HIER)

80 g Frischkäse

100 g Ricotta

50 g geriebener Parmesan

Salz, Pfeffer zum Abschmecken

 

Zubereitung:

(1) Mehl, Grieß, Eier, Salz (nicht zu wenig, eine Priese reicht nicht!) und Olivenöl zu einem gescheidigen Teig verkneten. Das kann gut 10 Minuten lang dauern. Danach in einer Klarsichtfolie im Kühlschrank mindestens 30 Minuten ruhen lassen.

(2) Für die Füllung, alle Zutaten mit einem Stabmixer pürieren und abschmecken.

(3) Einen großen Topf mit Wasser zum kochen bringen.

(4) Teig aus dem Kühlschrank holen und nochmals kurz durchkneten. Dann in kleinen Portionen ausrollen oder durch eine Nudelmaschine in längliche Teigplatten formen.

(5) Im Abstand von ca. 6 Zentimeter, die Füllung mit einem Teelöffel auf der Teigplatte platzieren.

(6) Eine weitere Teigplatte darüber legen und rund um die Füllung andrücken. Dann mit einem Messer oder einem Ravioliroller Vierecke oder beliebige andere Formen ausschneiden.

(7) Weitere Ravioli formen, wie oben beschrieben.

(8) Wenn das Wasser kocht, reichlich Salz ins Wasser geben und die Ravioli darin ca. 6 Minuten lang kochen.

(9) Ravioli auf einem vorgewärmten Teller mit zerlassener Butter und frisch geriebenen Parmesan servieren.

Bärlauch Ravioli II

 

 

 

Erdbeer-Rhabarber Crumble

Ich muss ja sagen, der Frühling steigert sich kulinarisch für mich in einer Art Italienflaggen Farbe. Zuerst kommt das Grün des Bärlauchs, grüner Spargel schließt sich an und dann der Weiße. Und dann kommt rot. Eine meiner Lieblingsfarben beim Thema Genuss. Bei einer Packung Gummibärchen präferiere ich immer die roten Bären, bei Cocktails darf es auch lieber rot anstatt gelb sein (über einen Cosmopolitan geht nichts *g*) und ein knackiger Pink Lady Apfel schlägt auch klar den Granny Smith.

Also kann man sich vorstellen, wie sehr ich mich auf die Rhabarber und Erdbeerzeit freue. Der Rhabarber hat jetzt Hochsaison und so nehme ich jede Gelegenheit wahr, ihn zu genießen. Erdbeeren kommen zwar noch nicht alle aus Deutschland, aber die ein oder anderen gibt es schon.

Crumble

Als ich letztens so krank war, hatte ich dann unglaubliche Lust, endlich mal etwas anderes als Hühnersuppe und Co zu essen und hatte einen lieben Boten, der mir die frischen Früchte mitbrachte. Aufwendig durfte es nicht werden, da ich nicht lange aus dem Bett hüpfen sollte, und so entschied ich mich für einen Rhabarber Erdbeercrumble. Eine gute Idee wie sich rausstellte, denn das süße Dessert sorgte für eine schnellere Genesung.

Crumble IICrumble III

Wer also ein leckeres, schnell zubereitetes Frühlingsdessert möchte, sollte JETZT schnell Rhabarber und Erdbeeren einkaufen und los kann es gehen.

Erdbeer-Rhabarber Crumble

Zutaten für eine mittelgroße Form (siehe Bilder)

 200 g Rhabarber

200 g Erdbeeren

70 g Zucker

1-2 EL Speisestärke

Für die Streusel:

30 g  Rohrzucker

30 g  Butter

45 g  Mehl (Typ 550)

Prise Salz

Zubereitung:

(1) Erdbeeren und Rhabarber waschen.

(2) Erdbeeren vom Grün befreien und je nach Größe halbieren oder Vierteln. Den Rhabarber dünn abschälen und in ca. 1,5 cm dicke Stücke schneiden.

(3) Alle Streuselzutaten in einer Schüssel mit den Fingern zu krümeligen Streuseln vermengen.  (Nicht kneten!)

(4) Erdbeeren und Rhabarber mit Zucker und Speisestärke vermischen und in eine feuerfeste Form verteilen.

(5) Streusel darauf verteilen und bei 200 Grad (Ober/Unterhitze) für ca. 30 Minuten backen lassen.

(6) Den Crumble aus dem Ofen holen, kurz abkühlen lassen und noch lauwarm, mit einer Kugel Vanilleeis oder Sauerrahm genießen.

Crumble IV

 

Das Ganze ist so lecker, dass man ganz schnell eine leere Schüssel hat *g*

Crumble V

Und danach ist der Foodfotograf platt *g*

Crumble VI

Und hiermit verabschiede ich mich für heute. Ich bin nämlich im Urlaub und New York wartet auf mich! Ich darf schonmal verraten, eine tolle Zeit habe ich hier. Ganz viele Eindrücke werde ich euch zeigen. Sightseeing und natürlich kulinarische Highlights *g* Habt einen schönen Abend!!

Bärlauchpesto

Der Frühling da draußen ist in regem Fortschritt. Es grünt so grün und der viele Regen tut sein übriges dazu, dass es der Natur richtig gut geht. Ein bisschen zu kalt war es bislang, aber ich bin zuversichtlich, dass wenn die Eisheiligen erstmal vorbei sind, es auch mal sommerliche Temperaturen in unsere Gefilde schaffen. Heute haben wir in München zumindest schonmal richtig Glück und die eigentlich „kalte Sophie“ beschehrt uns einen traumhaften Frühlingstag!

Mindestens zwei Wochen sind wir zurück dieses Jahr und so verblühen erst so langsam die ersten Naturgeschenke. Als die Kirschblüte in vollem Saft stand, war ich ja auf Mallorca und konnte sie nicht mehr richtig einfangen. Ein paar Tulpenbilder hatte ich euch ja schon gezeigt, aber es fehlt noch etwas ganz wichtiges aus dem Früh-Frühling. Etwas, worum ein leidenschaftlicher Koch nicht drum rum kommt. Vorallem nicht, seitdem das Gewächs, so wie ich finde, in letzter Zeit immer mehr an Aufmerkamkeit in Medien, Rezepten und Co gefunden hat. Die Sprache ist von, na, na… wer weiß es? Richtig – Bärlauch!

Schon von einiger Zeit hatte ich mal auf Facebook angekündigt, dass ich ein Bärlauchpesto mache, aber irgendwie hat das dann doch nie geklappt. So hatte ich mich gefreut, letzte Woche noch frischen Bärlauch zu ergattern und mich endlich an den Mixer zu stellen.

Bärlauchpesto IIISeht ihr es? Hier hat es sich ganz versteckt, zwischen den lila Blüten *g*

Bärlauch IIDas Pesto ja wirklich recht easy zum herstellen und schön vielfältig einsetzbar. Und damit ihr gleich loslegen könnt, hier mein Rezept (für ein mittelgroßes Weckglas).

 

Bärlauchpesto

Zutaten für etwa ein mittelgroßes Weckglas

100 g frischen Bärlauch

1 EL Pinienkerne

2 EL geriebenen Parmesan

mind. 5 EL Ölivenöl

Salz zum Abschmecken

Zubereitung:

(1) Bärlauch waschen und trocken tupfen. Stiele entfernen

(2) Alle Zutaten in ein Gefäß geben und mit einem Stabmixer zu einer cremigen Masse pürieren.

(3) Fertiges Pesto in ein vorher frisch ausgewaschenes Weckglas füllen und luftdicht verschließen. Im Kühlschrank hält sich das Pesto mindestens 6 Wochen.

Schaut doch mal zu dem Markthändler eures Vertrauens, vielleicht hat er noch frischen Bärlauch! Ich hätte auch noch ein paar Bärlauchravioli im Angebot für einen neuen Post. Habt ihr Lust?

Bärlauch I

Zitronenalarm in Kuchenform

Wie ich euch ja schon berichtet hatte, als ich euch mein Lemon Curd Rezept HIER verraten hatte, bin ich derzeit ein kleiner Zitronensüchtling. Und wie mir beim Durchsehen meiner Fotos auffiehl war ich das auch schon letztes Jahr.

Damals hatte die tolle Jeanny von Zuckerzimtundliebe einen leckeren Zitronenkuchen vorgestellt. Sie nannte ihn Blaubeerkuchen mit dreifach Zitrone.

Und damals konnte ich auch nicht an mich halten und habe das Prachtstück nachgebacken.

Zitronenkuchen II

Herrlich frisch, super zitronig und superlecker! Die Kombination mit Blaubeeren passt auch perfekt. Damit ihr ganz schnell nachbacken könnt, hier das Rezept.

Zitronenkuchen I

Zitronen Blaubeerkuchen

nach einem Rezept von Kim Laidlaw/Home Baked Comfort

Zutaten:

240 g Mehl (plus etwas Mehl zum Vorbereiten der Form plus 1 TL Mehl für die Blaubeeren)
1 TL Backpulver
1/2 TL Salz
125 g weiche Butter
180 g Zucker
1 EL Zitronenabrieb von der Bio-Zitrone
3 Eier
125 ml Milch
125 g Blaubeeren

Für den Sirup:
3 EL frisch gepresster Zitronensaft
3 TL Zucker

Für die Glasur:
60g Puderzucker
3 TL frisch gepresster Zitronensaft

Zubereitung:

(1) Ofen auf 180°C Ober- und Unterhitze vorheizen. Eine Kastenform (13x23cm) ausfetten und leicht mehlen.

(2) Mehl, Backpulver und Salz mischen. In einer anderen Schüssel Butter, Zucker und Zitronenabrieb verrühren, bis die Masse schön fluffig und hell ist. Eier nach und nach hinzufügen. Danach die Milch und alles gut vermengen.

(3) Die Mehlmischung hinzugeben und nur so lange einmischen, bis ein homogener Teig entstanden ist.

Blaubeeren I
(4) Die Blaubeeren kurz in Mehl wälzen, dann sinken sie nicht so schnell beim Backen im Kuchenteig ab. Die Blaubeeren dann vorsichtig unter den Teig heben, diesen in die Kastenform füllen und ca. 50-60 Minuten lang backen (Stäbchentest!). Den fertigen Kuchen dann aus dem Ofen holen, kurz Abkühlen lassen und dann aus der Form holen.

(5) Zitronensaft und Zucker ca. 3 Minuten lang bei mittlerer Hitze zu einem Sirup einkochen lassen. Den Kuchen mit einem Holzstäbchen einpieksen und den Zitronensirup mit einem Backpinsel auf dem Kuchen verteilen, damit er sich richtig schön in den Kuchen einsaugt.

(6) Für die Kuchenglasur Puderzucker und Zitronensaft verrühren und über den Kuchen geben.

Zitronenkuchen IV

Et voilá! Ein leckerer Sonntags – aber auch Alltagskuchen, der auch noch ein paar Tage später schmeckt!