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Eierlikörtartelettes – Eine Eigenkreation entstanden bei der #Osterbäckerei von BOLS Advocaat

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© Bols Advocaat / Olaf Deharde

Ostern ist vorbei, die Entspannung der eher ruhigen Tage nach 3 Arbeitstagen auch, aber eines bleibt: Eierlikör! Ich weiß es auch nicht, warum ich dieses Getränk in den letzten Monaten so zu schätzen gelernt habe, aber man muss den Tatsachen ins Auge sehen, es ist einfach so!
Deshalb ist es heute Zeit, euch von meiner neusten Eierlikör Kreation zu erzählen, die ich bei einem Bloggerevent in Hamburg entwickelt habe.

Es scheint wohl doch aufgefallen zu sein, dass ich Eierlikör ganz gerne mag, denn eines Tages flatterte eine Einladung zu einem Event im schönen Hamburg in den Briefkasten, bei dem es einen ganzen Abend lang nur um das gelbe, zähflüssige In-Getränk gehen sollte. Natürlich sagte ich zu und freute mich auf einen Ausflug in meine zweit Lieblingsstadt Deutschlands, das Kennenlernen und Wiedersehen vieler Bloggerkollegen und den bekannten Patissier Christian Hümbs.

BOLS Financiers

Kennenlernen von Menschen und Rezepten

Vor Ort lernte ich dann noch viel mehr. Nämlich das kreative Backen mit Eierlikör und das „in Szene setzen“ der Ergebnisse für die Foodfotografie. Wie sagte Christian Hümbs so schön: „Eierlikör ist einfach wunderbar vielfältig, man kann so viel damit machen.“ Recht hat er und zauberte in der gleichen Sekunde superleckere Financiers mit Eierlikörpudding und Himbeeren – nicht nur optisch ein Highlight. Nach der Profi-Vorstellung durften wir dann alle selbst ran! Ich stand neben Markus, dem Backbuben, der gackerlgelbe Macarons zauberte, schaute Sarah von Sarahskrisenherd beim geduldigen Tüpfchenspritzen auf ihre Muffins zu, sprach mit Tobias von Der Kuchenbäcker über das beste Rezept für einen einfachen Eierlikörguglhupf (Mein Rezept findet ihr HIER) und entdeckte bei allen Kollegen spannende neue Kreationen in den Rührschüsseln. Mit dabei und immer mittendrin war natürlich der Eierlikör, denn das Event stand im Zeichen des BOLS Advocaat*, einem superfeinen Getränk, den ich nach meiner Eigenkreation unvoreingenommen an Platz 2 der bestschmeckensten Eierliköre stellen würde. Er passt nicht nur in jeden Kuchen oder das seniorenhaftige Waffelbecherchen, sondern er lässt sich, wie ich selbst probieren durfte, auch als feine, mit Maracuja Saft gemixte Variante als Aperitiv auf Eis servieren.

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kunterbuntweissblau probiert sich am Eierlikördessert

Aber nicht nur die Kollegen und der Patissier versuchten sich daran, den BOLS Advocaat in ein leckeres Dessert zu verwandeln, sondern auch ich begab mich an die Entwicklung eines hübsch anzusehenden und zudem lecker schmeckenden Backwerks.

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© Bols Advocaat / Olaf Deharde

Als Grundlage sollte ein Mürbteigtartlette dienen. Gefüllt wurde dieses dann mit einem Eierlikörpudding, getoppt mit Sahnetupfen, Eierlikörganache und verziehrt mit frischen Früchten. Genau das ist mein Geschmack! Und damit ihr das auch nachbacken könnt, hier das Rezept!

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© Bols Advocaat / Olaf Deharde

Mürbteigtartelelettes mit Eierlikörpuddingfüllung

Zutaten für ca. 7 Stück

Zutaten für Mürbteig:
300 g Mehl
120 g Butter
230 g Zucker
Prise Salz
1 Ei
Getrocknete Hülsenfrüchte zum Blindbacken

Zutaten für Eierlikörpudding:

2 Eier
175 g Schlagsahne
100 ml Milch
1 TL Speisestärke
100 ml Eierlikör

Zutaten für Eierlikör Ganache:

200 g weiße Schokolade
50 ml Sahne
100 ml Eierlikör

Zur Deko:
200 g geschlagene Sahne
300 g Beeren

Zubereitung der Ganache:

Die weiße Schokolade ganz fein hacken.
Sahne und Eierlikör mischen und in einem kleinen Topf kurz aufkochen, dann die weiße Schokolade zugeben, etwas stehen lassen und alles verrühren bis eine geschmeidige Masse entsteht. Danach ca. 1 Stunde kalt stellen.

Zubereitung der Mürbteigtartlettes:

Mehl, Butter, Zucker, Salz und 1 Ei verkneten. In einer Folie gewickelt ca. 1 Stunde kalt stellen.
Backofen auf 180 Grad Ober-/Unterhitze vorheizen.
Tartelette Förmchen mit Mürbteig auslegen. Dafür eine ca. Golfballgroße Menge in die Formen geben und sie damit auskleiden. Danach Backpapier auf die Tartelettes legen und mit Hülsenfrüchten beschweren. Im Ofen ca. 10 Minuten blindbacken.

Zubereitung Eierlikörpudding:

Eier, Zucker, Sahne, Milch, Stärke und Likör verrühren.
Sobald die Tartelettes goldbraun gebacken sind, herausnehmen und abkühlen lassen. Backofen auf 140 Grad herunterschalten.
Tartelettes mit Eierlikörpuddingmasse befüllen  und im Backofen ca. 40 Minuten stocken lassen. Danach ganz abkühlen.

Zur Dekoration die Sahne steif schlagen und in eine Spritztüte füllen. Ganache ebenfalls. Die Tartelettes mit Schlagsahne, Ganache und Beeren verzieren.

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© Bols Advocaat / Olaf Deharde

An dieser Stelle nun noch ein Dankeschön für die Einladung von BOLS Advocaat* und an alle tollen Blogger, die diesen Abend zu etwas Besonderem gemacht haben! War schön, Euch getroffen zu haben! Auf bald!

Folgende Blogger waren dabei:
Antonellas Backblog
Backbube
Der Kuchenbäcker
Die Jungs kochen und backen
Dinchen’s World
Feed me up before you go-go
Friede Freude & Eierkuchen
Herzstück-Blog
Karens Backwahn
Leonor’s Sweet Creations
Miss Blueberrymuffin’s Kitchen
Sarahs Krisenherd

 

*Werbung. Meine Meinung bleibt jedoch unbeeinflusst.

Spekulatius Mousse mit Beeren

Seit vielen, vielen Jahren gibt es bei mir eine Tradition. Diese nennt sich Weihnachtsdessert! Im Jahr 2003, also vor 12 Jahren (ich bin selbst ganz überrascht wie lange das her ist), wurde in einer der schönsten Kochzeitschriften, die ich bis heute noch gerne lese, ein wahnsinnig tolles Dessert veröffentlicht. Überhaupt war das ganze Heft voll von herrlichen Weihnachtsmenüs, deren Gerichte ich fast zu 100% immer essen würde. Dieses Heft hole ich seitdem jedes Jahr hervor, blättere und lasse mich inspirieren. Und ja, die vielen Einmerker verblassen zwar langsam, aber sie existieren noch und neben dem Dessert mache ich mindestens immer ein weiteres Rezept daraus nach.

Nachspeise Weihnachten

Angerichtet kann ganz individuell

Besagtes Traditionsrezept möchte ich Euch heute vorstellen. Es handelt sich um eine Spekulatius Mousse mit Beeren. Im Heft sieht sie aus wie eine Tiramisu in Nocken gestochen und im Laufe der Jahre habe ich diverse Anrichtungsmöglichkeiten ausprobiert: Nocken, im Glas oder wie hier zu sehen zubereitet in einer großen Form, im Viereck ausgestochen und mit Zimtzucker bestreut.

Spekulatiustiramisu

Der perfekte süße Abschluss

Geschmacklich ist sie für mich immer der perfekte Abschluss für mein Weihnachtsmenü. Ob für Jakobsmuscheln oder Filet Wellington wie dieses Jahr, oder Vitello Tonato und Lachs in der Salzkruste wie manch anderes Jahr, dieses Dessert ist perfekt! Sie schmeckt für mich nach Weihnachten mit einem  Hauch Sommer. Spekulatius und Himbeeren, Quark und Mandelmus… welch herrliche Kombination! Doch probiert es selbst! Viel Spaß beim Ausprobieren!

 

Weihnachtstiramisu

Spekulatius Mousse mit Beeren

aus Lust auf Genuss (11/2003)

Zutaten für 4 Portionen

4 Blatt weiße Gelatine
150 g Mandelmus (aus dem Reformhaus)
100 g Speisequark (40% Fett)
500 g Joghurt (3,5% Fett)
50 g Puderzucker
2 TL Zitronensaft
200 g Schlagsahne
10 Gewürzspekulatius
250 ml roter Johannisbeersaft
5 EL Himbeersirup
1 EL Speisestärke
300 g tiefgekühlte Himbeeren

Zubereitung:

Am Vortag: Gelatine in kaltem Wasser einweichen. Mandelmus mit Quark, Joghurt, Puderzucker und Zitronensaft verrühren. Gelatine ausdrücken und bei kleiner Hitze auflösen, 1 EL Quarkcreme unter die aufgelöste Gelatine rühren, dann diese Mischung unter die übrige Quarkcreme rühren.

Sahne steifschlagen, darunterziehen. Die Hälfte der Creme in eine Schüssel füllen, mit den Spekulatius belegen und die restliche Creme darauf verteilen. Zugedeckt über Nacht kalt stellen.

Am Festtag: Johannisbeersaft und Himbeersirup in einem Topf aufkochen. Stärke mit etwas Wasser glattrühren, zufügen, einmal aufkochen. Die tiefgekühlten Himbeeren kurz ziehen lassen.

Zum Servieren: Von der Mousse Nocken abstechen und mit den Beeren auf Tellern anrichten. Wer mag, kann die Mousse mit Zimtzucker bestreuen.

Zimt Spekulatiusdessert

Weihnachtliches Schokoladenmousse

Ihr habt noch keine Idee, was es als Dessert zu Weihnachten geben soll? Hier ist sie: ein weihnachtliches Schokoladenmousse!

Schokomousse IV

Besonders beim Zubereiten des Weihnachtsmenüs muss es bei manch einem schnell gehen. Sind doch noch so viele Erledigungen in letzter Minute zu machen, Geschenke mögen verpackt, die Kirche besucht und man selbst in Schale geworfen werden. Trotzdem sollen alle Verwandten beim Festtagsschmaus vor Begeisterung vom Stuhl fallen. Ich schließe an dieser Stelle einmal eifrige Vorplaner und begeisterte Menükocher aus.

Schokomousse III

All diejenigen, die eben etwas suchen, was wahnsinnig gut schmeckt und in Windeseile zubereitet ist, sind hier richtig. Bleibt mehr Zeit für Plätzchen und Punsch auf der Couch…

Lasst es Euch gut gehen!

Schokomousse II

Weihnachtliches Schokoladenmousse

Rezept aus Lecker Christmas Ausgabe 2014

Zutaten für 4 Portionen

200 g Zartbitterschokolade
2 TL Butter
1 Msp Kardamom
weitere Gewürze nach Geschmack (z.B. Zimt, Nelken etc)
ein Schuss Rum (wer mag)
400 g Schlagsahne
etwas Obst und Beeren zur Deko

Zubereitung:

1. Schokolade in Stücke brechen. Mit Butter im heißen Wasserbad schmelzen lassen. Kardamom und eventuell weitere Gewürze als auch Rum hinzufügen. Dann ca. 5 Minuten abkühlen lassen.
2. Inzwischen Sahne steif schlagen. Die abgekühlte aber noch flüssige Schokolade mit einem Teigschaber langsam unter die Sahne heben. Entweder in Gläser oder in eine große Schüssel füllen. Bis zum servieren kalt stellen. Nocken abstechen und mit Obst garnieren.

Schokomousse I

Maronendessert mit Tonkabohnen-Marscarpone Creme und Apfelkompott

Zum Schluss des Drei-Gänge-Menüs wurde geschichtet. Und zwar im Glas! Eigentlich wollte ich eine Maronenmousse mit Zwetschgenkompott machen, aber da hätte ich schon einen Abend vorher anfangen müssen – ups, verpeilt :) Naja, wenn man einen festen Bestandteil unbedingt dabei haben möchte, googelt man am schnellsten. So auch in diesem Fall und ich landete bei „essen&trinken“.

Maronendessert II

Ich glaube ich hatte schonmal erzählt, dass ich es nicht so mit dem Rezepte lesen habe bevor ich wirklich loslege. Tja, selbst schuld. Da braucht man sich dann nicht wundern, dass es doch etwas komplizierter ist, bzw. einfach länger dauert als wenn man „frei Schnauze“ ein schnelles Dessert zaubert.

Auch wenn die Zubereitung fast am meisten Zeit während des Menü-kochen beanspruchte: die Mühe lohnt sich!

Maronendessert

Als dann doch alle Bestandteile endlich fertig gestellt waren und zu einem Glasdessert geschichtet werden wollten, schwebte ich im süßen Himmel. Bei allen Dreien wurde genascht und hätte ich keine Gäste gehabt, wäre jede einzelne Schüssel getrennt von einander verspeist worden. Alles zusammen war dann eine Wucht. Jeder am Tisch hat nur so geschlemmt und ging danach freudestrahlend nach Hause. Oder ist wer gerollt? Ich ins Bett zumindest!

Und mit diesem Rezept war’s das dann auch von diesem Dinner mal Drei :) Ich hoffe, ihr habt für Euch leckere Dinge darin gefunden und werdet vielleicht mal etwas nachkochen? Natürlich freue ich mich wie immer über Eure Berichte davon!

Maronendessert I

Maronendessert mit Tonkabohnen-Marscarpone Creme und Apfelkompott

Rezept von essen&trinken

Zutaten:

MARONEN-BISKUIT

100 g Maronen (vakuumiert)
3 Bio-Eier, (Kl. M)
100 g Zucker
40 g gemahlene Haselnüsse
Salz
20 g Mehl

APFELKOMPOTT

3 Äpfel (z. B. Boskop)
2 El Zitronensaft
40 g Zucker
20 g Butter
100 ml Weißwein
3 El Apfelbrand

MASCARPONE-CREME

1/2 Vanilleschote
4 Bio-Eigelb, (Kl. M)
80 g Zucker
3 El Zitronensaft
Abrieb einer Tonkabohne
200 g Mascarpone
100 g Magerquark
100 ml Schlagsahne

Zubereitung:

1. Für den Biskuit eine mit Backpapier ausgelegte Springform (22 cm Ø) dünn mit Butter fetten. Maronen in einem Blitzhacker sehr fein hacken. Eier trennen. Eigelbe und 80 g Zucker mit den Quirlen eines Handrührers in 2–3 Minuten schaumig schlagen. Maronen und Haselnüsse unterrühren. Eiweiße mit 1 Prise Salz und dem restlichen Zucker steif schlagen. Eiweiß und Mehl nach und nach vorsichtig unter die Eigelb-Maronen-Masse heben. Teig in die Form füllen, im vorgeheizten Backofen bei 180 Grad (Gas 2–3, Umluft 160 Grad) auf dem Gitter auf der 2. Schiene von unten 25–30 Minuten backen. Biskuit auf einem Kuchengitter auskühlen lassen.

2. Für das Kompott die Äpfel schälen, vierteln, entkernen und in ca. 1 cm große Stücke schneiden. Äpfel sofort mit Zitronensaft beträufeln. Zucker und Butter in einem Topf karamellisieren, mit Wein ablöschen. Die Apfelstücke zugeben und offen bei mittlerer bis starker Hitze 5–6 Minuten unter gelegentlichem rühren stückig garen. Den Apfelbrand zugeben. Abkühlen lassen.

3. Für die Mascarpone-Creme die Vanilleschote halbieren und das Mark herauskratzen. Die Eigelbe mit Vanillemark, Zucker und Zitronensaft über einem heißen Wasserbad mit den Quirlen des Handrührers schaumig schlagen. Vom Wasserbad nehmen, geriebene Tonkabohne, Mascarpone und Quark unterrühren. Vollständig auskühlen lassen, dann die Sahne steif schlagen und vorsichtig unterheben.

4. Den Biskuit aus der Form lösen und waagerecht halbieren. Mit einem runden Ausstecher jeweils 8 Kreise ausstechen. Restlichen Biskuit in grobe Stücke schneiden und beiseite stellen. In 8 Gläser jeweils 2 Biskuits abwechselnd mit Apfelkompott und Mascarpone-Creme schichten. Die restlichen Biskuitstücke darauf verteilen und kalt stellen. Mit frischen Apfelspalten garniert servieren.